Fahrradrucksack Herren Test: Der umfassende Ratgeber für komfortables Radfahren

Viele Fahrradfahrer bevorzugen einen Rucksack für ihre Fahrten, besonders bei kurzen Distanzen, um das ständige An- und Abmachen einer Fahrradgepäcktasche zu vermeiden. Dazu kommt: Fahrradrucksäcke funktionieren auch ohne Fahrrad gut, ideal für Einkäufe oder Besichtigungstouren. Im Folgenden werden wichtige Aspekte und empfohlene Modelle für Herren-Fahrradrucksäcke beleuchtet.

Warum ein Fahrradrucksack?

  • Flexibilität: Fahrradrucksäcke sind vielseitig einsetzbar und nicht nur auf das Fahrradfahren beschränkt.
  • Komfort: Sie bieten eine bequeme Möglichkeit, Gegenstände zu transportieren, besonders wenn das Fahrrad keinen Gepäckträger hat.
  • Stabilität: In hügeligem Gelände bieten sie durch das Gewicht am Rücken mehr Stabilität.

Wichtige Eigenschaften eines Fahrradrucksacks

Tragekomfort

Die Last des Fahrradrucksacks liegt beim Fahrradfahren auf dem Rücken. Und je schwerer der Rucksack samt Inhalt, desto wichtiger ist der Tragekomfort. Aus diesem Grund muss ein Fahrradrucksack über einen stabilen Rücken - idealerweise ergonomisch geformt - verfügen, sodass die Gegenstände nicht in den Rücken des Fahrers drücken. Damit man am Rücken nicht ins Schwitzen kommt, sollte ein Fahrradrucksack eine gute Belüftung haben. Ebenfalls wichtig für den Tragekomfort sind gepolsterte und ergonomisch geformte Schultergurte, auch ein Brustgurt und ein Hüftgurt sind sinnvoll, da sie helfen, den Fahrradrucksack fest am Körper zu fixieren.

Wasserdichtigkeit

Selbst Schönwetterradler können von einem Regenschauer überrascht werden, daher sollte der Fahrradrucksack wasserdicht bzw. nicht sofort durchnässt sein. Wasserdichte Rucksäcke sind entweder aus einem wasserdichten Material wie beispielsweise LKW-Planen oder sie verfügen über eine Regenhülle, die meistens im Boden des Fahrradrucksacks verstaut ist. Rollverschlüsse schützen das Innere in der Regel besser vor eindringendem Wasser.

Weitere wichtige Aspekte

Kann ich mein Laptop gut und sicher im Fahrradrucksack verstauen? Sieht er schick genug fürs Büro aus? Ein City-Rucksack hat meistens andere Anforderungen zu erfüllen als ein Tourenrucksack. Ein Laptop-Fach haben viele Fahrradrucksäcke in unserem Test, das Fach sollte gepolstert sein und das Laptop schützen. Viel Stauraum ist wichtig, wenn Sie auch Einkäufe transportieren möchten. Weitere Zusatzfächer benötigen Sie dafür nicht.

Flickzeug, Wechselwäsche, Trinksystem - für eine Tour wird der Fahrradrucksack anders gepackt als im Alltag. Für Helmträger: Viele Rucksäcke verfügen über eine praktische Helmhalterung. Tourenrucksäcke verfügen häufig über die Möglichkeit, ein integriertes Trinksystem mitzuführen. So können Sie eine Trinkblase - die müssen Sie meistens separat kaufen - mit Wasser oder isotonischen Getränken mitnehmen und auf Wasserflaschen verzichten. Durch einen Ausgang legen Sie den Schlauch der Trinkblase nach vorn, sodass Sie unterwegs während der Fahrt trinken können.

