Die Motorradsaison ist in vollem Gange und viele Biker nutzen ihr Smartphone zur Navigation. In diesem Artikel werden wir die besten Motorola-Smartphones für die Motorradnavigation untersuchen und welche Apps und Zubehörteile das Fahrerlebnis verbessern können.
Smartphone vs. Motorrad-Navigationssystem
Es gibt zwei Hauptansätze für die Motorradnavigation: Motorrad-spezifische Navigationssysteme und Smartphone-basierte Navigation. Beide haben ihre Vor- und Nachteile:
- Motorrad-spezifische Navigationssysteme: Diese Geräte, wie z. B. TomTom Rider oder Garmin Zumo, sind speziell für Motorradfahrer entwickelt und bieten Funktionen wie robuste Bauweise, einfache Bedienung mit Handschuhen und gute Sichtbarkeit bei Sonnenlicht.
- Smartphone-basierte Navigation: Viele Motorradfahrer verwenden ihr Smartphone mit Apps wie Google Maps, Calimoto oder Kurviger. Dies ist oft eine kostengünstigere Option, erfordert aber möglicherweise zusätzliches Zubehör wie eine wasserdichte Halterung und eine Stromversorgung.
Worauf man bei einem Smartphone für die Motorradnavigation achten sollte
Wenn man ein Smartphone für die Motorradnavigation verwendet, sollte man auf folgende Aspekte achten:
- Akkulaufzeit: Die Navigation kann den Akku schnell entleeren, daher ist eine lange Akkulaufzeit wichtig.
- Sichtbarkeit bei hellem Sonnenlicht: Das Display sollte auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar sein. Eine Helligkeit von mindestens 500 bis 600 cd/m² wird empfohlen.
- Witterungsbeständigkeit: Nicht alle Smartphones sind wasserdicht oder staubdicht. Eine robuste Bauweise ist von Vorteil.
- Bedienung während der Fahrt: Die Bedienung sollte einfach und intuitiv sein, idealerweise mit Handschuhen.
Empfohlene Motorola-Smartphones
Es gibt verschiedene Android-Smartphone-Modelle, die für die Motorrad-Navigation geeignet sein können, je nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben. Hier sind einige Modelle, die aufgrund ihrer Bildschirmgröße, Leistung und Batteriekapazität besonders gut geeignet sein können:
- Motorola Moto G Power (2022): Dieses Smartphone ist mit einem 6,6-Zoll-LCD-Display mit einer Auflösung von 1600 x 720 Pixeln ausgestattet und hat eine Helligkeit von bis zu 400 cd/m².
Günstigere Optionen
Es gibt auch günstigere Android-Smartphone-Modelle, die für die Motorradnavigation geeignet sein können:
- Motorola Moto G8 Power: Dieses Smartphone hat ein 6,4-Zoll-Display, das auch bei hellem Sonnenlicht gut lesbar ist. Es verfügt über eine lange Akkulaufzeit und ist robust gebaut. Es ist jedoch nicht wasserdicht.
Wichtig: Günstigere Smartphones verfügen möglicherweise nicht über alle Funktionen teurerer Modelle, wie z. B. hohe Displayhelligkeit, robuste Bauweise oder Wasserdichtigkeit.
Navigations-Apps
Es gibt eine Vielzahl von Navigations-Apps für Android, die sich für die Motorradnavigation eignen:
- Calimoto: Eine reine Motorrad-Navigation für iOS und Android, die Strecken anhand Deiner Vorlieben berechnet.
- Kurviger: Eine App, die sich auf kurvenreiche Strecken spezialisiert hat.
- Locus Map Pro: Eine App mit vielen Funktionen und benutzerdefinierbaren Optionen, die auch offline verwendet werden kann.
- OsmAnd: Diese App verwendet OpenStreetMap-Daten und bietet detaillierte Karten, die auch offline verwendet werden können.
Zubehör
Neben einem geeigneten Smartphone gibt es auch Zubehör, das die Motorradnavigation erleichtern kann:
- Handyhalterung: Eine stabile und sichere Halterung ist unerlässlich, um das Smartphone am Motorrad zu befestigen. SP-Connect, Quad Lock und RAM Mount sind beliebte Optionen.
- Intercom: Ein Intercom-System ermöglicht es, Navigationsansagen, Musik oder Anrufe während der Fahrt zu hören. Cardo und Sena sind führende Hersteller.
- Wasserdichte Hülle: Eine wasserdichte Hülle schützt das Smartphone vor Regen und Spritzwasser.
