Die beste Reisezeit für eine unvergessliche Motorradreise zum Nordkap

Das Nordkap, ein magischer Ort im hohen Norden Europas, zieht viele Motorradfahrer an. Es ist eine Tour der Extreme, die Anforderungen an Ausdauer und Ausrüstung stellt. Aber wann ist die beste Reisezeit, um dieses Abenteuer zu erleben? Hier sind einige Tipps und Informationen, die Ihnen bei der Planung helfen.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für eine Motorradreise zum Nordkap ist von Juni bis September. Für Nordnorwegen empfehlen wir Mitte Juni bis Ende August. Nördlich des Polarkreises ist die ideale Zeit Ende Juli bis Mitte August.

Feelgood Reisen empfiehlt, die Reise so zu planen, dass man frühestens zum kalendarischen Sommeranfang am Nordkap ankommt. Die besten Erfahrungen mit stabilem Wetter und angenehmen Temperaturen hat Feelgood Reisen mit Nordkap-Touren im August gemacht. Ab September muss dann schon wieder mit anspruchsvoller Witterung gerechnet werden.

Wer zu früh fährt, den bestraft das Wetter! Ganz hoch im Norden schmilzt das Eis auf Flüssen und Seen erst im Mai und es kann in der ersten Junihälfte noch ziemlich frostig sein.

Routenplanung und Etappen

Je mehr Zeit du mitbringst, umso mehr kannst du entspannt erleben. Norwegen entschleunigt dich komplett, die Natur und besonders die Stille im Norden, wirken besser als jede Therapie, du musst es nur zulassen! Eine gute Planung gehört dazu, das Land ist rau und hat seine Besonderheiten.

Für Fjordnorwegen braucht Ihr zwischen 9 und 14 Tage. Wenn es bis hinauf zum Nordkap gehen soll, halten wir drei Wochen für angemessen. Es geht notfalls auch schneller, wird dann aber sehr fahrintensiv.

Lars Wennersheide sagt: Man kann alles schaffen, aber die Reise zum Nordkap wird für euch vielleicht "The Jorney of a Lifetime" sein, die Reise eures Lebens und warum sollte man die unter Zeitdruck fahren? Ich war 23 Tage unterwegs und habe keinen einzigen Ruhetag eingelegt, im Schnitt 285 km am Tag. Das war ein Fehler. Wenn ich diese Reise noch einmal mache, plane ich Etappen von 180 bis 250 km.

Hier sind einige Routenoptionen je nach Zeitbudget:

  1. Kurze Tour (ca. 2 Wochen): Fahrt durch das schwedische Inland, entlang der norwegischen Küste und durch das norwegisch-schwedische Bergland.
  2. Skandinavien-Rundreise (ca. 3 Wochen): Durch Schweden, Finnland und Norwegen mit vielen Highlights und moderaten Tagesetappen.
  3. Nordkap und Fjorde (ca. 22 Tage): Kombination aus Nordkap und den Fjorden Westnorwegens mit längeren Schiffspassagen.

Vorbereitung und Ausrüstung

Die Tour zum Nordkap auf dem Motorrad nach Norwegen, wird nur mit der entsprechenden Vorbereitung ein großartiges Erlebnis werden.

Du solltest unbedingt mit einem neuwertigen Reifenprofil dein Norwegenabenteuer beginnen. Je weiter du in den Norden kommst, umso rauer wird der Asphalt.

Einige wichtige Punkte bei der Vorbereitung:

  • Reifen: Der Asphalt im Norden ist rau und griffig. Überlegen Sie vor Beginn der Tour, wie viele Kilometer die Reifen noch halten.
  • Bremsen: Checken Sie die Bremsflüssigkeit, um Bremsverlust zu vermeiden.
  • Versicherungen: Auslandskrankenversicherung und Mitgliedschaft in einem Automobilclub sind empfehlenswert.

Kosten und Sparen

Norwegen ist bekanntermaßen kein billiges Reiseland. Das Preisniveau liegt im Schnitt höher als in Deutschland oder Österreich. Eine Möglichkeit, die Nebenkosten eines Motorradurlaubs in Norwegen zu deckeln: Ihr könnt bei uns für alle Motorradreisen nach Norwegen ein Halbpensionspaket als Extra buchen. Das ist in aller Regel günstiger, als vor Ort essen zu gehen.

Hier sind einige Tipps, um Kosten zu sparen:

  1. Mit Freunden fahren: Teilen Sie sich Hütten bei schlechtem Wetter.
  2. Zelten in der Wildnis: Nutzen Sie das Jedermannsrecht in Norwegen.
  3. Campingplätze: Bieten sanitäre Anlagen und oft Frühstück.
  4. Booking Portale: Nutzen Sie Sonderangebote und fragen Sie in Hotels nach speziellen Preisen.
  5. Versorgungskasse: Teilen Sie die Kosten für Lebensmittel auf.

Du solltest mindesten 21 Tage planen, besser sogar mehr. Das Land, die Menschen und die Natur sind es wert, diese Tour wirst du nicht so oft Leben durchziehen, aber viel drüber erzählen. Je nachdem über welche Seite du die Tour beginnst, du wirst immer die meiste Zeit in Norwegen verbringen.

Wenn du zum Nordkap fahren willst, wirst du am Ende ungefähr 8000 Kilometer mehr auf dem Kilometerzähler haben. 3000,-€ sollte man mindestens anpeilen.

