Ihr wohnt in Bielefeld und sucht eine Fahrradroute ohne lange Anreise? Oder ihr kommt aus der Umgebung und wollt das schöne „Liebefeld“ und seine grünen Ecken entdecken? Auf diesen 25,3 Kilometern durch die grüne Leinweberstadt kommt ihr an zahlreichen bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.
An einem warmen, sonnigen Sonntagnachmittag um den Obersee zu radeln, war noch nie eine gute Idee, da dort dann sehr viele Menschen unterwegs sind. Für entspannte Touren mit ausreichend Abstand ist es ratsam, um den Obersee und andere beliebte Ausflugsziele einen Bogen zu schlagen und unbekannte Strecken zu entdecken.
Themenrouten in Bielefeld
Die zehn ausgeschilderten Bielefelder Themenrouten bieten da reichlich Anregung. In Bielefeld gibt es zehn ausgeschilderte Themenrouten. Auf diesen neun Rundtouren und einer Streckentour fällt die Orientierung leicht, dank der Schilder mit den Routenlogos an allen Kreuzungen und Abweigen. Es ist trotzdem sinnvoll, eine Radkarte oder ein Smartphone mit Navigations-App dabeizuhaben, falls mal ein Schild fehlt oder Sie die Route abkürzen oder verlängern möchten.
Hier eine Übersicht der Themenrouten:
- um’n Pudding - 12 km
- Das Grüne Netz - 26 km
- Pillepoppen - 28 oder 49 km
- Bielefeld aufspüren! - 29 km
- Bielefelder Silhouetten Nord - 29 km
- Bielefelder Romanzen - 31 km
- Engelroute - 44 km
- Bielefelder Silhouetten Süd - 43 km
- Bielefeld malerisch! - 54 km
- Von Quelle zur Quelle - 66 km
Die orangefarbenen Schilder der alten BI-Rundwege werden demnächst abgeschraubt. Aber die Rundwege selbst existieren weiter mit etwas geänderter Streckenführung und in neuer Form als Radtouren-Tipps.
Die Radtour "Das Grüne Netz" im Detail
„Das Grüne Netz“ ist die perfekte Radroute für eine ausgedehnte Feierabendrunde oder einen Sonntagsausflug mit der Familie. Entdecke das grüne Netz der Bachtäler und Grünzüge, die Lutteraue in Milse, die Heckrinder in der Johannisbachaue, den Obersee mit Viadukt und die Bielefelder Altstadt! Parkanlagen und naturnah belassene Grünflächen durchziehen die Stadt netzartig und verbinden die Wohngebiete mit den umgebenden Landschaften wie Teutoburger Wald, Johannisbachaue und Obersee. Bielefeld setzt diese einzigartige Idee seit mehr als 100 Jahren um, von den ersten Plänen des Gartenbaudirektors Paul Meyerkamp bis heute. Die vom Teutoburger Wald herabführenden Bachtäler und die Grünzüge bilden im Stadtteil Schildesche die Grundelemente eines grünen Netzes.
Ihr startet in der Innenstadt an der Tourist-Information Bielefeld. Gleich daneben befinden sich das alte Rathaus und das Stadttheater, die altstädtisches Flair versprühen. Ihr radelt Richtung Ravensberger Straße und gelangt in den Ravensberger Park. Der Weg hinaus aus der Stadt führt durch die Ravensberger Straße mit ihrer langen Platanenallee. Im Park befindet sich - neben der Ravensberger Spinnerei, einem Kino, dem Museum Huelsmann sowie der „Hechelei“ - auch das Historische Museum, das die Geschichte Bielefelds und seiner Region anschaulich und lebendig darstellt. Vom Ravensberger Park aus gelangt man zu den Stauteichen in Bielefeld, eine grüne Oase in der Großstadt, die zu einer kleinen Pause einlädt. Insgesamt drei Stauteiche sorgen dafür, dass der Park nie unter Wasser steht, da bei starkem Regen das Wasser dort gesammelt werden kann. Weiter geht es entlang der Lutter - einem kleinen Fluss, der im Bielefelder Stadtteil Quelle entspringt - in Richtung Heepen. Der Weg entlang der Lutter und ihrer Stauteiche weitet sich zu einem immer breiter werdenden landschaftlichen Grünzug.
