Beste Motorrad Schutzkleidung im Test: Sicherheit und Komfort für jeden Fahrer

Qualitativ hochwertige Verarbeitung, ausgewählte Materialien und ein modisches Design sind die wichtigsten Aspekte, nach denen ein großes Sortiment für Motorradbekleidung zusammengestellt wird. Aus diesem Grund setzen viele Artikel auf Testsieger, die von den Experten der Fachpresse empfohlen werden. Schutzkleidung auf dem Motorrad ist ein absolutes Muss, denn sie sorgt für die nötige Sicherheit - egal, wohin die Straße einen führt.

Warum braucht man Schutzkleidung fürs Motorrad?

Schutzkleidung für Motorradfahrer:innen ist aus einem wichtigen Grund unerlässlich. Im Vergleich zu Autofahrer:innen sind Biker:innen bei einem Unfall viel stärker gefährdet, da sie keine schützende Karosserie um sich haben. Daher bergen Kollisionen, aber auch Stürze bei nasser oder rutschiger Fahrbahn ein hohes Verletzungsrisiko. Die richtige Schutzkleidung kann schwere Verletzungen wie Schürfwunden, Knochenbrüche und innere Verletzungen verhindern oder zumindest abmildern.

Worauf sollte man bei Motorrad-Schutzkleidung achten?

Wenn es darum geht, sich im Falle eines Unfalls oder Sturzes zu schützen, sind verschiedene Eigenschaften der Schutzkleidung entscheidend. Besonders wichtig ist die Abriebfestigkeit. Sie vermeidet bei einem Sturz schweren Schürfwunden und Verbrennungen durch Reibung auf dem Asphalt. Zudem muss gute Schutzkleidung dafür sorgen, dass man bei einem Aufprall abgefedert wird. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn Fahrer:innen etwa bei einem Aufprall vom Motorrad auf die Straße oder gegen die Leitplanke oder ein Fahrzeug geschleudert werden. Kleidung mit genügend Stoßdämpfung kann in solch einem Szenario besser vor Knochenbrüchen und inneren Verletzungen schützen.

Beim Kauf von Motorrad-Schutzkleidung ist daher auf folgende Merkmale zu achten:

  • Vollumfänglicher Schutz: Die Kleidung sollte das komplette Schutzrepertoire abdecken und vor Abschürfungen wie Aufprallen schützen. Daher sind abgestimmte Kombinationen verschiedener Kleidungsstücke wichtig.
  • Tragekomfort: Schutz hilft nur, wenn er bequem sitzt. Zu enge Kleidung zwickt und stört. Zu weit darf die Kleidung allerdings auch nicht sein. Sie flattert sonst störend im Wind oder löst sich bei einem Unfall.
  • Atmungsaktivität: Schutzkleidung muss im Sommer wie Winter getragen werden können. Daher ist Atmungsaktivität insbesondere im Sommer wichtig. Herausnehmbare Innenfutter machen eine Jacke zum Beispiel auch ganzjahrestauglich.

Motorradhandschuhe im Check

Ein wichtiges Element der Schutzkleidung stellen Handschuhe dar. Sie verbessern nicht nur den Grip und die Kontrolle über Lenkung, Bremse und Schaltung des Motorrads, sondern sorgen auch für Schutz bei Unfällen. Viele Handschuhe sind mit Protektoren an den Knöcheln und Handflächen ausgestattet, die die Aufprallenergie bei einem Sturz absorbieren und gleichzeitig vor Abschürfungen schützen.

Empfohlene Motorradhandschuhe:

  • Natra Motorradhandschuhe: Diese sind aus Ziegenleder gefertigt und in verschiedenen Größen von S bis 3XL verfügbar. Die Handschuhe haben laut Hersteller für einen besseren Tragekomfort ein weiches Innenfutter. Zudem sorgt ein Klettverschluss für einen sicheren Halt des Handschuhs an der Hand. Interessantes Feature: Die Fingerkuppen von Zeigefinger und Daumen sind so beschichtet, dass sich Smartphones und Motorradnavis bedienen lassen.
  • Weber Werkeholics Handschuhe Motocross Enduro: Die Handschuhe von Weber sind vor allem für Fahrten im Gelände oder auf dem Motocross-Bike geeignet. Die gepolsterten Innenflächen und die Silikonbeschichtung sollen für einen guten Grip und ein angenehmes Tragegefühl sorgen. Außerdem lässt sich der Handschuh mithilfe eines Klettverschlusses einstellen. Die Motorradhandschuhe sind in vier verschiedenen Farben sowie in den Größen S bis XXL verfügbar.

