Ob auf staubigen Schotterwegen, durch dichte Wälder oder über endlose Landstraßen - Radreisen stehen hoch im Kurs. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sollte nicht nur auf sein Bauchgefühl vertrauen. Eine zuverlässige Navigation ist unerlässlich - besonders für alle, die keinen Stapel Karten mit sich herumschleppen will.
Sie suchen das beste Fahrrad-Navi zum Gravelbiken, Mountainbiken, Rennradfahren, für Fahrrad-Trekking, Bikepacking, Bike-Bergsteigen, E-Biken, Tourenradfahren? Wir stellen Ihnen die Stärken und Schwächen der kleinen Geräte vor und verraten Ihnen, welche Modelle in unserem Test am besten abgeschnitten haben.
Was ist ein Fahrrad-Navi?
Manche erinnern sich vielleicht noch - vor etlichen Jahren waren kleine Fahrrad-Tachos üblich, die mit einem Sensor an den Speichen verbunden waren. Diese Tachos zeigten die aktuelle Geschwindigkeit an und konnten daraus tagesaktuell die zurückgelegte Wegstrecke, die Fahrtzeit und somit die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen.
Die hypermodernen Fahrrad Navis können genau das auch - und noch viel mehr. Dank eingebauter GPS-Technologie kannst du auf dem smarten Touch-Display in Echtzeit deine Position auf einer Karte verfolgen, einer vorgeplanten Route folgen und deine Daten per Bluetooth direkt in deine Fitness-App auf dem Handy übertragen.
Fahrrad Navis liegen im Trend. Zahlreiche neue Funktionen, ihr geringes Gewicht und ihre hohe Zuverlässigkeit machen sie inzwischen zu unverzichtbaren Begleitern auf jeder Fahrradtour, ganz egal ob bei der Pendelstrecke im Alltag, der abendlichen Rennradrunde oder auch dem großen Mountainbike-Abenteuer am Wochenende.
Welche Arten von Fahrrad-Navis gibt es?
- GPS-Fahrradcomputer: Geräte zum Aufzeichnen und Visualisieren von Daten (Geschwindigkeit, Streckenlänge, Herzfrequenz, Leistung, …), in der Regel mit umfangreichen Trainings- sowie Navigationsfunktionen (mit bzw. ohne Karten).
- Fahrrad-Navis mit Kartendarstellung: Bei diesen GPS-Geräten steht ein automatisches Routing analog zum Auto-Navi sowie das Navigieren mit Tracks im Vordergrund. Dazu können Funktionen wie ein Routenplaner, das Eingeben von Adressen, Berechnen von Rundtouren, aber auch topografische Karten und diverse Zusatzfunktionen wie das Messen von Herz- bzw. Trittfrequenz kommen.
- Outdoor-GPS-Geräte: In diese Kategorie fallen universelle, für viele Outdoor-Aktivitäten geeignete GPS-Handgeräte (Wandern, Geocaching, Fahrrad, …).
- Smartphones: Beide Welten - Smartphones bzw. Fahrrad-Navis - haben ihre Daseinsberechtigung.
- Wearables: Manche Wearables eignen sich für Radsport-Aktivitäten. Ihre Stärken liegen eher beim Trainieren und Aufzeichnen, aufgrund der kleinen Displays weniger gut zum Navigieren - worüber sich allerdings diskutieren lässt.
- "GPS-Tachos": Solche "GPS-Tachos" kosten in der Regel weniger als 100 Euro, bieten aber zahlreiche Zusatzfunktionen, die sie zu preiswerten Konkurrenten für Fahrrad-Navis mit Kartendarstellung machen. Dazu gehören das Aufzeichnen und Speichern von Touren oder das Erfassen von Sensordaten (z.B. Herzfrequenz).
Die besten Fahrrad-Navis im Test
Wir haben 35 Fahrrad-Navis getestet.
Immer mehr Hersteller entwickeln Fahrrad Navis. Große Unterschiede, nicht nur beim Preis, sondern insbesondere auch bei der technischen Ausstattung und der Langlebigkeit sind dabei unumgänglich. Dabei kann es schnell passieren, dass man in diesem Wirrwarr von Angeboten den Überblick verliert.