Empfohlene Modelle für Herren

Für den täglichen Gebrauch: Ortlieb Velocity 17

Der Ortlieb Velocity 17 ist die klassische Kuriertasche. Ideal für kleinere Menschen oder diejenigen, die nicht viel transportieren möchten. Der Rucksack trägt sich angenehm leicht am Rücken. Eine verstärkende Rückenplatte sorgt dafür, dass sich keine spitzen Ecken in den Rücken bohren. Von außen hat der Velocity ein Rückenpolster, das für den notwendigen Abstand zwischen Rücken und Rucksack sorgt. Weiteren Tragekomfort bieten die ergonomisch geformten Gurte. Sie sind gepolstert und innen mit Mesh ausgestattet. Die Einstellung der Schultergurte funktioniert einfach und intuitiv. Einen Brust- und einen Hüftgurt hat der Rucksack ebenfalls.

Ganz in Kurier-Manier hat die Tasche einen Rollverschluss, der mit einem Klettverschluss verschlossen wird. Unterhalb des Klettverschlusses kann man bei Bedarf ein Blinklicht oder einen Helm befestigen. Das Ortlieb-Logo reflektiert Licht in der Dunkelheit. Im Inneren ist ein großes Fach mit einem Reißverschluss und ein gepolstertes Laptop-Fach. Pluspunkte gibt es auch hier beim Wasser-Test. Das Material hält dicht. Ortlieb gibt auf seine Produkte - übrigens auch Made in Germany - fünf Jahre Garantie. Der Velocity 17 ist in mehreren Farben erhältlich.

Für Tourenfahrer und Mountainbiker: Deuter Trans Alpine 30

Unsere Empfehlung für Tourenradler: der Deuter Trans Alpine 30. Der Fahrradrucksack steckt voller Überraschungen für den Fahrradfahrer. Mit 30 Litern Volumen hat der Trans Alpine den zweitgrößten Stauraum von allen Fahrradrucksäcken im Test. Der Rucksack hat einen Kontaktrücken mit Belüftungskanal. Die Gurte sind ebenfalls ergonomisch geformt, gepolstert und mit Mesh überzogen. Auf Höhe der Schulter sind Lageverstellriemen angebracht. Der Brustgurt hat eine integrierte Pfeife und kann leicht in der Höhe verstellt werden. Der Hüftgurt hat Hüftflossen mit kleinen Taschen.

Kommen wir zu den Fächern - davon gibt es viele. Zunächst: Im Boden befindet sich die Regenhülle. An den Seiten sind rechts und links elastische Netz-Taschen eingenäht. Über einen Reißverschluss kann man einfach den Boden des Trans Alpine 30 erreichen. Links an der Seite ist ein Luftpumpenfach. Fächer über Fächer: Vorne ist noch ein offenes Einschubfach, ein weiteres Fach mit wiederum einem Fach und drei offenen und einsehbaren kleinen Fächern. Das Hauptfach hat wieder zwei Fächer und verfügt über eine Vorrichtung für ein 3-Liter-Trinksystem. Reflektoren am Rucksack und auf der wasserdichten Regenhülle sorgen für Sichtbarkeit im Dunkeln.

Für sportliche Fahrten: Deuter Bike 14

Großen Männern und Frauen möchten wir den Deuter Bike 14 für Tagestouren empfehlen. Der Hersteller empfiehlt den Rucksack für Menschen ab 1,70 m; für uns mit 1,71 m Körpergröße ist der Rucksack aber nicht passend, daher würden wir den Rucksack erst ab einer Körperlänge von 1,75 m empfehlen. Mit 14 l Fassungsvermögen eignet sich der Rucksack für Tagestouren oder die Freizeit. Die Fächeraufteilung ist durchdacht: Das Frontfach lässt sich fast komplett aufklappen, hier befinden sich dann weitere Fächer, darunter ein Reißverschlussfach für Schlüssel und Portemonnaie. An den Seiten sind elastische Taschen für beispielsweise Trinkflaschen angebracht. Der Rucksack verfügt auch über eine Trinkblasenvorrichtung. Das Haupftfach lässt sich weit öffnen. Die Zuladung liegt bei zwei bis sechs Kilogramm, bei sechs Kilogramm lässt der Tragekomfort nach.

