Die Fahrradbranche boomt, und besonders E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Bei knapp 27.400 Radunfällen ohne weitere Beteiligte verletzten sich im Jahr 2023 rund 6.400 Menschen schwer und 147 tödlich. Darauf weist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hin.
Rad-Alleinunfälle hätten sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, dabei sei die Dunkelziffer hoch, heißt es. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.
Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Das haben bereits verschiedene Studien und Untersuchungen belegt. Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Fahrradhelm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde. Ein Fahrradhelm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Zudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort. Mit einem Sonnenschutz versehen, reduzieren sie einfallendes Licht. Ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen.
Die besten Bell-Fahrradhelme im Vergleich
Bell bietet seinen Event XC in zwei Ausführungen an, mit oder ohne MIPS. Trotz der „Zusatzausstattung“ zählt er noch zu den günstigen Helmen im Test. MIPS steht für Multi Directional Impact Protection. Es handelt sich dabei um einen Einsatz, der bei einem schrägen Aufprall die rotierenden Kräfte minimieren soll, die auf den Kopf einwirken - ein Punkt, den wir bei unserem Aufbau nicht testen konnten. Die durchgeführten Tests bestand er mit Bravour. Er ist bezahlbar, gut verarbeitet, hat ein gutes Gewicht und schützt den Kopf sehr gut. Der Bell Event XC MIPS gehört zu den Favoriten auf den Testsieg.
Auch wenn Bell im Motorradsport wohl noch deutlich größere Bekanntheit besitzt als im MTB-Sektor, hat der preiswerte 4Forty Air Mips in unserem Test durchaus seine Berechtigung. Die Helme der US Amerikanischen Kopfschutz-Experten kommen mit jeder Menge Style aber auch mit umfangreicher Ausstattung.
Bell 4Forty Air Mips: Ausstattung und Komfort
Tolle Ausstattung zum verträglichen PreisSo bekommt man den Bell 4Forty bereits mit dem hochwertigeren Mips Evolve Core Rotationsschutz, einer magnetischen Fidlock-Schnalle sowie einer automatischen Höhenverstellung im Nacken. Das Visier ist in drei Stufen einstellbar und rastet in jeder Position sauber ein. Am Heck ist ein Goggle-Gripper angebracht, der ein Rutschen des Brillenbandes verhindern soll.
Die Magnetschnalle von Fidlock sieht man eher selten in diesem Preisbereich. Ihre Funktion ist klasse. Damit die Goggle nicht vom Helm rutscht, wird sie von einer Gummierung an der Rückseite gehalten. Eher selten bei aktuellen MTB-Helmen: verstellbare Ohrteiler. Wir finden das Feature top, weil sich so die Helmgurte optimal an den Träger anpassen lassen. Zu guter Letzt verfügt der Bell 4Forty auch noch über ein antibakterielles Polster, das es genauso wie die Visierschrauben als Ersatzteil gibt.
Hervorragendes Anpassungssystem
Auf dem Kopf gefällt der Bell 4Forty vor allem durch sein gut gelöstes Anpassungssystem. Das umlaufende Kopfband lässt sich in drei Stufen leicht in der Höhe anpassen, das gummierte Drehrädchen ist in jeder Position gut zu erreichen und außerdem sehr definiert gerastert. Die Y-Gurte lassen sich sauber unter den Ohren platzieren, das Gurtband ist leichtgängig und die Magnetschnalle sehr intuitiv im Handling.
Die Ionic-Polsterung trägt sich wirklich sehr komfortabel. Alles bestens also? Nicht ganz: Wären die Gurtbänder innen am Helm angebracht, würde der Bell noch etwas fester am Kopf sitzen. Außerdem ist die Nackenstütze etwas hart und kantig geraten, das kann auf Dauer drücken. Doch ansonsten gibt es hier wirklich nichts auszusetzen.
Auch das Visier lässt sich während der Fahrt leicht verstellen und bietet in der obersten Position nicht nur optimal Platz für eine Goggle. Die Sonnenbrille lässt sich während langer Uphills ebenfalls leicht in den Lüftungsschlitzen transportieren.