Empfehlung: Motorradhelme

Unerlässlich ist auch ein Motorradhelm, der den aktuellen Normen entspricht. Dieser kann den Kopf und Genick vor schweren Verletzungen bei Unfällen schützen und somit lebensrettend sein. Zudem ist das Tragen eines Helms in Deutschland während der Fahrt auf einem Motorrad gesetzlich vorgeschrieben.

Empfohlene Motorradhelme:

  • Hecht Jethelm: Der Hecht Jethelm verfügt über ein herausnehmbares und atmungsaktives Innenpolster und ist mit zwei Designs in je fünf Größen verfügbar. Der Helm ist mit einem klappbaren, großen Visier und einer separaten Sonnenblende ausgestattet und nach ECE R22-05 zugelassen.
  • Westt Klapphelm: Der Westt Klapphelm besitzt eine getönte Sonnenblende und ein Antibeschlag-beschichtetes Visier. Er verfügt außerdem über drei Belüftungspunkte und ein geringes Gewicht von nur 1550 g, was zusammen mit der Polsterung für hohen Tragekomfort sorgt. Der Helm ist mit einem Schnellverschluss ausgestattet und wurde nach dem aktuell gültigen Prüfverfahren ECE R 22.5 getestet.

Jacke für das Motorrad

Eine Motorradjacke bietet Polsterungen und Protektoren an kritischen Stellen wie Schultern, Ellbogen und Rücken, die den Aufprall abmildern und Abrieb verhindern. Zudem schützt sie vor Wind, Regen und Kälte, was Komfort und Sicherheit während der Fahrt erhöht.

Empfohlene Motorradjacke:

  • Leather point Rebstock Motorradjacke mit Protektoren: Die wasserdichte und winddichte Motorradjacke von Leather point besteht aus 600D Polyester mit Teflonbehandlung und bietet dank ihres herausnehmbaren Futters Schutz bei jedem Wetter. Vier Belüftungstaschen mit Reißverschluss und Meshgewebe sorgen für ausreichend Luftaustausch unter der Jacke. Außerdem verfügt die Jacke über zahlreiche Reflektoren, sieben Außentaschen und drei Innentaschen sowie CE geprüfte Protektoren am Rücken, den Ellbogen und der Schulter.

Aufprallschutzwesten für mehr Sicherheit

Eine Aufprallschutzweste für Motorradfahrer:innen bietet zusätzlichen Schutz, indem sie den Oberkörper bei einem Unfall vor schweren Verletzungen bewahrt. Diese Westen sind mit speziellen Polstern und oft auch mit aufblasbaren Airbags ausgestattet, die sich bei einem Aufprall blitzschnell entfalten.

Empfohlene Aufprallschutzwesten:

  • Pellor Aufprallschutzweste: Die Pellor Aufprallschutzweste besteht aus einem umweltfreundlichen PE-Kunststoffmantel, der die Weste langlebig machen soll. Die Weste schützt Brust, Rücken, Taille und weitere wichtige Körperteile bei einem Unfall oder Sturz.
  • Humnzr Airbag Weste: Die Schutzweste von Humnzr besitzt einen integrierten Airbag. Die Weste besteht aus 600D Oxford-Polyester sowie Mesh und soll strapazierfähig sowie atmungsaktiv sein. Der CE-zertifizierte PE-Rückenprotektor soll bei einem Unfall empfindliche Körperteile schützen.

Rückenprotektoren und weitere Rüstung

Panzerungen sind essenziell, da sie den Körper bei Unfällen vor schweren Verletzungen schützen. Besonders der Rücken sollte für den Ernstfall bestmöglich geschützt werden.

Empfohlene Rückenprotektoren:

  • Alpinestars Nucleon Flex PROi Motorrad Rückenprotektor: Der Alpinestars Nucleon Flex PROi Rückenprotektor besteht aus einem Hybridstoff aus Nucleon-Cell und Nucleon-Flex, kombiniert mit Softtouch 3D Mesh auf der Rückseite. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen unter anderem das geringe Gewicht, die Gitterstruktur für zusätzliche Atmungsaktivität und ein adaptiver Sitz, der eine gute Passform gewährleistet.
  • Super Shield 834 Rückenprotektor: Ebenfalls empfehlenswert ist der Super Shield Rückenprotektor. Der Rückenprotektor ist nach EN 1621-2:2014 geprüft und Level 2 (maximale Verkehrssicherheit) zertifiziert. Neben seinem geringen Gewicht sorgen der Taillengurt und die verstellbaren Elastikträger für einen optimalen Sitz.

