Motorradfahren ist mehr als nur ein Hobby - es ist eine Lebenseinstellung. Dabei ist die richtige Schutzkleidung für Biker unerlässlich, um im Falle eines Unfalls bestmöglich geschützt zu sein. Sie absorbiert Aufprallenergie und schützt vor Abschürfungen.
Genau wie die Motorräder selbst ist auch die Auswahl an Schutzkleidung vielfältig. Ob Cruiser, Racer oder Crosser - für jeden Fahrertyp gibt es passende, sichere Outfits.
Sicherheit ist käuflich - mit der richtigen Motorradkleidung. Doch die ist nicht leicht zu finden. Textil oder Leder? Worauf sollte man bei Protektoren und Anprobe achten? Und was bedeutet ein falscher Helm oder fehlende Schutzkleidung bei einem Unfall - wie wirkt sich das auf Schadensersatzansprüche, Mithaftung und Beweislast aus? ADAC Fahrzeugtechnik und Clubjuristen klären auf.
Die Bedeutung der CE-Zertifizierung
Die richtige Motorrad Schutzkleidung verfügt über eine CE-Zertifizierung - alles andere ist Streetwear und gehört nicht auf ein Motorrad. Bei Helmen gelten die Normen ECE 22-05, ECE 22-06, DOT oder Snell. Der Prüfhinweis befindet sich meist am Kinnriemen. Jacken, Hosen, Handschuhe und Stiefel haben eingenähte Etiketten mit Prüfsiegeln, die Auskunft über die Schutzklasse geben.
Verschiedene Fahrertypen und ihre ideale Ausrüstung
Sportliche Fahrer
Für sportliche Fahrer ist Leder unerlässlich. Eine einteilige Lederkombi wie der Dainese Mugello 3 bietet maximale Sicherheit und ist mit Airbags ausgestattet. Diese Kombination zählt zur besten Motorrad Schutzkleidung für sportliche Fahrer. Der passende Helm, wie der AGV Pista RR, überzeugt durch Leichtigkeit, ein großes Sichtfeld und eine aerodynamische Form.
Abenteuerfahrer
Abenteuerfahrer benötigen eine besonders robuste Ausrüstung, die sowohl Asphalt als auch unwegsames Gelände meistert. Die Held Mojave Textiljacke ist hierfür optimal. Sie verfügt über wasserdichte Taschen, abriebfeste Materialien an den Gelenken und bietet dank der Clip-In-Technologie vielseitige Anpassungsmöglichkeiten mitsamt Airbag-Option. Die passende Held Mojave Textilhose macht das Outfit komplett. Für den Kopf ist der Klim Krios Pro Endurohelm empfehlenswert. Er ist mit einem fotochromatischen Visier ausgestattet, das sich selbsttätig an die Lichtverhältnisse anpasst.
Urban Biker
Urban Biker bevorzugen oft einen legeren Stil, der dennoch Schutz bietet. Eine Kombination aus Richa Normandie Lederjacke und John Doe Pioneer Mono Jeans bietet sowohl Stil als auch Schutz. Alternativ können auch ein Kevlar-Hemd und eine Motorrad-Cargohose gewählt werden. Der Helm ist eine Frage des persönlichen Stils: Ein klassischer Caberg Freeride Jethelm oder ein retro-inspirierter Arai Concept-X Integralhelm sind gute Optionen.
Textil oder Leder?
Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders.
Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.
Und was ist mit dem Hitzestau im Sommer? Perforierungen und "Cool Leather", das dank Spezialbehandlung die Sonnenstrahlung abweist, sollen hier helfen. Weiterer Trend: Hydrophobiertes (wasserabweisendes) Leder in Verbindung mit innen aufgebrachter Funktionsmembran (z.B. GoreTex). Das hält auch längeren Regengüssen stand. Übrigens: Bei strammem Dauerregen ist eine gute Regen-Überziehkombi immer noch die dichteste aller Lösungen.
Schutzpolster und Protektoren
Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall. Gut ausgerüstete Kombis müssen dabei keineswegs unbequem sein. Immer häufiger kommen Hightech-(PU-)Schaumstoffe zum Einsatz, die beim Tragen flexibel sind und sich erst beim Aufprall verhärten.
