Beste Motorradreifen im Test: Ihre ultimative Kaufberatung

Motorradreifen sind ein wichtiges Element der Fahrdynamik, aber gleichzeitig auch der Fahrsicherheit. Ihre Aufgabe ist es, Beschleunigungs- und Bremskräfte zu übertragen, zusätzlich auch die Seitenführung zu übermitteln. Der Vorderreifen des Motorrads (Front) nimmt die Bremskräfte auf, während der Hinterreifen (Rear) die Beschleunigungskräfte aufnimmt.

Welche Typen unterscheidet man bei Motorradreifen?

Grundsätzlich lassen sich Motorradreifen nach ihrer Bauart in drei Typen einteilen (UN/ECE-Regelung Nr. 75):

  • Diagonalreifen: Der Profi fürs Gelände. Diagonalreifen sind bis maximal 240 km/h einsetzbar. Am gebräuchlichsten und daher als Standardreifen zu bezeichnen ist der Diagonalreifen. Die Bezeichnung rührt von dem schräg zur Laufrichtung angeordneten Gewebelagen der Karkasse, also des tragenden Reifenunterbaus, her, deren Fäden vornehmlich aus Kunstfasern wie Ryan oder Nylon bestehen. Diagonalreifen besitzen aufgrund stabiler Seitenbereiche einen hohen Schlagschutz, weswegen sie häufig im Gelände Verwendung finden. Die einfache Konstruktion des Reifens lässt maximale eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h zu.
  • Radialreifen: Der Tempomacher. Radialreifen sind rein äußerlich an dem R in der Reifenkennung zu identifizieren. Der Radialreifen wiederum ist für hohe Geschwindigkeiten optimiert und sehr formstabil, was im direkten Vergleich mit einem Diagonalreifen besonders deutlich wird. So dehnt sich dieser bei über 200 km/h bis zu 2 Zentimeter im Durchmesser aus, während es bei einem Radialreifen nur wenige Millimeter sind. Möglich macht dies ein zusätzlicher, unterhalb der Lauffläche angebrachter Gürtel, der sich auch bei großen Fliehkräften nicht verformt und sich daher stabilisierend auswirkt. Außerdem sorgen Materialeinsparungen im Seitenbereich für eine geringere Erwärmung, was sich ebenfalls in Hochgeschwindigkeitsbereichen auszahlt. Beim Karkassenaufbau wiederum ist der Fadenverlauf im rechten Winkel zur Laufrichtung angebracht - daher die Bezeichnung „radial“. Radialreifen sind in der Reifenkennzeichnung am Buchstaben „R“ zu erkennen. Sie eignen sich vor allem für sportliche, leistungsstarke Motorräder und liegen immer mehr im Trend; die meisten aktuellen Bikes sind speziell für Radialreifen ausgelegt.
  • Diagonal-Gürtelreifen: Stabil bei hohem Tempo. Diagonal-Gürtelreifen (Bias-Belted) sind die Vorstufe der Radialreifen. Wie bei diesen sorgt auch beim Diagonal-Gürtelreifen ein zusätzlicher Gürtel über der Lauffläche für ein Plus an Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten und Fliehkräften. Der Fadenverlauf des Karkassenmaterials ist jedoch diagonal angeordnet. Sowohl beim Diagonal-Gürtelreifen als auch beim Radialreifen bestehen die Gürtel meistens aus Kevlar. Zu erkennen sind Gürtelreifen am Buchstaben „B“ (bias-belted).

Wann sollte welcher Reifen zum Einsatz kommen?

