Motorradbrillen für Herren im Test: Schutz und Stil für Biker

Spezielle Sportbrillen gibt es nicht nur für Fahrradfahrer, auch als Motorradfahrer oder Rollerfahrer können Motorradbrillen für Sie sinnvoll sein. Dabei müssen Sie noch nicht mal eine Sehschwäche haben, denn Bikerbrillen bieten vor allem Schutz für Ihre Augen. So sind Sie mit einer Motorradbrille beispielsweise vor Insekten, Sonneneinstrahlung, Zugluft oder Reflexionen geschützt. Mit einer Motorradbrille erhöht sich also der Komfort und Ihre Sicherheit beim Motorradfahren. Die meisten Bikerbrillen lassen sich problemlos unter einem Helm tragen.

Besonders bei Jethelmen bieten sich Motorradbrillen an, da Jethelme meist kein Visier haben und Ihre Augen somit dem Fahrtwind ausgesetzt sind. Die meisten Motorradbrillen ähneln normalen Sonnenbrillen.

Was Sie vor dem Kauf von Motorradbrillen wissen sollten

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Motorradbrillen ist ein guter Sitz unter einem Helm. Die Brille darf nicht verrutschen und nicht zu groß sein. Die meisten Bikerbrillen haben daher eine sehr enge Passform oder sogar ein Band, das für festen Sitz sorgt.

Motorradbrillen sind optimal auf die Bedürfnisse von Bikern ausgerichtet, daher sollten Sie nicht einfach zu einer normalen Sonnenbrille greifen - vor allem, wenn Sie eine Sehschwäche haben. Eine herkömmliche Sonnenbrille bietet zwar Schutz vor UV-Strahlen, ist aber nicht auf die weiteren Anforderungen von Rollerfahrern und Rollerfahrerinnen eingestellt.

Welche Motorradbrille ist am besten für Brillenträger geeignet?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage, welche Motorradbrille die beste für Brillenträger ist, ist schwierig, da jeder Motorradfahrer und jede Motorradfahrerin unterschiedliche Vorlieben und Anforderungen an eine Bikerbrille haben. Wenn Sie eine Sehschwäche haben und eine Motorradbrille mit Sehstärke benötigen, sollten Sie sich idealerweise zusammen mit Ihrem Optiker für ein passendes Modell entscheiden und Ihre benötigten Gläser einsetzen lassen.

Für einen optimalen Sitz während der Fahrt, greifen Sie zu einer Motorradbrille mit Band.

Wie schneiden Motorradbrillen in Tests und Kundenmeinungen ab?

Fachzeitschriften, wie Motorrad oder Tourenfahrer testen Motorradbrillen und geben Ihnen einen Überblick über die Vorteile und Nachteile der Bikerbrillen. Dabei gehen die Tester unter anderem auf Features, wie austauschbare Zusatzgläser oder den Tragekomfort der Brillen ein. Im Fokus der Prüfer steht außerdem der Windschutz der Motorradbrillen.

Auch die Verarbeitung und die damit verbundene Langlebigkeit nehmen die Tester unter die Lupe. Je robuster die Modelle, desto besser die Bewertung. Auch die Käuferinnen und Käufer gehen auf ähnliche Eigenschaften ein, können aber zusätzlich ihre Erfahrungen nach längerer Verwendung der Bikerbrillen miteinbeziehen.

In den Kundenrezensionen erfahren Sie außerdem viel über die Praxistauglichkeit und die Auswirkungen der unterschiedlichen Tönung der Gläser.

Wofür sind selbsttönende Motorradbrillen geeignet?

Wenn Sie auf längeren Touren mit Ihrem Motorrad unterwegs sind, werden Sie mit wechselnden Lichtverhältnissen konfrontiert sein. Im Wald kommt beispielsweise weniger Sonnenlicht an als auf einer offenen Landstraße. Motorradbrillen mit selbsttönenden Gläsern passen sich den unterschiedlichen Lichtverhältnissen an.

Allerdings kann das Anpassen der Tönung mehrere Minuten dauern. Selbsttönende Sportbrillen werden auch photochromatische Brillen genannt. Bei polarisierenden Brillen oder auch Polbrillen handelt es sich um andere Modelle, die den Kontrast erhöhen und Lichtreflexionen minimieren.

