Die Zeiten, in denen Motorradbekleidung auf den ersten Blick als solche erkennbar war, sind vorbei. Heute gibt es eine wachsende Beliebtheit von Motorradbekleidung, die nicht nach Schutzkleidung aussieht. Motorrad-Jeans sind schon lange ein fester Bestandteil der Fahrerausstattung. Motorrad-Bomberjacken und Motorrad-Leggings sind noch nicht allen bekannt, und Motorrad-Mäntel sind ganz neu auf dem Markt.
Vanucci erweitert das Angebot mit dem VUJ-2 um einen Motorrad-Hoodie und verspricht mit der Materialzusammensetzung aus 65 Prozent Polyamid und 35 Prozent Baumwolle Hoodie-gewohnte Gemütlichkeit.
Was ist ein Motorrad-Hoodie mit Protektoren?
Ein Motorrad Hoodie mit Protektoren sorgt nicht nur für eine angenehmere Fahrt aufgrund des höheren Komforts: Gleichzeitig sorgt dieser aufgrund der Protektoren nämlich auch für mehr Sicherheit als ein regulärer Hoodie oder ein Motorrad Hoodie, welcher nicht mit Protektoren versehen ist. Optisch unterscheidet sich ein Motorrad Hoodie kaum von einem regulären Hoodie.
Allerdings ist dieser mit einem verstärkten Material versehen, sodass dieser im Gegensatz zu einem regulären Hoodie reißfest ist und eine deutlich höhere Sicherheit bietet. Ein Motorrad Hoodie ist zudem in der Regel mit Protektoren an den Schultern, den Ellenbogen sowie dem Rücken versehen.
Schutzklasse A
Der Motorrad-Hoodie besteht aus reiß- und abriebfestem Material, wobei der Hoodie nicht extra gefüttert ist, sondern die verstärkenden Armalith-Fasern direkt mit dem Oberstoff verwoben sind. Zusammen mit den Level-2-Protektoren im Bereich der Schultern und Ellenbogen (höheneinstellbar) entspricht der Motorrad-Hoodie der Schutzklasse A.
Empfehlenswert ist, einen Level-2-Rückenprotektor nachzurüsten. Hierfür ist eine entsprechende Protektorentasche am Rücken vorgesehen.
Worauf beim Kauf achten?
Ein neuer Motorrad Hoodie sollte nicht unüberlegt gekauft werden, denn sitzt dieser nicht perfekt und entspricht dieser nicht einer hohen Qualität, so bietet dieser im Straßenverkehr nicht genügend Sicherheit.
- Protektoren: Die Protektoren zählen zu den wichtigsten Komponenten von einem Motorrad Hoodie.
- Rückenprotektor: Längst nicht jeder Motorrad Hoodie ist mit einem Rückenprotektor ausgestattet. Es empfiehlt sich jedoch, darauf zu achten, dass der Hoodie mit einer Tasche für einen Rückenprotektor versehen ist.
- Material: Ein Motorrad Hoodie sollte in jedem Fall aus einem reißfesten Material bestehen, denn dieses entscheidet im Ernstfall darüber, wie schlimm die Verletzungen an der Haut ausfallen.
- Optik: Natürlich darf auch die Optik von dem Motorrad Hoodie beim Kauf nicht außer Acht gelassen werden: Die meisten Hoodies werden in schlichten Designs angeboten, welche sich gut mit Motorradhosen und Co. kombinieren lassen.
- Passform: Nicht zuletzt stellt auch die Passform ein entscheidendes Kriterium beim Kauf von einem Motorrad Hoodie dar: Es sollte darauf geachtet werden, dass der Hoodie nicht zu locker am Körper anliegt, denn dann sitzen die Protektoren nicht optimal.
Vorgestellte Modelle
Auch in anderen Motorrad Hoodie mit Protektor Artikeln werden die besten Hoodies vorgestellt. Hier sind einige der besten Modelle:
- Alpinestars Hoodie
- Highway 1
- Oxford Super 2.0
Alpinestars Chrome Sport
Bei dem Alpinestars Chrome Sport handelt es sich um einen hochwertigen Kapuzen-Hoodie in einem olivgrün-schwarzen Farbton. Der Hoodie zeichnet sich durch einen besonders weichen Kragen aus, welcher auch auf längeren Fahrten für einen hohen Komfort sorgt. Das Außenmaterial von dem Alpinestars Chrome Sport besteht zu 100 % aus Polyester. Verstärkt ist der Hoodie mit Aramid an den Schultern, den Ellenbogen sowie am Rücken.
Alpinestars Stella Chrome Sport (Damen)
Bei dem Alpinestars Stella Chrome Sport handelt es sich um einen hochwertigen Hoodie, welcher speziell für Damen entworfen wurde. Der Hoodie wurde in einem rot-schwarzen Design gestaltet und zeichnet sich durch einen hohen und komfortablen Kragen aus, welcher abschließbar ist. Das Außenmaterial von dem Alpinestars Stella Chrome Sport besteht zu 100 % aus Polyester und wurde mit Aramid an den Ellenbogen, den Schultern und dem Rücken verstärkt. Das atmungsaktive Innenfutter von dem Hoodie besteht ebenfalls zu 100 % aus Polyester.
