Ob lange Radtour oder kurzer Trip zum Einkaufen: Ein Fahrradrucksack ist ein praktisches Accessoire, um Werkzeuge, Proviant oder Kleidung zu transportieren. Bei der Auswahl eines geeigneten Rucksacks kommt es neben der hochwertigen Verarbeitung vor allem auch auf die Frage des Einsatzzweckes an. Wir betrachten in unserem großen Fahrradrucksack Test einige der beliebtesten Modelle und testen die Fahrradsäcke auf Alltagstauglichkeit, Verarbeitung und Funktionalität.
Die wichtigsten Auswahlkriterien
Bevor wir einen Blick auf die Testkriterien werfen, sollte sich jeder Interessent für einen Fahrradrucksack die Frage nach dem Zweck stellen. Denn damit steht und fällt eine wichtige Grundsatzentscheidung. Je nach Einsatzzweck finden sich die unterschiedlichsten Fahrradrucksäcke. Für eine gute Übersicht haben wir uns für unseren Fahrradrucksack Vergleich auf die vier Kategorien Sport, Tagestour, Mehrtagestour und Allrounder festgelegt.
Hochwertige Materialien und Verarbeitung
Fahrradrucksäcke müssen die täglichen Beanspruchungen schadlos überstehen. Robuste Materialien und eine hochwertige Verarbeitungsqualität sollten neben einem guten Tragekomfort die wichtigsten Auswahlkriterien sein. Bei der Auswahl der verwendeten Materialien setzen Hersteller hochwertiger Fahrradrucksäcke auf leichte, sehr robuste und langlebige Materialien und Nähte. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wasserfestigkeit des Materials gelegt werden - Zumindest wenn man viel oder auf längeren Strecken damit unterwegs ist. Der von uns getestete Valkental Tagesrucksack z.B. Hochwertige Materialien und gut verarbeitete Nähte sind wichtig für einen langlebigen Spaß.
Nicht nur auf den Stoff des Rucksacks achten - besonders Reißverschlüsse und Schnallen werden im täglichen Einsatz stark belastet. Gerade durch Reißverschlüsse dring Wasser meist als erstes ins Innere. Viele Hersteller setzen auf spezielle wasserdichte Reißverschlüsse. Viele der getesteten Modelle verfügen über wasserdichte Reißverschlüsse.
Die richtige Größe wählen
Fahrradrucksäcke sind in unterschiedlichen Größen zu haben, die meistens in Litern angegeben wird. Kleine Sportrucksäcke haben mit etwa 8 Litern zwar ein geringes Volumen, sind dafür aber leicht und besonders komfortabel. Mehrtagestouren kannst Du dagegen mit einem Fahrradrucksack mit 18 Litern und mehr planen.
Um einen Überblick zu den gängigen Größen zu bekommen, haben wir eine beispielhafte Packliste für die unterschiedlichen Rucksacktypen erstellt.
Die perfekte Funktionalität beachten
Fahrradrucksäcke unterscheiden sich von normalen Rucksäcken durch besondere Funktionen: Helmhalterungen, integriertes Trinksystem oder Netzrückenteil zur besseren Belüftung sind nur einige Beispiele für gelungene Ergänzungen.
Die verschiedenen Arten von Fahrradrucksäcken
Sportrucksäcke
Wer sein Fahrrad oder E-Bike als echte Sportmaschine nutzen will, ist natürlich daran interessiert, so leicht wie möglich unterwegs zu sein. Sportrucksäcke wie z.B. Besonders bei einer so kleinen Innengröße ist eine sinnvolle Taschenaufteilung wichtig, so ist stets alles schnell weggeräumt und herausgesucht. Als Ergänzung bieten die meisten Sportrucksäcke zudem die Möglichkeit, eine Trinkblase mit Schlauchsystem zu integrieren. Die von uns getesteten Modell von Aaron, Deuter und Toptrek habend diese Aufgaben mit Bravour bewältigt. Selbst bei 8l Volumen passt noch alles Wichtige rein.