Vorsicht vor dünnen Rückenprotektoren in zweiteiligen Low-Cost-Kombis: Sie sind nicht selten aus billigem Schaumstoff gefertigt und decken wichtige Bereiche der unteren Wirbelsäule gar nicht ab. Hier hilft nur eines: Diese Pseudo-Schützer entfernen und einen separaten, hochwertigen Rückenprotektor unter der Kombi-Jacke tragen! Und wo sollte ein sicherer Motorradanzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.
Tipps zur Anprobe
Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist. Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren. Dabei kontrollieren: Drücken Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich? Dann ein prüfender Blick auf Reißverschlüsse und Nähte: Sind sie stabil? Grundsätzlich gilt: Viele Nähte, viele Schwachstellen! Bei Textilanzügen lohnt ein Blick auf herausnehmbare Protektoren: Tragen sie das CE-Zeichen? Weiter wichtig: Sitzt die Textilkombi noch gut, wenn das Innenfutter entfernt ist? Und passt unter das Leder-Outfit noch wärmende Funktionskleidung?
Bußgeld bei nicht geeignetem Helm
Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird. Mittlerweile dürfen keine Helme mehr mit der früheren Norm ECE 22.05 produziert werden.
Außerdem ist in vielen europäischen Reiseländern diese Norm ohnehin zwingend und wer ohne einen so gekennzeichneten Helm fährt, dem drohen hohe Bußgelder oder sogar Einziehung seines Motorrades! Man sollte also darauf achten, dass der Helm in jedem Fall einen entsprechenden Aufnäher im Helmfutter oder auf dem Kinnband hat.
Unfall ohne Schutzkleidung
Obwohl gesetzlich - anders als bei der Helmpflicht - das Tragen von Motorradschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zu beobachten, schuldlos geschädigten Motorradfahrern wegen des Nichttragens von Schutzkleidung Ansprüche zu kürzen.
So hat sich das LG Heidelberg (Az.: 2 O 203/13) mit dem Mitverschulden eines verletzten Fahrers eines Leichtkraftrollers befasst und geurteilt: Eine Verpflichtung gegenüber sich selbst, bei Innerortsfahrten auf einem Leichtkraftrad vollständige Schutzkleidung zu tragen, könnte man nur annehmen, wenn sich ein derartiges Verkehrsbewusstsein durchgesetzt hätte. Das sei aber nicht der Fall und deshalb halte es das Gericht für "unzumutbar" einem Leichtkraftradfahrer gegenwärtig die Obliegenheit aufzuerlegen, bei Innerortsfahrten einen Schutzkombi zu tragen. Wegen der höheren Geschwindigkeiten sei es unter Motorradfahrern üblich, vollständige Schutzkleidung zu tragen. Ein Rollerfahrer würde aber Gefahr laufen, spöttische Bemerkungen wegen seines Kleidungsstils zu erhalten.
Letztlich ist es jedoch immer eine Entscheidung des jeweiligen Einzelfalles. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, ob der Unfall innerorts oder außerorts passierte und um welche Art von Fahrzeug es sich handelte.
So hat das OLG Brandenburg (Az.: 12 U 29/09) einem Motorradfahrer das beantragte Schmerzensgeld nicht in vollem Umfang zugestanden, weil es meinte, der Motorradfahrer habe zur Schwere seiner Verletzungen selbst mit beigetragen. Nach Auffassung des Gerichts ist ein Mitverschulden des Verletzten auch dann anzunehmen, wenn "er diejenige Sorgfalt außer Acht lässt, die ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens anzuwenden pflegt". Daher ist es nur konsequent, dem Verletzten kein so hohes Schmerzensgeld zu bezahlen wie er erhalten würde, wenn er mit Schutzkleidung unterwegs gewesen wäre.
Beschädigung von Motorradbekleidung
Nach einem Motorradunfall ergeben sich für den Geschädigten immer wieder Probleme bei der Frage, in welchem Umfang ein beschädigter Sturzhelm oder beschädigte Kleidung zu ersetzen ist.
