Eine bequeme Art, sich fortzubewegen, ist das Radfahren. Als Liegerad wird im Allgemeinen ein Fahrrad mit nach hinten geneigter Sitzposition oder Liegeposition bezeichnet.
Liegeräder zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Radfahren in nach hinten geneigter Position ermöglichen. Das Liegerad besitzt auch keinen Sattel, sondern ist üblicherweise mit einem Netzsitz oder Schalensitz ausgestattet. Der Lenker befindet sich, je nach Radtyp, vor dem Fahrer oder unterhalb des Sitzes. Wichtigste Merkmale sind die veränderten Positionen des Sitzes und der Pedalen, so dass der Fahrer in eine eher liegende Haltung beim Strampeln kommt.
Modern auch oft als Liegebike bezeichnet, kann man das Liegefahrrad heute in vielen Formen finden. Es gibt das zweirädrige Liegerad, dann das Liegedreirad oder sogar das Liegerad als Tandem. Darüber hinaus gibt es die Komfortvelos auch als Liegetandem oder als Liegedreirad.
Typen von Liegerädern
Bei Liegerädern können unterschiedliche Arten der Lenkung zum Einsatz kommen. Langlieger sind die ersten Liegeräder, die bereits um die Jahrhundertwende entwickelt wurden. Es handelt sich bei ihnen um Liegeräder, deren Tretlager sich hinter dem Vorderrad befindet. Ihr Schwerpunkt liegt ausschließlich auf dem Hinterrad, so dass Langlieger bei Schnee und Nässe nur wenig Halt bieten können. Das Gesamtgewicht des Langliegers ist allerdings sehr hoch, er lässt sich folglich nur schwer transportieren. Zu den Langliegern zählen auch Sessellieger.
Eines davon ist der Kurzlieger. Im Vergleich zum Langlieger ist er leichter, transportabler und durch den kleineren Radstand flexibler. An Sicherheit büßt er dabei nicht ein. Die Sitzhöhe auf dem Kurzlieger beträgt zwischen 40 und 60 Zentimetern, nur spezielle Tieflieger-Modelle sind niedriger. Unter den Kurzliegern existieren einige Spezialmodelle.
Für besonders sportliches Fahren oder gar für schnelle Rennen eignen sich Tieflieger, die durch eine extrem niedrige Sitzhöhe von unter 35 Zentimeter auffallen. Durch die besondere Bauart konnte eine bessere Aerodynamik erreicht werden, weil die Stirnfläche klein gehalten wird. Eine andere Form von Kurzlieger ist der Knicklenker. Das Steuerlager des Knicklenkers befindet sich unterhalb des Sitzes, beim Fahren schwenken Tretlager und Vorderrad mit. Diese Art Kurzlieger wird hauptsächlich für das Ganzkörpertraining benutzt.
Das Velomobil ist ein Liegedreirad, welches voll verkleidet ist und oft für sportliche Zwecke verwendet wird. Die Velomobile werden in Leichtbauweise gefertigt und teilweise auch von einem Elektromotor unterstützt. Diese Variante des Liegerades hat meist zwei Vorderräder und ein Hinterrad. Manche Velomobile werden vollverschalt hergestellt, können jedoch auch ohne Verschalung gefahren werden. Bei anderen Velomobilen gehört die Verschalung zur Konstruktion und kann nicht abgenommen werden. Je nach Konstruktionsart gibt es ein Velomobil in komplett geschlossener oder halboffener Form. Das Velomobil wird wegen der Verschalung und dem daraus entstehenden Wetterschutz auch als allwettertaugliches Ganzjahresfahrrad bezeichnet.
Vorteile von Liegerädern
Spätestens beim Kauf eines Fahrrades stellt sich die Frage, ob es das "normale" Fahrradmodell werden soll oder ob man einen außergewöhnlichen Fahrradtypen auswählt. Die Liege- und Sitzposition begünstigt eine sehr entspannte Körperhaltung, bei der Arme, Schultern und Handgelenke entlastet werden. Dadurch ermüdet der Oberkörper deutlich weniger. Wer unter Bandscheibenproblemen leidet, wird von der Sitzposition eines Liegerades profitieren.
Der Fahrer sitzt in einem Winkel zwischen 100 bis 160 Grad und vermeidet dadurch den Druck, den ein normaler Fahrradsattel auf das Steißbein und den unteren Beckenbereich ausübt. Die Haltung der Wirbelsäule kann als durchgängig ergonomisch bezeichnet werden, selbst im Halswirbelbereich kommt es nicht zu Überanstrengungen durch eine starre Kopfhaltung nach oben.
Für ein hervorragendes Fahrgefühl sorgt unter anderem auch der geringe Luftwiderstand, der durch die hoch angebrachten Pedale erreicht wird. Der Luftwiderstand ist gegenüber dem normalen Radfahren um 20-30% reduziert, bei gleichem Kraftaufwand ist also eine höhere Geschwindigkeit möglich. Hinzu kommt bei vielen Liegerad-Modellen die große Aufnahmefläche für Gepäckstücke. Somit sind Liegeräder ideale Gefährten für Lang- und Kurzreisen.
