Die Beste Protektorenjacke Motorrad im Test

Beim Endurofahren ist eine hochwertige Schutzausrüstung unerlässlich. Ortema ist eine bekannte Marke, wenn es um Nackenschutz und Protektorenjacken geht. Kürzlich wurde die neue Ortema Ortho-Max Duo Protektorenjacke beim Adventure Camp von EnduroXperience im Mammutpark getestet.

Ortema Ortho-Max Jacket Duo: Ein Must-Have für Endurofahrerinnen?

Die Ortema Ortho-Max Duo Protektorenjacke hat nun den Brustpanzer Level 2 integriert. Die haptische Qualität und die Verarbeitung der Jacke waren ausgezeichnet. Die Protektoren können dank der leichtgängigen Reißverschlüsse zum Waschen ganz einfach entfernt werden.

Komfort und Passform

Beim Enduro-Training trug sich die Jacke sehr bequem und behinderte die Bewegungen keineswegs. Es gibt einen höhenverstellbaren Nierengurt mit starkem Klettverschluss, womit ein fester, körpernaher Sitz auch beim bewegungsintensiven Endurofahren garantiert war. Unten am Rand der Jacke entlang ist es innen gummiert, damit sie nicht einfach hochrutscht. Auch der Nackenschutz von Ortema saß perfekt.

Das Packmaß der Jacke ist auch etwas geringer als das bisherigen Modells. Die Protektoren können dank der leichtgängigen Reißverschlüsse zum Waschen ganz einfach entfernt werden. Ein Mitfahrer erzählte, dass er die Protektorenjacke auch beim Endurofahren getragen hatte und nach dem Mittagessen hat er sie dann überall gesucht, bis er merkte, dass er sie immer noch anhatte.

Immer wieder wurde beobachtet, dass die Motorradfahrerinnen und Fahrer ihre Jacken in den Pausen angelassen hatten. Ortema bietet mit der „Ortho-Max Enduro“ eine sehr leichte Protektorenjacke an. Die Protektorenjacke ist extrem leicht und besteht aus strapazierfähigem sowie besonders atmungsaktivem Trägermaterial.

Schutz und Sicherheit

Herzstück ist der Rückenprotektor aus einem neuartigem Memoryschaum, der für perfekte Schlagdämpfungswerte sorgt. Ein spezieller Durchschlagschutz schützt die Wirbelsäule zusätzlich vor spitzen und scharfen Gegenständen. Schulter-, Brust- und Rückenprotektor sind herausnehmbar. Weitere, maximal luftdurchlässige und herausnehmbare Pads im Brust- und Schulterbereich sowie ein fest integrierter Rippenschutz sorgen für einen Rundumschutz des Oberkörpers. Der höhenverstellbare, integrierte Nierengurt lässt sich über einen Klettverschluss individuell anpassen und körpernah fixieren.

Die Ortema Protektorenjacke Ortho-Max Jacket Duo überzeugt durch Passform, Tragekomfort, Schutz und hochwertige Verarbeitung. Die Protektorenjacke ist im Vergleich zu anderen Modellen sehr leicht, somit merkt man sie beim Fahren so gut wie nicht. Sie lässt sich auch schnell und gut an und ausziehen. Vom Material her auch super und angenehm zu tragen. Beim Fahren ist nichts verrutscht und es hat auch nichts gerieben.

Normen und Zertifizierungen

In den Normen (Gelenkprotektoren: 1621-1, Rückenprotektoren: 1621-2, Brustprotektor 1621-3) wird definiert, wieviel Kraft ein Protektor noch auf die Gelenke bzw. Gelenkprotektoren dürfen max. 35 kN Restkraft durchlassen/übertragen, Rückenprotektoren (Level 1) max. 18 kN, (Level 2) max.

Weitere Empfehlungen und Testberichte

Brust-Rückenprotektoren für Motorradfahrer verbinden den Schutz von Brust- und Rücken, denn der Brustbereich ist mindestens genauso schützenswert wie der Rücken, wie die aktuelle Unfallforschung zeigt.

MOTORRAD-Urteil: Sehr Gut

Das Body Protection Set hat Offroad-Charakterzüge, eignet sich mit Nierengurt und dank komfortablem Schaum jedoch auch für Tourer. Leicht und kaum spürbar passt es sich dem Körper an, zudem: Made in Germany.