Sonnenbrillen für Motorradfahrer im Test

Erlauben Sie uns zwei Vorbemerkungen, damit sich unsere Lieblingsleserbriefschreiber Horst P. aus M. und Dietmar F. aus K. nicht unnötig Mühe machen müssen. Erstens: Ja, uns ist durchaus bewusst, dass der Begriff „Biker“ - zumindest im englischsprachigen Raum - auch für Fahrradfahrer benutzt wird. Sollte im Folgenden aber von Biker-Brillen die Rede sein, sind ausschließlich Brillen für Motorradfahrer gemeint. Genauer gesagt: für Motorradfahrer, die einen Jethelm tragen.

Womit wir bei der zweiten Vorbemerkung wären: Ja, uns ist bekannt, dass es auch (Integral-)Helme mit Sonnenblende gibt. Aber um Brillen, die unter diesen Helmen getragen werden, geht es nicht, was erklärt, warum wir bei diesem Test neben dem UV-Schutz auch sehr viel Wert auf Steinschlag- und Windschutz gelegt haben. Motorradfahrer, die sich für die nachfolgend behandelten Brillen interessieren, tragen vor den Augen eine Brille - und sonst meist nichts.

Mode- oder Sportbrillen sind für Motorradfahrer ungeeignet

Um ganz spezielle Biker-Sonnenbrillen geht es also. Und die zu bekommen, ist fernab der einschlägigen Motorradausrüster gar nicht so einfach, was unsere Info- und Einkaufstour im Großraum Stuttgart erschreckend deutlich offenbarte. Denn selbst wenn man explizit auf die Eignung für die motorisierte Beförderung via Zweirad verwies, landete man bei den Optiker-Ketten und in den Sporthäusern meist in der Mode- oder Sportbrillenabteilung. Und dort wurden dann bestenfalls Brillen für Fahrradfahrer hervorgekramt.

Doch Mode- oder konventionelle Sportbrillen sind für Motorradfahrer meist ungeeignet, und das hat unter anderem mit dem Material der Gläser zu tun. Warum Mineralglas keine gute Wahl wäre, ahnt auch der unbedarfteste Leser: Richtig, Glassplitter im Auge sind total doof. Nehmen wir also lieber Kunststoff? Na klar, wurde auch jahrzehntelang gemacht, ohne dass das sonderlich störte.

Selbstmord-Wespen und Landstraßenrollsplitt verträgt Acryl auch noch ziemlich gut, nur wenn bei einem Autobahntempo, das deutlich über der Richtgeschwindigkeit liegt, mal wirklich etwas richtig Hartes mit Schmackes aufs Acryl knallt, hat das Zeug einen entscheidenden Nachteil: Es kann splittern.

Das gilt auch für CR-39, einem an sich sehr gut für Sportbrillengläser geeigneten Kunststoff. Sportbrillen in dem Sinne, dass bei Geschwindigkeiten im zweistelligen km/h-Bereich etwas Unangenehmes passiert, zum Beispiel beim Fahrradfahren. Für solche Zwecke ist CR-39 ein toller Werkstoff, der zum Beispiel dem für Helmvisiere gebräuchlichen Polycarbonat in einigen Belangen deutlich überlegen ist. Nur eben dann nicht, wenn es bei richtig hohem Tempo auf die Brille gibt. Für solche Situationen ist Polycarbonat immer noch die erste Wahl, denn das bricht nur einmal und splittert nicht.

Tönung der Gläser sagt nichts über UV-Schutz aus

Bevor wir es vergessen: In dieser Geschichte geht es um Sonnenbrillen, also ziemlich direkt auch um den UV-Schutz. Ultraviolette Strahlung kann auf Dauer Augen mächtig schädigen. Das reicht dann von der Augenreizung über den Grauen Star bis zur Erblindung.

Die Tönung der Gläser - bei Kunststoffgläsern im Tauchverfahren lackiert - sagt nichts über den UV-Schutz aus. Die dunkelste aller Sonnenbrillen kann ein totaler Versager in Sachen UV-Schutz sein und sogar für eine zusätzliche Schädigung sorgen, indem sie den Pupillen Dunkelheit vorgaukelt, diese sich weit öffnen und damit noch mehr schädliches UV-Licht durchlassen. Und es gibt auch klare Gläser, die nach Lesebrille aussehen und trotzdem vollen UV-Schutz liefern.

Wer aus auch nur halbwegs seriöser Quelle kauft, ist in Sachen Mindest-UV-Schutz aber meist auf der sicheren Seite, was auch dieser Test bestätigt: Alle Testteilnehmer bewältigen den UV-Test (380 Nanometer) ohne Beanstandungen und gehören zur EU-Kategorie 3 (82 bis 92 Prozent Lichtabsorption).

