Die besten Apps für Fahrradfahrer im Test

Planen Sie eine Radtour und suchen nach der idealen App für Routenplanung und Navigation? Apps vereinfachen die Planung und Durchführung von Radtouren erheblich. Wir haben vier beliebte Apps getestet: Komoot, Outdooractive, Locus Map und Naviki.

Routenplanung und Navigation mit Komoot

Komoot ist eine der beliebtesten Outdoor-Navi-Apps. Um die App oder die Browser-Version zu nutzen, ist ein Benutzerkonto erforderlich. Dies ermöglicht den Datenaustausch zwischen Onlineportal, App und GPS-Geräten.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Basisversion mit regionaler Testkarte gratis; Offline-Karten-Welt-Paket einmalig 30 Euro, Premium-Abo mit Zusatzfunktionen 60 Euro pro Jahr.
  • Zielführung: Zieleingabe per Karte, Highlights oder Suchzeile. Die Zielführung erfolgt per Linie auf der Karte, Pfeilen und Abbiegehinweisen. Sprachausgabe ist möglich. Bei Verlassen der Strecke erfolgt eine Umplanung (Internetverbindung erforderlich).
  • Routenplanung: Individuelle Routen lassen sich gut planen, auch auf kleinen Handy-Displays. Strecken aus der Portalplanung zu Hause gelangen nahtlos in die App. Zahlreiche fertige Touren-Vorschläge werden angeboten und können individuell angepasst werden.
  • Offline-Funktionen: Kartendaten lassen sich auf dem Handy speichern, um den Datenverbrauch unterwegs zu reduzieren. Für Neu- oder Umberechnungen ist eine Internetverbindung erforderlich.

Vor- und Nachteile der Touren-App Komoot

  • Plus: Einfache Bedienung, gute Streckenvorschläge, viele Schnittstellen (GPS, E-Bike).
  • Minus: Nicht komplett offline, Premium-Abo mit begrenztem Mehrwert.

Outdooractive mit hervorragendem Touren-Portal

Über das Touren-Portal von Outdooractive lässt sich einfach eine passende Strecke auswählen. Viele Qualitätsstrecken der Fahrrad-Regionen sind enthalten.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Basiskonto mit Werbung; Pro-Abo (30 Euro pro Jahr) mit größerer Kartenauswahl und Offline-Daten; Pro+ (60 Euro pro Jahr) mit noch größerer Kartenauswahl.
  • Zielführung: Individuell geplante Strecken oder Touren-Vorschläge synchronisieren sich automatisch zwischen Web und App. Direkte Zieleingabe ist ebenfalls möglich. Die Zielführung erfolgt per Linie auf der Karte, Pfeilen und Abbiegehinweisen. Sprachausgabe ist möglich. Beim Verlassen der Strecke gibt es lediglich einen Hinweis, keine Umplanung.
  • Routenplanung: Eigene Touren lassen sich unterwegs planen (Internetverbindung erforderlich). Die Stärke von Outdooractive liegt in der großen Anzahl qualitativ hochwertiger Touren-Vorschläge.
  • Offline-Funktionen: Eigene Kartenausschnitte und geplante Strecken lassen sich in beiden Pro-Abos herunterladen.

Vor- und Nachteile der Touren-App Outdooractive

  • Plus: Detaillierte Such- und Filtermöglichkeiten für Touren-Vorschläge, viele Integrationen der Smartwatch.
  • Minus: Nicht komplett offline, kein Re-Routing.

Locus Map - ideal für entlegene Gebiete

Locus Map ist ideal für entlegene Gebiete. Alle wesentlichen Funktionen sind auch ohne Internetverbindung im Gold-Abo verfügbar.

  • Betriebssystem: Nur Android
  • Kosten: Basic mit Werbung und reduzierten Funktionen; Silver-Abo (10 Euro pro Jahr): erweiterte Funktionen, aber ohne Offline-Funktionen; Gold-Abo (24 Euro pro Jahr): Voller Offline-Funktionsumfang.
  • Zielführung: Einzelzieleingabe am Smartphone, GPX-Track-Import und Übernahme geplanter Strecken aus dem Web-Routenplaner möglich. Zielführung mit Linie auf Karte, durch Pfeile und Abbiegehinweise. Beim Verlassen der Tour wird die Strecke neu berechnet.
  • Routenplanung: Strecken unterwegs planen ist möglich. Besser als GPX-Track importieren oder aus dem Locus-Web-Routenplaner übernehmen. Fertige Touren-Vorschläge gibt es bei Locus Map nicht.
  • Offline-Funktionen: Im Gold-Abo ist eine komplette Offline-Funktionalität enthalten. Karten und Routing-Daten liegen im Speicher vom Smartphone.