Sweat-Guide: Hier soll der Schweiß abgeleitet werden. Nette Idee, funktioniert in der Praxis aber nur mäßig gut
Der Bell 4Forty Air im Labor
Selbstverständlich erfüllt der Bell 4Forty die aktuelle CE-Norm. Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die Werte, landet der Ami lediglich im Mittelfeld - sowohl was die Rotationskräfte als auch die linearen Stöße betrifft.
Von vorne wirkt der Bell eher geschlossen. Das bestätigt sich auch während der Fahrt: Belüftung ist nicht seine StärkeMit seinen kleinen Lüftungsöffnungen wirkt der 4Forty schon optisch eher geschlossen und das zeigt sich auch in der Belüftung. Hier konnte uns der Bell nicht überzeugen, er sorgt nur für wenig Kühlung im Anstieg.
Infos & Preis - Bell 4Forty Air Mips
- Preis: 149,95 Euro
- Gewicht: 379 Gramm
- Größen: S 52-56; M 55-59; L 58-62; XL 61-65
- Made in: China
- Farben: 12 Farben
- Rotationssystem: Mips Evolve Core
- Ausstattung: Fidlock-Schnalle; automatische Höhenverstellung; verstellbares Visier; Goggle-tauglich; verstellbare Ohrteiler; antibakterielles Polster
Messwerte
- Restkraft bei linearem Aufprall: 123,4 g
- Risiko einer Gehirnerschütterung: 28 %
Den Bell 4Forty gibt es auch in einer günstigeren Version für 119,95 Euro und etwas einfacherer Ausstattung
Bewertung und Fazit
Der Bell 4Forty Air Mips lässt sich super anpassen, im Labor liefert er dafür nur durchschnittliche Werte | Grafik: Stefan FreyAbgesehen von den reinen Laborwerten, bei denen der Bell nach hinten durchgereicht wird, müssen wir für den stylishen 4Forty Air Mips eine Lanze brechen: Handling und Anpassungsystem sind hervorragend. Der Bell lässt sich umfangreich einstellen, das gummierte Drehrädchen ist perfekt bedienbar und sauber gerastert. Top zu diesem Preis ist auch das Magnetschloss. Sonnenbrille und Goggle passen gut unter das Visier. Das Gewicht ist okay.
Weitere getestete Fahrradhelme
Wir hatten insgesamt 59 Fahrradhelme im Test, 49 davon sind aktuell noch erhältlich. Der Uvex Urban Planet LED bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet. Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss.
Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Uvex Finale Visor das optimale Modell. Denn er verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet.
Dieses Feature ist einmalig: Der Abus Pedelec 2.0 hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Nasse Haare im Regen gehören somit der Vergangenheit an. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.
Speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün ist der POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker.
Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Tipps zum Kauf eines Fahrradhelms
Idealerweise sollten Sie einen Fahrradhelm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.
Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Fahrradhelm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Fahrradhelm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt. Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen: Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44 bis 52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen.
Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung. Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Fahrradhelme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Fahrradhelme, die in der EU verkauft werden, müssen den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Alle Helme in unserem Test erfüllen diese Norm. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten. Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.
Testsieger im Vergleich
Der Uvex Urban Planet LED ist der ideale Helm für alle, die auf einem Fahrrad im Straßenverkehr optimal geschützt sein wollen. Aber auch auf Inlineskates, dem E-Scooter oder im Gelände auf dem Mountainbike bietet der extrem robuste Helm sehr guten Schutz. Zu haben ist der Uvex in den Größen 54-58 und 58-61 Zentimeter in den Farben Black Matt und Cloud Matt. Wer zusätzlich zwischen einem Gelb- und einem dunklen Blauton auswählen möchte, greift zum günstigeren Uvex Urban Planet.
Der von uns getestete Planet LED in 54-58 bringt knapp 390 Gramm auf die Waage. Das hört sich zunächst viel an, leichtere Helme wiegen locker eine Tafel Schokolade weniger. Allerdings ist der Tragekomfort so hoch, dass das Mehrgewicht kaum auffällt. Außerdem ist uns das Plus an Sicherheit, auf das wir gleich noch näher eingehen, das etwas höhere Gewicht wert.
