Fahrradclub für Erwachsene: Sicher und komfortabel Radfahren

Täglich rollen Millionen Räder über die Straßen und Radwege der Republik. Einige Erwachsene haben seit ihrer Führerscheinprüfung gar nicht mehr im Fahrradsattel gesessen. Wieder andere haben nie Rad fahren gelernt, weil besorgte Eltern die Straßen als zu gefährlich einstuften. Und andere stammen aus Kulturkreisen, in denen das Radfahren nahezu unbekannt ist.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.

Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen.

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.

Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

ADFC-Vertretung in Ihrer Nähe finden

Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Um die 500 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.

Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.

Sie möchten erst später Mitglied werden, aber sich schon jetzt für das Radfahren engagieren?

Spezielle Kurse für Erwachsene

Hilfe bieten die ADFC-Radfahrschulen, die Fahrkurse speziell für Erwachsene im Programm haben und dabei helfen, das Rad fahren neu oder wieder zu erlernen.

Die Kursteilnehmenden können in kleinen Schritten und ihrem individuellen Tempo lernen, wie sie richtig auf- und absteigen, anfahren und anhalten oder Kurven fahren, Hindernissen ausweichen und sich richtig im Straßenverkehr verhalten.

Immer mehr ADFC-Radfahrschulen bieten auch spezielle Fahrkurse für Geflüchtete an. Dieses Programm stellt außerdem Fahrräder zur Verfügung und macht Geflüchtete damit im Alltag mobil und fördert gleichzeitig ihre Integration.

Radfahren ist aber auch Übungssache. Deshalb gibt es zwei Wochen nach dem Kurs eine gemeinsame Ausfahrt, ein halbes Jahr später folgt die Schlussausfahrt.

Radfahren lernen als Erwachsener

Ja! Das Fahrradfahren kann in jedem Alter erlernt werden, sofern man noch fit, beweglich und aufmerksam ist. Wer im Erwachsenenalter zum ersten Mal auf ein Fahrrad steigen möchte, wird dabei auch nicht allein gelassen.

Das ist mitunter nicht mehr ganz so einfach wie als Kind, da Erwachsene oft weniger geduldig sind und sich mehr Gedanken machen, was schiefgehen könnte. Aber es lohnt sich, Fahrradfahren zu lernen. Denn laut Umweltbundesamt lassen sich in Ballungsgebieten bis zu 30 Prozent der Autofahrten durchs Fahrrad ersetzen.

Das richtige Aufsteigen und Absteigen nimmt zu Beginn die Angst vor dem Rad. Danach wird das Anfahren und Anhalten demonstriert. Für alle Teilnehmer gibt es die Möglichkeit, die ersten Fahrversuche auf einem gesicherten Gelände zu machen.

Wer Fahrrad fahren lernen möchte, sollte ein wenig Geduld mitbringen. Jeder Teilnehmer lernt das Radfahren in einer anderen Geschwindigkeit und das ist vollkommen in Ordnung. Je nach Erfahrung, Selbstbewusstsein und körperlicher Verfassung können verschiedene Kurse besucht werden. Wer sich einen Kompaktkurs zutraut, kann das Fahrradfahren in ein bis zwei Wochenenden lernen. Das ist unterschiedlich.

Um einen Fahrradkurs zu besuchen, der vom ADFC veranstaltet wird, braucht man noch kein eigenes Fahrrad. Jedem Teilnehmer wird ein Rad zur Verfügung gestellt. Übrigens steht vor den ersten Fahrversuchen am Rad noch eine Eingewöhnungsphase auf einem Tretroller an.

Die Zweigstellen des ADFC verteilen sich über ganz Deutschland und bieten ein breit gefächertes Angebot.

Verkehrssicherheit und Fahrradausstattung

Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen? Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl).

Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind. Die Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder finden sich in der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO).

Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln - und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs.

Infrastruktur: Schutzstreifen, Radfahrstreifen und Radwege

Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden.

Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.

Versicherungspartner des ADFC

Ja. Der ADFC hat sich mit der Firma Pergande & Pöthe einen seriösen und erfahrenen Partner ins Boot geholt.

Pedelecs und E-Bikes

Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes? Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes.

Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.

Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind - rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

Fahrräder mit elektrischem Zusatzantrieb sprechen zunehmend jüngere und technikbegeisterte Menschen sowie Pendler und Familien an.

ADFC-Radtouren und Radkarten

Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung? Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

Wo bekomme ich Radkarten? Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten.

Veranstaltungen des ADFC

  • ADFC-Rennradmarathon "Vom Main zur Schwalm"
  • Taunus-Rhein-Tour
  • E-Bike-Tour durch den Taunus
  • Mörderrisches Wiesbaden (ab 18 Jahren)
  • Rabengrund-Tour
  • Tour de Taunus
  • "Ländchen"-Tour

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0