Reifen für Motorräder lassen sich jedoch auch nach ihrem Einsatzzweck kategorisieren:

  • Sportreifen: weicher Gummi - somit geringe Lebensdauer, sportlicher Einsatz auf der Straße, relativ hohe Betriebstemperatur, schwaches Profil, gute Haftung, vor allem auf trockener Fahrbahn, nicht besonders gut bei Regen geeignet. Empfohlene Bikes: Sporttourer, Supersportler.
  • Tourenreifen: harter Gummi - somit hohe Lebensdauer, Einsatz im Stadtverkehr, auf Touren oder auf Reisen, niedrige, dafür schnell erreichte Betriebstemperatur, gute Haftung, stark ausgeprägtes Profil, sicherer Einsatz auf nasser Fahrbahn. Empfohlene Bikes: Leichtkrafträder, Tourer, Naked Bikes.
  • Enduroreifen (Mischreifen): harter Gummi - somit hohe Lebensdauer, Einsatz auf der Straße und im Gelände, vor allem für lockeren Untergrund geeignet, gute Bodenhaftung, breites Profil, vor allem auf dem Hinterreifen, relativ niedrige Betriebstemperatur. Empfohlene Bikes: Reise-Enduros, Sport-Enduros.
  • Rollerreifen: spezielle Reifen für Scooter, Mopeds oder Vespa, unterscheiden sich in Cross-, City- und Straßenreifen.

Wie Sie mit Testergebnissen von Motorradreifen umgehen sollten

Werden Reifen für Motorräder in großen Vergleichstests gegenübergestellt, achten die Tester meist auf folgende Kriterien: Fahrleistungen, Fahrstabilität, Handling, Abrollgeräusche oder Bremsverhalten. Natürlich werden die Pneus auch auf unterschiedlichen Untergründen gefahren. So wollen die Prüfer bewerten, wie die Reifen beispielsweise bei Schnee, Nässe oder trockener Fahrbahn reagieren.

Die abgegebenen Beurteilungen sollten Sie jedoch nicht als ganzheitlich geltend betrachten. Das Testurteil hängt immer von der gefahrenen Maschine ab. Handling und Lenkpräzision werden stark von der Fahrzeuggeometrie beeinflusst. Daher sind diese Prüfpunkte nicht allgemein übertragbar.

Testumfeld: Im Vergleich befanden sich sechs Radial-Tourenreifen für Motorräder in den Dimensionen 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17. Sie wurden jeweils im Alltag auf der Landstraße und auch bei Nässe geprüft.

Testumfeld: Im Vergleich waren sechs Sportreifen (Dimensionen 120/70 ZR 17 und 190/55 ZR 17). Geprüft wurde jeweils das Fahrverhalten auf der Landstraße, auf der Rennstrecke und bei Nässe sowie der Verschleiß.

Ganz gleich, ob es sich um Supersport-, NakedBike-, Enduro-, Supermoto- oder Touring-Reifen handelt - hier findest du umfassende Informationen zu deinem Wunschreifen! Zusätzlich präsentieren wir in unseren umfangreichen Vergleichstests einen klaren Überblick über die besten Reifen in jeder Motorradkategorie. Unsere Motorradreifen Tests sind zu 100% objektiv und wurden in keinster Weise von großen Herstellern beeinflusst. Das Reifen-Magazin ist von Motorradfahrern für Motorradfahrer gemacht!

Hier eine Tabelle mit einigen der getesteten Reifen und ihren Eigenschaften:

Reifenmodell Kategorie Haupteinsatzgebiet Besondere Eigenschaften
Michelin Pilot Power 2CT Sportreifen Straße Guter Grip auf nassen und trockenen Fahrbahnen, hohe Maximalgeschwindigkeit
Michelin Road 5 Tourenreifen Straße Hervorragende Nasshaftung und Bremsleistung, gutes Fahrverhalten
Metzeler Roadtec Z8 Interact Rear Ganzjahresreifen Straße Guter Grip, Traktion und Kontrolle auf unterschiedlichen Straßenoberflächen
Pirelli Angel GT 2 Sommerreifen Straße Sehr guter Grip, hervorragende Haftung auf nasser Fahrbahn
Bridgestone Battlax Hypersport S21 Sommerreifen Straße Hohe Kurvenleistung und Kurvenhaltung
Dunlop Sportmax Roadsmart II Motorradreifen für Straßenfahrten Straße Hohe Laufleistung, guter Grip auf verschiedenen Fahrbahnbedingungen
Metzeler 140/80-18 TT70M MCE Ganzjahresreifen Straße und Gelände Gute Traktion auf verschiedenen Untergründen, hohe Widerstandsfähigkeit bei Nässe

