Biker Ranch Eifel: Ein Paradies für Motorradfahrer

Holzhaus, Herzblut und jede Menge Chrom - die Biker Ranch in der Eifel ist mehr als nur ein Ort zum Einkehren. Hier wird seit dem 8. Mai 2000 nicht nur bewirtet, sondern gelebt. Udo Körfer führt den Laden heute - mit Leidenschaft, Erfahrung und dem richtigen Gespür für das, was Biker brauchen. Und das merkt man sofort: Die Ranch ist gemütlich, unkompliziert, herzlich - und trotzdem perfekt organisiert. Wer einmal da war, kommt wieder.

Die Geschichte der Biker Ranch

Die Reise beginnt 1989 - Udo Körfer verkauft gebrauchte Motorradbekleidung in einer Garage in Eschweiler. Das lief so gut, dass der gelernte Elektriker sich nur wenig später nach einer größeren Location umsehen muss. Im April 1993 zieht Motorrad Körfer um, der Laden wächst, auch Neuware gehört mittlerweile zum Sortiment. Das Ehepaar betreibt nicht nur stationären Handel, sondern verkauft auch auf Motorradmärkten und später auf Messen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Nebenher entsteht eine Werkstatt für Reparaturen, Inspektionen und Reifenwechsel. Der Traum einen Bikertreff am Standort aufzubauen, schwebt den beiden aber stets vor Augen.

Im Mai 2000 verwirklichen Silvia und Udo genau diesen: Die Biker-Ranch-Eifel öffnet ihre Pforten. Der Name ist Programm, er passt zu dem markanten Blockhaus. Schnell entwickelt sich die Ranch zu einem gefragten Anlaufpunkt für Motorradfahrer aus Deutschland und den Nachbarländern. Um dem Andrang Herr zu werden, vergrößert das Ehepaar regelmäßig das Gebäude, nach und nach kommen zwei Terrassen und ein Wintergarten hinzu, auch der Parkplatz wird erweitert. An schönen Tagen geht es an der Kreuzung von B266 und L246 zu wie in einem Bienenstock, dann machen bis zu 2000 Gäste Halt an der Biker-Ranch-Eifel.

Was die Biker Ranch zu bieten hat

An sonnigen Tagen ist der Platz rund um das massive Holzhaus bis auf den letzten Meter mit Maschinen aller Art zugeparkt - von der klassischen BMW über Harleys bis zur umgebauten Yamaha. Und drinnen? Da wird gelacht, gegessen, gefeiert. Sie laben sich an Heiß- und Kaltgetränken, an Snacks oder an kompletten Mahlzeiten, wobei Biker-Schnitzel, Biker-Burger, Biker-Steak und Biker-Frühstück besonders hoch im Kurs stehen.

Neben dem Bikerleben gibt’s auch eine Eventseite: Die Ranch ist buchbar für Feiern jeder Art - von der Weihnachtsfeier bis zur Hochzeit. Wer Lust hat, seine Party zwischen Lederkutten und Holzbohlen zu feiern, ist hier goldrichtig.

Motorradtouren rund um die Eifel

Die Eifel lässt motorradtechnisch keine Wünsche offen. Wer hier auf Tour geht, findet Kurve an Kurve, fantastische Ausblicke und wenig Verkehr. Auf jeden Fall bietet das Gebiet rund um den Rursee tolle Motorradstrecken - von leicht bis anspruchsvoll, bergauf und bergab. Hier kann man tagelang fahren, und würde immer wieder neue Routen entdecken.

Egal, ob Du auf der Durchreise bist oder gezielt ansteuerst - die Biker Ranch ist ein Motorradtreff mit Seele, Geschichte und Charakter. Last, but not least: Auch zu den Ardennen ist es nur noch ein Katzensprung...

Mögliche Routen und Sehenswürdigkeiten:

  • Rursee: Die Straßen winden sich förmlich durch die Hügellandschaft. Wir fuhren erstmal hinunter zur Staumauer in Rurberg.
  • Monschau: Zwischen alten Mühlsteinen wird dort noch heute, wie in alter Zeit Moutarde de Montjoie, der Monschauer Senf, handwerklich hergestellt.
  • Kloster Mariawald in Heimbach: Der Rastplatz am Kloster, u.a. auch mit Restaurant und Klosterladen, mausert sich im Sommer ebenfalls zu einem "inoffiziellen" Bikertreff.
  • Nideggen: Unmittelbar hinter Nideggen beginnen die Straßen, sich förmlich durch die Hügellandschaft zu winden.

Die Rureifel mit dem Motorrad zu erkunden, macht süchtig. Die Straßen sind jedenfalls überall gut ausgebaut und verleiten wie von selbst zum zügigen bzw. zum viel zu zügigen Fahren.

Ein Bikertreff ohne Biker sieht irgendwie trostlos aus. Überhaupt trafen wir an diesem Herbst-Samstag unterwegs nur wenige Motorradfahrer. So langsam stellten wir dann fest, dass die Tage in der Rureifel tatsächlich nicht länger sind als anderswo - damit hatte das Tourismusbüro dann schon mal recht. Ein Tag in der Rureifel schöner ist als woanders, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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