Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Action-Camcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Actioncams sind klein, robust und werden mit speziellen Halterungen verkauft, weshalb sie auch gerne als Helmkamera bezeichnet werden.
Warum eine Action-Cam für Sportaufnahmen?
Klassischer Camcorder, Smartphone, Tablet - sie alle können heutzutage filmen und liefern brauchbare Ergebnisse. Die Antwort ist einfach: Action-Camcorder sind für Sportaufnahmen konzipiert, für Szenarien, bei denen herkömmliche Camcorder oder eben auch Smartphones den Kürzeren ziehen, weil unter Wasser gefilmt wird, es auch mal richtig schmutzig werden kann und die Geräte extremen Schlägen und Stößen ausgesetzt sind. Eine Besonderheit ist außerdem ihr extremer Weitwinkel. So kann man verblüffende Panoramen filmen.
Worauf Sie beim Kauf einer Helmkamera achten sollten
Doch damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf, denn sowohl Preis- als auch Qualitätsunterschiede der Mini-Videokameras sind enorm. Wir haben im Helmkamera-Test viele Modelle überprüft und nenne hier unsere Top-Favoriten in verschiedenen Preisklassen. Lesen Sie auch, worauf Sie beim Kauf einer Helmkamera achten sollten, damit Sie Ihre Outdoor-Abenteuer als gestochen scharfe Videos festhalten können.
- Robustheit und Wasserdichtigkeit: Achten Sie auf ein abgedichtetes Gehäuse, das Stößen und Wasserspritzern standhält.
- Bildqualität: Full-HD ist Standard, aber 4K bietet eine höhere Auflösung für schärfere Videos.
- Bildrate: Für schnelle Bewegungen sind hohe Bildraten (z.B. 120 fps) ideal, um Unschärfe zu vermeiden.
- Bildstabilisierung: Ein guter Bildstabilisator gleicht Ruckler und Vibrationen aus.
- Akkulaufzeit: Achten Sie auf eine ausreichende Akkulaufzeit für längere Aufnahmen.
- Bedienung: Die Kamera sollte einfach zu bedienen sein, auch mit Handschuhen.
- Halterungen: Überprüfen Sie, ob die Kamera mit den gewünschten Halterungen für Helm, Lenker oder andere Befestigungspunkte kompatibel ist.
Action-Cam vs. Dashcam: Was ist der Unterschied?
Motorrad-Dashcams sollen insbesondere bei Unfällen für eine klare Schilderung des Hergangs sorgen - Actioncams dagegen großartige Fahraufnahmen liefern. Wer jedoch eine Kamera sucht, die bei einem Unfall zuverlässige Bilder liefert, benötigt eine Dashcam für Motorräder. Sie liefert datenschutzkonforme Aufnahmen, die bei einem Unfall für Klarheit sorgen können.
Motorrad-Dashcams: Die wichtigsten Merkmale
Eine Dashcam zeichnet ein Ereignis während der Fahrt per Video auf. Die Kamerasysteme haben dafür oft einen G-Sensor oder Schocksensor und erkennen eine Erschütterung wie bei einem Aufprall oder Sturz. Die entsprechende Sequenz wird dann auf einer Micro-SD-Karte abgespeichert.
- Loop-Funktion: Die Kamera fertigt ständig neue, kurze Aufnahmen an, die in einer Schleife stetig überschrieben werden, bis ein Ereignis die Speicherung der Sequenz auslöst.
- G-Sensor: Erkennt Erschütterungen und sichert die Aufnahme auf der Speicherkarte.
- Zusatzfunktionen: Einige Modelle bieten Wi-Fi, GPS und Steuerung per App.
Top-Modelle im Test
Im CHIP-Testlabor haben wir empfehlenswerte und beliebte Actioncams einem standardisierten Test unterzogen, darunter alle aktuell erhältlichen GoPro-Modelle, aber auch Alternativen von DJI und Insta360 sowie zum Vergleich sehr günstige Modelle. Besonders empfehlenswerte Kameras aus unserem Testfeld haben wir hier in der Tabelle aufgelistet.
GoPro Hero13 Black
Die GoPro Hero13 Black hat im CHIP Testcenter mit einem fast durchweg exzellenten Ergebnis überzeugt. Die neue GoPro Hero13 Black thront zusammen mit der etwas günstigeren DJI Action 5 Pro an der Spitze unseres Action-Cam-Testfelds. Unschlagbar ist die Actioncam in der Ausstattung: Zur hohen 5,3K-Auflösung und beeindruckenden Burst-Zeitlupen gesellen sich professionelle Videofeatures und ein souveräner Bildstabilisator. Für ambitioniertere Filmer ist das aktuelle Modell äußerst interessant, da es unter anderem durch zusätzliche Objektive die Kreativität enorm steigert.
Hauptmerkmale:
- 5,3K Auflösung
- Exzellente Videoqualität und Videostabilisierung
- Zusätzliche Objektive (Makro, Ultraweitwinkel)
- Magnethalterung
- Neuer Enduro Akku mit 1.900 mAh
DJI Osmo Action 5 Pro
Die DJI Osmo Action 5 Pro liefert sich mit der GoPro Hero13 Black einen erbitterten Kampf um die derzeit beste Action-Cam am Markt. Deutlich längere Akkulaufzeit, größere und bessere Displays, 47 Gigabyte interner Speicher und eine wie gehabt hervorragende Videoqualität mit exzellenter Stabilisierung. Die DJI Osmo Action 4 ist eine empfehlenswerte, hochwertige und unkomplizierte Actioncam.