- Powerbank: Eine Powerbank kann die Akkulaufzeit des Smartphones verlängern, besonders auf längeren Touren.
Apps und Zubehör für Motorradfahrer
Es gibt Apps und auch Zubehör für das Handy, die das Motorradfahren um ein Vielfaches erleichtern können. Egal, ob Intercoms, smarte Lösungen oder die Navigation am Motorrad: Mittlerweile gibt es viele technische Spielereien, die aber durchaus auch Spaß machen und so richtig nützlich sein können. Vieles davon nutze ich bereits selbst, aber es gibt noch viel mehr spannendes Zeug.
Calimoto für Android und iOS - Motorrad-Touren-Meister!
Hierbei handelt es sich um eine reine Motorrad-Navigation für iOS und Android, die Strecken anhand Deiner Vorlieben berechnet. Daraufhin berechnet die App Dir eine Strecke, die Du mit dem Handy am Bike (oder per Sprachansage im Intercom) abfahren kannst.
Die Nutzung von Calimoto ist seit Ende Juni 2023 leider nicht mehr kostenlos. Es wird für die Navigation eine Abogebühr fällig, allerdings sind dann auch alle Funktionen freigeschaltet.
SP-Connect, Quad Lock und RAM Mount - Handyhalterung fürs Motorrad
Jetzt musst Du nur noch das Handy am Motorrad befestigen! Alle drei durfte ich bereits auf einer Suzuki SV650 und einer Yamaha MT-09 ausprobieren. Sie halten das Handy bei richtiger Anwendung wirklich sicher. Achte also vor dem Kauf darauf, dass die Halterung an deinen Lenker passt. Entsprechende Angaben machen alle Hersteller. Zudem haben SP-Connect und Quad Lock den Nachteil, dass Du hier passende Handyhüllen haben musst.
Es gibt aber auch ein schwerwiegendes Manko dieser Handy-Halterungen fürs Motorrad: Dein Handy ist heftigen Vibrationen ausgesetzt. Betroffen ist nämlich der optische Bildstabilisator (OIS), der dauerhaft Schaden nehmen kann. Die Unternehmen bieten dafür Dämpfungen an, um das Risiko zu minimieren.
Cardo, Sena und Co. für den Helm - Mache Deinen Kopf-Topf zur Entertainment-Bubble
Intercoms haben mittlerweile viele Motorradfahrende in ihren Helmen verbaut. Die beiden bekanntesten Hersteller sind ohne Zweifel Cardo und Sena. Das Handy verbindet sich per Bluetooth mit dem Intercom und dann kann ich während der Fahrt etwa Musik hören, mir Navigationsansagen auf die Ohren geben lassen oder sogar Anrufe annehmen.
Fährst Du nicht alleine, sondern mit Freunden und Bekannten, dann lohnt es sich zu fragen, welches Intercom von welchem Hersteller sie nutzen. Das Cardo-Intercom wird am Helm befestigt und die Lautsprecher liegen im Helm. So kannst Du telefonieren, Musik hören oder Navigations-Ansagen lauschen.
Beste Tank-Apps fürs Dein Motorrad - Wie beim Auto, so auch beim Zweirad!
Da viele Motorräder noch mit Verbrennungsmotor unterwegs sind, sind Tankstopps unumgänglich. Für alle, die aber auch mit Elektrorollern oder E-Motorrädern unterwegs sind, lohnt sich ein Blick ebenfalls. Somit kannst Du Dich für Deine Tour entsprechend erkundigen und diese auch vorplanen. Mit Pushnachrichten erhältst Du zudem immer den günstigsten Benzinpreis direkt aufs Handy.
Forcite und Co.
Das australische Unternehmen Forcite hat einen echten Smart-Helm auf den Markt gebracht. Im Helm selbst sind LED-Streifen integriert, die Dir die Fahrtrichtung während er Navigation anzeigen, aber ohne Deine Aufmerksamkeit von der Straße zu lenken.
Ein Modell, das ich leider noch nicht testen konnte, aber durchaus interessant finde, ist das Beeline Moto des gleichnamigen Herstellers. Ein kleiner Nachteil könnte aber die hauseigene App sein, die Du für die Navigation nutzen musst, damit das Beeline Moto funktioniert. Die App ist nicht so gut wie Calimoto und lässt viel im Vergleich zu Apple Maps oder Google Maps vermissen. Für die reine Navigation dürfte dieses aber durchaus ausreichen.