Ihr kommt am Hof Meyer zu Heepen vorbei. Dieser gehörte einmal zu den größten Höfen des Ravensberger Landes, wird heute jedoch landwirtschaftlich nicht mehr genutzt. Der von einer Gräfte (Wassergraben) umgebene Hof Meyer zu Heepen gehörte früher zu den größten Höfen des Ravensberger Landes. Heute wird er unter anderem als Naturfreundehaus genutzt. Die Hofstelle mit ihren erhaltenen Gräften (um das Anwesen verlaufender Wassergraben) und die ehemalige Wassermühle mit Stauwehr ist ein beeindruckender Anblick.
Eure nächste Station und ein Highlight der Tour ist der Obersee. Hier findet ihr grüne Wiesen am Ufer, wo man die Seele baumeln lassen und gemütlich picknicken kann. Am Obersee findet jeder seinen Lieblingsplatz. Der 1982 entstandene See ist Hauptanziehungspunkt in einer 80 Hektar großen Grünanlage. Wasser, Rad- und Spazierwege, Gastronomie, Minigolf, Spielplätze und viele Veranstaltungen garantieren einen hohen Freizeitwert. Alternativ kann man auch im „Seekrug am Obersee“ einkehren und dort die schmackhaften Gerichte genießen. Nach der Pause radelt ihr gemütlich weiter durch Parkanlagen (mit Spielplätzen und Sitzgelegenheiten - interessant, falls ihr einen Familienausflug macht).
Das Landschaftsschutzgebiet Lutteraue mit Ackerflächen, Weiden und Wiesen, Hecken und Wäldchen, Bächen und Weihern gilt als das Gebiet mit der höchsten Brutvogeldichte in Bielefeld und Umgebung. Rebhuhn, Wachtel, Kiebitz, Neuntöter und Nachtigall fühlen sich hier wohl. Auf den Wiesen der Johannisbachaue weidet eine Herde Heckrinder. Die robusten Tiere mit ihren beeindruckenden Hörnern sind hier ganzjährig zu beobachten.
Ihr könnt die Tour auch etwas abändern durch den Nordpark fahren, der für sein denkmalgeschütztes Gartenhaus und seine Dahlienschau bekannt ist. Zum Schluss, wenn ihr durch den Park wieder Richtung Stadt fahrt, kommt ihr noch an der Schüco-Arena - Zuhause des Fußballvereins Arminia Bielefeld - und dem Siegfriedplatz im Bielefelder Westen vorbei. Von der SchücoArena aus siehst du südlich der Route die neun schlanken Bögen der Eingangsfassade der Rudolf-Oetker-Halle. Das denkmalgeschützte Konzerthaus liegt direkt am Bürgerpark, einem modernen Stadtpark mit Café und Spielplatz. Im nordöstlichen Teil des Bürgerparks - gegenüber der RudolfOetker-Halle - steht eine Elchskulptur: Wie viele Kinder wollten wohl schon auf dem Rücken des Elches sitzen und die Welt von oben bestaunen?
Auf dem Platz treffen sich an Sommerabenden zahlreiche Leute und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Hier könnt ihr mit einem kühlen Bier, einem Kaffee oder einem Stück Kuchen eure Radtour durch Bielefeld ausklingen lassen. Wenn ihr bis ganz zu eurem Ausgangspunkt am Bielefelder Rathaus zurückradeln möchtet, fahrt ihr noch ein Stück weiter Richtung Innenstadt und fahrt unter dem Ostwestfalendamm hindurch und auf die Artur-Ladebeck-Straße. An dieser Straße liegt auch die Kunsthalle Bielefeld mit ihrer beeindruckenden Sammlung mit Werken von Picasso, Sonia und Robert Delaunay, Max Beckmann und vielen weiteren Künstlern. Der großzügig angelegte Skulpturenpark der Kunsthalle Bielefeld bietet beste Bedingungen für eine inspirierende Pause unter freiem Himmel. Flaniere zwischen den Skulpturen von Olafur Eliasson, Sol LeWitt, Henry Moore, Thomas Schütte und anderen oder verweile am Wasserbecken! Vorbei am Klosterplatz und dem Altstädter Kirchplatz gelangt ihr dann zurück zum Rathaus. Individuelle Geschäfte, Straßencafés und grüne Oasen machen den Reiz der Altstadt aus. Auf dem Alten Markt verbreitet der sehr seltene, prachtvolle Geweihbaum mit seinen großen Fiederblättern eine beinahe tropische Atmosphäre.
ADFC-Mitgliedschaft: Vorteile für Radfahrer
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 240.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch Dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.
Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich.
Verkehrssicherheit beim Radfahren
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben.
Worauf sollte ich als Radfahrer achten?
Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Pedelecs und E-Bikes: Was ist der Unterschied?
Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle.
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