Die neue GoPro Hero13 Black thront zusammen mit der etwas günstigeren DJI Action 5 Pro an der Spitze unseres Action-Cam-Testfelds.
Hauptmerkmale:
- Längere Akkulaufzeit
- Größere und bessere Displays
- 47 GB interner Speicher
- Exzellente Videoqualität und Stabilisierung
Insta360 Ace Pro
Die Insta360 Ace Pro gehört zu den derzeit besten Action-Cams am Markt. Die Insta360 Ace Pro 2 ist eine erste Actioncam mit 8k-Aufnahme nach vorne schwenkbares Display (Mitbewerber sind starr) kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten für Datenaufzeichnung eher teuer keine Extra-Objektive verfügbar schwache Akkulaufzeit laut Herstellerangabe.
Hauptmerkmale:
- 8K-Auflösung
- 2,4 Zoll großes Klappdisplay
- Leica-Objektiv
- Kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten
Weitere empfehlenswerte Modelle
- Insta360 Go 3S: So klein und so leicht wie die 39-Gramm-Action-Cam.
- GoXtreme Black Hawk+ 4K: Verzichtet zwar auf einen Touchscreen, kann aber bei der Bildqualität und der Videostabilisierung überzeugen.
Technische Details und Funktionen
Hilfreich aber kein Muss, ein GPS Empfänger. Mit diesen Daten weiß man später immer, welche Videominute an welchem Ort aufgenommen wurde. Ebenfalls hilfreich, ein Beschleunigungssensor, hiermit kann man z.B. die aktuelle Geschwindigkeit abbilden. WLAN, per WLAN lassen sich die Bilder z.B. Live auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Auch lässt sich die Kamera meist per WLAN und App steuern.
Wichtige Funktionen im Überblick
- GPS-Empfänger: Für die Aufzeichnung von Standortdaten.
- Beschleunigungssensor: Zur Erfassung von Geschwindigkeit und Beschleunigung.
- WLAN: Für die drahtlose Übertragung von Bildern und Videos.
- App-Steuerung: Ermöglicht die Steuerung der Kamera per Smartphone oder Tablet.
Rechtliche Aspekte
Dashcams für Motorräder sind nicht explizit verboten. Aber sie dürfen auch nicht alles aufnehmen. Dashcams sollten nur ereignisbezogen aufnehmen. Wer mit der Kamera permanent ohne konkreten Anlass den Verkehr filmt, verstößt gegen Datenschutzrecht und riskiert ein Bußgeld. Gesetzeskonform ist nur ein kurzer Videoloop (Loop-Funktion) von wenigen Sekunden, der immer wieder überschrieben wird.
Gesetzliche Bestimmungen
- Datenschutz: Vermeiden Sie permanente Aufnahmen ohne konkreten Anlass.
- Loop-Funktion: Nutzen Sie die Loop-Funktion, um datenschutzkonform zu filmen.
- Ereignisbezogene Aufnahmen: Speichern Sie Aufnahmen nur bei Unfällen oder anderen relevanten Ereignissen.
Montage der Helmkamera
Eine Motorrad-Dashcam lässt sich an verschiedenen Stellen am Motorrad befestigen. Das kann hinter der Cockpitscheibe sein, am Lenker, auf der Sitzbank oder als Brust-Kamera an der Motorradkombi. Die Montage am Helm ist hingegen verboten. Wichtig ist jedoch, dass die Kamera fest und sicher am Motorrad befestigt wird.
Montageoptionen
- Cockpitscheibe: Bietet eine gute Sicht nach vorne.
- Lenker: Ermöglicht eine stabile und vibrationsarme Montage.
- Sitzbank: Kann eine diskrete Montage ermöglichen.
- Brust-Kamera: Bietet eine breitere Perspektive.
Bekannte Hersteller und Marken
Ein der bekanntesten Hersteller dürfte die Marke GoPro sein. Auch bekannte Hersteller wie Sony oder Panasonic stellen kleine Action Kameras her. Neben reinen Actioncams haben wir unsere Marktübersicht um zahlreiche weitere Produkte ergänzt: Zum einen finden Sie 6 Beispiele für Dashcams, die speziell für Motorradfahrer gedacht sind und entsprechend staub- und spritzwassergeschützt sowie mit praxisgerechtem Montagematerial daherkommen.
Top-Marken
- GoPro
- DJI
- Insta360
- Sony
- Panasonic
Action-Cam Test: Die besten Modelle im Vergleich
Die gezeigte DJI Mini 4 Pro macht es einem zwar vergleichsweise einfach, dennoch muss bei ihrem Einsatz die EU-Drohnenverordnung sowie das deutsche Luftverkehrsgesetz beachtet werden - und das heißt: Sie brauchen eine Drohnenversicherung und müssen sich außerdem beim Luftfahrtbundesamt als Drohnen-Betreiber registrieren.
Action-Cams im Vergleich:
| Modell | Auflösung | Bildstabilisierung | Akkulaufzeit | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|
| GoPro Hero13 Black | 5,3K | Exzellent | 164 Minuten (Full-HD) | Austauschbare Objektive, Magnethalterung |
| DJI Osmo Action 5 Pro | 4K | Exzellent | Länger als GoPro | Interne Speicher, Bessere Displays |
| Insta360 Ace Pro | 8K | Sehr gut | 180 Minuten (Full-HD) | Leica-Objektiv, Kompatibel mit Garmin/Apple |
Hinweis: Die Akkulaufzeit kann je nach Auflösung und Nutzung variieren.
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