Für längere Touren: Cylite Touring Backpack

Der Cylite Touring Backpack 01 ist mega komfortabel! Der 23-Liter-Rucksack liegt eng am Körper an und kann mithilfe der Kompressionsriemen kompakt zusammengepresst werden. Der Kontaktrücken ist mit Belüftungskanälen versehen, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Sowohl die Rückseite des Rucksacks als auch die Schultergurte sind mit Luftlöchern versehen. Die Schultergurte sind ergonomisch geformt. Hier befinden sich auch die Taschen, eine mit Reißverschluss, die andere ist nach oben offen. Größere Smartphone können aber in den Hüftflossen untergebracht werden. In jeder Flosse sind zwei elastische Taschen untergebracht: eine mit Zugriff von der Seite und eine mit Zugriff von oben. An der Front des Cyclite Touring Backpack 01 befinden sich mehrere Fächer: Zum einen sind hier das Helmnetz und im Boden die Regenhülle untergebracht. Das Hauptfach ist über die Rückseite zugänglich. Im Innenfach gibt es die Möglichkeit, eine Trinkblase unterzubringen. Das Material ist sehr dünn, aber stabil. Allerdings war unser weißes Testmodell etwas empfindlich bei Dreck.

Hybridmodell: Ortlieb Vario

An dieser Stelle möchten wir auch ein Hybridmodell empfehlen: den Ortlieb Vario. Ortlieb hat eine pfiffige und schnelle Lösung gefunden, um eine Fahrradtasche auch als Rucksack tragen zu können. Die Idee: Auf einer Seite der Tasche befindet sich das Quick-Lock-Befestigungssystem und auf der anderen ist ein gepolstertes Tragesystem mit Brustgurt und ergonomischen Schulterträgern untergebracht. Die sogenannte Flap verdeckt dann jeweils die Seite, die gerade nicht genutzt wird. Dabei wird die Flap einfach festgehakt. Der Wechsel funktioniert gut, im Praxistest ging es bei uns von Mal zu Mal besser und schneller.

Das Quick-Lock-Befestigungssystem lässt sich ohne Werkzeug an das Fahrrad anpassen. Die Klemmen für den Gepäckträger lassen sich auf der oberen Schiene positionieren, indem man sie öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt. Ein Kratzschutz sorgt dafür, dass der Lack des Gepäckträgers vor Kratzer geschützt ist. Dreht man am Rädchen des Arretierhaken auf der unteren Schiene, können die gewünschte Position des Hakens und der gewünschte Winkel eingestellt werden. Als Rucksack lässt sich die Tasche gut und angenehm tragen: Die Gurte sind ergonomisch geformt und gepolstert. Für schmale Schultern können sie jedoch zu groß ausfallen. Auch ein Brustgurt ist dabei. Das Rückenteil ist verstärkt und mit Lüftungskanälen versehen. In der Flap ist eine Tasche integriert, an die man jedoch nicht gut herankommt, wenn die Tasche als Gepäckträgertasche im Einsatz ist.

Wermutstropfen: Mit über 1.600 Gramm Eigengewicht ist der Vario recht schwer. Die Tasche ist dafür wasserdicht und das Material macht einen extrem robusten Eindruck. Sollten dennoch Schäden auftreten, hat man bei Ortlieb die Möglichkeit, die Tasche reparieren zu lassen.

Für Pendler und den City-Alltag: Vaude Clubride Urban 17

Der wasserdichte Vaude Clubride Urban 17 eignet sich für Pendler, fürs Büro und den City-Alltag. Der nachhaltigig produzierte Rucksack hat uns sehr gut gefallen und ist eine gute Alternative zu unserem City-Testsieger. Neben dem Hauptfach gibt es ein kleines Laptopfach. Hier passen nur Geräte bis 13,3 Zoll rein. Weitere kleine Innenfächer sind ebenfalls vorhanden. Leider gibt es kein Frontfach für den Schlüssel oder das Portemonnaie. Dank des Klappverschlusses kann man den Rucksack schnell öffnen und wieder schließen. Die ergonomischen Schultergurte sind gepolstert, einen Hüft- oder Brustgurt gibt es jedoch nicht. Für leichte Lasten ist der Rucksack mit seinem 17-Liter-Fassungsvermögen ideal. Schwere Lasten würden wir hiermit nicht transportieren. Der Kontaktrücken ist mit einem Ventilationskanal versehen, der für kurze Strecken in der City ausreicht.