An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen die Top-Modelle, mit allen wichtigen zusätzlichen Infos, die für einen Kauf unverzichtbar sind. Mit diesem Testbericht finden Sie garantiert das richtige Gerät für Ihren ganz persönlichen Zweck!
Garmin Edge Explore 2
Das beste Fahrrad-Navi für die meisten ist das Garmin Edge Explore 2. Es ist hochwertig in der Verarbeitung sowie einfach in der Anwendung. Die Benutzeroberfläche lässt sich mit der Garmin Connect App individuell anpassen, gefahrene Touren kann man dort auswerten. Die Navigation ist ausgezeichnet und hat uns stets ans gewünschte Ziel gebracht.
Dabei lassen sich Touren auf dem Gerät selbst oder auf den bekannten Portalen wie Komoot, Outdooractive oder Strava planen und bequem auf das Gerät übertragen. Somit ist das Garmin nicht nur für den Freizeit- und Tourenbiker geeignet, auch technikbegeisterte und versierte Radler kommen mit dem Garmin Edge Explore 2 bestimmt auf ihre Kosten.
Die Redaktion von imtest.de hat unseren Testsieger ebenfalls getestet und vergibt die Note 1,9. Die meisten Fahrradfahrer dürften mit dem Edge Explore 2 glücklich werden: Die Navigation ist einwandfrei, die Hardware gut und die Bedienung einfach. Mehr Fahrradcomputerfunktionen brauchen nur absolute Profis.
Die wichtigsten Fakten des Garmin Edge Explore II im Überblick:
- Hersteller: Garmin
- Modell: Edge Explore II
- Maße und Gewicht (ohne Halter): 106 x 56 x 21 mm / 104 Gramm
- Satelliten: GPS, Glonass, Galileo
- Höhenmesser/Kompass/Gyroskop: barometrisch / ja / ja
- Display/Auflösung: 3 Zoll / 240 x 400 Pixel
- Bedienung: 3 Tasten, Touchdisplay
- Akkuleistung/Ladezeit: 16 Stunden / 2,5 Stunden
- Speicher: 16 GB
Garmin Edge 1040 Solar
Das Garmin Edge 1040 Solar ist zwar das beste Fahrrad-Navi im Test, wenn es um Leistung geht, es ist aber etwas komplizierter in der Bedienung und der Preis wird sicherlich den ein oder anderen Biker erschrecken, was der Grund für den verlorenen Testsieg ist.
Alles in allem ist das Garmin Edge 1040 Solar ein gut funktionierendes Fahrrad-Navi mit toller Akkulaufzeit und einer enormen Anzahl an Funktionen. Der große Haken an dem Gerät ist jedoch der stolze Preis, der jeden abschreckt, der eigentlich nur ein einfaches Navigationsgerät wie unseren Testsieger möchte.
Besonders interessant: Solarladung, Trainings-Coaching, wasserabweisendes Gehäuse
Schwachpunkt: Stolzer Preis für ein Fahrrad Navi, Display spiegelt leicht
Speicherplatz: 64 GB
Akkulaufzeit: 45 h (Solarladung)
Sigma ROX 12.1 Evo
Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter. Der Sigma ROX 12.1 Evo ist nicht nur ein GPS-Radcomputer, sondern fast schon ein vollwertiges Navi. Sigma hat hier sehr viel Wert auf eine verlässliche Navigation und einfache Bedienung gelegt.
Dank ANT+ und Bluetooth-Schnittstellen wird das Navi zu einem treuen Trainingsbegleiter und auch die Kopplung an E-Bikes ist möglich. Der ROX 12.1 Evo kann zudem auch bei anderen Aktivitäten wie Wandern oder Golf eingesetzt werden. Der aufgerufene Preis ist noch fair, lediglich das Display könnte etwas besser ablesbar sein.