Empfehlenswerte Motorradhosen

Im Falle eines Sturzes auf dem Motorrad sollte jeder Körperteil bestmöglich geschützt sein. Die Hose sollte mindestens an den Knien und idealerweise auch an der Hüfte gepanzert sein, damit sie optimalen Schutz der Beine gewährleisten kann.

Empfohlene Motorradhosen:

  • L&J Motorradhose mit Protektoren: Die L&J Motorradhose verfügt über herausnehmbare Protektoren an Knie und Hüfte sowie ein herausnehmbares Innenfutter. Sie ist wasser- und windabweisend, dennoch atmungsaktiv und bietet hochwertige Reiß- und Klettverschlüsse. Durch den Verbindungsreißverschluss hinten ist sie außerdem kombigeeignet.
  • Texpeed Motorradhose mit Protektoren: Die Texpeed Motorradhose besteht aus wasserdichtem Cordura und verfügt über ein herausnehmbares, waschbares Polyfil-Steppfutter. Sie verfügt zudem über entfernbare CE-Protektoren an Knien und Hüfte sowie elastische Einsätze an Knie und Taille.

Empfohlene Motorradstiefel

Motorradstiefel sind unerlässlich, weil sie den Fuß und Knöchel vor Verletzungen schützen, die bei Unfällen oder Stürzen auftreten können. Sie bieten robusten Schutz gegen Aufprall und Abrieb und stabilisieren den Fuß und das Sprunggelenk.

Empfohlene Motorradstiefel:

  • O'Neal Motorradstiefel: Die O'Neal Motorradstiefel bieten innere und äußere Protektion für den Knöchelbereich und die Schaltzone am Fuß, eine metallverstärkte Innensohle und guten Grip dank Anti-Rutsch-Sohle.

Ist Motorradfahren ohne Schutzkleidung erlaubt?

Die überraschende Antwort auf die Frage, ob Motorradfahren auch ohne Schutzkleidung erlaubt ist, lautet ja. Ausgenommen vom Motorradhelm, der laut StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) pflichtmäßig getragen werden muss, sind alle weiteren Protektoren, ob Aufprallschutzwesten oder spezielle Stiefel, freiwillig. Dennoch wird das Tragen schützender Motorradkleidung ausdrücklich empfohlen. Den während Autofahrer:innen sich auf Airbags und Sicherheitsgurte verlassen können, haben Biker:innen keine passiven Sicherheitssysteme ab Werk auf dem Motorrad. Um schwere oder gar tödliche Verletzungen bei einem Sturz oder Unfall bestmöglich zu vermeiden, müssen Motorradfahrer:innen demnach selbst tätig werden. Um den gesamten Körper zu schützen ist es daher sinnvoll, neben dem Helm auch solide Stiefel, Handschuhe, gepolsterte Hosen und Jacken sowie mindestens einen Nierengurt zu tragen.

In einer Situation ist Schutzkleidung Pflicht: beim Führerscheinerwerb. Sowohl bei den Fahrstunden als auch während der praktischen Führerscheinprüfung der Klassen A, A1 und A2 müssen angehende Biker:innen stets in voller Motorrad-Schutzmontur eingekleidet sein. Diese umfasst einen Motorradhelm nach aktueller Norm, Motorradstiefel, Handschuhe, eine eng anliegende Motorradjacke, einen Rückenprotektor (sofern nicht Teil der Jacke) sowie eine Hose. Erscheinen Fahrschüler:innen ohne oder mit nur einem Teil der geforderten Schutzausrüstung, können Fahrstunden oder die Prüfungsfahrt verweigert werden.

Wie pflegt man Motorradschutzkleidung richtig?

Textilkleidung kann meist per Handwäsche oder im Schonwaschgang in der Waschmaschine gewaschen werden. Ein Imprägnierspray kann außerdem dafür sorgen, dass die Textilkleidung ihre wasserabweisenden Eigenschaften behält. Lederkleidung sollte dagegen ausschließlich mit einem feuchten Tuch abgewischt und mit speziellem Lederreiniger behandelt werden. Nach der Reinigung sollte die Kleidung ohne direkte Sonneneinstrahlung an der Luft getrocknet werden, um Materialschäden zu verhindern.