Für Mehrtagestouren und Bikepacking: Evoc Explorer Pro 26

Der Evoc Explorer Pro 26 ist für Mehrtagestouren und Bikepacking gemacht. Der Hersteller empfiehlt den Rucksack für eine Rückenlänge von 38-43 Zentimeter. Der Rucksack bietet viel Stauram, ist allerdings mit mehr als 1.300 Gramm kein Leichtgewicht. Ungewohnt ist der Hüftgurt: Man legt das breite Band, das über einen Klettverschluss verschlossen wird, um den Bauch, ähnlich wie ein Taillenband bzw. Kummerbund. Darüber verschließt man den Steckverschluss. Hüftflossen sind hier ebenfalls angebracht. Die Schultergurte sind ergonomisch und atmungsaktiv, allerdings auch ein bisschen hart, was uns beim längeren Tragen gestört hat. Die Last ist gut auf den Hüften verteilt, Schultern und Rücken werden somit entlastet. Gut ist auch die Belüftung am Rücken. Der Kontaktrücken ist am unteren Rücken gepolstert und mit Belüftungskanälen versehen, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Eine Regenhülle und eine Helmhalterung sind ebenfalls vorhanden, allerdings gibt es nur ein reflektierendes Element.

Für Alltag und kurze Touren: Thule Alltrail 22L

Der Thule Alltrail 22L eignet sich für den Alltag und kurze Touren mit dem Rad. Ausgestattet ist der Rucksack mit einer Regenhülle und einer 2,5-Liter-Trinkblase. Gefallen hat uns, dass der Trinkschlauch magnetisch ist, sodass der Schlauch nach dem Trinken wie von selbst wieder zum Schultergurt zurückkehrt. Der Rucksack hat an der Front eine Einschubtasche und eine Reißverschlusstasche mit kleinen Fächer für Schlüssel & Co. An den Seiten sind elastische Taschen. Das Hauptfach hat neben dem Trinkblasenfach zwei weitere Fächer, in einer davon ist die Regenhülle verstaut. Neben den ergonomisch geformten Schultergurten gibt es einen Hüftgurt sowie einen Brustgurt. Die Last wird gut verteilt, der Rucksack sitzt nah am Körper. Allerdings fällt der Belüftungskanal am Rücken eher dünn aus, für längere Touren und schweißtreibende Aktivitäten ist der Rucksack daher eher nicht geeignet. Schade ist, dass keine reflektierend...

Mountainbike-Rucksäcke im Test

Obwohl Bike-Rucksäcke zuletzt Konkurrenz von "hippen Bags" (Hüfttaschen) bekamen und gar als uncool verschrien waren, kehren viele Bikerinnen und Biker zu den ehrenwerten Klassikern der Lastenbeförderung zurück. Denn ihre Vorteile sind allen Moden zum Trotz klar: Zwei Schultergurte und ein Hüftgurt verteilen die Last gleichmäßig auf Rücken und Hüfte, verhindern Wackeln oder einen rutschigen Sitz. Zudem schmiegen sie sich gut an den Körper und verleihen eine sichere Balance, wenn es beim Trailritt heftig zugeht. Auch ist ein Stauraum von mindestens zehn Litern das Minimum, wenn etwa Regenjacke, Trinkschlauch und Werkzeug mitgenommen werden. Nicht zuletzt taugen Rucksäcke - anders als Hipbags - als Alltagsbegleiter auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Wanderungen sind somit sogar nachhaltiger.

