Die Hamburger Bergamont Vertriebs GmbH hat im Laufe ihres Bestehens diverse Strategiewechsel vollzogen. Der Fahrradhersteller, der vor 20 Jahren noch auf den Vertrieb beschränkt war, hat sich inzwischen als Produzent mit Umsatzahlen in zweistelliger Millionenhöhe am Markt etablieren können. Seit Mitte 2015 führen die Hanseaten ihre Geschäfte unter dem Dach der Scott Sports SA. Bergamont fährt den Slogan „Bikes for Different Stories“ und führt entsprechend ein breit gefächertes Angebot.
Mountainbikes
Hinter dem Menüpunkt „Fullsuspension“ öffnet sich eine fünfteilige Palette an Ausstattungsvarianten und Unterformen der vollgefederten MTBs - angeführt von Marathon Race 29 Zoll und gefolgt von Trail Tour, All Mountain Tour, Gravity Slopestyle, Gravity Freeride und Gravity Downhill. Dasselbe gilt für die Hardtails, deren Palette allerdings im Bereich Marathon Race und Allround jeweils in Zollmaße von 29 und die Zwischengröße von 27,5 Zoll auffächert. Die Nutzerführung ist sympathisch und erwartungskonform. Trotz der stattlichen Auswahl an MTB-Varianten darf selbst der Unbedarfte den Überblick wahren: Hinter jedem der Unterformen ist die angekündigte Anzahl der Modelle zu finden, Neuheiten im Sortiment werden entsprechend gekennzeichnet.
Cross- und Cyclocross-Räder
Die Crosssräder firmieren unter der Bezeichnung Helix und lassen sich weiter unter Damenräder („Lady“) und Herrenmodelle („Gent“) aufteilen. Die weibliche Nutzerschaft wird mit damenfreundlichen Rahmengeometrien und -höhen (46 und 52 Zentimeter) umgarnt, die männlichen Nutzer finden entsprechend höhere Rahmen (bis 56 und 61 Zentimeter) sowie Oberrohr-, Sitzrohr- und Steuerrohrlängen in herrennahen Geometrien. Zusätzlich markieren die Hanseaten weibliche Geometrien mit dem Label Feminine - mit ergonomischer Ausstattung, komfortablerem Sattel und kürzerem Vorbau. Leichte Aluminiumrahmen, 28-Zoll-Laufräder und Shimano XT/Alivio- oder Shimano XT/Deore-Schaltgruppen dominieren das Sortiment der derzeit zehn Cross-Räder mit ihrer Hybriderscheinung aus Rennrad und Mountainbike.
Die Notenschwerpunkte liegen auf "Sehr Gut" und "Gut" - erläutert mit Testfazits wie „technisch und optisch schlüssig“ (Trekkingbike 2/2013 zum Bergamont Helix 8.3) oder „Crosser, der von langen Touren bis sportlichen Trainingseinheiten alles mitmacht“ (Trekkingbike 3/2011 zum Helix 9.1). Querfeldeinrennen lassen sich mit den derzeit drei Modellen der Prime CX-Baureihe betreiben - spielerisch, mit komfortabler Sitzposition und rückenschonend (Rennrad 1-2/2014 zum CX Team).
Rennräder
Das Race-Segment platziert (Voll-)Karbonrahmen und Race-Gemotrien neben Aluminiumrahmen in „Komfort-Geometrien“ (Bergamont zum Prime 3.0) und verweist stolz auf das „Sehr gut“ der RoadBike (2/2015) und die Urteilsgründe als „willig, zuverlässig, sportlich veranlagt“ - ein Rad für Einsteiger und sportlichen Tourern gleichermaßen.
Dass Bergamont es versteht, mit den Erfolgsschlüsseln leicht, steif und wendig einerseits und budgetfreundlich andererseits so zu orchestrieren, dass ein Testmagazin zur Überzeugung „Sehr gut“ gelangt (Rennrad 5/2015), zeigt sich am Beispiel des Bergamont Prime RS aus dem Modelljahr 2015 besonders eindrücklich. Aus demselben Jahr stammt allerdings auch ein Ausreißer ins „Befriedigend“. Das Prime 6.4 beurteilt vom Magazin Tour in der Aprilausgabe als funktional zuverlässig, aber schwer, belegte im Rennradvergleich nur den letzten Platz. Dass ein „recht hohes Gesamtgewicht“ (Roadbike 6/2014) beim Renner zwar Punkte kostet, insgesamt aber noch ein Sehr gut in der Endwertung bedeuten kann, liefert das Beispiel des 9,25 Kilo schweren Dolce 6.3 aus dem Modelljahr 2014.