Bei der Auswahl des Rucksacks sollte darauf geachten werden, dass alle notwendigen Gegenstände gut verstaut werden können. Im Falle eines klassischen Sportrucksacks wären das z.B. Fahrradwerkzeug, Trinkblase und Energieriegel. Die Integration eines Tricksystems bzw. einer Wasserblase ist eine Geschmacksfrage, kann aber sehr praktisch sein. Achtung: Unbedingt auf eine gute Rückenbelüftung achten!
Ein Sportrucksack eignet sich, die wichtigsten Gegenstände mitzunehmen.
- Getränk (evtl. Trinkblase)
- Proviant (z.B. Energieriegel)
- Wechselkleidung (z.B. Regenjacke)
- evtl. Werkzeug
- evtl. Handy
- evtl. Schlüssel
Tagesrucksäcke
Um den ganzen Tag im Sattel zu verbringen, muss schon ein wenig mehr mitgenommen werden. Bei der Größe liegen die meisten Fahrradrucksäcke für Tagestouren mit ca. 18-20 Litern im Mittelfeld. Ein weiteres, wichtiges Kriterium für Tagesrucksäcke ist ein gewisser Wetter- bzw. Regenschutz. Der ein oder andere Regenschauer darf den mitgeführten Gegenständen so schnell nichts anhaben. Ob ein wasserdichtes Material (z.B. beim Valkental oder beim AEVOR Bike Pack) oder eine Regenhülle (z.B.
Mehrtagesrucksäcke
Wer sich mit seinem Fahrrad oder E-Bike auf eine mehrtägige Tour aufmacht, sollte sich gründlich mit dem mitgeführten Gepäck auseinandersetzen. Mehrtagesrucksäcke wie der VAUDE Tremalzo 22l haben uns im Test mit ihrem großen Volumen von mehr als 20 Litern begeistert. Dabei ist besonders die interne Aufteilung der Rucksäcke von Bedeutung - je besser die Aufteilung der Fächer, desto leichter fällt das schnelle Heraussuchen dringend benötigter Gegenstände. Das kann im Tagesverlauf ja durchaus ein anderer sein. Der Vaude Tremalzo bietet mehrere Fächer, die sich gut organisieren lassen. Zudem ist bei einem Mehrtagesrucksack zwingend auf die Wasserdichtigkeit oder Regenhülle zu achten, ebenso wie ein möglichst hoher Tragekomfort. Oft verstehen sich Mehrtagesrucksäcke als Ergänzung zu Fahrradtaschen - wer all sein Gepäck im Rucksack unterbringen will, sollte sich auf besonders große Modelle konzentrieren. Dieses Modell fasst bereits 35 Liter.
Allrounder
Ob im Alltag, fürs tägliche Pendeln zur Arbeitsstelle oder für eine kurze Tagestour - die Allrounder unter den Fahrradrucksäcken wollen alles unter einen Hut bringen. Mit einem Volumen zwischen 12 und 20 Litern bieten diese Rucksäcke genügend Platz, um die Dinge des täglichen Bedarfs gut sortiert zu transportieren. Diese Multitalente verfügen zudem über intelligente Zusatzfunktionen. So bietet z.B. der El Mo Rucksack eine gepolsterte Laptoptasche und doppelt zudem als modischer Handtaschenersatz. Anders als etwa beim Sportrucksack liegt das Hauptaugenmerk des Allrounders nicht in der absoluten Performance, sonder vielmehr sollen möglichst viele Bereiche des täglichen Lebens abgedeckt werden. Den Ela Mo Rucksack gibt es in verschiedenen Farben und Mustern.
Ebenfalls als Allrounder kann man die ValkOne der deutschen Marke Valkenthal bezeichnen. Denn diese vereint Fahrradtasche und Fahrradrucksack in einem. Wenn man möchte auch als Tragetasche. Dafür bringt die Universaltasche alle Befestigungssystem von Haus aus mit. Möchte man die ValkOne als Rucksack nutzen, verwendet man die Rucksackträger. Möchte man sie als Fahrradtasche verwenden, verbirgt sich hinter einem Fach ein Trägersystem für den Gepräckträger. Falls du mehr Infos zu Fahrradtaschen suchst, schau dir mal unseren Fahrradtaschen-Test an. Und seitlich sind Schlaufen angebracht, um sie auch als Umhängetasche zu nutzen. In unserem Test hat das auch wirklich gut geklappt. Erstaunlicherweise muss man auch wenig Abstriche für jede dieser Disziplinen machen. Allein bei der Funktion Fahrradrucksack leidet etwas die Belüftung und Besonderheiten eines Fahrradrucksacks. Dafür ist die ValkOne sehr vielseitig und auch mit wasserdichtem Material ausgestattet.
