Die besten Hardtail Mountainbikes bis 1500 Euro

Berge, Schotter, freies Gelände - dort, wo das normale Fahrrad an seine Grenzen stößt, kommt das Mountainbike zum Einsatz. Mountainbikes sind vor allem für den sportlichen Einsatz abseits befestigter Straßen gemacht. Diese Offroad-Spezialisten unter den Fahrrädern entfalten ihre volle Leistung dort, wo der Asphalt endet und der Weg über Waldpfade, Schotter oder matschige, unebene Böden führt. Dank grob profilierter Reifen bieten sie optimalen Halt im Gelände, und stabile Federungen sorgen dafür, dass schnelle Abfahrten komfortabel bleiben. Mit einer Vielzahl an Gängen sind sie zudem bestens für steile Anstiege gerüstet. Ein gutes Modell kostet hier auch gerne mal so viel wie ein Kleinwagen. Anfänger- oder Profiausstattung? Mountainbikes unterscheiden sich in vielen Aspekten - auch im Preis. Die Wahl des passenden Bikes, das genau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist, kann herausfordernd sein. Soll es ein vielseitiges Allround-Bike oder doch das spezialisierte Modell für anspruchsvolle Offroad-Strecken sein?

Zumindest diese letzte Frage lässt sich leicht beantworten: Nein! Auch für weniger Geld findet man ausgezeichnete Alternativen. Muss es dafür wirklich das 5.000-Euro-Modell sein?

Hardtail oder Fully?

Hardtails sind die einfachste und günstigste Mountainbike-Gattung. Sie sind mit nur einer Federgabel ausgestattet, während ihr Hinterbau ungefedert ist. Dadurch sind sie im Vergleich zu Fullys preiswerter, nicht so wartungsaufwändig und alltagstauglicher.

Fullys, die Kurzform für Fullsuspension-Bikes, haben neben einer Federgabel vorn eine zusätzliche Dämpfung zwischen Rahmen und Hinterrad. Dadurch federn sie - insbesondere bergab - Stöße besser ab und bieten dadurch mehr Fahrsicherheit und Spaß.

Vollgefederte Bikes sind bei vielen Bikerinnen und Bikern die erste Wahl, wenn es um das perfekte Mountainbike geht. Doch wer seine Fahrtechnik auf das nächste Level bringen möchte wird bei den Hardtails fündig.

Hardtails bleiben ein fester Bestandteil der Mountainbike-Szene - zeitlos, direkt und unschlagbar wartungsarm. Neben den bekannten Größen überraschen 2024 vor allem einige spannende Exoten, die das Hardtail neu interpretieren. Hier sind die besten Modelle der Saison.

Top Hardtails 2024

Hier findest du eine Übersicht über die elf besten Hardtails aus 2024.

Canyon Exceed CF

  • Das Canyon Exceed CF kommt mit 100-mm-Federweg.
  • Das Exceed CF ist Canyons Race-Hardtail mit bestem Preis-LeistungsVerhältnis.
  • Denn der Carbon-Rahmen teilt sich alle technischen Eckdaten mit Canyons Top-Hardtail Exceed CF SLX - wiegt jedoch mit seinen rund 1300 g um knapp 300 g mehr.
  • Dafür ist das Exceed CF in sieben Modellvarianten schon ab 1599 Euro zu haben, das Topmodell CF8 für 3999 Euro lässt dann schon kaum noch Ausstattungswünsche offen.
  • Sportlichklassisch zeigt sich die Geometrie mit eher steilem 69°-Lenkwinkel, der hohe Agilität und direktes Handling verspricht.
  • Außerdem ist der Rahmen mit vielen nützlichen Features wie beispielsweise einem Lenkeranschlag zum Schutz des Oberrohrs bestückt.
  • Preis: ab 1599 Euro
  • Gewicht: ab 10,5 kg