Alltagsräder
Die stadttauglichen Urban-Räder firmieren zurzeit unter der Bezeichnung Sweep, dabei fallen vor allem die Damen- und Herrenversion des Automatix Gent respektive Lady als Neuheiten ins Auge. Die aktivRadfahren (1/2 - 2015) lässt sich hier zur Testnote „Sehr gut“ hinreißen ("Stark gemachte Kombination aus Urban-Style, Alltagstauglichkeit, Fahrspaß“), die Radwelt bilanziert zwei Monate später ein gutes Preis-Leistungsverhältnis des Rades, das durch die Zweigang-Schaltung etwas komfortabler und bergtauglicher als reine Singlespeed-Räder sei.
Bestnoten sind im Urban-Bereich nicht nur die Regel, sie penetrieren die Testhistorien regelrecht, was für die Kunden der Marke bedeutet, dass man darf hier offenbar blind zugreifen kann, soll es ein alltagstaugliches Einkaufsrad mit etwas Komfort sein. Tiefeinsteiger für Damen finden sich derzeit im Belami-Programm. Gestrippt steht das Bergamont Sweep 6 am Start: keine Lichtanlage, kein Ständer, schon gar kein Gepäckträger - lässt sich aber nachrüsten, da Ösen vorgesehen sind. Bergamont versucht mit dem Sweep, die Welten Urban, Rennrad und MTB zu verbinden. Das Resultat: ein schöner, solide auftretender Rahmen mit innenliegender Kabelführung sowie blitzenden Chrom-Schriftzügen, zu dem eine fast formschlüssige Alugabel in Mattschwarz in aufregendem Kontrast steht.
Sportiv, leicht aerodynamisch nach vorn gebeugt: Die Sitzposition auf dem Sweep passt erstklassig zur sportiven Fahrperformance. Angenehm ist es dabei auf dem Bergamont trotzdem: die 40 mm Schwalbe Spicer-Reifen saugen querende Bordsteinkanten auf, bügeln ruppige Pflasterpassagen glatt, der Sattel zeichnet sich durch seine gelungene Passform aus. Die 2×10 Kettenschaltung setzt präzise um, ihr Biss am Berg ist gut, die Entfaltung enorm groß - für Druckmachen bei schnellen Abfahrten.
Gravelbikes
Das Gravelbike Bergamont Grandurance ist eines der erfolgreichsten Modelle der Hamburger Marke, die seit 2015 unter dem Dach von Scott firmiert. Die aktuelle Version gibt es in gleich vier alltagstauglich ausgestatteten Varianten. Das gezeigte RD 7 ist die hochwertigste mit Alu-Rahmen und die einzige mit modernen Steckachsen - die günstigeren kommen noch mit veralteten Schnellspannern. Das Rad verspricht mit solidem Shimano-105-Antrieb, Schwalbes G-One-Reifen, Nabendynamo von Shimano und einem stabilen Racktime-Gepäckträger zunächst viel Leistung fürs Geld.
Ernüchterung macht sich allerdings beim Anheben des Rades breit: Mit 13,4 Kilogramm ist es mit Abstand das schwerste Rad im Testfeld. Das Gewicht versteckt sich in den schweren Laufrädern und im extrem fahrstabilen Rahmen. Ein Gewichtstreiber ist auch die Gabel aus Aluminium; sämtliche Konkurrenten bieten Vollcarbongabeln und können damit einige Hundert Gramm einsparen. Im Test bleibt das hohe Gewicht die größte Schwäche, davon abgesehen zeigt sich das Rad als funktionaler und zuverlässiger Begleiter. Der Rahmen gibt eine aufrechte Sitzposition vor, was vom kurzen 80-Millimeter-Vorbau noch verstärkt wird. Das Fahrverhalten ist ausgesprochen gutmütig und spurtreu, selbst schwer beladen dürfte das Fahrwerk auf Abfahrten kaum aus der Ruhe zu bringen sein.
