Bikers Only Salzwedel Treffen: Unterstützung für den Hospizverein Salzwedel

Das Bikers Only Salzwedel Treffen ist mehr als nur ein Event für Motorradenthusiasten. Es ist eine Gemeinschaft, die sich auch sozial engagiert. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist die Unterstützung des Hospizvereins Salzwedel.

Engagement für den Hospizverein

Die Initialzündung dazu kam von der Geschäftsleitung von „Bikers Only“, die den städtischen Bereich an der Neuperverstrasse gegenüber der Bummi-Krippe extra beim Lichterfest beleben will. Sie lud den Hospizverein ein, sich auf der zum Geschäft gehörenden Fläche zu präsentieren und heiße Getränke anzubieten.

Die Hospizler nehmen diese Möglichkeit gern wahr, um bei dem reizvollen herbstlichen Spektakel dabei zu sein, sich und ihr Anliegen weiter bekannt zu machen.

Lichterfest und Glühweinausschank

Zum Lichterfest am Freitag, 02. November 2012, wird auch der Hospizverein Salzwedel von 17-22 Uhr dabei sein. Er schenkt Glühwein und Kaffee aus.

Spendenaktion des Lions-Clubs

Über 2.000 Tassen Glühwein und Punsch hat der Lions-Club Salzwedel im Dezember 2011 bei seinem alljährlichen Glühweinausschank auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Der zusätzlich noch aufgestockte Reinerlös ging in diesem Jahr an den Hospizverein Salzwedel.

Lions-Club-Präsident Fritz Reising konnte am Dienstagabend im Kulturhaus einen Spendenscheck in Höhe von 2.422,27 € an Gudrun Bollow, Torsten Liedtke und Gabi Lüneburg (von links) vom Hospizverein übergeben und würdigte noch einmal das soziale Engagement des Hospizvereins bei der Begleitung Schwerkranker sowie Sterbender und ihren Angehörigen.

Die Arbeit des Hospizvereins Salzwedel

Das Anliegen der Mitglieder des Vereins ist es, den Tod wieder Bestandteil des Lebens der Menschen und Familie werden zu lassen und das Unfassbare fassbarer zu machen. Durch vielseitige Angebote, wie Gespräche, Vorträge, Sprechstunden, Literatur und vieles andere mehr versuchen wir aufzuklären und Ängste zu nehmen.

Eines unserer Ziele ist, dass Menschen, die zu Hause sterben möchten, diese Möglichkeit erhalten, und zwar auch dann, wenn sie schwerstkrank sind. Den Sterbenden und den Familien stehen wir in dieser schweren Zeit zur Seite, sofern sie das wünschen.

Eine Möglichkeit der Aufklärung ist ein Informationsstand auf Veranstaltungen. So waren wir mit einem Stand bei dem Altmärkischen Kirchentag in Rohrberg in Pfarrgarten für Fragen und Informationen präsent.

In dem herrlichen Garten und der schönen Atmosphäre haben viele Besucher den Weg zu unserem Stand gefunden und sich informiert. Als gegen Mittag das Wetter umschlug und es zu regnen begann, hat unsere drei Begleiterinnen der nette Herr Stein von dem ebenfalls ehrenamtlich tätigen Verein der Notfallseelsorge Salzwedel e. V. Eines haben nämlich die Notfallseelsorge und der Hospizverein gemeinsam – sie beschäftigen sich mit Tod und Trauer sowie den schwersten Stunden im Leben vieler Menschen.

Weiterbildung der ehrenamtlichen Begleiter

Ende Juni (22.-24.06.12) kamen 13 ehrenamtliche BegleiterInnen vom Hospizverein Salzwedel zum jährlichen Weiterbildungswochenende im Tagungshaus Pisselberg zusammen. Zum Schwerpunktthema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ gab es intensiven Austausch mit dem Praktiker Bernhard Hübner vom AWO-Betreuungsverein Dannenberg.

Nicht nur während der Bürosprechstunden, sondern bis in den privaten Bereich hinein, werden die Hospizler damit konfrontiert und brauchen deshalb ein Basiswissen. Horst Klappstein, Dannenberg, sprach über das „Zuhause sterben – Vom Umgang mit der Leiche“.

Torsten Liedtke, Altenpfleger und selbst ehrenamtlicher Hospizbegleiter, vermittelte wichtiges zur Problematik „Demenz und Alzheimer in der Sterbebegleitung“.

Der sommerlich-warme Abend gehörte der eher geselligen Wissensvermittlung: Trauerbegleiter Andreas Süskow, Schnega, sang Lieder zu Sterben und Tod und begleitete sich auf der Gitarre.

Zum musikalischen Programm und zu den Leckereien vom Grill waren als Gäste Dr. Winfried Kayser vom Onkologischen Netzwerk Dannenberg und der ehemalige Krankenhausseelsorger Gottfried Mahlke aus Luckau gekommen.

die Gruppe sich besser kennen lernen und zusammenwachsen. Und zugleich soll es ein Dank für das bewundernswert aktive Engagement der ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen sein. Am Sonntagmorgen standen einige HospizlerInnen bereits wieder am Infotisch in Rohrberg beim Altmärkischen Kirchentag.

Das Weiterbildungswochenende 2012 fand vom 15.07. Neben den teambildenden Maßnahmen wurde ein Grillabend durchgeführt. Am Sonntag endete das Weiterbildungswochenende mit einem Ausflug zum "RuheForst Elbtalaue" nahe Gartow mit anschließendem Kaffeetrinken am Gartower See.

Eine Teilnehmerin, Carmen Riemer, schrieb ihre Gedanken auf. „Ich möchte zum Ausdruck bringen, wie beeindruckt ich bin von der Arbeit, die die Menschen im Hospizverein für Menschen erbringen.

Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, es gibt Menschen, die haben davor keine Angst, einen (mich) in meiner vielleicht schwersten Zeit im Leben zu begleiten, das Sterben auszuhalten. Es ist auch eine Erleichterung für Angehörige eines Schwerkranken zu wissen, sie können Unterstützung bekommen.

Wichtig ist für mich auch die Erkenntnis, dass Mitleid und Mitgefühl zwei unterschiedliche Gefühle sind, denn mit Mitgefühl kann ich dem anderen helfen und handeln. Diese neuen Erfahrungen und Erkenntnisse über das Sterben und den Tod werden mir auch für mein Leben sehr hilfreich sein.

Weitere Veranstaltungen und Vorträge

  • Einladung zum Vortrag von Uwe Sanneck, HamburgDienstag, 06. Es gibt das Gerücht, Männer könnten nicht trauern und ihre Gefühle nicht zeigen.
  • Dienstag, 27. im Familienhof, Schmiedestr. Der Eintritt ist frei. Über eine Spende zur Deckung der Kosten freuen wir uns.
  • Freitag, 25. November 2011, 20.00 Uhr Soziokulturelles Zentrum „HANSEAT Salzwedel, Altperverstr. Annette Schramm präsentiert sieben Menschen, die auf ihr bisheriges Leben zurückblicken und aussprechen, was aus ihren Erinnerungen aufscheint, sie beschäftigt, jetzt noch wichtig ist. “St. Christopher´s Hospice“ in London.

Ziele des Hospizvereins

Sterbende sind große Lehrmeister. Aus Gesprächen und eigener Erfahrung weiß Barbara Dobrick: Wir haben das Sterben zu lange beschönigt.

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