Test: Mountainbike-Race-Rucksäcke bis 14 Liter

"Weniger ist mehr" lautet der Slogan, mit dem Kleinstrucks cke bis 14 Liter für sich werben. Zwar erzielen nur die leichtesten drei (Amplifi, Camelbak, Evoc) einen echten Gewichtsvorteil gegenüber Tourenmodellen, doch ihre luftigeren Tragesysteme, das klar strukturierte Fächerangebot und die schnelle Handhabung sind für alle Bikerinnen und Biker interessant, die gerne schnell und schwei treibend unterwegs sind.

Test: Mountainbike-Tourenrucksäcke bis 20 Liter

Sie bilden die goldene Mitte zwischen leichtgewichtigen Race-Modellen und Alpencross-"Großmäulern" und sind deshalb auch bei Alltagsradlern und Pendlern beliebt. In den bis zu 20 Litern Stauraum der Tourenrucksäcke lässt sich eine komplette Ausrüstung ohne großes Abwägen und Aussortieren unterbringen. Sie lasten dennoch mit nur etwa 250 g Mehrgewicht im Vergleich zu XC-Modellen auf den Schultern, können auf Wunsch zu einer schlankeren Silhouette komprimiert werden, sind also leicht und universell einsetzbar.

Test: Mountainbike-Alpencross-Rucksäcke bis 35 Liter

Wer wirklich lange unterwegs ist, braucht einen Rucksack, der das komplette Zubehör schluckt und auch wieder ausspuckt. Mag die Machart des bevorzugten Tragesystems in kleineren Rucksackkategorien noch Diskussionen auslösen (lieber körpernah und trailaffin oder tourig-komfortabel mit Stabilität), bei den Ladungsgroßmeistern sind sich alle einig, dass eine komfortable Lastverteilung auf Schultern, Rücken und Hüfte ohne Druckstellen und mit möglichst geringer Schweißentwicklung für Mehrtagestouren ideal ist.

Weitere getestete Modelle

Die Details entscheiden bei der persönlichen Auswahl. Ich habe die Modelle von Vaude und Aevor als besonders angenehm empfunden in meinem Alltag mit Fahrrad und S-Bahn. Sie sind leicht und bieten ausreichend viele kleine Taschen für mein Alltagsgepäck. Die schweren Modelle von Ergon und Evoc haben andere Stärken. Das tolle Tragesystem des Urban BC macht ihn zu einem guten Universal-Tagesrucksack, der auch eine Wanderung gut mitmacht. Wer besonderen Wert auf Sicherheit legt, ist mit dem Commute Pro 22 und dem zusätzlichen Rückenschutz sehr gut ausgestattet.

Ergon BC Urban

Die Produkte des deutschen Herstellers Ergon sollen so sein, wie es der Markenname andeutet: besonders ergonomisch. Der BC Urban erfüllt das Versprechen recht gut, zumindest bei mir erwies sich der Rucksack als bequem, auch wenn er mit schweren Einkäufen gefüllt ist. Ein Grund: Das Tragesystem lässt sich in vier Stufen anpassen an die Rückenlänge. So sitzt der kräftig gepolsterte Hüftgurt exakt oberhalb der Hüfte, und die Schultergurte tragen nur einen Teil der Last. Beim Radfahren stört der Gurt aber nicht. Entfernt man ihn, können die überstehenden Bänder in einer kleinen Tasche verschwinden. So flattern sie nicht wie die Enden der Schultergurte. Ergon empfiehlt deshalb, diese zu kürzen, sobald der Rucksack gut sitzt.