Das Lieblingsterrain liegt trotz der geländetauglichen Reifen eher auf Asphalt, allein die Übersetzung des Rennrad-Antriebs verhindert allzu schwierige Geländetouren. Selbst auf langen asphaltierten Anstiegen könnten weniger trainierte Menschen mit den straffen Gängen Probleme bekommen, kleinere Kettenblätter würden besser ins Konzept passen. Davon abgesehen empfiehlt sich das Bergamont auch für ausgedehnte Reisen, denn es verfügt über zusätzliche Befestigungsösen für kleine Taschen oder Werkzeugboxen. An der Gabel lassen sich an drei Ösen pro Seite ebenfalls Flaschenhalter oder Gepäckträger befestigen. Für den elegant vom Schutzblech getragenen Gepäckträger gibt es eine große Auswahl an Taschen, Boxen und Körben zum Einklicken.
So gut ich mich auch bemühe, am Bergamont Grandurance RD 5 gibt es bei der Verarbeitung nichts meckern. Der Rahmen aus Aluminium ist sauber verarbeitet und bietet zahlreiche Anschraubpunkte für Flaschen, Taschen oder anderes Zubehör. Wenn der Rahmen platzmäßig nicht ausreichen sollte, befinden sich auch an der Gabel weitere drei Gewinde pro Seite. Außerdem kann ein Ständer nachgerüstet werden. Die Kabelzüge der Bremsen und Schaltung führen vom Lenker sehr sauber in das Steuerrohr, wodurch die cleane Optik des Grandurance verstärkt wird. Einen Gepäckträger mit Racktime-System gibt es genauso wie die Lichtanlage, die mittels Nabendynamo versorgt wird.
Am Grandurance RD 5 verwendet Bergamont fast durchweg die 400er-Serie aus Shimanos GRX-Bereich. Die Kurbel besitzt zwei Kettenblätter mit jeweils 46 und 30 Zähnen. Bei den Kontaktpunkten fällt auf, dass der Lenker von Satori eine ordentliche Breite hat und der Unterlenker kaum weiter abgespreizt ist. Die Bereifung kennt man oft schon von anderen Gravelbikes. Bergamont zieht beim Grandurance RD 5 Schwalbes G-One Allround über die Felgen. Das liegt vor allem an der Geometrie, die einen guten Mix zwischen einer angenehmen Sitzposition und doch sportiven Fahrverhalten herstellt. Es passt genau für die Zwecke, für die es entwickelt wurde.
Mit der GRX-Schaltung lässt sich fix durch die Gänge schalten und die hydraulischen Scheibenbremsen bringen mich mit jederzeit Leichtigkeit zum Stehen. Was mir beim Test außerdem noch auffällt, ist die Wertigkeit, die das Bike ausstrahlt - und das ist es, was ein neuer, zweirädriger Begleiter fürs Leben braucht. Nichts klappert und ich fühle mich rundum wohl. Es ist das Unkomplizierte, was mich an Bikes wie dem Bergamont Grandurance RD 5 überzeugt. Das Grandurance ist ein perfektes Beispiel für ein gelungenes Alltagsbike, insbesondere für die Fahrten zur Arbeit, Schule oder Uni.
Kompaktrad Bergamont Hans-On
Kurzer Radstand, kleine Laufräder: Kompakträder sind gemacht für Pendler im Alltag. Auch das Hans-On von Bergamont verspricht ein klares Plus im Stadtverkehr. Im Test zeigt sich das Rad als Pragmatiker. Allerdings bleiben Komfort und Coolness teilweise auf der Strecke. Der Einsatzzweck: Fast kann man es nicht mehr hören, dass ein Fahrrad perfekt für „Commuter“ sei, wie es auch Klaus Rutzmoser vom Bergamont-Marketing beim Hans-On anführt. Bikes wie das Hans-On seien „perfekte Allrounder“ im Stadt-Dschungel, meint er.