Bulls Black Adder

  • Auch das BULLS Black Adder kommt mit 100-mm-Federweg.
  • Das neue Black Adder wurde zusammen mit den Profis des Bulls-Teams um Dreifach-Weltmeister Alban Lakata entwickelt - und für den Einsatz bei Marathons sowie Etappenrennen hin optimiert.
  • Neben den sportlichen Fahreigenschaften war daher auch Komfort ein wichtiges Entwicklungsziel der Konstrukteure.
  • Das Layup der Kohlefasern ist so gewählt, dass der Antriebs- und Steuerbereich maximale Steifigkeit besitzt, während der Rahmen in anderen Bereichen eine gewisse Flexibilität bietet. Worauf die Entwickler ebenfalls großen Wert gelegt haben, ist das Gewicht.
  • In Größe M soll der Carbon-Rahmen schlanke 900 g wiegen! Zu haben ist das Black Adder in drei Modellvarianten, alle mit 100-mm-Gabel.
  • Preis: ab 2599 Euro
  • Gewicht: ab 10,0 kg

Cube Phenix

  • Der Rahmen des CUBE Phenix soll unter 900 g wiegen.
  • Das brandneue Phenix setzt bei Cube die Race-Tradition des beliebten Elite fort.
  • Allerdings mit einem modernen, laut Cube unter 900 g leichten Carbon-Rahmen.
  • Dabei trägt das Phenix klassische Gene: Mit 100-mm-Federgabeln und eher gestreckter Sitzposition setzen die Oberpfälzer konsequent auf Vortriebseffizienz, die Geo ist ebenfalls konservativ geschnitten.
  • Dennoch punktet das Phenix auch mit modernen Features wie der schicken Lenker-Vorbau-Einheit oder einem über den Steuersatz anpassbaren Lenkwinkel.
  • Zur Markteinführung bietet Cube das Phenix nur in zwei hochwertigen Modellvarianten an, jeweils bestückt mit elektronischer Schaltung. Und: Beide Modelle sind unter neun Kilo leicht!
  • Preis: ab 5399 Euro
  • Gewicht: ab 8,5 kg

Trek Procaliber Gen 3

  • Am TREK Procaliber Gen 3 arbeiten vorne 120-mm-Federweg.
  • "Isobow" lautet das Geheimnis der dritten Generation von Treks Cross-Country-Rakete: Die Sitzstreben laufen am Sitzrohr vorbei und sind so bis ins Oberrohr verlängert.
  • Dadurch soll der Rahmen maximale vertikale Nachgiebigkeit bieten.
  • Zudem ist der hintere Bremssattel zu einem Teil an der Achsaufnahme befestigt, was den Heckstreben ebenfalls mehr Flex schenken soll.
  • Daneben bedient Trek beim Procaliber den Trend zu mehr Abfahrtslastigkeit mit 120-mm-Federgabel, 67° flachem Lenkwinkel und Vario-Sattelstütze.
  • Zu haben ist die dritte Generation mit Carbon-Rahmen in drei Modellvarianten. Parallel hat Trek aber auch noch Procaliber-Modelle der ersten und zweiten Generation im (Online-)Shop.
  • Preis: ab 1999 Euro
  • Gewicht: ab 10,6 kg

Mondraker Podium

  • Mit 775 g verspricht Mondraker den leichtesten Serien-Rahmen der Welt!
  • 775 g! Für das Podium verspricht Mondraker den leichtesten Serien-Rahmen der Welt - im doppelten Wortsinne.
  • Auch ein rekordverdächtiges Gesamtgewicht von unter acht Kilo ist so möglich - zumindest beim 10 999 Euro teuren Topmodell RR SL (Bild), das zudem Edelware wie Trickstuff-Piccola-Bremse, Monocoque-Cockpit und Carbon-Laufräder bietet.
  • Die Geometrie erfreut traditionelle Cross-Country-Geschmäcker und Fans einer schnittigen Sitzposition: langes Oberrohr, tiefe Front, nicht zu steiler Sitzwinkel (74,5°), moderater 68,5°-Lenkwinkel.
  • Preis: ab 3999 Euro
  • Gewicht: ab 7,9 kg