Eine gute Motorrad Kombi muss nicht teuer sein

Eine gute Motorrad Kombi muss nicht teuer sein - für den Einstieg gibt es schon mit Sicherheit eine Motorrad Kombi unter 500 Euro. Ein gesundes Budget für eine Motorrad Kombi sind 500 Euro. Damit erhält man bereits eine gute Kombination aus Motorradjacke und Motorradhose, mit der man die nächsten Jahre sicher unterwegs ist und Spaß hat.

Es empfiehlt sich bei der Auswahl der Motorrad Schutzkleidung zum Einstieg sowohl Jacke wie auch Hose von einem Hersteller zu kaufen - hier ist zumeist sichergestellt, dass sich beide Kleidungsstücke mit einem Verbindungsreißverschluss fügen lassen. Diese Verbindung schützt im Fahrbetrieb vor Zugluft am Rücken und den Nieren.

Als Empfehlung für eine günstige Motorrad Kombi für Einsteiger im Allround-Segment hält motoin die Jacke “Antaris” und die Hose “Baxley Base” bereit. Beide von der deutschen Motorradbekleidungsmanufaktur Held aus dem Allgäu.

  • Die Held Antaris Jacke ist aus robustem 500 D Polyamidmaterial und mit einem atmungsaktiven Mesh-Innenfutter ausgekleidet. Ihre herausnehmbare Thermoweste hält warm, die Z-Liner-Membran im Zweifelsfall trocken, Belüftungsreißverschlüsse an der Brust sorgen im Sommer für Kühlung. An den Gelenken sind CE-Protektoren Level 1 integriert, hier ist auch das Außenmaterial zusätzlich verstärkt. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden.
  • Die Held Baxley Base Textilhose bietet die optimale Ergänzung zur Antaris Jacke. Für das perfekte Fitment ist sie sogar in Lang- und Kurzgrößen erhältlich. Als Außenmaterial wurde ebenfalls 500 D Gewebe verwendet, sie besitzt ein atmungsaktives Mesh-Innenfutter und für den Nässeschutz sorgt auch hier eine Z-Liner-Membran. An den Knien sind Level 1 Protektoren verbaut, Hüftprotektoren sind Geschmackssache und können optional nachgerüstet werden.

Auch wenn die klassische Tourenkombi technisch viele Vorteile bietet, muss es nicht zwangsläufig dieses Einsteiger-Outifit sein. Wer auf den Faktor Dichtigkeit verzichten kann, wird auch im Bereich Urban/ Lifestyle mit 500 Euro Budget fündig - und spielt hier bereits im mittleren Preissegment.

Als Beispiel fällt die Wahl der Motorradjacke heute auf die “Drift Camo” von Bering. Im Stil einer Softshell-Jacke bietet sie eine wasserfeste Membran und ein herausnehmbares Innenfutter - bleibt dabei optisch unauffällig und kaum als Motorradjacke zu identifizieren.

In der Schutzklassen-Einteilung spielt die Motorrad Cargohose “Defender Mono” von John Doe in der ersten Liga mit. AAA-Schutzlevel schaffen sonst nur Lederkombis mit entsprechender Abriebfestigkeit. Um dieses hohe Maß an Sicherheit zu generieren, wird der Stoff der Defender Mono in einem speziellen Verfahren verwebt. Die Hose kommt so nur mit einer Textillage aus. Dennoch ist die Motorradhose mit einem hohen Stretch-Anteil ausgestattet und daher sehr komfortabel. Nützlich sind neben den Front- und Gesäßtaschen die seitlichen Cargotaschen an den Oberschenkeln.

Bei der Bering Drift Camo Motorradjacke reicht das Größenangebot von S bis 4 XL, die Defender Mono von John Doe ist in normalen Jeansgrößen von 25/30 bis 38/36 erhältlich.

Um eine Lederkombi günstig zu erstehen, lohnt ein Blick in den Angebots- und Restposten-Bereich. Sind tatsächlich zum Anfang des Motorradlebens schon Sport- oder Renntrainings geplant, sollte es ein Einteiler sein, bildet doch die Verbindungsstelle von Jacke zu Hose beim Zweiteiler eine natürlich Schwachstelle.

