Damen Biker Kunstlederjacke Pflege: So bleibt sie lange schön

Mit Lederjacken ist es wie mit einem guten Cognac - umso älter das Stück ist, desto besser. Kauft man sich ein neues Modell, ist das Leder anfangs meist etwas starr. Erst mit der Zeit wird das Material weicher und die Lederjacke schmiegt sich dem Körper immer besser an. Jedoch umso häufiger man die Jacke dann trägt, desto "speckiger" wird das Leder. Diesen fleckigen Glanz sieht man vor allem am Lederjackenkragen. Damit die Lederjacke lange schön und weich bleibt, sollte sie regelmäßig gepflegt werden.

Grundlagen der Lederjackenpflege

Zur Pflege und optimalen Aufbewahrung Ihrer Lederjacke ist es zuerst einmal wichtig, diese richtig aufzubewahren. Damit die Form nicht leidet, sollten Sie Ihre Lederjacke immer auf einen Bügel hängen. Das Leder muss atmen können und sollte luftig und trocken aufbewahrt werden. Das Leder dabei nicht in Kunststoffbeuteln aufbewahren! Achten Sie auch darauf, dass Ihre Lederjacke vor intensiven Licht- oder Sonnenstrahlen geschützt ist.

Außerdem sollten Sie daran denken, dass Sie Ihre Lederjacke nie bei Arbeiten tragen, bei den sie mit Schmutz in Berührung kommt. Zur optimalen Pflege Ihrer Lederjacke sollten Sie wissen, aus welchem Leder diese gemacht ist. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Lederarten, für die unterschiedliche Eigenschaften charakteristisch sind.

Echtleder vs. Kunstleder

Echtleder und Kunstleder zu erkennen, ist relativ einfach. Betrachten Sie mehrere Stellen an der Lederjacke: Sehen die Oberflächen leicht unterschiedlich aus? Dann handelt es sich um echtes Leder, das natürlich gewachsen ist. Bei Kunstleder ist die Struktur vollkommen einheitlich.

Natürliches Leder wirkt edler, bietet einen höheren Komfort und ist langlebiger. Es ist nicht immun gegen Verschleiß, altert aber „in Würde“. Eine gewisse Patina gibt dem Kleidungsstück zusätzlichen Charme. Außerdem trägt sich Echtleder aufgrund seiner Atmungsaktivität angenehmer. Diese ist bei den meisten Kunstledern gering. Für Kunstleder spricht, dass es deutlich günstiger und (meistens) vegan ist.

Lederarten und ihre Eigenschaften

Das „beste“ Leder in diesem Sinn gibt es nicht. Es kommt auf die gewünschten Eigenschaften an. Lammleder und Schafsleder sind sehr weich und recht leicht. Außerdem lassen sie sich vergleichsweise stark dehnen. All das sorgt für exzellenten Tragekomfort, sofern es nicht auf höchste Robustheit ankommt. Rindsleder ist dicker, schwerer und weniger dehnbar als Lammleder, jedoch extrem widerstandsfähig. Es eignet sich ausgezeichnet für besonders robuste Lederjacken und echte Motorradjacken. Sämtliche Leder kommen als Glattleder und als Veloursleder zum Einsatz. Veloursleder, auch als Wildleder bekannt, verfügt über eine aufgeraute Oberfläche. Sie fühlt sich warm und samtig an, zudem ist sie besonders atmungsaktiv.

Reinigung von Lederjacken

Glattleder ist ein empfindliches Naturprodukt und nicht gerade einfach zu reinigen, denn Wasser und Seifen entziehen dem Leder Fette, wodurch das Material steif und brüchig werden kann. Außerdem kann Wasser auch unschöne Flecken und Ränder auf dem Leder hinterlassen.

Handwäsche: Handwäsche ist die beste Methode, eine Lederjacke zu reinigen. Verwenden Sie also ein spezielles Lederwaschmittel, das eine rückfettende Wirkung hat. Für speckige Stellen oder Flecken auf der Lederjacke geben Sie etwas von dem Waschmittel in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser. Tunken Sie einen Schwamm oder ein Mikrofasertuch in die Seifenlauge, sodass es nicht triefend nass, sondern nur angefeuchtet ist. Tupfen Sie damit dann die entsprechenden Lederstellen vorsichtig ab. Die meisten Flecken lassen sich auf diese Weise entfernen. Hartnäckige Verschmutzungen sollten Sie in die Hände eines Fachmanns in einer professionellen Reinigung geben.

Veloursleder: Veloursleder ist meist noch etwas empfindlicher als das Glattleder. Trockene Flecken auf einer Wildlederjacke können ganz einfach mit einem Lederradiergummi wegradiert werden. Hartnäckige und feuchte Flecken, wie zum Beispiel Tomatensauce, Kaffee oder Handcreme, lassen sich mit Polster- und Teppichschaum gut entfernen. Hierfür tupfen Sie den Schmutz zuerst mit einem saugfähigen Tuch etwas ab, geben dann den speziellen Schaum darauf und wischen diesen nach kurzer Einwirkzeit mit einem feuchten Tuch wieder ab.