Was die Wendigkeit ausmacht, sind es nicht nur die 20-Zoll-Laufräder, die sich direkter lenken lassen als größere. Hinzu kommt der geringe Radstand von 1,05 Meter. Bergamont hat dem Modell Faltpedale angeschraubt, womit es beim Verstauen weniger sperrig sein soll. Das wird aber nur zum echten Vorteil, wenn zugleich der Lenker quergestellt wird - am Hans-On ist das werkzeuglos nicht möglich. Das Kompaktrad schmal zu machen, bleibt eher eine im Alltag kaum genutzte Option.
Schon eher pragmatisch ist der One-Size-fits-most-Ansatz: Die Höhe von Lenker und Sattel sind per Speedlifter beziehungsweise Schnellspanner in Sekundenschnelle dem Fahrer angepasst. Ausgelegt sei das Hans-On für Körpergrößen von 1,60 bis 1,90 Meter, so Rutzmoser. Allenfalls für sehr schwere Personen gibt es eine Restriktion: Das Systemgewicht ist auf - allerdings nicht ungewöhnliche - 130 Kilo ausgelegt.
Die Übersetzung besorgen Komponenten der Einstiegsgruppe Sora von Shimano. Der Einfachantrieb liefert neun Gänge, das kleinste Ritzel der Kettenschaltung hat elf, das größte 48 Zähne. Vom japanischen Zuliefergiganten kommen auch die Scheibenbremsen mit 160-Millimeter-Discs vorn wie hinten sowie der Nabendynamo, der die Beleuchtung von Busch & Müller (LED-Frontleuchte 35 Lux; Standlichtfunktion) mit Strom versorgt.
Kurz und knackig wirkt das Hans-On rein optisch. Ober- und Unterrohr fallen nach hinten stark ab, das sieht dynamisch aus und das hat den Vorteil, dass das Auf- und Absteigen fast so einfach ist wie bei einem Tiefeinsteiger-Bike. Sobald die Ampel auf Grün schaltet, gewinnt man mit etwas Watt aus den Waden viele Sprints: Kleine Laufräder lassen sich gut beschleunigen. Mit den 20-Zöllern harmoniert der mit 68 Zentimetern ziemlich breite Lenker. Mit dadurch leicht gebeugten Armen lassen sich Bodenwellen, Schlaglöcher und städtischer Unbill aber ultradirekt und feinfühlig umschiffen.
Ein Ausbund an Komfort ist das Hans-On auch nicht. Die über sechs Zentimeter breiten (und hörbar abrollenden) Ballonreifen böten zwar einen ähnlichen Effekt wie Federelemente, betont Rutzmoser. Doch dass keine Tauchrohrgabel oder Rahmendämpfer an Bord sind, hat auch Vorteile: „Ohne Federelemente ist das Bike robuster und wartungsärmer“, hebt Rutzmoser hervor. Auf dem am Alu-Rahmen fest verschraubten Frontrack darf laut Einprägung Ladung von bis zu zehn Kilo mitfahren - die mit Spann- oder Gummibändern fixiert wird, sofern man aufpreispflichtige Taschen, Kisten und Körbe zum Einklicken umgehen möchte.
Mit 1599 Euro ist das Hans-On kein Ultra-Schnäppchen, doch gegenüber vergleichbaren elektrifizierten Schwestermodellen (ab 3399 Euro) ist es erschwinglich. Wendig, praktisch, anpassbar: Wer beim urbanen Biken auf die gesteigerte Coolness eines Single-Speeds verzichten oder sich den modischen Auftritt auf einem Retro-Bike verkneifen kann, findet im Hans-On einen Pragmatiker für verschiedene Besorgungen und Wege.
Trekking E-Bikes von Bergamont
Das Bergamont Trekking e Bike Horizon FS Elite Speed setzt neue Maßstäbe bezüglich des Handling, dem Komfort, eurer Sicherheit und der Ergonomie. Die Vollfederung vom 100/80-mm-Fahrwerk mit Suntour Federelementen kann nämlich trotz Gepäckträger und Schutzblech kompromisslos einfedern. Ebenfalls von Bosch ist der Akku mit 625 Wattstunden, der bei diesem Trekking E Bikes formschön in den Rahmen integriert ist. Dieses Bergamont Trekking e Bike ist auch mit einem anderen Motor von Bosch erhältlich, dessen Tretunterstützung nur bis 25 km/h geht. Abgesehen vom Antrieb unterscheiden sich die beiden Modelle in erster Linie durch die unterschiedlichen Bremsen, den Sattel und den Preis.
