Gutes Licht ist für viele Motorradfahrer ein entscheidender Sicherheitsfaktor. Viele Motorradfahrer möchten daher die H4- oder H7-Lampen ihrer Maschinen durch Nachrüst-LEDs ersetzen. Auf dem Markt sind seit einiger Zeit Umrüst-Kits von Halogen- auf LED-Licht erhältlich, jedoch bisher ohne Zulassung. Wird eine solche LED-Beleuchtung nachgerüstet, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs.
Legale LED-Nachrüstoptionen
Mit Night Breaker LED Gen 2 H7 und Night Breaker H4 bietet Osram legale Nachrüst-LEDs für Motorräder an, die vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Genehmigung erhalten haben. Laut Osram leuchten die Night Breaker LED-Lampen bis zu dreimal heller als die gesetzliche Mindestanforderung. Sie bieten eine große Reichweite und hohe Kontraste. Außerdem soll die Haltbarkeit fünfmal höher und der Stromverbrauch geringer sein. Die Osram Night Breaker LED-Nachrüstlampen sind mit 19 Watt angegeben.
Wichtig: Die Umrüstung erfordert für jedes Fahrzeug eine spezifische Freigabe. Diese allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) des Kraftfahrt-Bundesamts gilt EU-weit, ist aber derzeit nur für wenige Motorradmodelle verfügbar.
Adaptives Kurvenlicht für Motorräder
Nachts fällt die Blickführung besonders schwer, da herkömmliches Abblendlicht den Lichtkegel genau dort auf die Straße wirft, wo man nicht direkt hinsehen sollte. Der Automobilhersteller Cadillac bot bereits 1918 an seinem Typ 57 die ersten mitschwenkenden Scheinwerfer für die nächtliche Kurvenfahrt an. 1926 wurde das System zum Patent angemeldet und in den Aufpreislisten vieler anderer Automobilhersteller sowie zur Nachrüstung angeboten.
BMW stellte ein solches System erstmals auf der Intermot 2010 im Luxustourer K 1600 GT vor. Hier wird der Lichtkegel des Xenonscheinwerfers per Spiegel um bis zu 25 Grad geschwenkt. Seit 2016 ist auch in den Topmodellen von Yamahas FJR 1300 ein adaptives Kurvenlicht mit LED-Technik erhältlich.
Nachrüst-Kurvenlichter im Test
Mittlerweile gibt es universelle Nachrüstlösungen von Herstellern wie Highsider und J.W. Speaker. Beide Systeme wurden einer nächtlichen Praxisprüfung unterzogen. Es wurden Fotos vom Stativ aus gemacht, um vergleichbare Aufnahmen zu erhalten.
Highsider-Scheinwerfer
Der knapp 530 Euro teure Komplettscheinwerfer von Highsider (auch als Scheinwerfereinsatz für 40 Euro weniger erhältlich) verfügt über ein Tagfahrlicht im milchigen Ring am Außenrand. Mittig sitzt je eine Ellipsoid-LED-Linse für Abblend- und Fernlicht. Das Kurvenlicht füllt den verbleibenden Raum. Die Bilder zeigen eine deutliche Zunahme der Sichtweite unter Kurvenlicht, das den Fahrbahnverlauf erkennen lässt, ohne aufblenden zu müssen.
Fünf verschiedene Varianten gibt es, jede von ihnen in Schwarz oder verchromt lieferbar. Allen gemeinsam ist die Größe von 7 Zoll
J.W. Speaker-Scheinwerfer
Der amerikanische Hersteller J.W. Speaker ist Pionier im Bereich des Kurvenlichts an Motorrädern. Der getestete J.W. Speaker vom Typ „8690 Adaptive 2“ kostet aktuell etwa 750 Euro. Es gibt eine ganze Palette runder Scheinwerfereinsätze in 5-3/4 und 7 Zoll. Bei Bedarf können Adapterringe und CAN-Bus-Eliminatoren ergänzt werden. Sollte die eigene Maschine nicht gelistet sein, gibt es ihn übrigens auch als Komplettscheinwerfer zum universellen Anbau.