Besonders interessant: Preis-Leistungs-Sieger, Sportprofile, E-Bike-Funktionen
Schwachpunkt: Navigation vermeidet Höhen, Tastenbelegung muss erlernt werden
Speicherplatz: 100 h Fahrzeit
Akkulaufzeit: 15 h
Weitere empfohlene Modelle
- Garmin Edge 840: Ein wahrer Alleskönner mit Vielseitigkeit und individueller Konfigurierbarkeit.
- Bryton Rider 750 SE: Individuell trainieren und smarte Sprachsteuerung.
- Wahoo Elemnt Bolt V2 GPS: Fokus auf das Wesentliche, ideal für datenbewusste Rennradfahrer.
- TwoNav Cross Plus: Hochwertige Qualität, klein und robust.
- Wahoo Elemnt Roam V2: Ein wahres Top-Modell für Offroad-Navigation und Coaching.
- Sigma Sport ROX 11.1: Große Leistung, kleiner Preis.
- Garmin Edge 830: Ein unverzichtbarer Begleiter mit perfekter Navigation.
Funktionen, die ein Fahrrad-Navi haben sollte
Moderne Fahrrad Navis stehen anderen technischen Geräten in nichts nach und so vereinen sie in ihrem kompakten Format zahllose Funktionen, von denen manche mehr, andere jedoch weniger nützlich sein können.
- Lange Akkulaufzeit: Um Sie auch bei langen und kräftezehrenden Ganztagestouren nicht im Stich zu lassen.
- Karthografische Darstellungsform: Eine gute Darstellungsform, damit innerhalb weniger Sekunden die richtige Entscheidung getroffen sein muss.
- Bluetooth-Verknüpfung: Durch die Verknüpfung über Bluetooth mit Ihrem Smartphone können Sie Ihre Fitnessdaten Speichern, unterwegs neue Routen hinzufügen und sich sogar eingehende Nachrichten und Anrufe anzeigen lassen.
Warum nicht einfach das Smartphone nutzen?
Natürlich kann man das. Dabei wird Ihnen auf längeren Trainingsfahrten allerdings nicht nur die kurze Akkulaufzeit Ihres Smartphones einen Strich durch die Rechnung machen. Dieses ist auch weder Spritzwassergeschützt, noch vereint es die vielen spezialisierten Zusatzfunktionen in einem praktischen, kompakten Gerät, das Sie nicht vom essenziellen ablenkt: Fahrrad fahren.
Einsatzbereiche für Fahrrad-Navis
Dank der Vielzahl an Funktionen lassen sich Fahrrad Navis in fast jedem Kontext einsetzen - viele Geräte können Sie sogar auf anderen Sportarten, wie etwa dem Wandern oder Langlaufen im Winter einsetzen. Doch auch passionierten Fahrradfahrern sind mit den neuen Fahrrad Navis keine Grenzen mehr gesetzt.
Je nach bevorzugtem Einsatzbereich kann es sich aber lohnen, auf bestimmte Dinge besonders Acht zu geben:
- Pendler: Wer seine alltäglich beim Pendeln zurückgelegten Kilometer in der Fitness-App nachverfolgen möchte, der greift am besten zu einem Modell, das sich schnell an- und wieder abmontieren lässt.
- Mountainbike- und Trailfans: Sollten insbesondere auf die Wasserfestigkeit ihres Geräts achten.
- Rennradfahrer: Die stark auf lange Touren abfahren, sollten sich beim Kauf eines Fahrradcomputers besonders nach der Akkulaufzeit richten.
Vor- und Nachteile von Smartphones vs. Fahrrad-Navis
| Aspekt | Smartphone | Fahrrad-Navi |
|---|---|---|
| Akkulaufzeit | Kürzer | Länger |
| Wetterfestigkeit | Oft nicht spritzwassergeschützt | Spritzwassergeschützt oder wasserdicht |
| Spezialisierte Funktionen | Benötigt zusätzliche Apps | Integrierte, spezialisierte Funktionen |
| Bedienung | Umständlicher während der Fahrt | Einfache Bedienung mit Handschuhen |
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