Tragekomfort und Belüftung
Ob während des Bike-Workouts oder auf der Mehrtagestour: Ein Fahrradrucksack muss einen hohen Tragekomfort aufweisen. Innovative Hersteller erarbeiten immer neue Systeme, um den Rucksack am Rücken beinahe „unspürbar“ zu machen - Hersteller AEVOR und Vaude lösen das Problem z.B. Aevor und Vaude überzeugen im Fahrradrucksack Test mit einer Beuge in der Rucksackgeometrie, die in Kombination mit einem Netz für eine minimale Auflagefläche am Rücken sorgt. Aevor nennt dieses System „Ventilation Pack Panel“.
Ein wichtiger Faktor, wenn es um den Tragekomfort des Rucksacks geht, sind auch Schultertrageriemen oder Schultergurte und deren Polster. Besonders bei Rucksäcken, die ausschließlich per Schulterriemen getragen werden, ist eine anatomisch korrekte und ausreichend dicke Polsterung Pficht. Ein Rucksack sollte nicht zu hoch und nicht zu tief sitzen. Wichtig dabei ist, dass die Schulterriemen und ggf. Viele Fahrradrucksäcke setzen beim Tragekomfort auch auf Hüftgurte. Dabei wird ein Teil des Gewichtes von den Schultern genommen und auf den angepassten Hüftgurt übertragen. Was bei Wanderrucksäcken der absolute Standard ist, ist bei Fahrradrucksäcken meist erst ab einer bestimmten Größe zu finden.
den Tragekomfort deutlich verringern! Besonders breite Hüftgurte sorgen für einen angenehmen Tragekomfort da sie den Fahrradrucksack an Ort und Stelle halten und gleichzeitig das Gewicht besser verteilen. Noch ein Tipp zum Brust- bzw. Bauchgurt: Viele Rucksäcke bieten die Möglichkeit, die einzelnen Schulterriemen miteinander zu verbinden. Gerade bei herausfordernden und langen Touren kann es dazu kommen, dass der Rücken unter dem Rucksack nicht ausreichend belüftet wird und sich Feuchtigkeit dort staut.
Um eine möglichst umfassende Belüftung des Rückens zu erreichen, gehen Hersteller unterschiedliche Wege. Intelligent angeordnete Rückenpolster lassen Luft zirkulieren und helfen dabei durch ihre Anordnung, Feuchtigkeit und Wärme gezielt abzuleiten. Deuter setzt bei seinem sportlichen Race Rucksack auf einen Luftstrom, der zwischen den dicken Polstern entlang strömt. Für eine möglichst gute Durchlüftung ist bei der Polsterung auch auf den korrekten Sitz des Rucksacks zu achten - ansonsten ist die ausgeklügelte Position der einzelnen Polsterungen schnell hinfällig.
Ein anderer Lösungsansatz wird von Herstellern wie Aevor oder Vaude verfolgt: Durch eine gewölbte Rucksackform liegen die Auflagepunkte des Rucksacks am Rücken so weit voneinander entfernt, dass im „Tal“ der Wölbung ein freier Luftstrom stattfinden kann. Durch diese Positionierung kann der Fahrtwind Feuchtigkeit und Wärme effektiv abtransportieren und so für einen gesteigerten Tragekomfort sorgen. Die unterschiedlichen Systeme zur Rückenbelüftung im Vergleich.