Das Bergamont Trekking e Bike Horizon FS Expert und Edition passen sich ebenfalls an die Optik dieser Serie an. Zwar sind sie mit ihrem erlaubten Ladungsgewicht nicht gerade für den Lastentransport ausgelegt, aber das Bergamont E-Horizon FS Edition 2025 erlaubt die Montage eines Kindersitzes. Bei diesem E Bike gibt es einen Bosch Performance Line CX Antrieb sowie einen völlig neu gestalteten Wave-Rahmen in Monotube-Concept-Bauweise. Die hydraulische Bremsanlage stammt ebenfalls vom renommierten Hersteller Shimano. Vorne bremst eine 180er Scheibe, mit der ihr auch bei hohen Geschwindigkeiten eine gute Bremskraft auf dem Vorderrad erlebt.
Kaum wird bei diesem Fahrrad in die Pedale getreten, geht die Luzie mit einem maximalem Antriebsmoment von 85 Nm ab. Die Kraft kommt auch hier von einem Motor der Performance Line CX Reihe von Bosch, Lenkerflattern gibt es hier nicht. Für die Herren der Schöpfung ist das Modell Gent vorgesehen, das wie die Damenvariante mit einem Diamantrahmen versehen ist. Schalten könnt ihr mit einer Shimano Deore Kettenschaltung. Mit den hydraulischen Shimano BR-MT420 Bremsen, die oft auch für MTBs zum Einsatz kommen, lässt sich das E Bike hervorragend anhalten.
Hiermit sind lange Touren möglich und ihr könnt das Fahrrad mit Schutzblech und Gepäckträger ausrüsten. Diese Trekking E Bikes sind wendig, haben eine umfangreiche Ausstattung und eine tourentaugliche Sitzposition, die leicht nach vorn geneigt ist. Auch nach mehreren Stunden auf dem Sattel geht es dem Hintern also noch gut. Ein Bergamont E Trekkingbike eignet sich also für ausgiebige Touren, aber auch für Pendler. Wenn ihr euch ein Bergamont Trekking e Bike zulegt, bekommt ihr eine rundherum hochwertige Ausstattung. Angefangen von einem starken und robusten Antrieb von Bosch, hin zu ausdauernden Akkus für lange Touren.
Das Bergamont Trekking e Bike Horizon FS Elite Speed ist für alle geeignet, die ein Elektrorad mit einer höheren Geschwindigkeit als die herkömmlichen 25 km/h wollen. Das Bergamont e Trekkingbike E-Horizon Sport Wave punktet als sportlicher, kraftvoller E-Trekking-Allrounder. Mit dem Bergamont e Trekkingbike E-Horizon Expert gibt es dynamischen Fahrspaß mit ordentlich Power. Es gibt die meisten Modelle entweder als unisex oder mit tiefem Einstieg.
Die Modelle E Horizon FS Elite Speed sind die teuersten Trekking E Bikes von Bergamont. Die UVP liegt bei 5.500 Euro, hier könnt ihr aber online einiges sparen. Das gleiche Fahrrad mit geringerer Geschwindigkeit kostet direkt 500 Euro weniger. Das günstigste Pedelec dieser Reihe ist das E Horizon FS Edition mit 4.300 Euro. Das Bergamont e Trekkingbike E-Horizon Sport Wave gibt es zum Sparpreis bereits für unter 3.000 Euro.
Auch wenn ein Pedelec einem Fahrrad ohne Elektromotor gleichgestellt ist und ihr ohne Helm unterwegs sein dürft, raten wir euch dringend zu einem Kopfschutz. Liegt die Motorleistung bei maximal 250 Wattstunden und die Höchstgeschwindigkeit bei 25 km/h, benötigt ihr kein Versicherungskennzeichen. Es gibt auch kein Mindestalter und dementsprechend wird auch kein Führerschein für diese Art von E Bike benötigt. Fährt das Elektro Bike allerdings schneller, nämlich bis zu 45 km/h, braucht ihr ein Versicherungskennzeichen. Das ist beim Bergamont E Horizon FS Elite Speed der Fall. Es gilt nun als Kleinkraftrad und heißt offiziell S-Pedelec.