Ghost Lector

  • Vor 30 Jahren brachte Ghost das erste Lector auf den Markt.
  • Vor 30 Jahren brachte Ghost das erste Lector auf den Markt - zum Jubiläum schicken die Oberfranken die neueste Generation des Dauerbrenners auf die Piste.
  • Das neue Lector fühlt sich nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf dem Trail pudelwohl. Denn es liefert ungezügelten Vorwärtsdrang und Direktheit.
  • Mit bis zu 120 mm Federweg, einem recht langen Rahmen und Dropper Post meistert das neue Lector aber auch bestens technisches Terrain. XC trifft hier also Abfahrtsspaß.
  • Ebenfalls absolut auf Höhe der Zeit: Der Carbon-Rahmen wiegt um die 900 g, wobei das Topmodell Lector World Cup einen etwas leichteren Rahmen besitzt als die drei anderen, günstigeren Modellversionen.
  • Preis: ab 2299 Euro
  • Gewicht: ab 10,0 kg

Rose Bonero

  • 140-mm-Federweg schenkt Rose dem Bonero.
  • Darf es ein bisschen mehr sein? Rose spendiert dem Bonero massige Federgabeln mit 140 mm Hub und voluminöse 2,4"-Reifen.
  • Die Stoßrichtung des Alu-Hardtails ist klar: Spaß und Spiel auf den Trails. Passend dazu bestücken die Bocholter das auf Stressfreiheit getrimmte Bike mit robusten Parts samt Vario-Sattelstütze, die vielen Anschraubpunkte erfreuen auch Bikepacking-Fans.
  • Sehr progressiv fällt die Geo aus, der Reach ist lang (485 mm in Größe L), der Lenkwinkel mit 65° superflach.
  • Top: Sechs Rahmengrößen bietet Rose an, wobei die beiden kleineren auf 27,5"-Rädern rollen, ab Größe M sind 29"-Wheels gesetzt.
  • Preis: ab 1299 Euro
  • Gewicht: ab 13,4 kg

Merida Big.Nine TR

  • Das Race-Hardtail Big.Nine von Merida schafft den Spagat aus Downhill und Cross-Country.
  • Der Down-Country-Trend hat jetzt auch das Hardtail erreicht.
  • Mit 120-mm-Gabel, griffigen 2,4"-Reifen sowie Vario-Sattelstütze will die TR-Version des legendären Race-Hardtails Big.Nine den Spagat aus Downhill und Cross-Country schaffen.
  • Logo, durch die längere Federgabel flacht die Geometrie etwas ab, der Lenkwinkel beträgt beim TR Laufruhe und Sicherheit versprechende 66,9°, der Sitzwinkel steht noch ausreichend steil bei 74,2°.
  • Damit jeder auf den Geschmack kommen kann, bietet Merida das Big.Nine TR in drei Modellversionen an: als günstige Alu-Variante für 1449 Euro und zweimal mit leichtem Carbon-Rahmen, wobei das Topmodell mit drahtloser Sram-GX-Transmission-Schaltung erfreut.
  • Preis: ab 1449 Euro
  • Gewicht: ab 10,6 kg

Scott Scale Gravel RC

  • Das Scale Gravel RC von Scott kommt ganz ohne Federweg aus.
  • Federung? Verzichtbar! Mit dem komplett starren Scale Gravel RC katapultiert Scott das Mountainbike zurück zu seinen Anfängen und gleichzeitig in die Zukunft.
  • Denn die Schweizer könnten durchaus einen Nerv treffen, seit dem Siegeszug des Gravelbikes sieht man immer wieder Hardtails mit nachgerüsteter Starrgabel.
  • Auf schnellen, technisch weniger anspruchsvollen Strecken fliegt so ein Bike berauschend leichtfüßig voran. Auf Wurzelpassagen bieten die wenig profilierten, jedoch voluminösen Reifen immer noch genug Grip und wecken die Fahrtechnik-Geister in dir.
  • Dabei schenkt der MTB-Lenker natürlich mehr Kontrolle als der "Bügel" eines Gravelbikes. Weil es so viel Spaß macht, bietet Scott das leichte Scale Gravel RC gleich in zwei Modellversionen ab 2799 Euro an.
  • Preis: 4999 Euro
  • Gewicht: 9,4 kg

