Bike to Bike Ausbildung: Voraussetzungen und mehr

Die Motorradausbildung ist ein wichtiger Schwerpunkt. Da sehr viel Wert auf Sicherheit im Straßenverkehr gelegt wird, liegt das Hauptaugenmerk auf einer sehr guten praktischen Fahrausbildung. Der Fahrschüler soll mit Spaß und Freude Praxiserfahrung sammeln, die individuell erweitert und vertieft wird.

Was bietet eine moderne Fahrschule?

  • Bike to bike Ausbildung: Die klassische Ausbildung mit Fahrschüler auf dem Motorrad und Fahrlehrer im Auto wird mit der Bike to bike Variante kombiniert, bei der Fahrschüler und Fahrlehrer mit dem Motorrad unterwegs sind.
  • Funk Gegensprecheinrichtung: In der Ausbildung wird eine Funk Gegensprecheinrichtung verwendet. Fahrschüler und Fahrlehrer stehen zu jeder Zeit in Funkkontakt. Mit der Nutzung einer Gegensprechanlage können Unklarheiten bereits während der Fahrt beseitigt werden.

Voraussetzungen für den Motorradführerschein

Wenn du den Motorradführerschein machen möchtest, gibt es verschiedene Klassen, die jeweils unterschiedliche Voraussetzungen haben.

Führerschein Klasse A1

  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Theorieunterricht: 12 x Grundstoff, 4 x Klassenspezifisch A
  • Pflichtstunden Praxis: 5 x Überlandfahrt, 4 x Autobahnfahrt, 3 x Nachtfahrt

Der A1-Führerschein erlaubt dir das Fahren von Motorrädern mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm und einer maximalen Leistung von 11 kW (15 PS).

Führerschein Klasse A2

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Theorieunterricht: 12 x Grundstoff, 4 x Klassenspezifisch A
  • Pflichtstunden Praxis: 5 x Überlandfahrt, 4 x Autobahnfahrt, 3 x Nachtfahrt

Mit dem A2-Führerschein darfst du Motorräder mit einer maximalen Leistung von 35 kW (48 PS) fahren. Wenn du bereits im Besitz des A1-Führerscheins seit mindestens zwei Jahren bist, kannst du einen Aufstieg auf A2 machen (keine Theorie / keine Pflichtstunden).

Führerschein Klasse A

Diese Klasse ist deine Wahl, wenn du das volle Potenzial des Motorradfahrens ausschöpfen möchtest und uneingeschränkt leistungsstarke Motorräder fahren willst.

Ablauf der Motorradausbildung

  1. Beratung: Die Beratung erfolgt persönlich in der Fahrschule.
  2. Ausbildungsvertrag: Hier erhältst du den Ausbildungsvertrag, den du bitte ausfüllst und unterschreibst.
  3. Planung: Dann werden wir gemeinsam den Beginn und das Ende deiner Ausbildung planen.
  4. Antragstellung: Nach Erhalt der erforderlichen Unterlagen von dir werden wir den Antrag bei dem für dich zuständigen Straßenverkehrsamt einreichen.

Die Bearbeitungszeit durch das Straßenverkehrsamt dauert in der Regel 8-10 Wochen!

Erforderliche Unterlagen für den Erstantrag

  • Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses (im Original)
  • Biometrisches Passbild 45 x 35 mm
  • Sehtestbescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)
  • Gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Sicherheitsbekleidung, komplett!

Kursablauf

  • Kursbeginn wird individuell festgelegt
  • Bei Erweiterung 6 x 90 Minuten Grundunterricht „B“ an 3 Tagen
  • 4 x 90 Minuten Zusatzunterricht „A“ an 2 Tagen
  • Im Anschluss Fahrausbildung

Prüfungen

Bei rechtzeitiger Abgabe der erforderlichen Unterlagen (die Freigabe durch die SVA dauert ca. 8-10 Wochen!) können die theoretische und auch die praktische Prüfungen abgelegt werden.

Solltest du eine Prüfung nicht bestehen, wird ein Wiederholungstermin durch die Fahrschule festgelegt!