Der J.W. Speaker beeindruckt auf ganzer Linie. Da das Abblendlicht immer brennt - auch beim Aufblenden - reicht der Spot des Fernlichts bis zu 450 Meter weit voraus, während Abblend- und Kurvenlicht die Straßengräben fluten. Charakteristisch sind die gezackten Randbereiche des Lichtkegels, die durch die einzelnen LEDs des Kurvenlichts entstehen. Je nach Neigung und Geschwindigkeit des Fahrzeugs werden auf der Kurveninnenseite bis zu vier LEDs zugeschaltet, bei der 7-Zoll-Version sogar fünf. Alle nötigen Sensoren hierfür sind, wie beim Modell von Highsider, bereits im Scheinwerfereinsatz integriert. Auch die Frage der Stromversorgung beantworten beide Hersteller gleich: Die Stecker passen auf den Anschluss der alten H4-Birne, sodass am Kabelbaum der Maschine nichts geändert werden muss.
Zusammenfassend: Beide Scheinwerfer ermöglichen den Blick auf die Straße, wo herkömmliches Abblendlicht aufgibt. Die günstigste Alternative bietet derzeit Highsider an. Schon dieses relativ simple, einstufige System ist ein echter Zugewinn an Sicherheit. Seit J.W. Speaker mit seiner Idee nicht mehr allein auf dem Markt ist, wurden auch deren Preise merklich nach unten korrigiert.
LED-Lichttechnik zum Nachrüsten
Motorräder sind heute oft ab Werk mit LED-Scheinwerfern ausgestattet. Diese bieten ein modernes Erscheinungsbild und eine gute Ausleuchtung. Eine Umrüstung auf LED bei älteren Motorrädern kann eine reizvolle Option sein, da LEDs mit hoher Leuchtkraft bei vergleichsweise niedrigem Stromverbrauch gefallen. So verbraucht beispielsweise die Philips Ultinon Pro6000 LED nur 15 Watt, leuchtet aber mindestens genauso hell wie eine Halogenbirne mit 55 oder 60 Watt.
Wichtige Aspekte bei der LED-Nachrüstung
- Zulassung: Nur zugelassene LED-Lampen dürfen im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Zu Redaktionsschluss bietet nur Philips eine Einsatzerlaubnis für Motorräder, Osram will Mitte Oktober aber ebenfalls Zweirad-Zulassungen für die Night Breaker LED anbieten.
- Adaption: Wird der Lichtkegel heller, passt sich die Pupille durch Verengung an. Dadurch wird aber zugleich alles außerhalb des Lichtkegels als dunkler wahrgenommen, was bei Nachtfahrten kontraproduktiv sein kann. Mehr ist hier nicht immer besser.
Tagfahrlicht, Positionsleuchten und Zusatzscheinwerfer
Neben mehr Licht vom Hauptscheinwerfer können auch zusätzliche Scheinwerfer als weitere Lichtquellen agieren. Am Motorrad darf nur jene Art von Beleuchtung montiert werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder zusätzlich erlaubt ist. Alle Leuchten und Reflektoren müssen über ein ECE- oder EG-Prüfzeichen verfügen.
Es ist wichtig, dass die Leuchte für den vorgesehenen Einsatzzweck zugelassen ist und dass weitere Besonderheiten bei den Montageorten und dem Betrieb beachtet werden. Hochwertige Produkte aus dem Zubehörhandel kommen in der Regel mit Anleitung und entsprechender Funktionalität, sodass an der Lichtanlage auch selbst nachgerüstet werden kann.
Mehr Lichtleistung durch Reinigung
Die gründliche Reinigung des Scheinwerferglases kann die Lichtleistung um bis zu 20 Prozent erhöhen. Auch ein Upgrade von in die Jahre gekommenen Funzeln auf moderne Halogenleuchtmittel kann zu einer deutlichen Verbesserung führen.
Xenonbrenner im Test
AUTO BILD hat zwölf Xenonlampen des Typs D1S getestet. Der Test erfolgte im zertifizierten Lichtlabor der Osram GmbH in Berlin. Testsieger wurde die Osram Xenarc Cool Blue Intense NG. Preis-Leistungs-Sieger wurde die Osram Xenarc Original.
