Kalkhoff E-Bike Test und Bewertung: Ein umfassender Überblick

Seit 105 Jahren ist Kalkhoff eines der beständigsten Fahrradunternehmen weltweit und hat sich inzwischen ganz dem Bau von E-Bikes gewidmet. Der Markt für E-Bikes ist groß und unübersichtlich, daher ist es wichtig, sich vor dem Kauf umfassend zu informieren.

Aktuelle Testergebnisse und Bewertungen

Stiftung Warentest (06/24)

Im aktuellen Test (06/24) der Stiftung Warentest wurden elf Trekking-E-Bikes mit Preisen von 1.100 bis 4.500 EUR geprüft. Das ENDEAVOUR 5 ADVANCE+ von Kalkhoff erhielt das Qualitätsurteil GUT (1,8). Besonders hervorgehoben wurden die angenehme Sitzposition, der kraftvolle Motor und die hochwertige Verarbeitung.

IMTEST

IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat drei Modelle von Kalkhoff, KTM und Canyon getestet. Das Kalkhoff Endeavour L Excite überzeugte mit einem geringen Gewicht von 21,7 Kilogramm und einem angenehmen, sicheren Fahrgefühl. Es liegt gut in Kurven und fährt sicher auf verschiedenen Untergründen.

Modelle im Fokus

Kalkhoff Endeavour Light Season

Zum Preis von 2999 Euro hat Kalkhoff ein gutes Tourenrad konzipiert, das uns dank gutem Handling und smartem Antrieb gefällt. Schon am Gewicht lässt sich das erkennen, dass Kalkhoff beim Tourer einen Schritt weiter denkt: Die Waage bleibt beim nagelneuen Endeavour L Season bei 24 kg stehen. Den robusten Alurahmen kombiniert Kalkhoff mit einer eher einfachen Federgabel mit verstellbarer Stahlfeder und Lockout. 28“-Laufräder komplettieren das vorwärtsorientierte Fahrwerk.

Der neue SX-Motor hat das Zeug zum Gamechanger und ist im Endeavour mit integriertem, herausnehmbarem Akku genau richtig. In den engen Gassen der Altstadt zeigt das Kalkhoff, dass es sich hier wohl fühlt. Auf innerstädtischem Kopfsteinpflaster zeigen die 55er Pneus mit sanftem Druck gute Dämpfung, die Federgabel filtert gröbste Unebenheiten raus. Schwalbes Big-Ben-Bereifung garantiert auch auf schneller Schussfahrt bergab guten Grip.

Kalkhoff Image 3 Excite

Ab 3799 Euro kostet das City-E-Bike in der Basis, dafür bekommt man wie in unserem Fall einen 500-Wh-Akku in Kombination mit dem etwas schwächeren 75-Nm-Performance-Line-Motor von Bosch. Kombiniert wird dieser mit einem monochromen Intuvia-Display und einer LED-Remote. Wer in der City oder auf dem längeren Pendelweg Reichweitenangst verspürt, kann gegen 200 Euro Aufpreis den 625-Wh-Akku ordern - was an sich eine gute Option ist, für den Preis hätten wir den größeren ab Werk aber lieber gesehen.

Der erste Gang fungiert dabei gefühlt wie ein Rettungsring und schiebt einen im Notfall die Berge hinauf, die weiteren Gänge stufen die Kurbelumdrehungen im geraden Geläuf wohltuend nach unten ab. Dazu passt der in der Excite-Version verbaute Gates-Carbonriemen, welcher ohne Wartung auskommt und viele sorgenfreie Kilometer garantiert.

Die gutmütig bremsende Magura MT A2 kennt man nur von Kompletträdern, die Uracher verkaufen die kleine Zweikolbenbremse nur als Ersatzteil an den Handel. Kombiniert wird diese mit einer 180er Disc vorn und einer 160er hinten - das passt, denn das Kalkhoff ist ohnehin nur bis 130 Kilo Gesamtgewicht zugelassen. Schade bleibt, dass der größere 625-Wh-Akku aufpreispflichtig ist, hier sollte man vor dem Kauf ehrlich mit sich und seinen Wegstrecken sein.

Insgesamt sitzt man erhaben-aufrecht auf dem Image, die leicht federnde Sattelstütze sorgt im Rücken für etwas zusätzlichen Komfort. Einmal mehr ist die verbaute Suntour-Stahlfedergabel ein unauffälliger Begleiter, die mit 63 mm Hub aber wenig gegen Schlaglöcher entgegenzusetzen hat. Der Geradeauslauf ist tadellos, die Rahmensteifigkeit trotz Fahrergewicht an der Systemgrenze in Ordnung.

Kalkhoff Endeavour 5+ Move

Viel mehr E-Bike als das Kalkhoff Endeavour 5+ Move kann man in dieser Preisklasse kaum bekommen. Das Zweirad eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge in der Stadt, auf Landstraßen und Feldwegen. Kalkhoff selbst verlangt für sein Velo knapp 4.000 Euro, bei anderen Anbietern ist es jedoch weit mehr als 1.000 Euro günstiger, wodurch es für uns das beste Preis-Leistungsverhältnis darstellt und sich knapp vor das etwas teurere Gazelle Ultimate T10 HMB schiebt.