Details zum Uvex Urban Planet LED
Für die Anpassung des Helms an die Kopfform und an die Kopfgröße setzt Uvex auf eine klassische Verstellschraube an der Rückseite des Helms. Die individuelle Größenanpassung ist sowohl in der Höhe als auch in der Weite möglich. Dazu lassen sich die verstellbaren Kunststoffbänder links und rechts mit etwas Kraftaufwand herausziehen bzw. hineinschieben. Im Inneren des Helms ist eine Art dünnes Netz angebracht. Dies fungiert beim Tragen als Insektenschutzgitter. Außerdem schmiegt es sich an die Schädeldecke und vermittelt ein sehr angenehmes Gefühl.
Der Uvex Urban Planet umhüllt den Kopf perfekt. Was uns gut gefällt: Im Gegensatz zu vielen anderen Helmen sitzt der Uvex nicht nur auf dem Kopf, er umschließt diesen auch, nämlich im Bereich des Hinterkopfs und an den Schläfen. Das steigert das subjektive Sicherheitsempfinden signifikant. Außerdem wirkt der Urban Planet extrem robust. Die Außenschale besteht aus Polycarbonat, innen kommt ein sehr fester Schaum zum Einsatz.
Nettes Extra: Uvex setzt bei seinem in Deutschland produzierten Helm auf recycelte und biobasierte Materialien. So ist am Ende des Produktlebenszyklus ein sortenreines Recycling der Helmbauteile durch lösbare Fügetechniken vorgesehen. Die Gurtbänder reflektieren, um nachts die Sichtbarkeit zu verbessern. Genau wie das Kinnpolster sind diese ebenfalls aus Recyclingmaterial gefertigt.
Die Längenanpassung der Gurtbänder gelingt blitzschnell über zwei Kunststoffverschlüsse, die nach oben geklappt bzw. nach unten heruntergedrückt werden. Zum Verschließen des Kinnriemens nimmt man am besten zwei Hände. Eine Art Ratsche wird in das passende Gegenstück eingesetzt, fertig! Das Öffnen gelingt mühelos auch mit einer Hand und mit Handschuhen.
Mit der Luftzirkulation sind wir zufrieden. Ja, es gibt noch luftigere Helme. Aber die insgesamt 14 Öffnungen sorgen dafür, dass der Kopf speziell von vorne, oben und hinten mit frischer Luft versorgt wird.
Zum Lieferumfang des Urban Planet LED gehört ein Plug-In-LED-Licht. Durch einen Druck auf das Licht schaltet man dieses ein und wechselt von Dauer- zu Blink- und pulsierendem Licht. Ein langer Druck, und schon ist es ausgeschaltet. Über einen USB-Port lässt sich das LED-Licht beispielsweise an einem PC wieder aufladen. Für rund 15 Euro ist das 24 Gramm leichte Licht separat zu erwerben.
Der Uvex Urban Planet LED schnürt für rund 100 Euro ein attraktives Gesamtpaket. Der Helm ist sehr robust und sowohl hinten als auch im Bereich der Schläfen weit nach unten gezogen. Das sollte im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöhen. Der Tragekomfort ist klasse, der Kopfschutz lässt sich schnell und individuell anpassen. Ein abnehmbares LED-Licht und reflektierende Gurtstreifen erhöhen die Sicherheit.
Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8). »Der etwas schwere, aber gut verarbeitete Helm von Uvex geht als Testsieger hervor. Das Innenfutter dient gleichzeitig als Insektenschutz und vermittelt angenehmen Tragekomfort. Das Kopfband ist 6-fach höhenverstellbar und mittels Drehrad im Umfang verstellbar. Er besitzt Reflektorstreifen in den Trageriemen und ist mit einem aktiven Licht an der Rückseite (3 Modi) ausgestattet.
Helme mit Visier: Uvex Finale Visor
Regen, Sonne, Wind - wer das ganze Jahr mit seinem Fahrrad unterwegs ist, freut sich möglicherweise über einen Helm mit Visier. Den bietet der Uvex Finale Visor, außerdem eine Beleuchtung und einen Insektenschutz. Uvex verkauft den Finale Visor in den Größen 52 bis 57 und 56 bis 61. Als Farben stehen Schwarz, Grau/Weiß, Grün/Schwarz und Gelb/Weiß zur Auswahl. Unser Testmuster in 56 bis 61 wiegt 370 Gramm. Für einen Helm mit Visier und Beleuchtung ist das ein guter Wert. Zum Vergleich: Der Btwin City CBH 900 bringt satte 630 Gramm auf die Waage.