Testergebnisse im Überblick
Das Angebot an Xenonbrennern vom Typ D1S ist unüberschaubar. Die ersten Probleme gab es bei den Modellen von Car Auto, RPC, Diamond und Gread schon vor dem Einschalten: Der genormte Stecker der Stromversorgung passt nicht in die unpräzise gefertigten Anschlüsse. Nur mit viel Kraft kann Messingenieur Markus Zahn ihn hineindrücken. In der Realität sind dann Schäden am Scheinwerfer programmiert, denn so droht Bruch an den empfindlichen Aufhängungen der beweglichen Reflektoren.
Ergebnis: Finger weg von Billig-Lampen!
Das ist beim Tausch der Xenonlampen zu beachten
Lampentausch an den Xenon-Scheinwerfern ist nur paarweise sinnvoll, wobei dies bei Xenonscheinwerfern wegen der Hochspannung (Einschaltimpuls 25.000 Volt!) auf jeden Fall Werkstattsache ist. Ebenfalls gilt für alle Lampen: Ohne perfekte Einstellung durch den Profi erzielt kein Scheinwerfer eine optimale Ausleuchtung. Deshalb: unbedingt im Oktober zum Licht-Test fahren.
LED-Lampen leuchten weiter
Viele Automodelle, die mit H4-, H7- oder H1-Halogenlicht ausgestattet sind, können mit LED-Lampen nachgerüstet werden. Sogar bei Motorrädern und Oldtimern ist das möglich. Der Einbau lohnt sich: Es ist einfach und günstig, mehr Licht auf die Straße zu bekommen.
Das sagt der Gesetzgeber
Retrofits dürfen nur in Scheinwerfer der dafür zugelassenen Fahrzeuge nachgerüstet und müssen stets nach den Herstellervorgaben eingebaut werden. Für die Leuchtmittel gibt es Kompatibilitätslisten auf den Internetseiten der Hersteller. Bei einigen Modellen sind vom Lampenhersteller verfügbare Adapter erforderlich. Wird eine LED-Lampe jedoch in ein nicht dafür freigegebenes Fahrzeug verbaut, kann die Betriebsgenehmigung erlöschen.
H4- und H7-Nachrüstlampen für Motorräder im Test
MOTORRAD hat gemeinsam mit den Profis von Marelli Automotive Lighting unter Laborbedingungen die besten H4- und H7-Nachrüstlampen für Motorradscheinwerfer getestet, bewertet und miteinander verglichen.
Testsieger H4-Lampen:
- Osram Night Breaker 200
- Bosch Plus 150 Gigalight (Kauftipp)
Testsieger H7-Lampen:
- Bosch Plus 150 Gigalight
- Osram Night Breaker 200
- Bosch Plus 50 (Kauftipp)
- Philips RacingVision GT 200
Wichtig: Vor dem Kauf bitte überlegen, auf was man besonders viel Wert legt: langes Lampenleben oder besonders helles Licht. Wunder sollte man aber nicht erwarten, denn den großen Unterschied macht der Scheinwerfer, nicht die darin steckende Lampe. Gilt auch für diesen Test: H4- und H7-Werte sind nur Bauart-intern vergleichbar.
Das Gros des motorisierten Zweiradbestands ist immer noch mit H4-Zweifadenlampen oder den grundsätzlich im Doppelpack verbauten H7-Einfadenlampen unterwegs. Viel entscheidender sind Form und Größe des Scheinwerfers, konkret des Reflektors.
Wie hell eine Lampe strahlt, lässt sich durch den Lampenhersteller ganz bewusst steuern. An den oft sehr blumigen Werbeaussagen kann der Kunde meist schon erkennen, in welche Richtung es geht. Fallen Begriffe wie "Longlife" oder auch "Heavy Duty", wird verstärkt Wert auf eine hohe Lebensdauer gelegt. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wenn so blumige Begriffe wie "Giga", "Power" und "Ultra" im Spiel sind und womöglich noch mit einer "Plus irgendwas"-Aussage geworben wird, die Möglichkeit besteht, dass eine kompaktere, heißere und damit hellere Glühwendel verbaut wurde, die aber vermutlich nicht ganz so lange leuchten wird wie ihre etwas dunkleren Schwestern von der Longlife-Fraktion.