Outdoor-Smartphones
Das Doogee S98 zeigt direkt, dass es für raue Einsätze gedacht ist. Das Doogee S98 macht erst gar keinen Hehl aus seiner Outdoor-Bestimmung - zwar ist es mit seinen 320 Gramm kein Leichtgewicht, dafür ist es aber rundum mit Stoßkanten geschützt, sämtliche Buchsen haben eine wasserdichte Abdeckung und der große, schwere Akku sorgt für eine enorme Laufzeit.
Das Samsung Galaxy XCover7 Pro setzt die Tradition der XCover Smartphones von Samsung fort, und ersetzt gleichzeitig das XCover6 Pro an dieser Stelle. Rein äußerlich unterscheidet es sich so gut wie gar nicht vom Vorgänger, der übrigens immer noch erhältlich ist und auch weiterhin mit Sicherheits-Updates versorgt wird. Das Update gegenüber dem Vorgänger ist eher technischer als optischer Natur. So hat man seitens der Hardware hauptsächlich den Prozessor auf einen Snapdragon 7s Gen 3 hochgerüstet und die Akkukapazität leicht erhöht. Eingespart wurde die Kopfhörerbuchse, ein verkabeltes Headset kann jetzt über die USB-C-Buchse angeschlossen werden, außerdem verzichtet man auf eine zweite Nano-SIM zugunsten einer fest eingebauten eSIM. Die Kameras sind die gleichen, ebenso wie das Display, was sich an der Auflösung, wie an der gemessenen Maximalhelligkeit belegen lässt.
Das Beafon MX1 Premium ist nicht nur ein einfaches, sondern auch ein einfach zu bedienendes Outdoor-Smartphone. Die robuste Ausführung dürfte die Hemmschwelle bei vielen Menschen, überhaupt ein Smartphone zu benutzen, nochmal deutlich herabsetzen.
Das Samsung Galaxy XCover7 ähnelt äußerlich einem normalen Smartphone, signifikante Unterschiede sind außer dem robusteren Gehäuse mit erkennbaren Stoßkanten nicht die Schutzart IP68, sondern der Umstand, dass diese zusammen mit einem abnehmbaren Rückdeckel realisiert wurde.
Motorrad-Navis im Test: Navitel G550 Moto vs. TomTom Rider 550
TechStage vergleicht zwei Navigationsgeräte für Motorradfahrer. Das eher günstige Navitel G550 Moto tritt dabei gegen das teurere TomTom Rider 550 an. Wir zeigen, wo die Geräte punkten. Navigationsgeräte für Motorradfahrer müssen mehr können als ihre Gegenstücke im Auto. Sie sollen zuverlässig leiten, dabei aber die schönsten statt nur die schnellsten Routen vorschlagen. Zudem sollten sie mit Erschütterungen zurechtkommen und sich mit Handschuhen bedienen lassen.
Das zum Testzeitpunkt 330 Euro teure TomTom Rider 550 bildet neben dem teureren Garmin Zumo XT (488 Euro, Testbericht) eins der Top-Motorrad-Navigerät auf dem Markt. Äußerlich unterscheidet sich das TomTom Rider 550 auf den ersten Blick kaum von seinem Vorgängermodell Rider 450, das Display ist immer noch 4,3 Zoll (10,9 cm) groß, das gesamte Gerät erfreulich flach und solide verarbeitet. Damit ist es zwar etwas kleiner als das 5,5-Zoll-Display des Garmins, verdeckt dafür aber auch nicht so viel des Cockpits.
Das Rider 550 erfüllt den IPX7-Standard, ist also wasserdicht. Das Navi lässt sich ohne Kraftaufwand in die mitgelieferte Lenkerhalterung ein- und wieder ausklinken und hält bombenfest. Besonders letzterer Punkt war bei frühen Rider-Modellen nicht immer gegeben, wie der Tester selbst leidvoll erfahren musste. Doch die aktuelle Lösung ist über jeden Verdacht erhaben. Auch die Stromversorgung über die Bordbatterie bleibt gewährleistet, das Verlegen der nötigen Kabel - ebenfalls im Lieferumfang enthalten - ist selbst für Laien mit einem bisschen handwerklichen Geschick an den meisten Motorradmodellen machbar.
Das neue TomTom Rider 550 besitzt gegenüber dem Vorgängermodell einen schnelleren Quad-Core-Prozessors und eine WLAN-Schnittstelle. Die Berührungsempfindlichkeit des Bildschirmes lässt sich einstellen, damit es sowohl mit dickem Handschuh als auch mit dem bloßen Finger funktioniert. Falls die Empfindlichkeit auf Maximum eingestellt ist, reagiert das Gerät schon, wenn der Finger noch suchend einige Millimeter über dem Touchscreen schwebt.