Vorn, an den Seiten und in der Mitte ist der Finale Visor weich gepolstert. Tragekomfort und Passform des Uvex-Helms sind vorzüglich. Dieser umschließt exakt den Kopf, drückt nicht und reibt nicht. An den Seiten ist der Helm weit heruntergezogen, was das subjektive Sicherheitsempfinden erhöht. Über das rückseitige Rädchen lässt sich die Passform maßgeschneidert anpassen. Der untere Helmbereich wird durch eine zweite Polycarbonat-Schale zusätzlich geschützt. Die gesamte Verarbeitung des in Deutschland hergestellten Helms ist exzellent. Außenhaut und Innenschutz gehen nahtlos ineinander über. Es gibt keine störenden Nähte oder hässliche Klebereste.
Das Visier lässt sich ohne Kraftaufwand mit einer Hand sauber herunterklappen oder wieder nach oben schieben. Wichtig für Brillenträger: In den meisten Fällen darf die Sehhilfe auf der Nase bleiben. Bei uns klappt dies zumindest ohne Probleme, zwischen Helm und Visier ist ausreichend Platz. Trotzdem liegt die gummierte Unterkante des Visiers angenehm auf der Nase auf, was den Tragekomfort verbessert. Uvex hat das Visier ganz dezent getönt. Die Sonneneinstrahlung wird durch die Filterkategorie 1 leicht reduziert, die Lichtdurchlässigkeit beträgt dem Hersteller zufolge 44 bis 80 Prozent. Bei Bedarf kann man einen höheren Sonnenschutz aufrüsten. Das Visier kann abgenommen werden. Ersatzvisiere sind separat erhältlich.
Bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Helligkeiten sind wir mit der Tönung des Visiers sehr zufrieden. Beim Verschluss des Kinnriemens setzt Uvex auf eine klassische Ratsche. Diese rastet sauber ein. Drückt man auf den roten Knopf, lässt sich der Verschluss super einfach öffnen. Im Bereich des Kinns ist das Band weich gepolstert.
Auf der Rückseite des Helms ist ein LED-Licht integriert. Durch einen leichten Druck wird dieses eingeschaltet, zur Auswahl stehen Dauerlicht und Blinklicht. Die Leuchteinheit kann aus dem Helm genommen werden, die Stromversorgung erfolgt mittels Knopfzelle. Das hat den Vorteil, dass man das Licht nicht aufladen muss. Unterwegs kann es aber auch mal unerwartet passieren, dass die Batterie leer ist.
Um die Luftzirkulation im Finale Visor ist es dank 20 Öffnungen sehr gut bestellt. Innen hat Uvex Ventilationskanäle integriert. Mit dem Uvex Finale Visor ist man das ganze Jahr über und bei jedem Wetter sicher unterwegs.
Abus Pedelec 2.0: Innovation mit Regenschutz
Fahrradhelme gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Viele unterscheiden sich in Nuancen. Deshalb ist der Abus Pedelec 2.0 eine echte Perle, weil er neben seiner ohnehin schon guten Ausstattung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er hat einen Regenschutz integriert. Verfügbar ist der Helm in den drei Größen S (51 bis 55 Zentimeter), M (52 bis 57) und L (56 bis 62). Die Farbauswahl ist riesig, elf Farben sind erhältlich - von Weiß über Blau, Gelb, Rot und Schwarz bis hin zu Silber, Champagner und Grau. Mit 410 Gramm fällt unser Testexemplar in Größe L nicht sonderlich leicht aus.