Bike Ahead The Frame

  • Der Carbon-Experte BIKE AHEAD hat seinen Standort in der Nähe von Würzburg.
  • Bike Ahead steht für hochwertigen und auf die Spitze des Machbaren getriebenen Leichtbau - jetzt auch bei einem Hardtail-Rahmen.
  • Die in der Nähe von Würzburg ansässigen Carbon-Experten versprechen für Rahmengröße M ein Gewicht von nur 795 g.
  • Der in eleganter UD-Optik gehaltene Rahmen wird in Portugal in Monocoque-Bauweise gefertigt, Finish und Kontrolle erledigt Bike Ahead in Deutschland selbst.
  • Bei der Geometrie bleiben die Franken hingegen unauffällig: 68,5°-Lenkwinkel, 74°-Sitzwinkel und ein kompakter Reach (455 mm in Größe L) sind nach aktuellen Maßstäben eher konservativ - wie auch die 100-mm-Federgabeln, für welche The Frame ausgelegt ist.
  • Preis: 1979 Euro (Rahmen)
  • Gewicht: 795 g (Rahmen)

Yeti ARC

  • Das Yeti ARC kommt mit einer 130-mm-Gabel sowie Vario-Sattelstütze.
  • Yeti ARC?! Nicht nur bei den Älteren unter uns klingelt da was.
  • Anfang der 90er Jahre fuhren Ikonen wie John Tomac mit dem ersten ARC sowohl XC, wie auch Downhill-Rennen! Diesen universellen Anspruch will auch das aktuelle ARC bedienen - zumindest fast.
  • Mit flachem 67°-Lenkwinkel, steilem 76°-Sitzwinkel, einer 130-mm-Gabel sowie Vario-Sattelstütze zeigt das Carboni ein Setting, das auf technischen Trails bestens funktionieren dürfte.
  • Gleichzeitig soll die Geo auch auf dem Pumptrack Spaß machen und die weiteren Anschraubpunkte erfreuen das Bikepacker-Herz.

Weitere Empfehlungen für Hardtail Mountainbikes

Neben den bereits genannten Modellen gibt es weitere interessante Optionen auf dem Markt:

  • Bulls Sharptail: Beliebtes Einsteigermodell einer populären Marke. Mit Nabendynamo und Lichtanlage bietet das Mountainbike eine hohe Verkehrssicherheit sowie Komfort.
  • Rockrider All Mountain 100 Hardtail: Trailhardtail mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Canyon Grand Canyon 9: Laufruhe und Zuverlässigkeit bei jeder Tour! Ein hochwertiger Aluminiumrahmen, zuverlässige Scheibenbremsen und die allgemein hohe Qualität machen das Grand Canyon 9 zu einem wahren Allrounder - on- und offroad.
  • Trek (Modell nicht spezifisch genannt): Fahrspaß auf 29-Zoll-Rädern! Bei diesem Trek-Modell handelt es sich um ein Hardtail, welches hauptsächlich für Einsteiger empfehlenswert ist.
  • Cube Attention-Serie: Die Attention-Serie von Cube zählt zu den besten Einsteigermodellen für Mountainbike-Fans.
  • Bergsteiger Kodiak: Sorgt nicht nur für maximale Aufmerksamkeit, sondern auch für maximale Fahrfreude: Das sportliche Design des „Bergsteiger Kodiak“ ist auffällig, doch kann das Einsteigermodell längst nicht nur mit seinem Aussehen punkten.
  • Bulls Copperhead 3S: Kletter-Experte mit Top-Ausstattung: Das „Bulls Copperhead 3S“ lädt ein zu Trainingsrunden im Grünen sowie entspannten Gelände-Touren.