Fest steht, dass der Motorradfahrer nach einem unverschuldeten Unfall Anspruch auf Schadensersatz hat. Dabei gilt der Grundsatz, dass der Zustand hergestellt werden muss, der vor dem Unfall bestand. Da eine Reparatur des Helmes oder der Kleidung praktisch nicht möglich ist, ist der Motorradfahrer darauf beschränkt, einen Ersatz zu beschaffen. Aus diesem Grund geht es sehr oft um die Frage, ob der Motorradfahrer sich bei der Berechnung des Schadensersatzanspruchs einen so genannten Abzug "neu für alt" entgegenhalten lassen muss.
Das Oberlandesgericht Celle (Az.: 14 U 293/01) entschied, dass ein Abzug vorzunehmen ist. Dabei ging das Gericht davon aus, dass die übliche Nutzungsdauer der Schutzbekleidung und des Helmes 8 Jahre betrage und je nach Alter ein prozentualer Abschlag vorzunehmen sei.
Mit einem Urteil entschied das Oberlandesgericht München (Az.: 10 U 2581/13), dass ein solcher Abzug nicht zulässig ist, "da ein kontinuierlicher Wertverlust durch Altern einerseits und eine Vermögensmehrung des Geschädigten bei Neuanschaffung andererseits nicht eintritt, da die Schutzkleidung eines Motorradfahrers (einschließlich des Kradhelms) ausschließlich der Sicherheit dient".
Motorradkleidung in der Fahrschule
Früher musste der Bewerber bei Prüfungen der Klassen A, A1, A2 und AM geeignete Motorradschutzkleidung, bestehend aus einem passenden Motorradhelm, Motorradhandschuhen, einer eng anliegenden Motorradjacke, einem Rückenprotektor (falls nicht in Motorradjacke integriert), einer Motorradhose und Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz tragen. Diese Pflicht gibt es nicht mehr.
Die passende Motorradbekleidung finden
Die passende Motorradbekleidung zu finden, kann bei der riesigen Auswahl schnell zur Herausforderung werden. Für einen fundierten Überblick über die Saison 2025 haben wir deshalb einen Ort besucht, der für Kompetenz und Leidenschaft steht: das Moto-Center Thun.
Es geht nicht nur um Schutz, sondern auch darum, sich in der Ausrüstung wirklich wohlzufühlen, betont Anne, die Leiterin der Bekleidungsabteilung beim Moto-Center Thun. Anne kennt viele ihrer Kundinnen persönlich, und während wir mit ihr sprechen, wird klar: Hier wird nicht nur beraten, hier wird zugehört.
- Ist die Jacke eher was für den Sommer oder schon herbsttauglich? Diese Frage führt Anne direkt ins Thema. Sie erklärt: An warmen Tagen kann es ohne starke Belüftung schnell unangenehm werden. Diese Jacke hat zwar Reissverschlüsse an Brust und Rücken, aber bei 30 Grad brauchst du unbedingt Funktionswäsche, um die Körpertemperatur im Griff zu behalten.
- Vor einer Wand mit über 500 Handschuhmodellen bleibt die Fahranfängerin stehen. Anne reicht ihr ein neues Modell von Held: Die neuen Knöchelprotektoren sind direkt ins Material eingearbeitet keine Nähte, kaum spürbar, aber mit deutlich besserem Schutz. Am besten probierst du immer an der Sitz entscheidet über Komfort und Sicherheit.
- Helme sind ein zentrales Thema das zeigt die beeindruckende Wand mit über 600 Modellen im Moto-Center Thun. Modelle mit integrierter Sonnenblende empfiehlt Anne grundsätzlich sie bieten spürbaren Komfort im Alltag, egal ob man Anfänger oder Vielfahrer ist. Am wichtigsten ist, dass der Helm wirklich passt, sagt Anne. Denn die Technik ist nur so gut wie der Sitz. Ein täglich genutzter Helm hält keine zehn Jahre, erklärt Anne. Und nach einem Sturz egal ob sichtbar beschädigt oder nicht sollte er unbedingt ersetzt werden.