Aktuelle Reifenempfehlungen für Motorräder

Die 1000PS Redaktion fährt mit vielen unterschiedlichen Reifen auf unterschiedlichen Motorrädern und gibt diese Erfahrungen mit Motorradpneus weiter. Oft wird erlebt, dass trotz des hohen technischen Standards den die Reifen bieten, Motorradfahrer auf falschen Reifen unterwegs sind, also das Anwendungsgebiet und der Reifen passen nicht zusammen. Wer kompletter Laie ist und sich an die Empfehlungen hält, hat auf alle Fälle einen sehr guten und auch richtigen Reifen am Fahrzeug.

Es ist sehr wichtig für sich mal die richtige Kategorie Reifen zu wählen. Danach kann man in der entsprechenden Zeile seinen persönlichen Favoriten wählen. Diese Liste wird einmal pro Jahr überarbeitet.

Alltagstaugliche Sportreifen des aktuellen Jahrgangs sollen bei plötzlich auftretenden Regen auf kurvigen Straßen ebenso funktionieren, wie bei einer flotten Runde auf einer Rennstrecke. Die fünf Testkandidaten der Premiumhersteller lauten Bridgestone S 22, Dunlop Sportsmart MK 3, Metzeler M9 RR, Michelin Power 6 und Pirelli IV Corsa.

Die Bewertung mit der Note „sehr gut“ erreichten der Metzeler, mit 280 Punkten; der Michelin mit 278 Punkten und der Pirelli mit 274 Punkten, also relativ nah zusammen. Der Bridgestone S22 erreichte 270 Punkte und der Dunlop 263 Punkte. Der Metzeler M9 RR ist Testsieger, da er ein sehr guter Kompromiss zwischen „Sportlichkeit und Alltag“ verkörpert.

Beim Reifentest von sechs Tourenreifen in den gängigen Größen 120/70 ZR 17 und 180/55 ZR 17 gingen die Tester der Zeitschrift Motorrad einen neuen, ungewöhnlichen Weg. Im ersten Schritt wurden alle Reifen einem Verschleißtest über 2.000 km unterzogen. Dafür spulten die Tester an fünf Tagen 2.000 Kilometer ab. Ein Grund für diese Maßnahme war, dass die getesteten Premiumreifen fast immer sehr eng in den Bewertungen beieinanderliegen.

Getestet wurden die Bridgestone Battlax T 32, Continental RoadAttack 4 GT, Dunlop Roadsmart IV GT, Metzeler Roadtec 02, Michelin Road 6 GT und Pirelli Angel GT II.

Testsieger wurde der Michelin Road 6 GT. Im Fazit der Tester wurden der geringste Verschleiß und die schnellsten Rundenzeiten im Nassen sowie ein sattes Feedback im Trockenen gelobt. Auf dem zweiten Platz mit 320 Punkten landete der Pirelli Angel GT II, der besonders für sportliche Fahrer eine Empfehlung sein soll. Auf dem dritten Platz und ebenfalls mit dem Testurteil sehr gut benotet wurde der Dunlop Roadsmart IV GT mit 315 Punkten bewertet.