Worauf kommt es beim Kauf eines Einsteiger-Hardtails an?

Ist der Entschluss gefasst, ein Hardtail zu kaufen, stellt sich als erstes die Frage: Was will ich damit überhaupt machen? Steht der reine Ausdauer- und Fitnessaspekt mit Reserven abseits der Straße im Vordergrund, oder liegt der Fokus auf echtem Geländeeinsatz mit fordernden Trails? Im ersten Falle empfiehlt sich ein sportliches Cross Country-Bike. Wer im Gelände an der Fahrtechnik feilen will, landet mindestens beim Trail-Hardtail.

Wer bei Null startet, muss noch etwas Budget (200 - 300 Euro) für essenzielle Ausrüstung einplanen. Helm, Brille, Handschuhe und idealerweise MTB-Schuhe sind genauso notwendig wie ein Ersatzschlauch, Mini-Tool, Mini-Pumpe und oftmals nicht im Lieferumfang enthaltene Pedale.

Ist das Budget auf 1500 Euro begrenzt, führt bei der Neuanschaffung kein Weg am Hardtail vorbei. Wer allerdings noch unschlüssig ist, ob nicht vielleicht doch ein Fully die bessere Wahl wäre, muss tiefer in die Tasche greifen oder gebraucht kaufen. Empfehlenswerte Trailfullys, wie etwa das Vitus Mythique (BIKE 4/23), starten bei knapp unter 2000 Euro. Dafür ermöglicht das Fully einen kompromisslosen wie komfortablen Geländeeinsatz.

Die Größe des Mountainbikes ist abhängig von Körpergröße und Schrittlänge der Fahrer.

Fully Alternativen unter 1500 Euro

Auch wenn der Fokus hier auf Hardtails liegt, sollen einige interessante vollgefederte Alternativen in der Preisklasse bis 1500 Euro nicht unerwähnt bleiben:

  • Orbea Occam H30: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike, das sich ideal für anspruchsvolle Geländefahrten eignet.
  • Canyon Neuron Young Hero: Ein vollgefedertes Mountainbike, das speziell für junge Fahrer entwickelt wurde.
  • Cube Stereo One22 Pro: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike, das Komfort, Kontrolle und Agilität im Gelände bietet.
  • Focus Thron 6.8: Ein vielseitiges All-Mountain- und Touren-Mountainbike, das sowohl für Hometrails als auch für längere Touren konzipiert wurde.
  • Cannondale Habit 4: Ein flexibles Trail-Mountainbike, ausgelegt für steile Anstiege und schnelle Abfahrten.
  • Liv Embolden 2: Ein vielseitiges Trail-Fully-Mountainbike, das speziell für Frauen entwickelt wurde.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Mountainbike Anfänger sind häufig von den Preisen für Bikes geschockt.

Wir haben den kompletten Mountainbike Markt bewertet und dabei einige wirklich gute MTB-Modelle gefunden, die teilweise deutlich unter 1500 € kosten. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck.

Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.

Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen.

Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro.

Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo.

In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen.

Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.

Die Vor- und Nachteile von Hardtails

Es gibt viele Punkte, die für ein Hardtail sprechen: Sie sind vergleichsweise günstig, wartungsarm und leichter als ein Fully.

Was zeichnet ein Hardtail überhaupt aus? Was spricht für dieses einzigartige Fahrgefühl? Ein Hardtail lebt in erster Linie vom geringen Gewicht und dem ungefilterten Vortrieb. Jede noch so kleine Kraftanstrengung wird verlustfrei in Vortrieb verwandelt. Das Bike lässt sich mit spielerischer Leichtigkeit über den Trail dirigieren und verschmilzt mit dem Fahrer zu einer Einheit.

Ein Hardtail kennt weder Antriebseinflüsse, noch die Notwendigkeit, einen Dämpfer blockieren zu müssen, egal, wie hart der Fahrer in die Pedale hämmert. Das gilt vor allem auf ebenen Untergründen, wo ein gefedertes Heck ohnehin keine Vorteile bringt.

