Benotti Bikes Testberichte: Eine umfassende Übersicht

Benotti Bikes hat sich in der Welt der Rennräder einen Namen gemacht, insbesondere durch die Kombination von Aerodynamik, geringem Gewicht und hochwertiger Ausstattung. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Testberichte zu Benotti Bikes, wobei verschiedene Modelle und Aspekte wie Aerodynamik, Gewicht, Komfort und Ausstattung beleuchtet werden.

Benotti Fuoco Aero SL: Aerodynamik und Leichtbau auf höchstem Niveau

Das Benotti Fuoco Aero SL vereint Aerodynamik und Leichtbau auf einem sehr hohen Niveau - es ist zudem das agilste Rad im Test. Die Ausstattung ist hochwertig. Der Hersteller beschreibt das Fuoco Aero SL als „Aerodynamisch und leicht“. Das Rad geht ins zweite Modelljahr und konnte bereits in einem ersten Test überzeugen.

Das Rahmenset-Gewicht konnte beim SL noch einmal um 300 Gramm gesenkt werden im Vergleich zum Vorgänger Fuoco Aero - das Komplettrad wiegt in der Rahmengröße 56 nur 6,72 Kilogramm. Dafür mitverantwortlich sind die verbauten Ax-Lightness-Ultra-50C-SL-Laufräder. Sie sind 50 Millimeter hoch und wiegen mit ihren Carbon-Speichen und Keramiklagern nur 1150 Gramm. Das geringe Gewicht sorgt in Verbindung mit der hohen Front-Steifigkeit des einteiligen Cockpits für ein sehr agiles, direktes Fahrverhalten.

Mit einem Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,45 ist die Geometrie des Benotti race-orientiert - das Oberrohr ist relativ lang, das Steuerrohr eher kurz. Die Übersetzung der an unserem Test-Modell verbauten elektronischen Shimano-Dura-Ace-Di2-Top-Gruppe ist passend race-orientiert und sportiv gewählt: vorne eine 52/36-Semikompaktkurbel, hinten eine 11-30-Kassette.

Aerodynamik im Test

Aerodynamisch erfüllt das Benotti ebenfalls die Erwartungen an einen vielseitigen Allrounder. Mit 210 Watt für 45 km/h sortiert sich der Renner im Umfeld prominenter und hochpreisiger Vertreter wie dem Cannondale SuperSix, Giant Propel oder Pinarello Dogma F ein. Im Vergleich mit dem bislang schnellsten Kandidaten von Canyon benötigt das Rad allerdings sechs Watt mehr.

Das Fuoco profitiert im Windkanal von den hochwertigen Laufrädern, die zwei Watt schneller sind als unser Referenzmodell (Zipp 404, Bj. 2018), und von der kleineren Rahmengröße. Der Erstling in Größe 56, mit flacheren Felgen und Stahlspeichen, war drei Watt „langsamer“.

Fahrverhalten und Komfort

Außerhalb von Labor und Windkanal unterstreicht das Wettkampfrad seinen schnellen Charakter. Durch den Gewichtsvorteil lässt sich das Multitalent spielerisch beschleunigen, auf bergigen Etappen ist es nicht zuletzt durch den Aufbau mit großer Kassette ein geeigneter Untersatz. Auf schnelle Richtungswechsel reagiert das Benotti direkt, fast schon nervös. Einmal eingelenkt, zieht es messerscharf um die Kurve.

Lob verdient das Carbon-Cockpit, das sich exzellent greifen lässt und für eine aerodynamisch günstige Position genügend Auflagefläche für die Unterarme bietet. Die Sitzposition ist rennmäßig. Allerdings gehört der Parameter Dämpfungskomfort nicht zu den größten Stärken des Benotti.

Ein noch besseres Resultat lässt der Wettkampfrenner aufgrund des unterdurchschnittlichen Heckkomforts liegen, wobei der Sattel mit gedrucktem Sitzpolster und Carbongestell sowie die 30-Millimeter-Reifen die einzig nennenswerte Schwäche gut kaschieren. Rahmen und Gabel lassen sogar Platz für bis zu 35 Millimeter breite Pneus. Auf solchen Reifen schreckt das Fuoco Aero SL auch vor Holperpisten nicht zurück, dürfte aber etwas von seinem präzisen Lenkverhalten einbüßen.

Ausstattungsvarianten und Optionen

Insgesamt acht Ausstattungsvarianten inklusive limitierter Sondermodelle anlässlich des 20. Firmenjubiläums sind im Online-Shop gelistet. Das Basismodell kommt mit einer flacheren Version von AX-Lightness. Optional ist zudem ein Powermeter (400 Euro) erhältlich.