- Daytona ist mein Favorit, sagt Anne, während sie ein Paar Motorradstiefel mit Gore-Tex-Membran präsentiert. Einige Daytona-Modelle verschaffen 3 bis 6 Zentimeter mehr Standhöhe, ohne dass es optisch auffällt. Ideal für Fahrerinnen, die sich auf dem Bike etwas mehr Bodenkontakt wünschen. Wer einmal in einen guten Stiefel investiert, hat lange Freude daran.
- Funktionswäsche ist oft unterschätzt, dabei macht sie einen riesigen Unterschied, erklärt Anne, während die Fahranfängerin ein Set von UYN begutachtet. Die leichte Kompression stabilisiert die Muskulatur, reduziert Ermüdung und hilft, die Körpertemperatur zu regulieren gerade auf längeren Touren merkst du das schnell. Ein Modell mit Level 2-Schutz bietet eine gute Ergänzung zur klassischen Motorradjacke, sagt Anne.
Die Saison 2025 steht vor der Tür, und die Gespräche mit Anne und einer neugierigen Fahranfängerin zeigen, wie vielseitig und durchdacht Motorradbekleidung heute ist. Es wird klar: Sicherheit, Komfort und Stil sind keine Gegensätze, sondern lassen sich mit der richtigen Ausrüstung perfekt kombinieren.
Anne und ihr Team verdeutlichen mit ihrer Expertise, dass Anprobieren der Schlüssel zu einem Setup ist, das wirklich passt egal, ob du gerade deinen Führerschein gemacht hast oder schon tausende Kilometer auf dem Tacho hast.
Für Anfänger bietet das Gespräch klare Orientierung: Startet mit soliden Basics, rät Anne, etwa mit einer vielseitigen Textiljacke, die sich mit Protektoren erweitern lässt, oder Mittelklasse-Handschuhen mit gutem Grundschutz und Qualitätsmerkmalen.
Ein überraschender Aspekt aus dem Gespräch ist die Betonung der Lebensdauer und Wartung bei Helmen: Diese sollten nach einem Sturz sofort ersetzt werden, selbst wenn sie äusserlich unversehrt wirken, da unsichtbare Schäden die Schutzwirkung zerstören können.
Anne hebt hervor, dass Qualität langfristig spart. Ein Daytona-Stiefel hält zehn Jahre und ersetzt bei Defekt Sohlen und repariert Nähte - während günstige Modelle öfter ersetzt werden müssen.
Testsieger und Empfehlungen
Qualitativ hochwertige Verarbeitung, ausgewählte Materialien und ein modisches Design sind die wichtigsten Aspekte, nach denen wir unser großes Sortiment für Motorradbekleidung zusammenstellen. Aus diesem Grund setzen wir bei vielen unserer Artikel auf Testsieger, die von den Experten der Fachpresse empfohlen werden.
Die Textilkombi vom Typ "Skagen" wird beispielsweise ausdrücklich von den Experten des Magazins Motorradfahrer empfohlen. Die aus einer dreilagigen GORE-TEX® Pro Membran gefertigte Jacke kann auf Wunsch mit einem herausnehmbaren Thermofutter ausgestattet und daher bei jedem Wetter getragen werden. Auch mehrere Motorradhosen von DANE finden sich unter unseren Testsiegern wieder. Die aus den bewährten Gore-Tex Membrane gefertigten Hosen überzeugen durch eine hervorragende Atmungsaktivität und sehr guten Tragekomfort.
Die aerodynamischen Integral- und Jethelme von Bayard etwa weisen bei geringem Gewicht sehr gute mechanische Eigenschaften und eine hervorragende Verarbeitung auf, wodurch maximale Sicherheit im Sturzfall erreicht wird. Die speziell entwickelten Motorradhandschuhe von DANE überzeugten im Test dank einer ausgeklügelten Materialkombination aus synthetischen Fasern wie Polyamid und echtem Leder.
Dank einer zu 100 % aus PTFE bestehenden Membran wird optimale Atmungsaktivität erreicht und Schwitzen reduziert.