Neben bewusst eingesetzten technischen Unterschieden - Stichwort Glühwendel - entscheiden aber auch "indirekte" Faktoren über die Lichtausbeute einer Glühlampe. Konkret: die Fertigungsqualität. Eine H4-Lampe besteht aus rund 20 Bauteilen, und wenn die nicht exakt montiert werden und klar definiert zueinanderstehen (Geometrie), dann sieht es im wahrsten Sinne des Wortes dunkel aus.
Achtung: Wenn bei H4- oder H7-Lampen zum Beispiel der Hinweis "mit Xenon-Gas" auftaucht, hat das nichts mit echtem Xenon-Licht zu tun. Halogenlampen können zwar durchaus geringe Mengen Xenon-Gas enthalten, dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Farbtemperatur des Lichts. Für einen "Xenon-Effekt" sorgt dann allenfalls eine bläuliche Beschichtung des Glaskolbens - reine Show, die im ungünstigen Fall nur Licht schluckt.
So gibt es zum Beispiel von Osram und Philips für 130 bis 140 Euro pro Paar LED-Nachrüst-Lampen für H7-Scheinwerfer, die legal sind und Top-Licht liefern - bislang allerdings nur für einige Pkw-Modelle und mit Kühlkörpern bestückt, die bei vielen Motorrädern Platzprobleme hätten. Das, was für zum Teil unter zehn Euro als "LED-Lampe" aus No-Name-Quelle im Internet angeboten wird, hat damit nichts zu tun und taugt oft wenig.
H7-Glühlampen im Test
Es wurden insgesamt 10 H7-Lampen getestet, mit dem Test-Fokus: "helleres Licht". Der Test nach ECE-Norm R 112 wurde im Oktober 2024 im Lichtlabor von Lumileds in Aachen durchgeführt.
So wurde getestet
Der komplette Scheinwerfer wird auf dem Goniometer fixiert und präzise eingestellt. Dann werden sukzessive alle zu prüfenden Glühlampen montiert und penibel justiert. Schon eine vertikale Abweichung von 0,5 Grad kann 20 Lux mehr auf die Straße bringen, erhöht aber die Blendung für den Gegenverkehr. Während des etwa zehnminütigen Testdurchlaufs pro Lampe schwenkt das Goniometer den Scheinwerfer auf 63 definierten Höhenlinien jeweils 45 Grad nach links und rechts. Das Licht fällt dabei auf eine Fotozelle in 25 Metern Abstand. 21.600 Messwerte pro Lampe werden vom Rechner erfasst.
Was ist bei Lampenwechsel zu beachten?
Wer die Lampen im Internet bestellt, sollte die Seriosität des Anbieters prüfen. Die meisten liefern Original-Markenware mit Preisvorteilen bis zu 50%. Wer auf renommierte Hersteller setzt, macht keinen Fehler. Vorsicht ist allerdings bei blendender Billigware aus Fernost angebracht. Übrigens: Wer die Lampen selber wechselt, sollte danach zur Einstellung in die Werkstatt fahren.
Scheinwerfersysteme und Leuchtmittel im Praxistest
Es wurde in einem ausführlichen Praxistest untersucht ob sich das Nachrüsten von H4-Lampen oder das Austauschen von H7 gegen LED-Lampen lohnt und ob Kurvenlicht tatsächlich so viel besser am Motorrad ist.
Abblendlicht bei Kurvenfahrt und Kurven-Licht
Bei Motorrädern leuchtet das Abblendlicht bei einer Kurvenfahrt durch die Schräglage zur entgegengesetzten Seite. Hier setzt das adaptive Kurvenlicht von BMW an. Das gibt es in der K 1600 GT und optional in der R 1250 RT. Es wurde geprüft ob diese aktiv gesteuerte Lichttechnik dank Schräglagensensoren und viel Know-how wirklich überragend hell strahlt.