Weitere Getestete Modelle

  • Held Keltor: Bietet ein umfangreiches Gesamtpaket an Protektoren und sitzt eng, aber komfortabel unter der Motorrad-Klamotte. Geeignet für tourenlastiges Textil sowie knackig enges Leder.
  • Alpinestars Nucleon KR-1 Cell & KR-C: Eine praktische Lösung, zwei Schutzbereiche zu verbinden. Durch die flache Bauweise eignet sie sich gut für sportliches Fahren mit enger Lederkombi.
  • Forcefield EX-K Harness Flite: Das Schutzgeschirr erzielte die zweitbesten Werte bei der Schlagdämpfung und punktet mit einem sehr großen Abdeckungsbereich.
  • Icon D30 Vest: Mischt zur Dämpfung viskoelastisches Schaummaterial mit klassischer Hartschale. Trotz des massiven ersten Eindrucks trägt sich die Kombination allerdings wunderbar komfortabel und sitzt einfach gut.
  • Rukka Kastor AFT: Die Weste Kastor AFT ist eindeutig der Sieger in Sachen Komfort. Auch die Schlagwerte sind sehr gut.
  • Spidi Defender Back & Chest: Eine flache, leichte Kombination, geeignet nicht nur für sportliche Sitzpositionen.
  • Zandona Soft-Active Vest PRO X6: Sowohl das leichteste als auch das Modell mit den besten Schlagdämpfungswerten. Die Zertifizierung des Brustschutzes gegen Steinschlag ruft unter anderem nach Offroad.

Protektorenwesten im Vergleich

Eine detaillierte Vergleichstabelle bietet einen Überblick über verschiedene Protektorenwesten:

Modell Art des Schutzes Vorteile Nachteile
Wildken Protektorenjacke Weichschaum Atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz, anpassbare Passform Protektoren nicht geprüft
Safe Max® Protektorenjacke Keine Herstellerangabe Sehr leicht, Einsatz als Unterbekleidung Keine verstellbaren Gurte
Ortema ORTHO-MAX Jacket Weichschaum Atmungsfreundlich, leicht zu reinigen, integrierter Nierengurt Relativ kurzer Brustprotektor
O'Neal Protektoren-Jacke Kinder Weichschaum Auch für Kinder geeignet, atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz Protektoren nicht geprüft, keine verstellbaren Gurte
O'Neal 0294-112 Weichschaum Geprüfte Protektoren, angenehm zu tragen, optimale Belüftung Protektoren nicht geprüft
Pellor CH-ZSMJ06-BKC Weichschaum Gute Verschleißfestigkeit, einstellbar, mit Produktversicherung Nicht wasserdicht
Wosawe Motorrad Schutz-Jacke Weichschaum Atmungsfreundlich, kompletter Oberkörperschutz, anpassbare Passform Protektoren nicht geprüft
Protectwear Rückenprotektor Weste Kunststoff-Protektoren - -

Worauf Sie beim Kauf einer Protektorenjacke achten sollten

Beim Prüfen fällt ein Fünf-Kilo-Schlagkörper auf das auf dem Amboss liegende Testmuster. Speziell für den Schutz des Rückens gibt es zwei Varianten: "Full Back" (FB) bedeutet so viel wie ganzer Rücken, deckt also neben der Wirbelsäule die häufig betroffenen Schulterblätter teilweise mit ab.

Passform und Länge

Essenziell bei der Anprobe ist die Länge des Rückenprotektors. Weder zu lang, sodass er mit dem Helm kollidiert, noch zu kurz, sodass er zu wenige Wirbel abdeckt, sollte er sein. Richten Sie sich besser nach der angegebenen Torsolänge, die direkt auf dem Protektor im Label abgedruckt ist. Gemeint ist der Abstand zwischen Taille und Schulter.

Weitere wichtige Aspekte

  • Das Schutzpolster muss dick, aber trotzdem relativ elastisch sein.
  • Ein Protektor sollte das "CE-Label" tragen.
  • Die verarbeiteten Rückenprotektoren sollten die Norm EN 1621-2 erfüllen.

Alternativer Schutz: Leder- und Textilkombis

Weit verbreitet sind sogenannte Motorrad-Kombis, bei denen die Protektoren direkt in die Jacke eingenäht werden. Sie bestehen in der Regel aus Textil oder Leder. In Fachkreisen gelten Lederkombis als äußerst widerstandsfähig, da Leder vergleichsweise dicht und homogen ist.

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