Technische Inspektion von Motorrädern in Belgien und Europa: Ein Überblick

Die Frage, ob in der Europäischen Union eine regelmäßige technische Inspektion für Zwei- und Dreiräder Pflicht werden soll, wird seit geraumer Zeit diskutiert. Die europäische Richtlinie sieht die Umsetzung dieses technischen Inspektionssystems durch die Mitgliedstaaten ab Januar 2022 vor.

In vielen europäischen Ländern ist die Situation anders geregelt als in Deutschland, wo Motorräder regelmäßig zur Hauptuntersuchung und zur AUK müssen. Mitunter wird sogar komplett auf die technische Überwachung von Zweirädern verzichtet, etwa in Frankreich und Belgien.

Belgien: Teilweise Anwendung der EU-Richtlinie

Guten Abend, soweit ich weiß braucht man für sein Motorrad in Belgien kein TÜV oder andere Untersuchungen um weiter mit seinem Motorrad fahren zu dürfen. Auch Belgien stellt bei den europäischen Behörden einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung.

Das Kabinett von Minister De Bue plant, diese neue Maßnahme nur teilweise anzuwenden. Es wird keine systematische regelmäßige Inspektion geben, sondern eine Pflicht, die auf den Weiterverkauf des Fahrzeugs oder den Eintritt eines Unfalls beschränkt ist. Dies geschieht mit dem Ziel, den Verbraucher zu schützen.

Die Maßnahme der teilweisen Anwendung der Richtlinie muss von Europa akzeptiert werden. Es sieht so aus, als ob unser Land nicht wie eigentlich geplant bis Januar 2022 bereit sein wird.

Frankreich: Ein Hin und Her um die "TÜV-Pflicht"

Ob es in Frankreich eine HU geben wird, war lange unklar, doch seit dem 23. Oktober 2023 steht fest: Die "TÜV-Pflicht" gilt ab April 2024 in Frankreich.

Ursprünglich sollte die Regelung bereits im Januar 2023 in Kraft treten, wurde aber nach Protesten der Motorradverbände verschoben. Nach dieser Entscheidung des Staatsrats gingen die französischen Motorradverbände erneut auf die Barrikaden und schafften es im Gespräch mit dem Verkehrsministerium, das Dekret von 2021 im Juli 2022 aufzuheben.

Der Staatsrat beschloss jedoch im November 2022, das Dekret zur Einführung der technischen Kontrolle für motorisierte Zweiräder wieder in Kraft zu setzen. Um eine Überlastung der Behörden und lange Wartezeiten zu vermeiden, erfolgt die Umsetzung schrittweise.

Bei Neufahrzeugen muss die Prüfung nach 4 Jahren das erste Mal durchgeführt werden, danach alle 2 Jahre. Trial- und Enduro-Motorräder sind von der Regelung ausgenommen, auch wenn sie eine Straßenzulassung haben.

Nicht ausgenommen sind hingegen Fahrzeuge der Klasse L1e und L2e, also Kleinkrafträder mit bis zu 50 Kubik Hubraum, für die es beispielsweise in Deutschland keinen TÜV braucht. Nachdem sich Frankreich also lange gegen die EU-Regelung gewehrt hatte, setzt es sie jetzt sehr streng um.

Andere europäische Länder: Dänemark und Finnland

Dänemark setzt die von der EU beschlossenen regelmäßigen technische Prüfungen von Motorrädern und Rollern nicht um. Stattdessen tritt zeitgleich mit der EU-Vorschrift ein neues Gesetz in Kraft, welches der dänischen Straßenverkehrsbehörde erlaubt, den technischen Zustand und die Lärmentwicklung von Motorrädern in Stichproben am Straßenrand zu kontrollieren.

Finnland wird den EU-Beschluss ebenfalls nicht umsetzen. Das Ministerium teilte außerdem mit, dass ausreichend wirksame Maßnahmen bereits vorhanden seien und diese Einschätzung sowie eine Liste der Maßnahmen der EU-Kommission im März 2019 vorgelegt wurde.

Argumente gegen die technische Inspektion von Motorrädern

Angezweifelt wird in Frankreichs Motorradszene übrigens auch, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Unfällen und dem technischen Zustand von Motorrädern gebe. Belegt wird das mit einschlägigen Studien.

FEMA-Generalsekretär Dolf Willigers sagt: "Die Diskussion um die wiederkehrende technische Inspektion von Motorrädern ist eine sehr alte Diskussion, in der verschiedene Parteien argumentieren, dass sie der Verkehrssicherheit zugutekommen würden. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass der technische Zustand von Motorrädern bei Unfällen eine wesentliche Rolle spielt."

Die vorliegenden Berichte über Motorradunfälle weisen alle in die entgegengesetzte Richtung: Der technische Zustand von Motorrädern spielt bei Unfällen nur eine sehr marginale Rolle.

Technische Aspekte und Wartung

Selbst wenn Ihr Motor scheinbar in gutem Zustand ist, könnte Ihnen die Messung der Emissionen bei der technischen Inspektion einen Streich spielen. Für viele ist die technische Inspektion gleichbedeutend mit einem stressigen Moment. Die Vorbereitung auf diesen Besuch bei einem Fachmann, zumindest um die Einstellung der Scheinwerfer zu überprüfen, ist nie überflüssig.

Andererseits sollten Sie wissen, dass nicht alle Autowartungsfachleute unbedingt über die Ausrüstung verfügen, um die Abgasemissionen Ihres Autos zu testen. Einige Kontrollgeräte sind nur in technischen Prüfstellen vorhanden. Bei der Schadstoffbekämpfung werden die Emissionen verschiedener Gase gemessen und dürfen eine bestimmte Toleranzschwelle nicht überschreiten.

Dieser Schwellenwert richtet sich nach der Ausstattung Ihres Fahrzeugs. Bei Dieselfahrzeugen achten die Prüfer insbesondere seit dem 1. Juli 2022 besonders auf Feinstaub. Tatsächlich sind in Belgien seit diesem Datum Fahrzeuge, die der Umweltnorm Euro 5a (oder neuer) entsprechen und daher mit einem Partikelfilter ausgestattet sind sehr gewissenhaft getestet.

Glücklicherweise kann der Partikelfilter, wie auch andere technische Elemente im Zusammenhang mit der Motorreinigung, mit verschiedenen Additiven gewartet werden. Bardahl hat chemische Lösungen sowohl für Diesel- als auch für Benzinmotoren entwickelt, die vorbeugend oder einfach vor der technischen Prüfung eingesetzt werden können.

Der Vorteil dieser Additive zur Reinigung Ihrer Motorkomponenten liegt in der einfachen Anwendung. Sie werden entweder beim Tanken direkt in den Kraftstofftank geschüttet oder in die Motorölwanne gegeben. Auf dem Etikett jedes Produkts ist alles sehr einfach beschrieben.

Wenn Sie eine gründliche Reinigung des Motors Ihres Fahrzeugs wünschen, sollten Sie auch wissen, dass es Zentren gibt, die auf die Motorreinigung spezialisiert sind. Wenn Sie Ihr Fahrzeug bei einem Öko-Reinigungsexperten abgeben, werden die verstopfungsempfindlichen Komponenten mit einer Bardahl-Reinigungsstation intensiv und ohne Demontage gereinigt. Der Eingriff dauert nur 30 Minuten bis 2 Stunden und sollte idealerweise alle 20.000 km wiederholt werden.

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