Zwar zählen Defekte am Dämpfer mittlerweile eher zur Seltenheit, sich lösende Schrauben am Hinterbau, Lagerspiel oder -defekte gehören aber sehr wohl zum Alltag eines Fully-Fahrers. Spätestens nach längerem Gebrauch in Kombination mit Nässe und Schmutz sind die Lager fällig und erfordern einen Austausch. Weniger Teile und simple Technik sprechen also klar für das Hardtail als robusten Begleiter.

Preiswerte Bikes für Einsteiger

Mit Preisen von 1199 bis 1799 Euro sind die neun Hardtails im Test erfreulich bezahlbar, statt extravagant und unvernünftig. Alle neun Bikes richten sich an Einsteiger und wurden mit spitzem Bleistift kalkuliert.

Bei einem Preisunterschied von maximal 450 bzw. 600 Euro muss man daher immer das Preis-Leistungs-Verhältnis und auch den Vertriebsweg im Auge behalten. Es ist klar, dass eine Fachhandelsmarke bei identischem Preis nicht das gleiche Ausstattungsniveau wie ein Versender liefern kann.

Auch der Händler als Ansprech- und Servicepartner vor Ort muss von irgendetwas leben und kümmert sich um kleinere wie größere Belange. Das verursacht selbstverständlich Kosten.

Bei einem Preis von 1449 Euro lassen die Koblenzer ihre Muskeln spielen. Die verbauten Komponenten am Grand Canyon stechen geradezu heraus. Eine bessere Ausstattung findet sich an keinem der Bikes - nicht mal am Referenz-Bike von Stevens.

Die Rolle der Federung

Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück.

Die Größe des Mountainbikes ist abhängig von Körpergröße und Schrittlänge der Fahrer.

Markenübersicht

Hier ist eine Liste von Mountainbike-Marken, die in diesem Artikel erwähnt werden:

  • Bergamont
  • BMC
  • Cannondale
  • Carver
  • Centurion
  • Cube
  • Eightshot
  • Focus
  • Ghost
  • Giant
  • KTM
  • Lapierre
  • Liv
  • Marin
  • Merida
  • NS Bikes
  • Orbea
  • Raymon
  • Ridley
  • S'cool
  • Scott
  • Specialized
  • Trek

Weitere Aspekte beim Kauf

Wer mit seinem Mountainbike anspruchsvollere Ausflüge plant, sollte beim Kauf aber besser etwas mehr investieren. Räder der preislichen Mittelklasse zwischen 1.300 und 1.800 Euro bieten ein besseres Gewicht und damit deutlich mehr Fahrspaß und Komfort.

Mit durchschnittlich 13,5 Kilo ohne Pedale ist unser Testfeld allerdings weit von diesem Idealwert entfernt, wodurch ein Großteil der theoretisch möglichen Faszination buchstäblich im Antritt verpufft. Lediglich Cube schafft es, sich mit dem zwei Kilo leichteren Reaction positiv von der Konkurrenz abzusetzen und vermittelt ein Gefühl von Spritzigkeit.

Doch auch wenn der Antritt eines Einsteiger-Hardtails nicht auf Rennradniveau liegen kann, bleibt zumindest die hohe Effizienz dieser Radgattung.

Fazit

Die Zeiten, in denen man für 1000 Euro ein Hardtail mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung kaufen konnte, sind längst vorbei. Steigende Produktionskosten und Inflation schrauben die Ausstattung runter und die Gewichte hoch. Geländetauglicher Fahrspaß beginnt daher meist erst um 1500 Euro. Dafür ist die Auswahl an Hardtails und die möglichen Einsatzbereiche deutlich gewachsen. Unter den sportlichen Hardtails hat das Cube mit seinem leichten Carbon-Rahmen die Nase vorne, Giant liefert die beste Trail-Performance. Auch das Canyon platziert sich mit seiner Top-Ausstattung weit vorne und schafft den Spagat aus Sport und Trail.

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