Highway 1 Motorrad Sweat Hoodie
Bei dem Highway 1 Motorrad sweat Hoodie handelt es sich um einen Hoodie mit einer Kapuze, welcher in einem schlichten Farbton angeboten wird. Der Hoodie ist mit Protektoren an den Schultern und an den Ellenbogen ausgestattet. Zu einem Großteil besteht der Highway 1 Motorrad sweat Hoodie aus einem Fleece-Material, welches für einen hohen Komfort während der Fahrt sorgt. Verstärkt ist das Material mit Aramid und Polyester, sodass die Sicherheit nochmals erhöht wird.
Oxford Super 2.0 Motorrad Hoodie
Der Oxford Super 2.0 Motorrad Hoodie steht in 3 unterschiedlichen Designs zur Verfügung und wird grundsätzlich mit einer Kapuze geliefert. Ausgestattet ist der Hoodie mit einem Mesh-Futter, welches wiederum für einen hohen Komfort sorgt.
Merlin Hamlin Motorrad Sip Hoodie Jacke
Die Merlin Hamlin Motorrad Sip Hoodie Jacke ist mit einer Kapuze ausgestattet und wird in verschiedenen Designs angeboten. Zu der Ausstattung von dem Motorrad Hoodie lassen sich Protektoren an den Ellenbogen und an den Schultern zählen. Der Hoodie besteht zu einem Großteil aus Polyester, wurde aber mit Aramid verstärkt. Dadurch bietet dieser einen hohen Schutz. Weiterhin ist die Merlin Hamlin Motorrad Sip Hoodie Jacke mit einem Mesh-Futter versehen.
Alternativen zum Motorrad Hoodie
Alternativ zu einem Motorrad Hoodie kann auch ein regulärer Hoodie über der Lederkombi getragen werden. Damit ergibt sich eine noch bessere Optik, da die Auswahl an regulären Hoodies schließlich größer ist, sodass das Modell gewählt werden kann, welches dem eigenen Geschmack entspricht. Wer nach einer Alternative für einen Motorrad Hoodie aus Kevlar sucht, kann unter anderem auf eine Kombination aus einer Protektorenweste und regulärer Kleidung setzen. Die Protektorenweste sorgt hier für ausreichend Schutz. Weiterhin kann natürlich auch eine Lederkombi getragen werden.
Weitere Modelle
Weitere empfehlenswerte Modelle sind:
- Alpinestars Domino Tech Shell
- Modeka Hootch
- FLM Textiljacke mit Protektoren 1.0
- Held Lumberjack II
- Icon PDX 3
- Dainese Ignite Tex
- Merlin Hamlin Hoody
- Spidi Hoodie
- Macna Freeride
Materialien und Sicherheit
Viele Biker ziehen den lässigen Hoodie-Stil vor. Auch wenn die Jacken auf den ersten Blick nicht so wirken, bieten sie dennoch guten Schutz dank Protektoren und manche sogar durch abriebfeste Stoffe. Die italienische Firma Alpinestars genießt schon lange einen guten Ruf, nicht nur unter Motorradfahrern, sondern auch unter Mountainbikern. Die Hoodie-Jacke Domino Tech Shell vereint Outdoor-Features mit den Ansprüchen des Motorradfahrens. Sie zeigt sich in einem zeitlosen, eleganten Stil. Die Softshell-Jacke ist wasserabweisend und hat ein atmungsaktives Mesh-Futter. Ihre Ärmel sind leicht vorgebogen, um sich der angewinkelten Armhaltung während der Fahrt besser anzupassen.
Das Hoodie Hootch von Modeka hat sowohl etwas von einem Freizeit-Hoodie als auch einer scheinbar schusssicheren Weste, denn es besteht nicht nur aus Baumwolle, sondern auch aus vollflächig eingearbeitetem Kevlar-Futter. Das Hoodie hat einen lässig-legeren Schnitt und liegt dennoch eng genug an, um auf dem Motorrad nicht zu flattern. Auch Schultern und Ellenbogen sind gut geschützt, dank weicher Protektoren, die dennoch beim Tragen nicht stören.
Eine gute und überzeugende Hoodie-Jacke stellt die FLM-Jacke mit dem etwas umständlichen Namen "Textiljacke mit Protektoren 1.0" dar. Sie ist durch eine Clime-Max-Membran wasser- und winddicht sowie atmungsaktiv.
Beim Anblick der Lumberjack II von Held denkt man nicht direkt an eine Motorradjacke. Tatsächlich ist auch sie eine nach EN 17092 geprüfte Motorradjacke. Das Hemd besitzt nicht nur Soft-Protektoren an Schultern und Ellenbogen, sondern auch Armaprotec-Einsätze an den Schultern, Ellenbogen und am Rücken.