Das Material aus recyceltem Kunstsoff ist kräftig, wasserabweisend und wirkt robust. Wasserdicht wird der Rucksack erst mit einer separaten Regenhülle, die man zusätzlich kaufen muss für etwa 13 Euro. Die Ausstattung mit Fächern und Taschen ist ausreichend, aber nicht üppig: In der Innentasche gibt es ein gepolstertes Notebookfach, das 15,6-Zoll-Geräte aufnimmt. Dazu kommen zwei kleinere Taschen für Elektronikzubehör, die nicht geschlossen werden können. Außen sitzt eine Tasche mit Reißverschluss sowie eine weitere, die lediglich mit einer Klappe gesichert ist. Nach oben fällt selbstverständlich nur schwer etwas heraus. An einer Ampel könnte irgendjemand aber recht einfach hineinfassen, ohne dass man etwas merkt. Im Hüftgurt lässt sich in einer Reißverschlusstasche ein Schlüssel verstauen, ein Smartphone passt aber nicht hinein.

Chrome Urban Ex Backpack

Der Urban Ex Backpack soll ein Rucksack für die Stadt sein. Diese Aufgabe erfüllt er gut: Chrome verwendet ein robustes, wasserfestes Nylongewebe, das genau die richtige Mischung aus Steifigkeit und Flexibilität aufweist. Der Rucksack bleibt aufrecht, wenn man ihn füllt, lässt sich aber auch leicht oben einrollen. Unterstützt wird der Verschluss durch Magnete, die den Verschluss vor dem Rollen in der richtigen Position halten. Links und rechts sind zwei verstellbare Schnallen, je nach Füllstand wird der Rucksack so größer oder kleiner. Chrome gibt das Fassungsvermögen mit 20 bis 25 Litern an.

Das Fach für den Laptop ist gut gepolstert. Es gibt innen noch eine größere und eine kleinere ebenfalls gepolsterte Tasche für das Smartphone oder Ladekabel sowie Einsteckmöglichkeiten für Stifte. Außen an der Seite ist eine weitere kleine Tasche, in der flache Gegenstände Platz finden. Sie hat einen abgedichteten Reißverschluss, ist aber nicht gepolstert.

Evoc Commute Pro 22

Der Commute Pro 22 ist hervorragend ausgestattet. Kein anderer Rucksack im Test hat so viele Fächer und Polsterungen wie der Evoc-Rucksack. Das Notebookfach kann mit einem Reißverschluss von der Seite geöffnet werden, das Hauptfach ist mehr als ausreichend für DIN-A4-Dokumente, aber nicht sonderlich hoch. Dort findet man drei kleinere Taschen. Sogar der Hüftgurt hat eine Tasche, in die ein iPhone 15 Pro Max passt. Der Commute Pro 22 ist mit einem Rückenprotektor ausgerüstet. Mountainbiker, Motorrad- oder Skifahrer werden das vielleicht kennen: In den Rucksack ist eine stabile Platte eingearbeitet, die bei einem Sturz auf den Rücken einen Teil der Energie aufnimmt und verteilt - und so vor Verletzungen der Wirbelsäule schützen kann.

Deuter Amager 25+5

Der Name deutet es an: Der Amager 25+5 gehört zu den großen Rucksäcken, bis zu 30 Liter Gepäck oder Einkäufe finden Platz. Allerdings darf der Rollverschluss dafür nur einmal eingerollt werden. Rollt man mehrmals, kommt man auf 25 Liter. Das dünne Material des Rucksacks wird oben mit Magneten zusammengehalten und faltet sich links und rechts von allein zurecht. Rollen, obere Schnalle schließen - fertig.

Ortlieb Commuter Daypack

Der Commuter Daypack ist ein typisches Ortlieb-Produkt: Materialqualität und die Möglichkeit zur Reparatur stehen im Vordergrund. Die beiden Hauptgurte sind mit Schrauben befestigt und können notfalls selbst gewechselt werden, Ortlieb repariert aber auch eingeschickte Produkte. Der Rucksack ist von einer gewissen Nüchternheit geprägt: Die beiden Hauptgurte sind zwar ausreichend breit, aber nicht gepolstert und nicht durchlüftet. Auch Brust- und Hüftgurt sind ungepolstert.