Testergebnisse, Kaufberatung & Preisvergleich

  • Continental ContiRoadAttack 4: „Mit dem ContiRoadAttack 4 hat Continental einen sehr sportlichen Touren-Reifen im Angebot, der ohne Einfahrzeit schnell auf Temperatur kommt und vielseitig einsetzbar ist, mit der Tendenz zur sportlichen Gangart.“ 96 Punkte
  • Dunlop Sportmax RoadSmart III: „Sehr guter Tourensportreifen mit hoher Laufleistung bei guten Handlingund Haftungseigenschaften im Nassen wie im Trockenen.“ 94 Punkte
  • Continental ContiRoadAttack 3: „Sehr guter Tourensportreifen mit guten Handling- und Haftungseigenschaften auf nasser wie auf trockener Straße, hohe Laufleistung.“ 94 Punkte
  • Metzeler ROADTEC 01: „Guter Tourensportreifen für Kurvenräuber im Trockenen und Nassen; Laufleistung von Vorder- und Hinterradreifen sehr unterschiedlich.“ 94 Punkte
  • Michelin Road 5 Trail: „Sportlicher Reiseenduroreifen für die Straße, das Grip-/Verschleißverhältnis ist sehr gut. Ohne die Offroadbewertung spitzenklasse.“ 93 Punkte
  • Bridgestone BATTLAX-T32: „Bridgestone versprach bei der Präsentation des Battlax T32 „neue Maßstäbe“ in der Kategorie der Tourensportreifen und hat damit nicht übertrieben. Gripniveau und Feedback erinnern an einen Sportreifen, während die erreichbaren Laufleistungen einem Tourenreifen gerecht werden“ 92 Punkte
  • Pirelli Angel ST: „LangstreckenkomfortDer Pirelli Angel ST bietet hohen Komfort für lange Touren.Exzellenter GripBietet hervorragende Haftung auf verschiedenen Straßen.Lange HaltbarkeitHohe Kilometerleistung für ausgedehnte Fahrten.“ 92 Punkte
  • Bridgestone Battlax T30: „Sportlicher TourenreifenDer Bridgestone Battlax T30 bietet eine hervorragende Kombination aus sportlicher Performance und Komfort für Tourenmotorräder. Stabile FahreigenschaftenDas Profildesign sorgt für eine stabile und komfortable Fahrt.“ 92 Punkte
  • Pirelli Angel GT II: „Sehr guter Sport-/Tourenreifen mit hoher Laufleistung. Hervorragendes Nasslaufverhalten. Das Verhältnis von Grip und Laufleistung ist hervorragend.“ 91 Punkte
  • Bridgestone Battlax T30 Evo: „Sportliche StraßenleistungDer Bridgestone Battlax T30 Evo bietet exzellente Performance und Grip für sportliche Fahrten.Präzises HandlingDas spezielle Profildesign sorgt für eine stabile Kurvenlage und präzises Handling.“
  • Michelin Pilot Road 4 Trail: „Adventure- und TourenreifenDer Michelin Pilot Road 4 Trail bietet exzellente Performance und Grip für Adventure-Tourer. Stabile FahreigenschaftenDas Profildesign sorgt für eine ruhige und stabile Fahrt. Hohe LaufleistungDie widerstandsfähige Gummimischung sorgt für eine lange Lebensdauer.“
  • Michelin Pilot Road 4: „Touren- und SportreifenDer Michelin Pilot Road 4 bietet eine hervorragende Kombination aus Grip und Langlebigkeit für Tourenfahrer. Stabile FahreigenschaftenDas Profildesign sorgt für eine ruhige und stabile Fahrt.“
  • Maxxis Supermaxx ST: „Ein an und für sich guter Reifen, bei dem Maxxis hinsichtlich der Laufleistung ein ausgeglicheneres Paar auf den Markt bringen könnte.“

Motorradreifen für Hyper-Nakedbikes

In der Welt der Motorräder gibt es eine Kategorie, die sowohl durch ihre aggressive Ästhetik als auch durch ihre beeindruckende Leistung hervorsticht: die Hyper-Nakedbikes. Diese kraftvollen Maschinen, die die rohe Essenz des Motorradfahrens verkörpern, verlangen nach hochwertigen Komponenten, um ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen zu können. Einer der wichtigsten Aspekte, die die Leistung und das Fahrverhalten dieser Bikes maßgeblich beeinflussen, sind die Reifen.

Motorradreifen für Hyper-Nakedbikes müssen hohen Ansprüchen gerecht werden: Sie müssen nicht nur extremen Geschwindigkeiten und starken Beschleunigungskräften standhalten, sondern auch in der Lage sein, präzises Handling und optimale Haftung in unterschiedlichen Fahrsituationen zu bieten.