Auch die Sicherheit ist nicht zu unterschätzen: Durch die liegende Position kommen weniger Stürze vor, bei denen nach vorne und direkt auf den Kopf gestürzt wird. Da der Schwerpunkt bei Liegerädern tiefer liegt, haben sie eine stabilere Lage - besonders in kritischen Situationen wie Überschlags-, Brems- und Aufprallrisiken. Durch die Abstützung des Oberkörpers ist eine wirkungsvolle Kraftübertragung möglich.
Nachteile von Liegerädern
Leider sind Liegeräder nicht besonders geländegängig. Selbst Bordsteine stellen für einige Modelle unüberwindbare Hindernisse dar, da der Fahrer den Körper während der Fahrt nicht aus dem Sitz heben kann. Extreme Witterungsbedingungen, wie Regen und Schnee, machen das Liegeradfahren gefährlich.
Kommt es zu einer gefährlichen Situation, kann der Fahrer im Gegensatz zum normalen Fahrrad von einem Liegerad kaum abspringen. Ein weiteres Problem ist das Sehen und Gesehenwerden. Steht die Sonne tief, fühlt sich der Fahrer durch die nach hinten geneigte Sitzhaltung schnell geblendet.
Da Liegeräder im Vergleich zu normalen Fahrrädern niedriger konstruiert sind, werden sie von anderen Verkehrsteilnehmern schlechter wahrgenommen, wenngleich sie für mehr Aufsehen sorgen. Über die Sichtbarkeit der Liegeräder herrscht noch Uneinigkeit. Autofahrer geben oft an, dass Sie die Räder hinter parkenden Fahrzeugen nicht sehen können, da die niedrige Fahrposition den Fahrer nicht über andere Verkehrsteilnehmer hinausragen lässt.
Bedingt durch die niedrige Verbreitung sind die Preise für Liegeräder meist deutlich höher als die der herkömmlichen Räder. Auch die besondere Konstruktion erfordert einen höheren Kostenaufwand. Besonders bei Reise-Liegerädern fällt auch das Gewicht des Rades auf: Ein Reiseliegerad kann sehr viel schwerer und damit schwerfälliger sein als ein Tourenrad. Der verlängerte Radstand macht das Liegerad etwas schwerfälliger als das Fahrrad. Liegeräder sind im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern eine kostspielige Anschaffung.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Liegeräder zeichnen sich durch eine besonders ergonomische Sitzposition aus, welche sie dem Fahrer bieten. Aus diesem Grunde sollten neben den Fahreigenschaften des Modells auch die Abmessungen des Liegerades beachtet werden. Sie lassen sich bei einer Probefahrt besonders gut testen. Unterschiedliche Modelle von Liegerädern besitzen unterschiedliche Fahreigenschaften, die über den Einsatz des Liegerades entscheiden.
Einige Fahrer legen ausschließlich Wert auf das Design, sie möchten auf ihren Radtouren bewundert werden. Im letzteren Fall wäre eine leichte Rahmenkonstruktion mit extrem tiefem Sitz und besonders großen Rädern von Vorteil. Sie bietet den geringsten Fahrwiderstand, so dass der Fahrer schnell auf Geschwindigkeit kommt.
Doch egal, für welches Modell der Fahrer sich entscheidet, Sicherheit sollte bei allen Liegerädern oberstes Gebot sein. Auf jedem Modell ist ein maximales Belastungsgewicht angegeben, das auf keinen Fall überschritten werden sollte. Doch auch das Liegerad selbst sollte durch Robustheit überzeugen. Bei der Auswahl des Liegerades sollte nicht nur der einmalige Anschaffungspreis beachtet werden. Für einige Liegeräder gestaltet sich die Ersatzteilbeschaffung schwieriger, andere benötigen mehr Wartungsaufwand.
Im Allgemeinen dürfte jeder Liegeradfan das für ihn passende Modell finden. Dann steht dem Weg zur Arbeit, einem längeren Ausflug oder einem Rennen nichts im Wege.
Tipps für die erste Fahrt
Sind auch Sie vom Prinzip des Liegerads fasziniert und denken über eine Anschaffung nach? Dann werden Sie sicher Freude und Vergnügen an diesem ganz besonderen Fahrvergnügen finden. Denn mit dem Liegerad können Sie wunderschöne Touren fahren und die unglaublichsten Erlebnisse haben.
Planen Sie bei Ihren ersten Touren mit dem Liegerad die Fahrstrecke ganz besonders gut. Denn beim Liegerad können Sie nicht wie beim normalen Rad an kritischen Stellen aus dem Sattel gehen. Denken Sie auch daran, dass das Liegerad schwerfälliger und schwieriger zu beherrschen ist, als das normale Fahrrad. Wählen Sie für Ihre Tour auf dem Liegerad eine Strecke mit möglichst niedrigem Verkehrsaufkommen.