Fazit: Die Voll-LED-Scheinwerfer mit Schwenkfunktion serienmäßig ("adaptives Kurvenlicht") machen die Nacht zum Tage. Auf diese Weise werden Kurven bestens ausgeleuchtet, weil sich das Licht dort befindet, wohin die 1600er fährt. Allein 4 LED-Leuchten erzeugen überragendes Fernlicht. Fazit: der aktuelle Maßstab der Motorradbeleuchtung!
Lichtverteilung im Passagierbetrieb
Bereits beim Aufsitzen eines Sozius haut der Lichtkegel des Abblendlichts mitunter in der Ferne ab. Er strahlt dann zwar weiter, doch auch diffuser. Fernlicht wird so im Extremfall unbrauchbar, blendet bloß noch den Gegenverkehr. Zu zweit bleibt so, nur den Scheinwerfer neu zu justieren. Dies geht sehr einfach an klassischen Rundscheinwerfern oder per speziellen Einstellschrauben an der Rückseite von moderneren Multireflektor-/LED-Leuchten.
Test von 5 Motorrädern
Modernes Naked Bike: Benelli Leoncino 800
Positive Überraschung: Das China-Bike mit modernem LED-Scheinwerfer erhellt die Nacht sehr ordentlich. Markant wirkt das hufeisenförmige Tagfahrlicht. Direkt darunter, in der oberen Hälfte des Scheinwerfers, sitzt das Abblendlicht, Fernlicht unten. Das breite, aus Fahrerperspektive fast rechteckig scheinende Abblendlicht leuchtet schön weit und ferner Links- wie Rechtskurven erstaunlich gut aus. Dem fügt das Fernlicht deutlich sichtbar einen weiteren Lichtkegel hinzu. Selbst aufgeblendet bleibt der Bereich unmittelbar vor dem Vorderrad schön hell.
Klassisches Naked Bike: Yamaha SR 500 (1981)
Die Wahl dieses Testmotorrads erfolgte nicht ganz zufällig: Denn der markante Rundscheinwerfer mit riesigen 200 Millimetern Innendurchmesser sollte vor rund 40 Jahren eine gute Lichtausbeute signalisieren. Mit der Nachrüst-H4-Lampe Osram "Night Breaker 200", dem Testsieger unseres Lampentests, strahlt das Abblendlicht deutlich heller, weiter und sogar weiter nach links im Vergleich zur Serienlampe. Selbst das Fernlicht leuchtet nun heller und besser aus. Für gut 10 Euro ist das eine spürbare Verbesserung, ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit.
Supersportler: Honda Fireblade (SC 59, 2008)
Hier wurden die 2 H7-Birnen dieser Fireblade gegen aktuelle Top-LED-Leuchtmittel von Philips getauscht - mit Freigabe per ABE. Und siehe da: Der Umbau lohnt sich sehr! Die Leuchtdioden made in China strahlen nochmals deutlich heller und mit bläulich-weißerem Licht als serienmäßige H7-Lampen. Allerdings ist die Ausleuchtung in Linkskurven viel schlechter als rechtsherum. Der "einäugig" rechts strahlende Abblendscheinwerfer bekommt in Linkskurven nicht genug Licht links vors Vorderrad. Das hat trotz des tollen LED-Lichts dann etwas von Blindflug.
Reiseenduro: Ducati Multistrada V4S
Das Voll-LED-Licht der V4-Multistrada strahlt hell und breit. Aber nicht sehr weit. Beim Bremsen kommt es sehr nah vors Vorderrad. Und wegen seines harten Kontrasts (scharfe Hell-Dunkel-Grenze vorn) ist man ständig versucht, das extrem helle Fernlicht dazu zu aktivieren. Beim erneuten Abblenden tut sich das Auge dann schwer mit der Hell-Dunkel-Adaption. Bei Kurvenfahrt werden auf der inneren Seite zusätzliche LEDs unterhalb der Leuchte fürs Abblenddlicht aktiviert. Dies hilft gut in Kreisverkehren und sogar beim Abbiegen. Aber in weiten Kurven strahlt das Kurvenlicht zu weit seitlich, nicht genug nach vorn auf die Fahrbahn.