Beim UV-Test wird allerdings nur geprüft, was direkt durchs Brillenglas kommt, oder auch nicht. Was sich als Streulicht links und rechts sowie oben und unten davon in Richtung Auge vorbeischummelt, wird nicht erfasst. Und dort, wo Licht durchkommt, hat meist auch Luft ein leichtes Spiel. Zugluft! Eine richtig gute Biker-Sonnenbrille sollte also rundherum gut abschließen, natürlich ohne dabei zu drücken. Keine ganz leichte Aufgabe, aber zumindest die mit „sehr gut“ beurteilten Testkandidaten zeigen deutlich, dass diese durchaus zu bewältigen ist.

Der beste UV- und Windschutz hilft natürlich wenig, wenn die optische Qualität nicht stimmt und die Umwelt nur verzerrt wahrgenommen werden kann. Ein durchaus heikles Thema, denn während der UV-Schutz meist auch bei Billigmodellen stimmt, ist die optische Qualität bei Sonnenbrillen noch längst keine Selbstverständlichkeit.

Doch zumindest für diesen Test kann Entwarnung gegeben werden: Alle Testkandidaten, selbst das ansonsten recht rustikal gemachte U-Fünf-Euro-Teil, bilden alles korrekt ab, was ihren Trägern vor die Augen kommt. Und auch in Sachen Farbeindruck gibt’s keinen Ausreißer. Mit braun, grau oder am besten graugrün getönten Gläsern ist man ohnehin auf der sicheren Seite. Rot ist für die Benutzung im Straßenverkehr ungeeignet, und das von einigen „Experten“ als kontrastverstärkend gelobte Gelb ist nur dann tauglich, wenn der Rotanteil nicht zu hoch ist.

Mann kann aus dem Thema Sonnenbrillen eine Wissenschaft machen, und man kann auch locker sehr viel mehr als die für diesen Test als Limit gesetzten 100 Euro ausgeben. Oder man kann sich die Produktkästen und vor allem die Endwertungs­tabelle genauer anschauen.

Getestete Brillen im Überblick

Hier eine Übersicht der getesteten Brillen und ihre Bewertungen:

BrilleBewertungKaufmöglichkeit
Harley-D. HD GravitySehr gutJetzt bei Amazon kaufen
Helly Bikereyes MOAB 4Sehr gutJetzt bei Amazon kaufen
Helly Bikereyes EagleSehr gutJetzt bei Amazon kaufen
Helly Bikereyes Speed King 2Sehr gutJetzt bei Amazon kaufen
HSE Sprinter 2.0Sehr gutJetzt bei Amazon kaufen
Fospaic Trendline Modell 11GutIm Einzelhandel
Hellfire FlorenzGutIm Einzelhandel
Hellfire RiderGutIm Einzelhandel
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Uvex ProgressGutIm Einzelhandel
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Fielmann G 2096BefriedigendIm Einzelhandel
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So testet MOTORRAD

Die 13 Test-Sonnenbrillen kaufte MOTORRAD im Juni 2014 im Großraum Stuttgart bei Motorradzubehör-Ketten und im Fachhandel. Danach ging es ins Labor des Reinigungsmittel-Experten Dr. Wack nach Ingolstadt, wo sich zwei Chemiker den Prüfpunkten Reinigungsmittelbeständigkeit, Kratzfestigkeit und Beschlagneigung widmeten. Die dafür vergebenen Punkte sind in der Endwertungstabelle unter dem Oberbegriff „Labor“ zu finden.

Zurück in Stuttgart ging es zum Augenoptikermeister Thomas Hommerberg von der Firma Kraft Augenoptik, der die Brillen auf UV-Schutz, optische Güte sowie Verarbeitungsqualität prüfte.

Selbsttönende Sonnenbrillen: 14 Brillen mit photochromen Gläsern im Test

Dabei ist sie für viele mehr als nur reiner Schutz vor Sonne, Fahrtwind oder Flugobjekten. Gerade die aktuell so angesagten Shield-Modelle mit besonders großen Scheiben punkten mit einer zusätzlichen Portion Style.

Breiter Einsatzbereich dank Selbsttönungs-Effekt

Um einen möglichst breiten Einsatzbereich abzudecken, sollte die Anfangstönung der Brille möglichst klar sein. Nur dann sind die Gläser im Übergang zwischen Tag und Nacht ausreichend hell und bieten auch bei Nachtfahrten mit Licht ausreichend Sicht. Die meisten Modelle im Test wechseln ihre Tönung zwischen den Filterklassen zwei und drei.