Am besten geeignet ist eine landschaftlich reizvolle Strecke in der Natur, jedoch mit einem gut präparierten Untergrund. Wenn Sie eine mehrtägige Tour planen, dann können Sie sich dafür auch ein Liegerad mit Gepäckvorrichtung mieten. Die Sitze sind meist ergonomischer geformt und häufig aus einem weicheren Material gearbeitet. Achten Sie darauf, Ihre Utensilien wasserdicht zu verpacken.
Geschichte des Liegerads
Ein Liegerad ermöglicht das Fahrradfahren in nach hinten geneigter Sitz- oder Liegeposition. Tretlager und Pedale befinden sich vor oder hinter dem Vorderrad, der Sitz verfügt über eine Lehne. Nachdem im Jahr 1817 das Zweiradprinzip präsentiert wurde, war es nur noch eine Frage von einigen Jahrzehnten, bis sich der Laufradantrieb zum Fußtrommelantrieb weiterentwickelte. Später kam der Pedalantrieb hinzu. Der Kettenantrieb arbeitet nach dem Prinzip der Übersetzung. Dabei entstanden die ersten Liegeräder.
Auf Letzterem basierte das Peugeot-Modell, das ab 1914 in großer Auflage produziert wurde. Nur wenig später kam das Velocar auf, das Charles Mochet 1933 zusammen mit seinem Sohn Georges konstruierte. Während der Kriegszeiten stagnierte die Entwicklung in der Fahrradherstellung geringfügig, trotzdem konstruierte man neben den bis dahin üblichen Langliegern erste Kurzlieger. Die Nachfrage nach immer neueren Modellen blieb noch so lange stabil, bis sich das Auto zum dominierenden Fortbewegungsmittel entwickelte. Einige Anhänger blieben dieser Szene weiterhin treu.
Nachdem 1976 ein Zusammenschluss von Verbänden zur Förderung der Entwicklung von muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen aller Art zum IHPVA erfolgte, erlebte das Liegerad ein Comeback.
Verkehrssicherheit
Für die Teilnahme am Straßenverkehr und die Straßenbenutzung gelten für Liegeräder, wie für alle anderen Fahrradtypen, die Straßenverkehrsordnung sowie die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Darüber hinaus müssen die Räder jedoch verkehrssicher ausgestattet sein. Das heißt, es müssen zwei unabhängige Bremsen sowie ein Frontstrahler und ein Rückstrahler vorhanden sein. Außerdem gehören auch eine helltönende Klingel und Reflektoren an den Rädern zur verkehrssicheren Ausstattung. Ist ein Liegerad nicht verkehrssicher, drohen Bußgelder.
Das PUKY SKYRIDE 24-7 als Beispiel für ein Kinderfahrrad
Das PUKY SKYRIDE 24-7 ist das perfekte Kinderfahrrad für abenteuerlustige Kids! Mit seinem 24-Zoll-Format eignet es sich ideal für aktive Kinder ab 8 Jahren mit einer Innenbeinlänge von mindestens 61 cm. Der hochwertige Aluminiumrahmen des PUKY SKYRIDE 24-7 ist leicht und dennoch robust, was eine einfache Handhabung ermöglicht. Die Aluminiumgabel sorgt für zusätzliche Stabilität und ein angenehmes Fahrgefühl.
Mit den V-Brakes an Vorder- und Hinterrad bietet das PUKY SKYRIDE 24-7 zuverlässige Bremsleistung, sodass die kleinen Fahrer jederzeit sicher zum Stillstand kommen können. Der geschlossene Kettenkasten schützt vor Schmutz und Feuchtigkeit und bewahrt die Kleidung vor Verschmutzung. Die leichten Aluminiumkurbeln gewährleisten eine angenehme und geräuscharme Fahrt. Der Drehgriffschalter mit Ganganzeige ermöglicht ein einfaches und intuitives Schalten.
Ein breiter, nach hinten geneigter Lenker sorgt für optimale Kontrolle und eine bequeme Sitzposition. Der speziell entwickelte Kindersattel ist leicht und bietet maximalen Komfort, auch bei längeren Fahrten. Die einstellbare Aluminium-Sattelstütze zeigt die maximale Auszugslänge an.
Das PUKY SKYRIDE 24-7 ist mit einer strapazierfähigen Pulverbeschichtung versehen, die es vor Kratzern und Witterungseinflüssen schützt. Das Beleuchtungspaket entspricht den Anforderungen der StVZO und umfasst einen Nabendynamo und einen LED-Scheinwerfer für eine optimale Sicht und Sicherheit bei Dunkelheit.
Bereite dich mit dem PUKY SKYRIDE 24-7 auf spannende Fahrradabenteuer vor!
Puky Skyride 24-7 Classic Highlights
- Leichter Aluminium-Rahmen
- Tiefer Einstieg
- LED-Frontscheinwerfer mit An/Aus-Automatik
- LED-Rücklicht mit Standlicht
- SHIMANO Nabendynamo
- V-Brake vorne und hinten
- Bereifung mit Reflexstreifen
- Seitenständer
- Ausstattung gem. StVZO
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