Intelligentes Fächermanagement
Einige Fahrradrucksäcke wie der Evoc FR Trail verfügen über ein ausgeklügeltes Fächermanagement. Die Zeiten, in denen ein Rucksack lediglich eine, große Innentasche bietet, sind glücklicherweise weitestgehend vorbei. Das Herzstück jedes Rucksacks stellt natürlich das große Hauptfach dar. Besonders große Rucksäcke müssen dabei die Organisation im Blick behalten. In unserem Test hat das z.B. der EVOC TR Trail E-Ride ein sehr cleveres Taschenmanagement vorgestellt - kleine Gürteltasche für Schlüssel und Kleinteile inklusive! Aber auch der Aevor Bike Pack kann mit Eingriffen ins Hauptfach aus nahezu jedem Winkel und an jeder Stelle punkten. So lassen sich unterwegs Gegenstände mit chirugischer Präzesion aus dem Fahrradrucksack entlocken.
Tolle Sache: Das Hauptfach des Aevor Bike Pack lässt sich von fast allen Seiten von außen über Eingriffsöffnungen erreichen.
Neben den klassischen Standardfächern sollten Fahrradrucksäcke natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Belange von uns Fahrradfahrern legen. Besonders, wenn der Rucksack auf längeren Touren als „Daybag“ doppelt, ist eine platzsparende Unterbringung des Helmes außen am Rucksack ein echtes Must-Have. Lichthalterungen können bei der nächtlichen Tour für zusätzliche Sicherheit sorgen, besonders, wenn das Fahrrad mit allerhand Gepäck beladen und entsprechende Lampen aus unterschiedlichen Blickwinkeln nur schwer zu sehen sind. Ein weiteres Feature, was uns im Alltag immer wieder begeistert, ist eine extra Handyhalterung. Durch ein entsprechend positioniertes Fach ist das Mobiltelefon jederzeit zugriffsbereit und kann transportiert werden, ohne dass das Display zu enge Bekanntschaft mit dem Multitool, dem Schlüssel oder einer Portion Wechselgeld macht. Die Brusttasche für die Handyhülle ist ein kleines, aber unglaublich mächtiges Detail des Toptrek Rucksacks.
Sicherheit geht vor
Das Thema Sicherheit spielt bei Fahrradrucksäcken eine oft übersehene Rolle: Reflektoren, Protektoren, integriertes Licht - die Optionen sind vielfältig. Häufig arbeiten Hersteller mit besonders gut sichtbaren Farbkombinationen (Neon-Farben) in Kombination mit gut sichtbaren Reflektoren für die dunkleren Tageszeiten. Im Test hat uns das intelligente Design des AEVOR Bike Packs in Punkto Sicherheit besonders gut gefallen. In unserem Fahrradrucksack Test hast uns die große Reflektorfläche des Aevor Bike Pack besonders gut gefallen.
Zum Thema Sicherheit gehören auch optionale Protektoren und Polster, die bei einem Sturz zur Minimierung von Verletzungsrisiken beitragen. Besonders unser Rücken ist bei einem Fahrradunfall gefährdet - hier kann bereits ein einfach gepolsterter Rucksack schwere Schäden vermeiden. Voraussetzung: Beim Packen des Rucksacks wurden harte und schwere Gegenstände nicht in den körpernahen Teil des Rucksacks geladen.
Trinksysteme
Die Integration eines Trinksystems bzw. einer Trinkblase wird bei vielen Modellen angeboten. Je nach Ausrichtung kann ein Fahrradrucksack auch mit einer Trinkblase ausgestattet werden. Wie die meisten Hersteller von Sportrucksäcken liefern auch Deuter, Aaron und Toptrek ihre Sportrucksäcke mit Vorbereitungen für Trinkblasen aus. Besonders beliebt sind hier beispielsweise die Trinkblasen von Camelbak, die es in verschiedenen Größen gibt.
Möchte man eine Trinkblase nutzen, sollte man auf einen Rucksack achten, der über spezielle Öffnungen für den Trinkschlauch verfügt. Ob später ein solches System integriert werden soll, liegt dabei an individuellen Vorlieben: Viele Radfahrer verwenden die Systeme gern, da so unproblematisch während der Fahrt ein Schluck genommen werden kann und Trinkblasen den Transport von größeren Mengen Wasser erlauben. Andere mögen die Systeme nicht und vertrauen lieber auf Trinkflaschen.
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