Hyper-Nakedbikes bilden die perfekte Mitte aus Supersport und Alltags-/Tourentauglichkeit. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Runden auf kurvigen Straßen und sind gleichzeitig auch ideal zum Reisen oder Pendeln. Mit der richtigen Bereifung lässt sich ein Hyper-Nakedbike optimal an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen. Ob sportliches Fahren oder komfortables Touren - die Wahl der Reifen hat einen erheblichen Einfluss auf die Fahreigenschaften des Motorrads und ermöglicht es, diese dem eigenen Stil anzupassen.

Übliche Reifengrößen von Hypernakedbikes:

Auf Hypernakedbikes kommt am Vorderrad immer die Standardgröße 120/70-17 zum Einsatz. An der Hinterachse werden je nach Baujahr und Modell Reifen der Dimensionen 190/55-17 oder 200/55-17 verwendet.

Reifen für Hyper-Nakedbikes müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen, um den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und den hohen Leistungsansprüchen dieser Motorräder gerecht zu werden:

  • Gutes Feedback und Vertrauen: Ein Reifen sollte dem Fahrer ein direktes und präzises Feedback geben. Dies schafft Vertrauen in das Motorrad und ermöglicht es, die Grenzen des Fahrzeugs sicher auszuloten.
  • Optionale Haltbarkeit für Touren: Neben den sportlichen Anforderungen sollte ein Reifen auch eine gute Haltbarkeit aufweisen, um für längere Touren geeignet zu sein.

Durch die richtige Reifenwahl können Fahrer das volle Potenzial ihres Hyper-Nakedbikes ausschöpfen und die Fahrdynamik genau an ihre persönlichen Vorlieben und den jeweiligen Einsatzzweck anpassen.

Sportreifen für Hyper-Nakedbikes

Sportreifen für Hyper-Nakedbikes sind speziell darauf ausgelegt, den hohen Leistungsanforderungen und dem dynamischen Fahrverhalten dieser leistungsstarken Maschinen gerecht zu werden. Bei der Auswahl solcher Reifen stehen insbesondere zwei Faktoren im Vordergrund: Grip und Feedback. Ein hoher Grip ist entscheidend, um die kraftvollen Beschleunigungen und hohen Geschwindigkeiten sicher auf die Straße zu bringen und bei Kurvenfahrten eine präzise Kontrolle zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist das Feedback, das der Reifen dem Fahrer gibt. Es ermöglicht eine exakte Wahrnehmung des Fahrverhaltens und der Haftungsgrenzen, was besonders in sportlichen Fahrsituationen von Vorteil ist. Sportreifen sollten zudem über eine ausgezeichnete Stabilität verfügen, um ein sicheres Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten und aggressiven Lenkbewegungen zu bieten.

Empfehlungen:

  • Bridgestone Battlax RS 11: Der Reifen kombiniert Stabilität und Agilität auf optimale Weise und harmoniert perfekt mit der sportlichen Ausrichtung der S1000R. Mit einem hervorragenden Gripniveau auf höchstem Niveau und einer schnellen Temperaturaufnahme, die konstant gehalten wird, überzeugt der RS 11 auf ganzer Linie. Einziger Nachteil ist der rapide Verschleiß am Hinterrad sowie das extreme Verschleißbild, das leider nicht zu übersehen ist.
  • Bridgestone Battlax S23: Der Battlax S23 rangiert knapp unter dem RS11 und überzeugt durch seine deutlich längere Haltbarkeit, während er dennoch ein hohes Sportniveau beibehält. Besonders hervorzuheben ist der exzellente Nassgrip, der in dieser Klasse seinesgleichen sucht. Der S23 passt perfekt zur BMW S1000R sowie zur KTM 1290 Super Duke und vielen anderen Motorrädern dieser Kategorie.
  • Michelin Power GP 2: Der Power GP 2, eine Neuerscheinung von 2024, besticht durch seine hohe Agilität und hervorragende Fahrbarkeit über das Vorderrad. Er bietet eine solide Haltbarkeit und ein hohes Gripniveau, was ihn zur idealen Wahl für Fahrer macht, denen der Power 6 zu lasch erscheint. Im Straßeneinsatz erweist sich der Power GP 2 als besser geeignet als der Power Cup 2, da er vielseitigere Allround-Eigenschaften und ein besseres Temperaturverhalten bietet.
  • Michelin Power Cup 2: Der Power Cup 2 ist ein extrem sportlich ausgelegter Reifen, der speziell für die Rennstrecke konzipiert wurde. Auf der Straße hat er jedoch Schwierigkeiten, die optimale Temperatur zu erreichen und diese zu halten. Das Gripniveau entfaltet sich erst, wenn der Reifen warm ist und bei gutem Wetter gefahren wird, dann aber auf einem extrem hohen Niveau. Bei Nässe und kalten Temperaturen zeigt der Reifen Schwächen.
  • Metzeler Sportec M9 RR: Der Sportec M9 RR ist ein exzellenter Allroundreifen, der unter allen Bedingungen zuverlässig funktioniert. Er harmoniert besonders gut mit der BMW S1000R und überzeugt auch bei Nässe sowie in einem breiten Temperaturbereich. Darüber hinaus eignet sich der Reifen auch zum Touring, da er selbst auf Hypernakeds eine bemerkenswerte Haltbarkeit aufweist.
  • Pirelli Rosso Corsa II: Der Rosso Corsa II ist ein exzellenter Reifen, der zudem preiswert ist. Er besticht durch seine hohe Agilität und das gute Feedback am Vorderrad. Mit viel Grip und einer kurzen Aufwärmzeit bietet er eine solide Laufleistung. Auch bei Nässe funktioniert der Rosso Corsa II relativ gut, da der Slickbereich nicht so breit ist wie bei anderen Modellen. Insgesamt ist er ein sehr guter Hypersportreifen für die Straße, der auch an kühleren Tagen nicht versagt und stets guten Grip liefert.
  • Pirelli Rosso IV Corsa: Der Rosso IV Corsa, als Nachfolger des Corsa II, macht alles ein bisschen besser und wird den Corsa II in den nächsten Jahren ablösen. Die Verbesserungen sind besonders beim Kaltlauf, bei Nässe und beim allgemeinen Grip deutlich spürbar. Grundsätzlich ist er ein würdiger Nachfolger, der in allen Bereichen optimiert wurde. Allerdings kommt diese gesteigerte Performance auch mit einem leicht höheren Preis.
  • Pirelli Supercorsa SP V4: Der Supercorsa SP V4 ist der neueste Ableger der Hypersportreifen mit Rennstreckentauglichkeit und positioniert sich über dem Rosso IV Corsa. Dieser exzellente Reifen harmoniert sehr gut mit der BMW S1000R. Der SP V4 ist äußerst agil, besitzt ein annehmbares Wärmeverhalten und bietet Grip ohne Ende. Im Vergleich zum Power Cup 2 ist der Supercorsa SP V4 etwas besser für die Straße geeignet.
  • Continental RaceAttack 2 Street: Der RaceAttack 2 Street ist der sportlichste Reifen mit Straßenzulassung aus dem Hause Continental. Er überzeugt durch ein gutes Wärmeverhalten und massig Grip, was ihn auch für den Einsatz auf der Rennstrecke im Einstiegsbereich geeignet macht. Insgesamt bietet der RaceAttack 2 Street viel Feedback und Vertrauen und kann auf ganzer Linie überzeugen. Einziger Wermutstropfen ist die nicht ideale Laufleistung.