Vaude Cycle 22

Der Cycle 22 von Vaude ist mit 780 Gramm das leichteste Modell im Test. Dabei hat Hersteller Vaude nur an den Brust- und Hüftgurten gespart: Beide sind recht dünn, ohne Polsterung und haben kleine Schnallen. Beim Wandern wäre das störend, aber für einen Radrucksack ist das völlig okay: Sie stabilisieren den Rucksack ausreichend. Wer lieber ganz ohne Hüft- oder Brustgurt fährt, kann sie abnehmen. Der Rucksack ist jedoch nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend.

Zusätzliche Aspekte

  • Größe und Volumen: Die Größe und das Volumen der Tasche sollte man immer in das Verhältnis mit der eigenen Fitness und Körpergröße setzen.
  • Robustheit: Nutze ich die Tasche täglich, sollte sie aus einem robusten und widerstandsfähigen Material sein.
  • Tragekomfort: Möchte ich auch meine Einkäufe mit dem Rucksack transportieren, ist es sehr wichtig, dass dieser gut am Rücken liegt und die Ladung nicht in den Rücken drückt.
  • Fächeraufteilung: Das große Hauptfach bringt jeder Fahrradrucksack mit, interessant wird es dabei, wenn es um die Neben- und Zusatzfächer an der Tasche geht.

E-Bike Rucksäcke

Natürlich kann jeder normale Fahrradrucksack auch auf dem E-Bike getragen werden. Der E-Bike-Rucksack zeichnet sich jedoch über mindestens eine weitere Funktion aus. Im Inneren befindet sich ein extra Fach, in das man den Akku stecken kann. Ähnlich wie bei einem Laptop-Fach ist dieses E-Bike Fach an die Form eines Akkus angepasst. Der Akku sitzt somit fest im Rucksack, schwingt nicht hin und her und drück auch nicht im Rücken. Die Gewichtsverteilung ist durch das Fach ebenfalls besser ausgelegt.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Der Fahrradrucksack ist ein Zubehörteil, das ähnlich wie ein Fahrradhelm oder andere Fahrradkleidung eng am Körper anliegt und immer mit der persönlichen Anatomie und Physiologie des Trägers zusammenpassen muss, ohne daraus eine Wissenschaft zu machen. Es kann daher durchaus sein, dass Rucksäcke bei dem einen Radfahrer besser sitzen als beim anderen. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Verarbeitung der Materialien hochwertig ist. Dies gilt für verschweißte Verbindungen ebenso wie für Nähte, Schnallen und andere Verbindungen. Ein belüfteter bzw. gepolsterter Rücken ist für uns besonders wichtig. Breite und gut gepolsterte Gurte verteilen die Kräfte auf mehr Fläche und können so zum Entlasten der Schulter- und Rückpartie beitragen. Ein Quergurt auf der Brust hilft ebenfalls dabei. Die Taschen an den Außenseiten sollten leicht zugänglich und dennoch verschließbar sein.

Fahrradrucksack Test & Vergleich - Die besten Modelle im Überblick

Im Folgenden eine Übersicht der besten Fahrradrucksäcke im Test & Vergleich:

Modell Volumen Besonderheiten
Deuter Compact EXP 14 17 Liter Airstripes Rückensystem, Regenschutz, Trinksystemvorrichtung
Deuter Bike 1 20 Liter Helmhalterung, Kompatibilität mit Trinksystem, entnehmbare Sitzmatte
Vaude Tremalzo 22 22 Liter Schlüsselhalter, großes Hauptfach (bis 13-Zoll-Laptop), hoher Tragekomfort
Evoc Stage 18 18 Liter Fach für Trinksystem, integriertes Befestigungssystem für Helm
Deuter Race 8 Liter Gutes Belüftungssystem, reflektierende Elemente, abnehmbare Regenhülle
Deuter Race EXP Air Variabel Aircomfort-Netzrücken-System, integrierte reflektierende Elemente, Regenhülle
Larkson No 4 20 Liter Rolltop-Funktion, gepolstertes Laptopfach (bis 16 Zoll), atmungsaktive Träger

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