Motorradbekleidung im Vergleich
Mit dem Fahrtwind im Gesicht und dem Geruch der Straße in der Nase kommt das Gefühl der Freiheit: Für viele Motorradfahrer ist das Bike nicht nur schnödes Transportmittel, sondern Lebensgefühl. Fast die Hälfte der Fahrer gibt den Spaß an der Beschleunigung und an kurvenreichen Strecken als Motivation fürs Motorradfahren an.
Doch ohne eine geeignete Bekleidung wird ein schneller und riskanter Fahrstil zur Gefahr für Leib und Leben. Laut ADAC sind 7,6% aller im Jahr 2015 im deutschen Straßenverkehr verunglückten Personen Biker. Der Anteil der Motorradfahrer an der Zahl der tödlich Verunglückten liegt mit 18,3% deutlich höher.
Mögliche Ursachen hierfür sind einerseits der riskante Fahrstil einiger Biker, andererseits aber auch ihre im Vergleich zum Autofahrer weniger geschützte Position auf dem Motorrad.
Der passende Schutz für Kopf und Körper
Zwar ist der Motorradhelm, egal ob es sich dabei um einen besonders sicheren Integralhelm mit fester Kinnpartie oder um einen Jethelm für geringere Fahrgeschwindigkeiten handelt, in jedem Fall der wichtigste Bestandteil der Schutzkleidung. Doch auch eine reiß- und abriebfeste Motorradjacke sowie feste Motorradhandschuhe beugen ernsten Verletzungen bei einem Sturz vor und schützen darüber hinaus vor Kälte.
Während Handschuhe meist in Unisex-Ausführung erhältlich sind, wird bei Jacken nicht nur Wert auf Funktionalität, sondern auch auf ein ansprechendes Design gelegt. Motorradjacken für Damen sind daher oft modisch tailliert, während Motorradjacken für Herren meist in sehr sportlichem Design daherkommen.
Von einer normalen Winterjacke unterscheidet sich die Motorradjacke, die manchmal auch Tourenjacke genannt wird, durch in das Textil eingearbeitete Protektoren, die bei Stürzen eine stoßdämpfende Funktion haben.
Wer anstelle einer einfachen Jacke eher einen Ganzkörperschutz bevorzugt, greift zur klassischen Lederkombi. Dabei handelt es sich um eine ein- oder zweiteilige Kluft aus Leder, die häufig wie die Motorradjacke auch über integrierte Protektoren zum Schutz der Gelenke verfügt.
Wer bei Motorradbekleidung aus Leder eine Überhitzung und unangenehme Gerüche fürchtet, irrt: Hochwertige Motorradkombis sind nicht nur temperaturregulierend und bakterienabweisend, sondern sind ähnlich elastisch wie Textilkombis und bieten einen erstaunlichen Tragekomfort.
Stiefel und Protektoren komplettieren das Outfit
Zusätzlichen Schutz bieten dem Biker neben der Leder- oder Textilbekleidung Rückenprotektoren und Motorradstiefel, die zur Grundausstattung jedes Motorradfahrers gehören sollten.
Der Rückenprotektor wird entweder über oder unter der Jacke getragen und schützt den Rücken und Nacken des Fahrers vor dem harten Aufprall eines Zusammenstoßes oder Sturzes.
Motorradstiefel dienen dem Schutz von Füßen und Schienbeinen. Zwar gibt es bei den Motorradstiefeln keine so strikte Einteilung wie bei der Motorradbekleidung für Damen und Herren, jedoch sind nicht alle Stiefel in Damengrößen erhältlich.
Wichtiger als das Design ist hier jedoch auch das Kriterium des Einsatzbereiches: Während manche Stiefel sich als Allrounder in jeder Situation einsetzen lassen, sind andere Modelle nur für das Fahren in der Stadt oder auf der Rennstrecke geeignet.
Fazit
Sind Ihre Motorradklamotten älter als zehn Jahre? Dann wird es Zeit für ein Update. Die richtige Motorrad-Schutzkleidung und der korrekte Helm können Leben retten und verhindern, dass im Fall eines Unfalls Ansprüche gekürzt werden.
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