Das 5+ Move ist auf 29 Zoll großen Rädern und universellen Schwalbe-Reifen unterwegs. Diese eignen sich gleichermaßen für glatten Asphalt wie auch für holprige Wald- und Feldwege. Längere Strecken legt man mit dem Kalkhoff-Bike bequem zurück. Der ist super weich, bietet guten Halt und sorgt dafür, dass man sein Gesäß auch nach mehrstündigen Touren nicht spürt. Vorne hat Kalkhoff eine Teleskopgabel mit einem Federweg von 80 Millimetern verbaut.

Ganz wichtig, gerade für größere Radler: Das Endeavour 5+ Move ist mit einem verstellbaren Lenkervorbau ausgestattet. So lässt sich der Lenker perfekt in der Höhe und in der Neigung anpassen - je nachdem, ob man lieber aufrecht oder in gekrümmter Haltung fährt. Die Kunststoffgriffe sind zudem angenehm ergonomisch geformt und erlauben eine optimale Verteilung des Drucks auf die Hände.

Ausgeliefert wird das Endeavour 5+ Move inklusive Ständer und robustem Gepäckträger. Dieser hat eine Traglast von bis zu 27 Kilo und eignet sich damit problemlos für die alltäglichen Einkäufe. Beim Motor bedient sich Kalkhoff im Bosch-Sortiment: Zum Einsatz kommt der Motor der Bosch Performance Line mit 75 Newtonmetern. Der Lithium-Ionen-Akku (Typ Bosch PowerTube 625) leistet 625 Wattstunden (Wh). Mit einer Ladung sollen im Zusammenspiel mit der geringsten Tretunterstützung Reichweiten von bis zu 115 Kilometer drin sein.

Das Display Kiox 300 stammt ebenfalls aus dem Hause Bosch. Der Bildschirm ist auch im Hellen gut ablesbar. Zu den dargestellten Informationen gehören unter anderem Höhendaten, Anstieg, Leistungs-, Trittfrequenz- und Kalorien-Anzeige. Ebenso erfährt man, wie lange man bereits unterwegs ist, wie viele Kilometer man insgesamt und am jeweiligen Tag zurückgelegt hat.

Kundenfeedback und Erfahrungen

Das IMAGE L ADVANCE WAVE ist ein sehr gut verarbeitetes Ebike ,die Technik ist vom feinsten. Es läßt sich durch sein geringes Gewicht wie ein normales Fahrrad Händeln .Meine Frau ist mehr als zufrieden mit dem Ebike. Ich werde demnächst das gleiche fahren.

Drei Dinge überzeugen! Fahrräder designed und gebaut in Deutschland. Hohe Qualität. Und, vor allem, sehr gute Preise. Was noch fehlte war der Kontakt mit dem Support, den ich nun auch als freundlich und kompetent erfahren habe. :)

Einige Kunden berichten von Problemen mit dem Kundendienst und der Ersatzteilversorgung. So klagte ein Kunde über fehlende Ersatzteile für den Fahrradständer, ein anderer über lange Wartezeiten in der Werkstatt. Es ist ratsam, diese Aspekte bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen.

Wichtige Aspekte beim E-Bike-Kauf

Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich. Citybikes sind primär für den Stadtverkehr konzipiert. Trekkingräder erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes. Mountainbikes sind für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert.

Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist. Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh).

Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.

E-Bike Typen und ihre Einsatzgebiete

  • City E-Bikes: Für kurze und mittellange Strecken, die eben und gut ausgebaut sind. Ausgestattet mit Gepäckträger, Ständer und Reflektoren.
  • Trekking E-Bikes: Möglich für Radreisen oder Ausfahrten auf unebenem Terrain.
  • SUV-Bikes: Geeignet für Radreisen oder Ausfahrten auf unebenem Terrain.

Technische Details und Komponenten

Bei der Wahl des Motors sollte man auf die Newtonmeter-Angabe achten. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft.

Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen. Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten.

Zusammenfassung der Testergebnisse

Das Kalkhoff Endeavour L Excite überzeugt im Test mit einem geringen Gewicht und einem sicheren sowie komfortablen Fahrgefühl. So meistert der Testsieger sowohl Fahrten in der Ebene als auch im hügeligen Gelände, auf Asphalt und auf Kopfsteinpflaster. Features wie ein großes Farbdisplay, zwölf Gänge und eine aufrechte Sitzposition sowie ergonomische Griffe erhöhen den Komfort während der Fahrt. Aufgrund der geringen Akkukapazität und des leichteren Motors fällt die Reichweite allerdings etwas gering aus.

Tabelle: Übersicht der Kalkhoff E-Bike Modelle und Eigenschaften

Modell Motor Akku Reichweite (ca.) Besonderheiten
Endeavour Light Season Bosch Performance Line SX Integriert, herausnehmbar Variabel Leichtbauweise, gutes Handling
Image 3 Excite Bosch Performance Line 500 Wh / 625 Wh (optional) Variabel Nabenschaltung, Carbon-Riemen
Endeavour 5+ Move Bosch Performance Line 625 Wh Bis zu 115 km Verstellbarer Lenker, komfortabler Sattel

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