Die besten E-Bikes mit Riemenantrieb im Test

E-Bikes mit Riemenantrieb haben sich als echte Alternative zu Bikes mit klassischer Kette auf dem Markt etabliert. Mit einer Mischung aus modernem Design, leiser Performance und müheloser Kraftübertragung versprechen E-Bikes mit Riemenantrieb eine neue Art des Fahrvergnügens. Eine innovative und moderne Lösung für die Kraftübertragung bei elektrischen Fahrrädern stellen E-Bikes mit Riemenantrieb dar. Anstelle einer herkömmlichen Kette nutzen sie einen speziell entwickelten Riemen, der in der Regel aus robustem und langlebigem Material gefertigt ist.

Warum ein E-Bike mit Riemenantrieb?

Besonders in urbanen Gebieten erfreuen sich E-Bikes mit Riemenantrieb großer Beliebtheit, da sie eine saubere, leise und komfortable Fortbewegung ermöglichen. Auch dank ihrer wartungsarmen Eigenschaften sind sie ideal für den täglichen Einsatz im Stadtverkehr.

Ein E-Bike mit Riemenantrieb wirkt bereits auf den ersten Blick als logische funktionale Lösung. Ein großer Vorteil liegt nämlich in der deutlich höheren Langlebigkeit als bei einer Kette. Wer sich ein E-Bike ins Haus holt, tut das im Regelfall, um damit viele Kilometer zu fahren. Entsprechend weitet man so die Nutzungsdauer der Antriebskomponenten deutlich aus - je nach Modell um das Doppelte bis Vierfache. Grund dafür sind die sehr belastbaren Carbonfasern, die häufig verbaut werden, um maximale Stabilität zu gewährleisten. Der Riemen leiert dadurch nicht aus.

Vorteile eines E-Bikes mit Riemenantrieb:

  • Längere Lebensdauer: Der Riemenantrieb ist deutlich langlebiger als eine Kette.
  • Wartungsarm: Hohe Laufleistung macht einem E-Bike mit Zahnriemen nichts aus.
  • Komfortabel: Es handelt sich vor allem um ein sehr komfortables System, bei dem man sich kaum Gedanken über die richtige Wartung machen muss.
  • Leise: Einen lautstarken Geräuschpegel wird man bei einem Riemenantrieb E-Bike nicht erleben.
  • Robust: Er kann Wind und Wetter ausgesetzt werden, ohne dass sich das negativ auf die Antriebsleistung oder seine Lebensdauer auswirken würde.

Rein technisch ist es eher so, dass beim Riemen im niedrigeren Leistungsbereich etwas mehr Widerstand zu erwarten ist. Bei höherer Leistung hingegen ermöglicht er eine bessere und direktere Kraftübertragung. Da speziell ein Riemenantrieb E-Bike für etwas schnellere Geschwindigkeiten und eine hohe Laufleistung ausgelegt ist, überwiegen vor allem die Vorteile in der Spitze.

Empfehlenswerte E-Bike Modelle mit Riemenantrieb

Grundsätzlich gibt es kaum noch Bereiche, in denen kein E-Bike mit Zahnriemen genutzt werden kann. Vom Mountainbike bis zum Citybike sind von zahlreichen namhaften Herstellern die unterschiedlichsten Modelle erhältlich. Hier sind einige empfohlene Modelle:

A Dece Oasis Air 28

Das A Dece Oasis ADO 28-Zoll-E-Bike verfügt laut Hersteller über einen langlebigen Carbon-Riemenantrieb, der eine wartungsfreie Nutzung von bis zu 30.000 km ermöglichen soll. Ein bürstenloser 250-W-Nabenmotor arbeitet leise und effizient, während ein sensibler Drehmomentsensor für eine gleichmäßige und kraftsparende Unterstützung sorgen soll.

A Dece Oasis Air 20S

Das E-Bike Air 20S des Herstellers A Dece Oasis verspricht dank Lithium-Ionen Batterien eine lange Akku-Laufzeit (bis zu 100 km). Der Antrieb funktioniert mithilfe eines Drehmomentsensors. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind der leichte Aluminiumrahmen und die Möglichkeit, das Fahrrad zu falten. Somit ist das E-Bike gut zum Pendeln geeignet, da es problemlos in Bus und Bahn transportiert werden kann.

AsVIVA Urban E-Bike

Zu empfehlen ist auch das Urban E-Bike von AsVIVA. Der eingebaute Gates Carbon Drive Riemen besteht aus zugfesten Carbonfasern und läuft über zwei Riemenscheiben. Mit dem eingebauten Hinterradmotor (250 W) und einem starken Akku mit Samsung Zellen kommt man schnell und umweltfreundlich an sein Ziel.

Weitere Hersteller:

  • Riese & Müller
  • Kalkhoff
  • Scott
  • Hercules (vereinzelt Falträder)

Wie funktioniert ein Riemenantrieb beim E-Bike?

Ein Riemenantrieb beim E-Bike funktioniert nach einem etwas anderen Prinzip als der herkömmliche Kettenantrieb, der in den meisten Fahrrädern zu finden ist. Anstelle einer Kette wird ein Riemen aus speziellen Materialien wie Polyurethan, teils mit Carbon verstärkt, verwendet, um die Kraft vom Motor auf das Hinterrad zu übertragen. Der Riemenantrieb besteht aus einer geschlossenen Schleife, die über ein Ritzel am Motor und ein Ritzel am Hinterrad läuft. Wenn der E-Bike-Motor dann aktiviert wird und die Pedale gedrückt werden, treibt der Riemen das Hinterrad an und ermöglicht so die Fortbewegung.