TomTom verspricht zwar für das Rider 550 eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden, realistisch sind je nach Helligkeitseinstellung und Nutzung drei Stunden. Damit übertrifft es das Garmin Zumo XT deutlich, welches bei voller Helligkeit über eine Stunden früher schlapp machte. Das doppelte Kugelgelenk der RAM-Mount-Halterung bietet vielfältige Einstellmöglichkeiten. Praktischerweise kann das Rider 550 mit einem Handgriff vom Quer- ins Hochformat gedreht werden und die Kartenanzeige klappt automatisch mit.
Eine der entscheidenden Neuerungen des Rider 550 ist seine WLAN-Fähigkeit: Es braucht kein Kabel mehr (auch wenn das im Lieferumfang enthalten ist), um Karten, am Computer ausgearbeitete Routen oder andere Daten zu übertragen. Damit hat das TomTom mit dem Konkurrent Garmin Zumo XT gleichgezogen. TomTom schickt auch automatisch eine Benachrichtigung, sobald neue Updates zur Verfügung stehen.
Allerdings verfügt das Rider 550 über keinen Browser, so dass man keine öffentlichen Hotspots mit Anmeldeportal nutzen kann. Das TomTom lässt sich per Bluetooth mit dem Smartphone und dem Headset im Helm verbinden. So erscheinen eingehende Anrufe oder Nachrichten auf der Anzeige. Über Siri oder Google Assistant kann per Sprachsteuerung auf Funktionen des Smartphones zugegriffen werden, um Musik oder Ansagen zu hören, vorausgesetzt der Fahrer hat ein Headset im Helm.
Falls nicht, kann man sich die Routenführung über die beiden eingebauten Lautsprecher des TomToms anhören. In der Stadt klappt das sehr gut, auf der Landstraße bis Tempo 80 noch bedingt, darüber kann man es vergessen. Aber ein kurzer Blick auf das große Display mit einer Auflösung von 480 × 272 Pixel reicht, um den Weg zu finden. Das ist zwar scharf, aber hier kann das Garmin Zumo XT mit 1280 × 720 Pixel auftrumpfen.
Routenführung und Kartenmaterial mit dem TomTom Rider 550
Die Neuerungen des Rider 550 liegen im Inneren. Ein schnellerer Quad-Core-Prozessor sorgt nun für einen rascheren Start des Geräts und eine flotte Routenberechnung. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als wenn man losfahren will, aber das Navi Ewigkeiten braucht, bevor es die Strecke errechnet hat. Hier kann das Rider 550 glänzen, sogar die kleinsten Nebensträßchen, die bei der Funktion „Spannende Tour“ miteinbezogen werden, hat das Gerät innerhalb kürzester Zeit berechnet. Von der Rechengeschwindigkeit liegen das Garmin Zumo XT und der Rider 550 ungefähr gleich auf.
„Spannende Tour“ hat sich bald zur Lieblingsfunktion gemausert: Einfach einen Zielpunkt eingeben und das Rider 550 erstellt in Sekunden eine komplette Tour bis zum aktuellen Ausgangspunkt zurück. Dabei können die „Kurvigkeit“ und die Höhenunterschiede in drei Stufen eingestellt werden. Wer es auf maximal stellt, kann schon mal ziemlich lange von A nach B brauchen, da sich das Navi dann allerkleinste Nebenstrecken aussucht. Aber auch bei normaler Routenführu...
Die beste Lösung finden
Insgesamt gibt es keine perfekte Lösung für die Motorrad-Navigation. Die beste Wahl hängt von den individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und dem Budget ab. Ein Motorola-Smartphone mit einer guten Navigations-App und dem richtigen Zubehör kann jedoch eine ausgezeichnete Option für Motorradfahrer sein.
Verwandte Beiträge:
- Bestes Mountainbike unter 1000€: Test & Vergleich der Top-Modelle
- Bestes Mountainbike für 2000 Euro: Test & Vergleich der Top-Modelle
- Bestes Mountainbike bis 500€: Test & Kaufberatung für Einsteiger
- Bestes MTB Navi 2024: Vergleich & Kaufberatung für Mountainbiker
- Mini-Fahrradschlösser im Test: Die besten Kompakten Schutzwunder für Unterwegs!
- Radweg rund um den Wolfgangsee: Länge, Höhenmeter & die besten Tipps für dein Abenteuer
Kommentar schreiben