Waschmaschine: Hier gehen die Meinungen auseinander. Einige Fachleute sind der Meinung, dass es bei den meisten Lederjacken kein Problem sei, sie in der Waschmaschine zu waschen. Sollten Sie Ihre Lederjacke in der Waschmaschine waschen wollen, sollten Sie auf jeden Fall ein pH-neutrales und rückfettendes Lederwaschmittel benutzen. Hier natürlich auch unbedingt die Waschanleitung beachten! Drehen Sie die Lederjacke auf die linke Seite und schließen Sie die Verschlüsse. Verwenden Sie ein Feinwaschmittel und waschen Sie die Lederjacke bei bis zu 30 Grad. Nach dem Waschen, sollten Sie die Lederjacke auf keinen Fall schleudern oder in den Trockner geben. Eine fachmännische Reinigung empfiehlt sich immer dann, wenn die Lederjacke aus verschiedenen Teilen gefertigt wurde und somit die Gefahr besteht, dass die Farben ausbluten und sie sich gegenseitig verfärben. Andere Experten sind jedoch der Meinung, dass Lederjacken besser nicht gewaschen werden sollten, da sie sonst der Glanz und die Form leiden könnte.

Trocknen und Pflegen nach der Reinigung

Regel No. 2: Die Jacke auf einen Bügel hängen und langsam (!) trocknen lassen. Auf keinen Fall sollten Sie die Jacke auf die Heizung legen oder trocken föhnen. Das Leder wird durch die heiße, trockene Luft hart und spröde und die schöne Lederjacke ist hin. Während und nach dem Trocknen der Jacke sollten Sie diese vorsichtig durchkneten und massieren.

Verwenden Sie hierfür nach dem Reinigen einer Glattlederjacke eine spezielle Lederpflegecreme oder einen Lederconditoner. Ist dieser komplett eingezogen, sollten Sie die Lederjacke auch immer wieder neu imprägnieren, um neuen Flecken vorzubeugen.

Imprägnierung von Lederjacken

Bevor Sie Ihre neue Lederjacke das erste Mal tragen, sollten Sie sie unbedingt imprägnieren. So schützen Sie Ihre Jacke vor Schmutz und unschönen Regenschäden.

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihre Lederjacke bereits imprägniert ist, können Sie dies mit etwas Spucke oder wenigen Wassertropfen testen. Suchen Sie sich dazu eine unauffällige Stelle an der Jacke (z.B. unter den Ärmeln oder an der Innenseite) und befeuchten Sie die Stelle mit etwas Speichel. Sollte sich hierbei ein Rand bilden oder die Feuchtigkeit schnell ins Innere dringen, ist eine Imprägnierung dringend notwendig. Auf raue Lederjacke kann auch etwas Lederfett oder -öl aufgetragen werden. So bleibt die Lederjacke geschmeidig und ist vor Nässe geschützt.

Farbpflege und Fleckenentfernung

Glattlederjacken können nach langer Tragezeit ein wenig an Farbechtheit verlieren und durch Wetter und Licht ausbleichen. Mit einer speziellen Ledertönung und unter Beachtung gewisser Kniffe können Sie jedoch dafür sorgen, dass Ihre Jacke wieder im neuen Glanz erscheint.

Für viele der Supergau. Aber auch hier können wir Sie beruhigen: mit speziellen Fleckenspray für Leder können Sie bei schnellem Handeln den Flecken den Gar ausmachen.

Weitere Pflegetipps

  • Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrer Lederjacke nicht lange in der prallen Sonne stehen oder in einen starken Regenschauer geraten, denn beides kann das Leder rau und porös machen.
  • Sollte die Jacke doch nass geworden sein, hängen Sie diese auf einen Kleiderbügel und lassen Sie das Stück in einem gut durchlüfteten Raum trocknen.

Kunstleder pflegen

Optisch ist Kunstleder in vielen Fällen kaum noch vom Echtleder zu unterscheiden. Optik und Haptik von Lederimitaten sind oft sehr ähnlich zum Original, doch die Materialeigenschaften sind gänzlich unterschiedlich. Künstliche Stoffe wie PVC sind kostengünstiger und pflegeleichter. Denn für das Waschen von Kunstlederkleidung ist kein besonderes Waschmittel notwendig, die Waschmaschine ist erlaubt und auch ein Waschen per Hand geht einfach und schnell.

Hausmittel für Kunstleder

  • Essigwasser: Eine Mischung aus Wasser und einem Schuss Essig entfernt hartnäckige Flecken und neutralisiert Gerüche.
  • Natronpaste: Eine Paste aus Natron und Wasser hilft bei fettigen Flecken.
  • Olivenöl für Glanz: Ein Tropfen Oliven- oder Babyöl auf einem weichen Tuch verleiht stumpfen Stellen neuen Glanz.

Zusammenfassung der wichtigsten Pflegeschritte

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Pflegeschritte für Lederjacken zusammenfasst:

Pflegeschritt Beschreibung
Reinigung Regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch, bei Bedarf spezielle Lederreiniger verwenden.
Trocknung Lufttrocknen auf einem Bügel, fern von direkter Hitze und Sonneneinstrahlung.
Pflege Verwendung von Lederpflegeprodukten zur Erhaltung der Geschmeidigkeit und des Glanzes.
Imprägnierung Schutz vor Nässe und Schmutz durch regelmäßige Imprägnierung.
Aufbewahrung Aufbewahrung auf einem Bügel in einem luftigen, trockenen Raum, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung.

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