Preisübersicht für Bergamont Trekking E-Bikes
| Modell | UVP (ca.) |
|---|---|
| E Horizon FS Elite Speed | 5.500 Euro |
| E Horizon FS Edition | 4.300 Euro |
| E-Horizon Sport Wave | Unter 3.000 Euro |
Bergamont Grandurance 4 Gravelbike im Test
Der Rahmen des Bergamont Grandurance 4 ist absolut identisch mit dem Rahmen des 6ers. Während es beim aktuellen Grandurance 8 eine Carbon-Gabel gibt, muss sich der Sparfuchs beim günstigeren 4er mit einer Alu-Gabel zufrieden geben. Diese flext deutlich weniger Stöße weg, als der Carbon-Pedant. Der Alu-Rahmen des Bergamonts überzeugt mit seiner enormen Steifigkeit und der direkten Umsetzung von Muskelkraft in Vortrieb. Das ganze Bike fühlt sich an, wie ein Tiger vor dem Sprung. Es vermittelt immer den Eindruck, bereit zur Attacke zu sein und folgt jeder kleinen Lenkbewegung bereitwillig.
Am Grandurance 4 ist die komplette Shimano Sora Gruppe verbaut. Mit einem Straßenpreis von um 300 Euro eine günstige Gruppe, die sich ganz klar an Einsteiger richtet. Und genau so arbeitet sie auch. Die Gangwechsel sind noch eine Spur gemütlicher, als man es von den größeren Shimanogruppen gewohnt ist. Trotz penibler Justierung ist es uns nicht gelungen, die Gedenksekunde bei Gangwechseln zu eliminieren. Selbst nach zigfachen Einbremsen war es nicht möglich, eine rasante Bremsung mit Nosewheelie hinzulegen. Nach massiver Behandlung mit Bremsenreiniger und extrem scharfer Zugeinstellung wurde das Verhalten zwar besser, aber nicht gut. Die Bremsleistung liegt allenfalls auf Hollandrad-Level und das auf trockener Fahrbahn.
Bei den sonstigen Anbauteilen wie Lenker, Vorbau, Sattel usw. setzt Bergamont auf einen Mix von BMG und Synchros Komponenten. Diese verrichten unauffällig ihren Dienst und geben keinen Anlass zur Kritik. Mit dem Gebotenen, lassen sich die ersten paar Tausend Kilometer locker abspulen. Der Syncros Tofino 2.5 Sattel machte einen wirklich bequemen und tourentauglichen Eindruck. Das BGM Lenkerband fühlte sich griffig und rutschfest an. Mit nur zwei Kettenblättern und insgesamt 18 Gängen deckt das Grandurance 4 einen ausreichend großen Bereich an möglichen Übersetzungen ab.
Der Pilot und das Fahrwerk des Grandurance 4 schreien nach mehr, doch leider treten die Komponenten voll auf die Bremse. Alles ist weich und schwammig. Während sich das Bike sicher und rasiermesserscharf um die Ecken lenken lässt, enttäuschen die Bremsen und die Schaltung mit einer gewissen „Schluffigkeit“. Jedes Watt wird in Vorschub umgesetzt. Hier vermittelt das Rad ein sehr direktes Ansprechverhalten und gibt sich an der Ampel extrem sprintstark.
Das optische Finish des Bikes kann voll und ganz überzeugen. Der Farbmix petrol-gold-silver hat uns wirklich „geflasht“. Die teilweise verschliffenen Schweißnähte ergänzen den guten Gesamteindruck perfekt. Mit 11,1 kg ist das Bike kein Gewichtswunder. Dafür ist es stabil und steif. Wer noch nie im Gelände oder mit dem Rennrad unterwegs war, der sollte zum Grandurance 4 greifen. Diejenigen, die bereits ein paar Ausritte hinter sich haben, sollten lieber das Grandurance 6 oder 8 nehmen.
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