Hyper-Touring-Reifen

Hyper-Touring-Reifen für sind darauf ausgelegt, eine Balance zwischen sportlicher Performance und Langstreckenkomfort zu bieten. Diese Reifen vereinen die Griffigkeit und Stabilität von Sportreifen mit der Haltbarkeit und dem Fahrkomfort, die für längere Touren erforderlich sind. Ein zentrales Merkmal von Hyper-Touring-Reifen ist ihre ausgewogene Haftung sowohl auf trockenen als auch auf nassen Straßen, die für sicheres Fahren unter verschiedenen Bedingungen sorgt. Die optimierte Profilgestaltung sorgt für eine gute Wasserableitung und reduziert das Risiko von Aquaplaning. Neben dem Grip bieten diese Reifen auch eine erhöhte Laufleistung, was sie ideal für lange Reisen macht. Die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten und der erhöhte Komfort durch eine angepasste Gummimischung und Dämpfungseigenschaften tragen dazu bei, dass der Fahrer auch auf langen Strecken eine entspannte und sichere Fahrt genießen kann.

Empfehlungen:

  • Pirelli Angel GT II: Der Angel GT II ist ein hervorragender Tourenreifen mit sportlicher Auslegung. Er besticht durch ein tolles Wärmeverhalten und guten Nassgrip, was ihn sowohl sportlich als auch komfortabel zu fahren macht. Besonders gut passt er zur KTM 1290 Super Duke, wenn man sportliche Touren unternehmen möchte.
  • Dunlop RoadSmart IV SP: Der RoadSmart IV SP ist ein Hyper Touring Reifen, der fast schon in Richtung Supersport geht und dennoch bei kühlen Temperaturen und nassen Bedingungen hervorragend funktioniert. Er vereint das Beste aus beiden Welten und zählt zu den sportlichsten Hyper Tourenreifen auf dem Markt. Einziger Wermutstropfen ist die etwas geringere Laufleistung von rund 5.000 km auf Hypernakeds.
  • Metzeler Roadtec 02: Der Roadtec 02, eine exzellente Neuerscheinung für die Saison 2024, verbindet Tourensport und Hypersport gekonnt in einem Reifen. Dank seines Profildesigns schaltet der Reifen förmlich um und ist in Schräglage einem M9RR fast ebenbürtig. Der Roadtec 02 überzeugt mit gutem Kaltlauf und Wärmeverhalten, hohem Grip im Trockenen und gutem Nassgrip.
  • Continental RoadAttack 4: Der RoadAttack 4 ist einer der besten Sport-Tourenreifen auf dem Markt, der schon deutlich in Richtung Hypersport geht. Er bietet eine solide Haltbarkeit mit viel Feedback und hohem Grip in allen Situationen. Generell ist er einer der besten Reifen im gesamten Segment für Tourenfahrer, die sportlich unterwegs sein wollen. Der RoadAttack 4 ist einer unserer Favoriten und passt perfekt zu allen Hypernakeds.
  • Michelin Power 6: Der Power 6 ist eigentlich ein Sportreifen, für uns aber eher im Segment Hyper-Tourer einzuordnen. Er lässt sich hervorragend als Tourenreifen einsetzen, da er eine hohe Haltbarkeit und guten Nassgrip bietet. Zudem funktioniert er exzellent an kühlen Tagen. Das Gripniveau entspricht dem eines Supersportreifens, kombiniert jedoch auch die Eigenschaften eines Tourenreifens.
  • Dunlop SportSmart Mk4: Der Dunlop SportSmart Mk4 ist ein straßenorientierter Hypersportreifen, der speziell für Sportmotorräder entwickelt wurde und erhebliche Verbesserungen in Präzision, Rückmeldung und Nasshaftung bietet. Als Nachfolger des beliebten SportSmart Mk3 überzeugt der Mk4 mit einer optimierten MultiTread-Technologie, die eine haltbare mittlere Mischung mit weicheren Schultern kombiniert. Dies sorgt für hervorragende Kurvenhaftung und Stabilität bei jeder Schräglage. Besonders bei nassen Bedingungen glänzt der Reifen mit einer um 20 % verbesserten Traktion auf rutschigen Oberflächen.

Bei der Wahl des richtigen Reifens für Ihr Motorrad sollten Sie stets Ihre individuellen Bedürfnisse und Fahrgewohnheiten berücksichtigen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie das optimale Fahrerlebnis genießen und gleichzeitig Ihre Sicherheit gewährleisten.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0