Unterkünfte

Wer es richtig wild haben möchte, kann das Zelt einpacken, wenn es etwas entspannter sein soll, wird man überall gute Hotels finden. Wir haben für Euch gute 3- und 4-Sterne-Hotels ausgewählt. Wir bevorzugen Hotels in bester Lage am Fjord.

Wir benutzen grundsätzlich gute Hotels der Kategorie 3 Sterne plus bis 4 Sterne. Wo es möglich ist, wird in landestypischen Hotels übernachtet. Wenn es in abgelegene Gegenden geht, kann auch mal ein einfacheres Hotel dabei sein - aber nur, wenn es nichts anderes gibt.

Währung und Bezahlen

Norwegen ist eines der wenigen europäischen Länder, das nicht der europäischen Währungsunion beigetreten ist. Aus diesem Grund hat man dort seine eigene Währung. Wer mit Euro Bar bezahlt, bekommt Norwegische Kronen als Wechselgeld zurück. An manchen Orten ist das Zahlen mit dem Euro möglich, ein reiner Kundenservice.

Die Skandinavier zahlen am liebsten alles mit der Kreditkarte und somit ist klar, das man überall mit der Kreditkarte weiterkommt. Die Visa und Mastercard klappt eigentlich überall, in vielen Fällen geht auch die Maestrokarte.

Umrechnungskurse (ungefähr):

  • 1000 NOK (Norwegische Kronen) ≈ 100 EUR
  • 1000 SEK (Schwedische Kronen) ≈ 100 EUR
  • 1000 DKK (Dänische Kronen) ≈ 130 EUR

Zusätzliche Tipps

  • Tankstellen: Selbst im hohen Norden sind genug Tankstellen vorhanden. An den Zapfsäulen wird meist direkt mit der Karte gezahlt.
  • Kaffee-Flatrate: In Norwegen extrem populär und bei einer größeren Rundreise eine geniale Sparmöglichkeit.
  • Online-Zugang: In Skandinavien ist man fast überall online.
  • Mitternachtssonne: Am Polarkreis steht die Sonne um den 20. Juni herum so lang über dem Horizont, dass sie an diesem Tag überhaupt nicht untergeht.

Was man beim Zelten beachten sollte

Gerade in Norwegen bietet sich das Zelten an, es gibt nur ein Handicap und dass ist das Wetter. Es kann sehr schnell umschlagen und dann gibt auf einmal Regen, oder den besten Sonnenschein. Ich habe alles schon erlebt, einmal fünf Tage Regen am Stück, wenn du dann dein Zelt nur noch im Regen abbauen musst, bist du es irgendwann leid. Wenn du dann erstmal mit nassen Händen in die Handschuhe reingehst, hast du schnell verloren.

Wenn ein Zelt schnell auf und abgebaut werden kann, ist es echt ein Vorteil. Besonders, wenn es Wettermäßig schlecht läuft, bist du froh, wenn das Zelt schnell steht.

Hier sind einige Tipps für das Zelten:

  • Das Packmaß vom Zelt sollte klein und leicht sein!
  • Eine hohe Wassersäule über 4000mm würde ich empfehlen. Ab 5000 mm bist du ziemlich auf der sicheren Seite, was allerdings schwer zu finden ist.
  • Eine Bodenplane für das Zelt ist von Vorteil!
  • Der Boden vom Zelt sollte mindestens 2000mm haben, sonst kommt das Wasser von unten durch. Ich habe immer noch eine passgenaue Plane unter des Zelt gelegt, so ist es beim zusammenpacken immer sauber geblieben.
  • Das Zelt sollte ein kleines Vordach, oder einen Vorraum haben, dort kannst du deine Koffer und Taschen abstellen, oder die Schuhe an und ausziehen. Je mehr Nässe und Dreck draußen bleibt, umso besser.
  • Wenn du noch ein gutes Zelt hast, mit dem du losfahren willst, sollest du es vorher noch einmal imprägnieren. Ich habe das mit NIKWAX gemacht und zusätzlich die Nähte mit Nahtdichter versiegelt.

Die Lofoten

Das Nordkap mag zwar das Traumziel sein, aber Nordnorwegen hat noch viel mehr zu bieten: Auf der Fahrt gen Süden habt Ihr zwei Nächte auf den Lofoten. Wenn man schon die weite Reise macht, sollte man diese faszinierende Inselgruppe nicht verpassen. Ein weiteres Highlight steht an: die Lofoten. Auf der etwa 330 km langen Etappe erlebt Ihr bereits einige der schönsten Strecken auf den Lofoten. Zeit um die Lofoten zu erkunden, z.B. das Wikingermuseum in Borg.

Geführte Motorradreisen

Im Juni startet die erste der drei geführten Nordkap-Motorradreisen, die wir 2025 anbieten. Sie hat einen ganz besonderen Verlauf und bietet extra viel Zeit ganz im hohen Norden: Über Finnland führt Euch Euer Motorrad-Guide gen Norden. Ihr fahrt nach Kirkenes und verbringt mehrere Tage an verschiedenen Orten an der Küste der Barentssee.

Anfang August findet unser Klassiker statt: Nordkap und Lofoten wird mit einem Motorrad-Guide in 18 Tagen gefahren. Die Reise führt durch Finnland in den Norden und ans Nordkap. Auf den Lofoten sind zwei Übernachtungen eingeplant mit Zeit für eigene Erkundungen.

Eins ist klar: Es ist weit. Aber mit dem Motorrad auf eigenen Rädern bis an den nördlichsten Zipfel Europas zu fahren - das ist eine Tour für’s Leben!

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