Vor- und Nachteile der Touren-App Locus Map

  • Plus: Volle Offline-Funktion, preiswerte Abo-Modelle, große Kartenauswahl.
  • Minus: Keine fertigen Touren-Vorschläge, Schnittstellen zu GPS und E-Bike fehlen.

Naviki - urbaner Raum und entspannte Freizeit-Touren

Naviki ist die Fahrrad-Navigation für den urbanen Raum und für entspannte Freizeit-Touren. Markierte Radrouten werden bevorzugt in die Planung eingebunden.

  • Betriebssystem: Android & iOS
  • Kosten: Kostenlose Basisversion mit Werbung und reduziertem Funktionsumfang; Zusatzfunktionen als Bausteine für Einmalbetrag.
  • Zielführung: Informatives Kartenbild in Ortschaften, wahlweise in drei Design-Stilen. Markierte Radrouten werden hervorgehoben. Zielführung mit Linie auf der Karte, Abbiegepfeilen und als Extra Sprachansage. Bei Verlassen der Strecke erfolgt bei vorhandener Internetverbindung eine Umplanung.
  • Routenplanung: Profile für diverse Räder. Außer „Alltag“ sind alle Profile kostenpflichtig. Das Freizeit-Profil liefert schöne Touren abseits der Hauptstraßen und orientiert sich an bekannten Radrouten. Viele fahrradspezifische Sonderziele. Komfortable Planung auf dem Computer, von dort gelangen die Touren nahtlos in die App. Für S-Pedelecs werden Radwege automatisch ausgeschlossen.
  • Offline-Funktionen: Mit dem gekauften Offline-Karten-Extra können Kartendaten auf dem Handy abgelegt werden. Keine Streckenberechnung im Offline-Modus.

Vor- und Nachteile der Touren-App Naviki

  • Plus: Bekannte Radrouten finden Berücksichtigung, sinnvolle Fahrrad-POIs, Routing für S-Pedelecs.
  • Minus: Nicht komplett offline, keine fertigen Touren-Vorschläge.

Weitere beliebte Fahrrad-Apps

Neben den oben genannten Apps gibt es noch weitere Optionen, die sich großer Beliebtheit erfreuen:

  • Bikemap: Bietet eine große Auswahl an Routen und detaillierte Karten.
  • Strava: Ideal für sportliche Fahrer, die ihre Leistungen tracken und sich mit anderen vergleichen möchten.
  • Training Peaks: Eine umfassende App für die Planung und Analyse von Trainingseinheiten.
  • Zwift: Verwandelt Indoor-Training in ein interaktives Erlebnis.

Das müssen Sie bei der Nutzung von Routenplaner-Apps beachten

Damit die Apps unterwegs stets tadellos ihren Dienst tun, gilt es einige Dinge zu beachten:

  • Laden Sie die Navi-App im heimischen WLAN herunter.
  • Laden Sie alle erforderlichen Karten vor der Tour auf Ihr Smartphone.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Smartphone vor dem Start vollgeladen ist.
  • Verwenden Sie eine Powerbank für längere Touren.
  • Vermeiden Sie dicke Schutzhüllen, die den GPS-Empfang beeinträchtigen könnten.

Streckenvorbereitung: Fertiggericht oder selbst geplant?

Vor dem Tour-Vergnügen steht die Planung und Vorbereitung. Die einen lieben fertige Touren aus einem Tourenportal, für andere ist das Selbstplanen Teil des Abenteuers. Es braucht jeweils vier Schritte, dann sind Sie abfahrbereit.

Die fertige Tour

  1. Suchen und Filtern im Tourenportal: Aus der Masse an Touren den passenden Kandidaten herausfiltern nach Standort, Länge, Schwierigkeitsgrad & Co.
  2. Download der Tour: Wunschstrecke als GPX-Track herunterladen.
  3. Check der Strecke und Übertragung: Geladene Strecke in einem Karten-Tool öffnen und Streckenverlauf und Höhenprofil prüfen.
  4. Zielführung auf dem Smartphone: Übertragung in die Navi-App auf dem Smartphone. Möglichst alle Daten auf dem Smartphone offline laden und Zielführung starten.

Die selbst geplante Tour

Vor der Planung braucht es erst einmal eine Tour-Idee.

Vergleichstabelle der besten Apps zur Routenplanung

App Preis Offline-Navigation Routenplanung 3D-Karten Sensor-Kompatibilität
Komoot Gratis / Premium ab 4,99 €/Monat ✔️ ✔️ ✔️
Strava Gratis / Premium ab 7,99 €/Monat ✔️ ✔️
Bikemap Gratis / Premium ab 3,99 €/Monat ✔️ ✔️ ✔️ ✔️
Naviki Gratis / Premium ab 3,79 €/Monat ✔️ ✔️ ✔️
Bike Citizens Gratis / Premium ab 4,99 €/Monat ✔️ ✔️ ✔️

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