Dunkler ist also nicht unbedingt besser. Die Filterklasse muss übrigens laut EU-Norm bei jeder Brille angegeben sein. Doch die Filterklassen sind erklärungsbedürftig, da die Verdunkelungswirkung nicht linear verläuft, sondern exponentiell. Während die Klasse 0 (mit 0-20 Prozent Tönung) kaum sichtbar tönt, liegen zwischen Verdunkelungen von 70 und 90 Prozent Welten.

Für Fahrten im Auto sind selbsttönende Brillen in der Regel nicht geeignet. Weil moderne Autoscheiben einen Großteil der UV-Strahlung filtern, ist die Reaktion der photoaktiven Moleküle im Brillenglas stark eingeschränkt. Der UV-Schutz hingegen bleibt auch bei nicht getönter Scheibe in vollem Umfang erhalten.

Die Tabelle unten zeigt die Filterklassen von Sonnenbrillen in der Übersicht:

FilterkategorieGeeignet fürBlendschutz
0Bewölkte Tage und DämmerungBis 20 % des Lichts werden absorbiert
1Bedeckte TageBis 57 % des Lichts werden absorbiert
2Sommertage in MitteleuropaBis 82 % des Lichts werden absorbiert
3Aufenthalte im Schnee, in den Bergen und am Meer in SüdeuropaBis 92 % des Lichts werden absorbiert
4Aufenthalte im Hochgebirge oder auf Gletschern - zum Autofahren ungeeignet!Bis 97 % des Lichts werden absorbiert

Der direkte Einfluss von Wind und Sonne macht für Viele beim Mottorradfahren einen besonderen Reiz aus. Was einerseits als angenehm empfunden wird, kann aber gerade für die Augen zu einer Herausforderung werden. Der dauerhafte Windzug, Insekten und der Einfluss von UV-Licht können bei den oft hohen Geschwindigkeiten mit dem Mottorad schnell schmerzhaft werden. Die Lösung: eine Motorradbrille.

Die Qualität verschiedener Motorradbrillen unterscheidet sich mitunter sehr stark. Aus diesem Grund werden Motorradbrillen im Test auf ihre wesentlichen Eigenschaften hin überprüft:

  • Sichtfeld: Motorradbrillen haben oft einen großen Rahmen und eine dicke Polsterung, wodurch das Sichtfeld unter Umständen eingeschränkt werden kann. Sie sollten daher vor dem Kauf stets beachten, dass das Sichtfeld ausreichend groß ist.
  • Tönung der Gläser: Wenn die Sonne scheint, können Biker schnell geblendet werden. Eine Tönung der Brillengläser ist daher sehr sinnvoll.
  • Bruchsicherheit der Gläser: Schnell können beim Motorradfahren kleinere Steinchen etc. aufgewirbelt werden. Ist die Motorradbrille dann aus einem weniger robusten Material gefertigt, können schnell Kratzer und Risse entstehen. Gute Motorradbrillen weisen im Test daher stablile Materialien wie Polycarbonat auf.
  • Sehstärke bzw. Kompatibilität mit Sehhilfen: Auch unter Motorradfahrern gibt es viele, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind. Ob eine Motorradbrille gut für Brillenträger geeignet ist, überprüft ein Test daher oft mit. Einige Brillen lassen sich mit einem Klipp ausrüsten, der die entsprechende Sehstärke hat.

Neben den genannten Kriterien werden Motorradbrillen im Test unter anderem noch hinsichtlich ihrer Rahmenpolsterung und dem UV-Schutz überprüft. Abgesehen von den allgemeinen Eigenschaften ist es auch wichtig, dass Sie eine Motorradbrille kaufen, die zu ihrem Helm und Fahrstil passt.

Es gibt verschiedene Typen von Motorradbrillen:

  • Cross-Brillen / Goggle: Diese Brillen haben ein besonders breites Sichtfeld, sitzen sehr fest und umschließen den gesamten Augenbereich.
  • Retrobrillen: Dieser Typ passt gut zu Halbhelmen.

Sie sollten eine Motorradbrille kaufen, die die Anbringung von Sehhilfe-Klipps erlaubt, oder die das Tragen der Sehhilfe unter der Motorradbrille ermöglicht.

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