Sofort sichtbar wird die so genannte In-Mold-Bauweise, bei der die robuste Außenschale mit dem festen Schaumstoff (EPS) untrennbar verschweißt ist. Alle Übergänge sind perfekt verarbeitet. Für eine optimale Belüftung hat Abus den Pedelec 2.0 mit vier Luftein- und neun Luftauslässen versehen. Rückseitig ist ein LED-Licht integriert. Hier kann man per Knopfdruck zwischen rotem Dauer- und rotem Blinklicht wählen. Der interne Akku wird per USB geladen. Darunter befindet sich der besondere Clou des Helms. Klappt man diese mit etwas Kraft nach unten, so öffnet sich ein Geheimversteck mit einer schwarzen Regenhaube. Diese wird über den Helm gezogen und vorne mit zwei Gummibändern unten eingehakt. Das dauerte im Test nur wenige Sekunden. Die schwarze Außenhaut ist mit kleinen Reflektorstreifen überzogen. Ein nasser Kopf wird durch dieses Regencape zuverlässig verhindert.
Den Pedelec 2.0 gibt es zusätzlich in einer teureren MIPS-Variante (Multi-directional Impact Protection System), bei der der Helm bei bestimmten Aufprallgeschehen schädliche Rotationsbewegungen reduzieren soll, die andernfalls auf den Kopf des Trägers übertragen werden könnten. Wir haben den »normalen« Pedelec 2.0 im Test, bei dem die weichen Polster direkt an die Helminnenseite geklettet bzw. geclipst sind. Der Tragekomfort ist sehr ordentlich. An den Seiten und hinten ist der Helm für besseren Schutz heruntergezogen. Die Größenanpassung lässt sich über das Rädchen fein justieren. Der Riemen im Kinnbereich ist gepolstert und liegt weich auf. Der praktische Verschluss setzt auf Magnetismus - notfalls öffnet und schließt man diesen mit einer Hand, mit zwei Händen gelingt dies super komfortabel. Sehr sensible Köpfe sollten den Abus unbedingt Probe tragen, ob dieser nicht zu schwer ist.
Unter dem Strich ist der Pedelec 2.0 ein innovativer Helm mit integriertem Regenschutz. Auch für die Beleuchtung, die Verarbeitung sowie den Tragekomfort vergeben wir Pluspunkte. Abus bietet als Pedelec 2.0 Ace eine zusätzliche Variante mit komplettem Visier an.
POC Omne Beacon Mips: Ein stylischer Hingucker
Wenn ein Helm nicht nur ein Lebensretter, sondern auch ein stylisches Accessoire für den Kopf sein soll, dann ist der POC Omne Beacon Mips ein interessantes Modell. In der von uns getesteten Farbversion in Orange und mattem Grün sieht der Kopfschutz super aus. Alternativ gibt es ihn in Orange/Weiß sowie in Orange und mattem Schwarz. Die Rückseite des Helms zieren vier LEDs.
Bell Fahrradhelm Vergleich 2025
Die besten Bell-Fahrradhelme: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
| Modell | Geeignet für | Größe | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Bell Super 3R | Erwachsene | M | sehr gute Belüftung, sehr sicherer Fullface-Helm, abnehmbarer Kinnbügel, Snap-In-Kamerahalterung | relativ hohes Eigengewicht |
| Bell Super Air | Erwachsene | M | sehr sicherer Fullface-Helm, abnehmbarer Kinnbügel, große Augenöffnung ideal für Brillenträger, Snap-In-Kamerahalterung | relativ hohes Eigengewicht |
| Bell Super Air R | Erwachsene | M | sehr sicherer Fullface-Helm, abnehmbarer Kinnbügel, große Augenöffnung ideal für Brillenträger, Snap-In-Kamerahalterung | relativ hohes Eigengewicht |
| Bell 4forty | Erwachsene | M | Allround-Helm, verstellbare Sonnenblende, Größe anpassbar | keine Kamerahalterung vorhanden, relativ geringe Anzahl an Lufteinlässen vorhanden |
| Bell Sixer | Erwachsene | M | Allround-Helm, sehr gute Belüftung, Snap-In-Kamerahalterung, verstellbare und abnehmbare Sonnenblende, sehr große Sonnenblende | kein Kinnbügel vorhanden |
| Bell Tracker | Erwachsene | Einheitsgröße | sehr leichter Allround-Helm, sehr gute Belüftung, abnehmbare Sonnenblende | keine Kamerahalterung vorhanden, kein Kinnbügel vorhanden |
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