Die amerikanische Marke Icon hat innerhalb von 20 Jahren Kultstatus besonders unter jungen Motorradfahrern erlangt. Sie mögen Icon wegen des modischen Stils. Der Hersteller betont, dass die PDX 3 wasserdicht ist, selbst bei langen Regenfahrten. Dank der herausnehmbaren Isolierweste eignet sie sich sogar für winterliche Temperaturen. Das atmungsaktive Hycor-Gewebe sorgt für ein angenehmes Klima in der Jacke.
Wer auf italienisches Design steht, kommt bei Motorradkbekleidung um Dainese kaum herum. Mit der Ignite Tex bietet die Marke ein elegantes Motorrad-Hoodie aus wasserabweisendem Fleece-Gewebe an. Dainese bietet nicht nur eine Tasche im Rücken für die Aufnahme eines Protektors, sondern hat auch eine Tasche für ihren optionalen, doppelten Brustprotektor eingenäht.
Wer es nicht weiß, würde das Hamlin Hoody von Merlin für ein normales Sport-Hoodie halten. Doch unter der Baumwoll-Hülle befindet sich ein Schutz aus Kevlar. Die Aramidfasern sind extrem abriebfest und schützen bei einem Sturz vor Abschürfungen. Außerdem dämpfen Schulter- und Ellenbogenprotektoren Schläge auf die empfindlichen Gelenke, eine Tasche für einen Rückenprotektor ist bereits vorhanden. Das eingearbeitete Mesh-Futter sorgt für Komfort und Luftzirkulation.
Spidi bewirbt das Hoodie als "Begleiter für jeden Tag, bei jeder Witterung, auf und neben dem Motorrad". So verfügt die Spidi über eine "H2Out" genannte Membran mit laminierter Mikrofaser, die keinen Wind durchlässt, aber Feuchtigkeit nach außen transportieren kann. Zusätzlich verfügt die Jacke über ein herausnehmbares Futter.
Mit dem Macna Freeride durften wir einen Hoodie für Motorradfahrer ausprobieren. Sauber verarbeiteter Hoodie für Motorradfahrer. So nun auch Macna: Der Hersteller liefert mit dem Freeride Hoodie in Damen- und Herren-Ausführung und je sechs verschiedenen Farben einen echten Hingucker. Dabei sorgen Kevlar-Einsätze sowie zertifizierte Level-1-Protektoren an Schultern und Ellbogen zumindest auf kleinen Touren oder dem Weg zur Uni für ordentlichen Schutz.
Motorradbekleidung und Schutzkleidung
Die richtige Motorrad-Schutzkleidung und der korrekte Helm können Leben retten und verhindern, dass im Fall eines Unfalls Ansprüche gekürzt werden.
Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders. Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.
Schutzpolster und Protektoren
Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall. Gut ausgerüstete Kombis müssen dabei keineswegs unbequem sein. Immer häufiger kommen Hightech-(PU-)Schaumstoffe zum Einsatz, die beim Tragen flexibel sind und sich erst beim Aufprall verhärten.
Vorsicht vor dünnen Rückenprotektoren in zweiteiligen Low-Cost-Kombis: Sie sind nicht selten aus billigem Schaumstoff gefertigt und decken wichtige Bereiche der unteren Wirbelsäule gar nicht ab. Hier hilft nur eines: Diese Pseudo-Schützer entfernen und einen separaten, hochwertigen Rückenprotektor unter der Kombi-Jacke tragen! Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.
Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist. Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren. Dabei kontrollieren: Drücken Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich? Dann ein prüfender Blick auf Reißverschlüsse und Nähte: Sind sie stabil? Grundsätzlich gilt: Viele Nähte, viele Schwachstellen! Bei Textilanzügen lohnt ein Blick auf herausnehmbare Protektoren: Tragen sie das CE-Zeichen? Weiter wichtig: Sitzt die Textilkombi noch gut, wenn das Innenfutter entfernt ist? Und passt unter das Leder-Outfit noch wärmende Funktionskleidung?
Bußgeld und Unfall ohne Schutzkleidung
Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird. Mittlerweile dürfen keine Helme mehr mit der früheren Norm ECE 22.05 produziert werden.
Obwohl gesetzlich - anders als bei der Helmpflicht - das Tragen von Motorradschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zu beobachten, schuldlos geschädigten Motorradfahrern wegen des Nichttragens von Schutzkleidung Ansprüche zu kürzen.
Motorradkleidung in der Fahrschule
Früher musste der Bewerber bei Prüfungen der Klassen A, A1, A2 und AM geeignete Motorradschutzkleidung, bestehend aus einem passenden Motorradhelm, Motorradhandschuhen, einer eng anliegenden Motorradjacke, einem Rückenprotektor (falls nicht in Motorradjacke integriert), einer Motorradhose und Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz tragen. Diese Pflicht gibt es nicht mehr.
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