Benotti Blade SL und EDR

Das Blade SL wiegt 6,5 Kilogramm in der Rahmengröße XL - damit ist es das leichteste Modell innerhalb dieses Testfeldes. Das Blade EDR bietet einen guten Kompromiss aus Leichtgewicht, Agilität und Komfort. Der Stack-to-Reach-Wert beträgt 1,5.

Benotti Fuoco Aero SL SE No. 1

Das Benotti Fuoco Aero SL SE No. 1 ist ein sehr leichtes Aero-Racebike mit einer hochwertigen Ausstattung.

Benotti Fuoco Gravel Race: Für echte Racer gemacht

Das FUOCO GRAVEL RACE wurde speziell für die Herausforderungen von Gravelbike-Rennen entwickelt. Mit seinem ultraleichten Rahmen und der perfekten Balance aus Steifigkeit und Leichtigkeit bringt es dich mit seiner sportlich ausgewogene Sitzposition auf jedem Untergrund über deine Grenzen hinaus!

Durch die Optimierung im Faseraufbau des ultraleichten Gravelrahmens startet das Komplettbike des Race Gravel-Modells ab 6,8 kg (SRAM RED XPLR AXS 1x13) und liegt damit genau bei UCI-Gewicht (ohne Pedale). Das topmoderne Rahmenset besteht in der Hauptcarbonfaser aus T1000 Carbon. Die Features wie komplett innenverlegten Schaltzügen und Bremsleitungen sind bei BENOTTI Standard, so dass das FUOCO Gravel R eine bestechend aufgeräumte und äußerst sportliche Optik erhält.

Die erhöhte Durchlaufbreite an Gabel und Heck ermöglicht bei 28 Zoll Laufrädern Reifenbreiten bis 45 mm für noch mehr Flexibilität auf der Strecke. Die hochwertige Ausstattung wird durch unsere hauseigenen Carbon-Komponenten von ax-lightness abgerundet. Das neu entworfene, aerodynamische und vollintegrierte Carbon-Cockpit bietet mit 12° Flare und race-orientiertem, flachem Oberlenker mit 115 mm flachem Drop eine breite Auflagefläche für die Handflächen und wurde speziell für den Gravelbike-Einsatz entwickelt.

Benotti Fuoco Gravel: Ein Fazit

Dank Spitzen-Carbon und Sram Rival eTap AXS Schaltung fahrdynamisch kaum zu toppen, dank Carbon und eTap aber auch teurer als das Koga Colmaro Extreme und etwas empfindlicher - darum Platz zwei der Allrounder für das Benotti Fuoco.

Benotti Fuoco Carbon Ultra

Das Rahmen-Set der “Ultra”-Variante wird in Deutschland gefertigt, mit einem optimierten Belegungsplan kann Benotti gegenüber der Fertigung in Asien ein besseres Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht erreichen. Mit 787 Gramm (Gabel: 371 Gramm) bricht er keine Rekorde, soll aber Belastungen unter 140 Kilogramm Fahrergewicht standhalten.

Die Lackierung im gebürsteten Silber-Finish kommt von einem niederländischen Spezialisten und ist eine limitierte Edition von 100 Stück, sie soll nur 35 Gramm wiegen.

Komponenten und Ausstattung

Benotti verzichtet am Antrieb auf Tuning-Teile und verbaut eine komplette SRAM Red AXS: Einwandfreie Schaltung, starke Bremsen, wenig Gewicht. Wahlweise ist das Rad auch mit Shimano Dura-Ace zu haben, in jedem Fall ist das zugehörige Powermeter serienmäßig.

Der Vollcarbon-Sattel bedecken ein hauchzartes Polster und ein Alcantara-ähnlicher Bezug: Mit 118 Gramm noch sehr leicht, dazu komfortabel und rutschfest. Auch Stütze (168 Gramm) und Klemmschelle wirken solide, der Komfort am Heck ist gut.

Benotti Fuoco Aero SL: Details und Messwerte

Hier eine detaillierte Tabelle mit Messwerten und Noten zum Benotti Fuoco Aero SL:

Merkmal Wert Note
Gewicht Komplettrad 7.250 Gramm 2,3
Aerodynamik 210 Watt 1,7
Fahrstabilität 8,4 N/mm 1,7
Komfort Heck 226 N/mm 3,7
Komfort Front 85 N/mm 2,3
Antritt/Tretlagersteifigkeit 65 N/mm 1,0

Benotti: Ein Blick auf den Hersteller

Benotti - hinter der Marke verbirgt sich der Name des Gründers Bernd Nolte - bietet den Aero-Renner in insgesamt acht Ausstattungsvarianten an. Carbonlaufräder und elektronische Schaltgruppen von Shimano oder SRAM haben alle Modelle an Bord. Zu attraktiven Preisen und neuerdings mit sechs- statt zweijähriger Garantie.

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