Exemplarisch haben wir die zweiteilige IXS Sport RS-700 1.0 Lederkombi herausgesucht. Sie liegt im Angebot unter 500 Euro und ist in verschiedenen Größen- und Farbvarianten erhältlich. Aus vollnarbigem Rindsleder gefertigt ist sie im Race-Cut geschnitten, besitzt also eine vorgekrümmte Passform ideal für aktuelle Sportmotorräder. Lederdopplungen befinden sich an den exponierten Stellen wie Schultern, Ellbogen, Gesäß und an den Knien. Eine optimale Beweglichkeit garantieren Stretch-Einsätze an den Innenarmen, Achseln, Kniekehlen und im Schrittbereich. An Schultern, Ellbogen und Knien sind Level 2 Protektoren verbaut, auch ist im Lieferumfang ein Rückenprotektor gleicher Schutzklasse enthalten. Für die Hüften sind Level 1 Protektoren integriert, die etwas weniger auftragen. Tribut an den sportlichen Ansatz zollen die serienmäßigen Knieschleifer.

Besonders empfehlenswert sind Touring-Zweiteiler aus Textil, die durch Vielseitigkeit, Schutz und Komfort überzeugen - wie die Kombination aus Held Antaris Jacke und Baxley Base Hose. Wer mehr Wert auf stylisches Design legt, findet mit der Bering Drift Camo Jacke und der AAA-zertifizierten John Doe Defender Mono Hose eine trendige, aber dennoch schützende Lösung. Und selbst sportliche Lederkombis wie die IXS Sport RS-700 1.0 lassen sich mit etwas Glück im Angebot bis 500 Euro ergattern.

Textil oder Leder?

Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders.

Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.

Schutzpolster und Protektoren

Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall.

Und wo sollte ein sicherer Motorradanzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.

Tipps zur Anprobe

Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist. Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren.

Dabei kontrollieren: Drücken Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich? Dann ein prüfender Blick auf Reißverschlüsse und Nähte: Sind sie stabil? Grundsätzlich gilt: Viele Nähte, viele Schwachstellen!

Bußgeld bei nicht geeignetem Helm

Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird.

Unfall ohne Schutzkleidung

Obwohl gesetzlich - anders als bei der Helmpflicht - das Tragen von Motorradschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zu beobachten, schuldlos geschädigten Motorradfahrern wegen des Nichttragens von Schutzkleidung Ansprüche zu kürzen.

5 Sicherheits- und Schutzstandards AAA, AA, A, B und C

Motorradbekleidung wird seit ein paar Jahren nach 5 Schutzstandards zertifiziert. Mithilfe der fünf Klassen, dargestellt durch die Buchstaben AAA, AA, A, B und C, können sich Käufer und Käuferinnen einen schnellen Überblick verschaffen, was die Klamotte leisten kann:

  • C steht für reinen Aufprallschutz
  • B für reinen Abriebschutz
  • A für beides zusammen - geprüft und zertifiziert nach der Euro-Norm EN 17092-2 (bis 6): 2020.

Beim kombinierten Abrieb-/Aufprallschutz ist Klasse A quasi die Freizeitklamotte, die den höchsten Tragekomfort bietet, allerdings auch die niedrigste Schutzstufe.

Anders sieht es bei Händlern und Herstellern aus, die in ihrem Angebot nun nur noch nach EN 17092 zertifizierte Schutzkleidung als Motorradbekleidung anbieten dürfen. Bisher war eine CE-Kennzeichnung ausreichend, um Ware in Umlauf bringen zu dürfen.

Testergebnisse, Kaufberatung & Preisvergleich

Hier eine Übersicht von getesteten Motorradjacken:

Produkt Bewertung Günstigster Preis (ungefähr)
Touratech Compañero ULTIMATE 97 Punkte 1.999,00 Euro
Touratech Compañero Rambler 96 Punkte 549,51 Euro
Spidi Allroad H2Out 96 Punkte 501,42 Euro
Stadler Free Sport Pro 96 Punkte 1.438,98 Euro
Rukka Rapto-R 96 Punkte 989,95 Euro
Rukka Realer 96 Punkte 936,70 Euro
Stadler Tour Evo 95 Punkte 1549,00 Euro (UVP)
Stadler Treasure Pro 95 Punkte 1.549,00 Euro
iXS HORIZON-GTX 94 Punkte 450,00 Euro
Rukka Armagate 93 Punkte 670,10 Euro
Spidi Mission-T H2Out 93 Punkte 519,95 Euro
Spidi Hard Track 3 H2Out 92 Punkte 509,92 Euro
Modeka Hydron 92 Punkte 264,44 Euro
Büse Porto 92 Punkte 199,95 Euro
Modeka Panamericana 92 Punkte 283,41 Euro
Spidi Frontier 91 Punkte 305,92 Euro
iXS Tour LT Montevideo-Air 2.0 91 Punkte 59,00 Euro
Büse Open Road Evo 90 Punkte 51,24 Euro
Held Luca 90 Punkte 249,95 Euro

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