Pflegehinweise für einen Riemenantrieb

Ein Riemenantrieb am E-Bike ist wartungsarm, braucht aber regelmäßige Pflege. Eine Schmierung ist nicht erforderlich - im Gegenteil: Öl oder Fett schaden dem Material.

  • Der Riemen sollte regelmäßig mit Wasser und einer weichen Bürste gereinigt werden, besonders nach Fahrten bei Regen, Schlamm oder Staub.
  • Bei hartnäckigem Schmutz ist milde Seifenlauge erlaubt.
  • Hochdruckreiniger oder aggressive Mittel sind tabu.
  • Nach dem Reinigen mit klarem Wasser abspülen und vollständig trocknen.
  • Die Riemenspannung muss regelmäßig kontrolliert werden - per Messgerät oder App. Sie darf weder zu locker noch zu straff sein.
  • Auch die Ausrichtung ist wichtig: Der Riemen muss gerade laufen und darf nirgends schleifen.
  • Zudem sollten Riemen und Riemenscheiben auf Risse oder Abnutzung geprüft werden.
  • Nach rund 20.000 bis 30.000 km empfiehlt sich ein Austausch.
  • Im Winter sollten Streusalzrückstände regelmäßig entfernt werden.

Riemenantrieb selbst austauschen?

Der Austausch eines Riemenantriebs kann grundsätzlich möglich sein, erfordert allerdings fortgeschrittene mechanische Kenntnisse und Erfahrung im Umgang mit E-Bikes. Zudem sollten auch alle notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stehen. Bei jeglicher Arbeit am Antriebssystem sollte man besondere Vorsicht walten lassen, um Verletzungen zu vermeiden. Falls dennoch Unsicherheit besteht, empfehlen wir den Riemenantrieb in einer Fahrradwerkstatt austauschen zu lassen.

E-Bike Typen und Rahmenformen

Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Hier stellen wir E-Bike-Typen vor, die besonders häufig verkauft werden, und nennen die wichtigsten Rahmenformen.

E-Bike Typen

  • City-E-Bikes: Eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Strecken zurücklegen wollen. Die aufrechte Sitzposition verschafft Überblick im Verkehr. Weit verbreitet sind Tiefeinsteiger mit V-förmigem Rahmen.
  • Urban-E-Bikes: Eine jüngere Form des Cityrads. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und günstiger als andere E-Bikes.
  • Trekking-E-Bikes: Sportlicher als City-, aber komfortabler als Mountainbikes. Sie sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen.
  • E-Mountainbikes: Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutschland. Ketten­schaltung und kräftige Motoren sind da Stan­dard.
  • SUV-E-Bikes: Stellen eine Mischform dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sport­lich­keit abnehmen soll.
  • S-Pedelec: Das Rad unterstützt elektrisch das Fahren durch Muskelkraft bis zu 45 km/h.
  • E-Falträder: Lassen sich oft mit wenigen Handgriffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln.
  • E-Rennräder: Bei E-Rennrädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen.

Rahmenformen

  • Diamantrahmen: Bei diesem sportlichen „Herrenrahmen“ verläuft das Oberrohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahrstabilität.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Oberrohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfortabler als beim Diamantrahmen ist.

Wichtige Komponenten beim E-Bike Kauf

Beim Kauf legen viele ihr Hauptaugenmerk auf Akku und Motor. Im Test von Trekking-E-Bikes hatten die Lithium-Ionen-Akkus einen Energieinhalt von bis zu 625 Wattstunden. Die bringen mehr Reichweite als die getesteten City-E-Bikes mit meist 500 Wattstunden Energieinhalt.

Viel entscheidender als die Akku­kapazität sind für die Reichweite ohnehin Temperatur, Stre­cken­profil, Eigen­leistung der Radelnden, Kraft­über­tragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstüt­zung des Motors. Für Kurz- und Mittelstrecken reicht ein Akku mit 500 Wattstunden in der Regel aus.

Motorposition

  • Frontmotor: Insbesondere für Menschen, die auf dem Fahr­rad eher unsicher sind, ist diese Motor­position nicht optimal: Das Vorderrad kann auf glattem oder losem Unter­grund leichter wegrutschen.
  • Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Gleich­zeitig erschwert diese Motor­position den Ausbau des Hinterrads.
  • Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittel­motoren als Stan­dard-Ausstattung durch­gesetzt. Er sorgt für einen tiefen Schwer­punkt, das Gewicht ist gleich­mäßig verteilt.

Je genauer Sensoren − etwa für Tritt­frequenz, Drehmoment und Geschwindig­keit − die Tretbewegungen der Radelnden erfassen, desto passender kann der Motor die Leistungs­abgabe darauf abstimmen, sodass der Antrieb beispiels­weise nicht abrupt „anschiebt“ oder nach­läuft, wenn Radelnde nicht mehr mittreten.

Weitere wichtige Aspekte

  • Bremsen: Grundsätzlich sind hydrau­lische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl.
  • Beleuchtung: Der Front­scheinwerfer sollte Wege hell, breit und gleich­mäßig ausleuchten (mindestens 50 Lux). Mehr Sicherheit bringen Tagfahr­licht und außerdem eine Standlicht­funk­tion vorn und hinten.
  • Gepäck: Achten Sie beim Kauf stets auf das zulässige Gesamt­gewicht und die Zuladung des Gepäck­trägers.

Probefahrt und Händlerwahl

Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbe­dingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebs­systemen und auch Rahmenformen. Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt. Checken Sie, ob ein lokaler Händler bei Ihnen vor Ort die Marke betreut. Das kann die Wartung und Ersatz­teil­beschaffung vereinfachen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0