Touring-Motorrad: BMW K 1600 GT
Die Voll-LED-Scheinwerfer mit Schwenkfunktion serienmäßig ("adaptives Kurvenlicht") machen die Nacht zum Tage. Hierbei wird das Abblendlicht abhängig von der Schräglage in die Kurve hineingedreht. Auf diese Weise werden Kurven bestens ausgeleuchtet, weil sich das Licht dort befindet, wohin die 1600er fährt. Ferner werden durch Schwenken der gesamten Scheinwerfereinheit um ± 2° automatisch die fahrdynamischen Zustände Bremsen/Beschleunigen zum Teil ausgeglichen. Allein 4 LED-Leuchten erzeugen überragendes Fernlicht. Fazit: der aktuelle Maßstab der Motorradbeleuchtung!
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
- Legale LED-Nachrüstungen: Osram bietet mit den Night Breaker LED-Lampen legale Alternativen für H4- und H7-Scheinwerfer.
- Adaptives Kurvenlicht: Nachrüstsysteme von Highsider und J.W. Speaker verbessern die Sicht in Kurven erheblich.
- LED-Technik: Bietet hohe Leuchtkraft bei geringem Stromverbrauch, jedoch auf Zulassung und Adaption achten.
- Reinigung: Regelmäßige Reinigung des Scheinwerferglases kann die Lichtleistung deutlich erhöhen.
- Xenonbrenner: Beim Kauf auf Qualität und Zulassung achten, Billigware vermeiden.
- Praxistest: LED-Nachrüstungen und adaptives Kurvenlicht können die Sicherheit bei Nachtfahrten deutlich verbessern.
Test Ergebnisse im Überblick
| Produkt | Preis pro Paar (Testkauf) | Prüfzeichen | Gesamtpunkte(max.: 55 Punkte) | Note | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|
| OSRAM XENARC COOL BLUE INTENSE NG (Testsieger) | 93,95 € | E1 | 53 | sehr gut | Leuchtet sehr blau, aber zulasten des Lichtstroms und der Reichweite |
| OSRAM XENARC NIGHT BREAKER LASER | 107,77 € | E1 | 52 | sehr gut | Die Hellste im Test, aber viel - noch zulässige - Blendung kostet zwei Punkte |
| PHILIPS WHITEVISION GEN2 | 99,00 € | E1 | 52 | sehr gut | Perfekte Ausleuchtung, aber auch im Vergleich viel Blendung |
| OSRAM XENARC ORIGINAL (Preis-Leistungs-Sieger) | 77,98 € | E1 | 52 | sehr gut | Preis-Leistungs- Sieger, keine Abstriche zu den teureren Lampen |
| PHILIPS X-TREMEVISION GEN2 | 99,00 € | E1 | 51 | sehr gut | Größte Reichweite. Pech: In der Helligkeit zwei Punkte mehr knapp verpasst |
| PHILIPS VISION | 91,30 € | E1 | 44 | gut | Viel Lichtstrom, den die Lampe aber schlecht in Helligkeit umsetzt |
| BREHMA DIAMOND VISION | 41,95 € | E11 | 44 | mangelhaft | Abgewertet: Trotz Prüfzeichen nicht ECE-konform |
| CAR AUTO HID 6000 K | 49,95 € | ohne | 42 | ungenügend | Kein Prüfzeichen und außerdem noch teuer |
| RPC HID REPLACEMENT 8000 K | 5,99 € | ohne | 38 | ungenügend | Kein Prüfzeichen, unzulässiger Universalsockel |
| KIWITECC | 17,98 € | ohne | 37 | ungenügend | Kein Prüfzeichen, unzulässiger Universalsockel |
| GREAD | 35,99 € | E4 | 26 | ungenügend | Stank beim Einschalten, unzulässiger Universalsockel |
| BREHMA DIAMOND VISION | 34,95 € | E4 | 22 | ungenügend | Trotz Prüfzeichen nicht ECE-konform, unzulässiger Universalsockel |
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