Kostenübersicht für den Motorradführerschein

Die Gesamtsumme der Führerscheinausbildung ist nicht pauschal vorhersehbar. Laut Gesetz dürfen in der Fahrschulausbildung keine Festpreise für die Gesamtausbildung angegeben werden.

Gebühren (Fahrschule)

Leistung Preis
Grundbetrag 340,00€
6 Übungsstunden à 72,00€ 432,00€
5 Fahrstunden Überland à 78,00€ 390,00€
4 Fahrstunden Autobahn à 78,00€ 312,00€
3 Fahrstunden bei Dunkelheit à 78,00€ 234,00€
Serviceleistung Abgabe der Unterlagen beim SVA 20,00€
Lehrmaterial 140,00€
Vorstellung zur theoretischen Prüfung 55,00€
Vorstellung zur praktischen Prüfung 200,00€
Gesamtbetrag 2.132,00€

Gebühren (TÜV-Nord)

  • Theoretische Prüfung: 24,99€
  • Praktische Prüfung A: 162,67€

Gebühren (Straßenverkehrsamt)

  • Antrag auf Fahrerlaubnis: 45,10€
  • Biometrische Passbilder: 15,00€
  • Sehtest: 6,43€
  • Erste-Hilfe-Kurs: 30,00€

Gesamtsumme Führerscheinausbildung ca.: 2.416,19€

Ein großer Vorteil dieser Ausbildungsmethode ist, dass Fahrtechniken vermittelt werden.

Der Beruf des Zweiradmechatronikers

Der Beruf des Zweiradmechatronikers verbindet handwerkliches Geschick mit modernster Technik. Ob Fahrräder, E-Bikes oder Motorräder - du kümmerst dich darum, dass alles rund läuft. Ein Zweiradmechatroniker repariert, wartet und optimiert Fahrräder, E-Bikes, Roller und Motorräder. Dabei überprüft er die Mechanik, Elektronik und Hydraulik, tauscht defekte Teile aus und sorgt dafür, dass die Fahrzeuge sicher und einwandfrei funktionieren. Zusätzlich berät er Kunden zu Reparaturen, Zubehör und technischen Verbesserungen.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker gibt es in zwei Fachrichtungen: Fahrradtechnik und Motorradtechnik.

  • Fahrradtechnik: Du führst Reparaturen und Wartungen durch, baust Fahrräder nach Kundenwünschen um oder stattest sie mit Spezialteilen aus.
  • Motorradtechnik: Du führst Inspektionen durch, überprüfst mechanische, elektronische und hydraulische Systeme und nutzt Mess- und Diagnosegeräte, um Probleme zu finden.

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Während der Ausbildung arbeitest du in deinem Ausbildungsbetrieb, zum Beispiel in Fahrrad- und Motorradwerkstätten oder bei Herstellern und Händlern von Fahrrädern aller Art und Motorrädern.

Gehalt während der Ausbildung (ab 2025)

  • 1. Jahr: mindestens 682 Euro brutto im Monat (bis zu 1.190 Euro möglich)
  • 2. Jahr: mindestens 805 Euro brutto im Monat (bis zu 1.230 Euro möglich)
  • 3. Jahr: zwischen mindestens 921 Euro und 1.340 Euro brutto möglich
  • 4. Jahr: zwischen mindestens 955 Euro bis 1.420 Euro monatlichem Bruttogehalt liegt.

Gehalt nach der Ausbildung

Als Einstiegsgehalt kannst du mit 2.200 Euro bis 2.600 Euro brutto im Monat rechnen. Alles in allem sind so bis zu 3000 Euro brutto im Monat möglich.

Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Meister: Durch die bestandene IHK-Prüfung.
  • Staatlich geprüfter Techniker: Mögliche Fachrichtungen wären hier zum Beispiel Maschinenbau/Maschinentechnik, Elektrotechnik/Elektronik oder Schweißtechnik.
  • Studium: Nach deiner Ausbildung ist auch ein Studium möglich.
  • Selbstständigkeit: Mit deinem handwerklichen Geschickt steht es dir natürlich auch offen, dich irgendwann selbstständig zu machen, zum Beispiel mit einer eigenen Werkstatt oder einem eigenen kleinen Laden für Räder.

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