Bird, bekannt für seine E-Roller und Leih-E-Bikes, hat mit dem Bird Bike ein eigenes E-Bike-Modell auf den Markt gebracht. Das Bird Bike wurde auf der Eurobike 2021 erstmals einer größeren Öffentlichkeit gezeigt und wurde speziell auf den europäischen Markt ausgelegt. Nachdem der Anbieter aus Kalifornien mit dem weltweiten Verleih von E-Rollern groß geworden war, weitet man sein Angebot nun konsequent in Sachen E-Mobilität weiter aus.
Design und Ausstattung
Das Design des neuen E-Bikes ist nicht besonders ausgefallen. Das neue Bird Bike erinnert an einen Mix der beliebten Modelle Van Moof S3 und dem aktuellen E-Bike von Cowboy. Tatsächlich ist wahrscheinlich, dass es hier zu einiger Skepsis und Missmut beim niederländischen Hersteller VanMoof kommen könnte.
Das neue E-Bike von Bird setzt ebenso wie das VanMoof S3 auf ein überlanges, rundes Oberrohr, in welchem die Beleuchtung integriert wird. Doch nicht alles wirkt nach Kopie am Bird Bike. Zumindest bei der Ausstattung gibt es Unterschiede. So setzt Bird bei seinem E-Bike auf einen Heckmotor von Bafang, anstelle des Frontmotors von VanMoof. Außerdem verbaut Bird im Vorbau des E-Bikes ein Display, wie es den Nutzer*innen der Bird-Scooter bekannt sein sollte.
Auch bei den Modellvarianten bietet Bird dasselbe Setup wie die Konkurrenz. Während der klassische Diamantrahmen dem VanMoof S3 sehr ähnlich sieht, wirkt der Tiefeinsteiger von Bird beinahe wie das kürzlich vorgestellte Cowboy 4. In jedem Fall erfindet Bird das E-Bike nicht neu, sondern wirft einen weiteren Namen in den Ring. Der Hersteller möchte hier offensichtlich das beste aus zwei Welten zusammenbringen.
Technische Details
Angetrieben wird das Bird Bike von einem Nabenmotor des Herstellers Bafang, der im Hinterrad verbaut ist und die Pedelec-typischen 250 Watt an Leistung bietet. Der liefert bis zu 500 Watt. In der EU ist die Leistung natürlicherweise auf 250 Watt gedrosselt.
Mit 480 Wattstunden Akkukapazität ist das E-Bike für den urbanen Dschungel ziemlich gut ausgestattet und kann dadurch mit der Konkurrenz mithalten. Auch die Kapazität des Akkus ist mit 364 Wh ordentlich, was für eine Reichweite zwischen 60 und 100 km ausreichen soll. Wie immer sind solche Angaben mit Vorsicht zu genießen, da viele andere Faktoren Einfluss darauf haben - grundsätzlich klingt dieser Wert aber durchaus realistisch. Die maximale Geschwindigkeit beträgt rund 33 km/h. Dieser Wert wird für die Nutzung in der EU natürlich noch auf 25 km/h heruntergesetzt.
Gesteuert wird der Antrieb über einen kompakten Daumentaster am Lenker, mit dem sich die fünf Fahrstufen auswählen und zudem die Lichtanlage und der Schiebemodus aktivieren lassen. Visuelle Informationen erhält man über das hübsch in den Vorbau integrierte Display: dort werden Akkustand, Geschwindigkeit, Gesamtkilometer und der jeweilige Fahrmodus angezeigt.
Statt neumodischer Automatikgetriebe oder puristischer Singespeed-Antriebe verbaut man am Bird Bike eine ganz klassische Kettenschaltung mit 7 Gängen aus Shimanos Tourney-Serie. Erwähnenswert sind zudem die Scheibenbremsen, die mechanisch - das heißt mit Seilzug anstatt Hydraulikflüssigkeit - arbeiten.
Das Modell bringt einen Aluminiumrahmen mit, der als Diamantrahmen- oder Tiefeinsteiger-Variante erhältlich sein wird. Die zur Verfügung gestellte Energie nutzt dann der Hinterrad-Nabenmotor von Bafang (H610?), der mit maximal 65 Newtonmeter unterstützt. Damit bringt er für flache Städte wohl genügend Kraft auf den Boden.
Als Besonderheit hat Bird ein spezielles Display entwickelt, welches im Vorbau der Modelle eingelassen ist. Darauf wird die restliche Batteriekapazität angezeigt, die Geschwindigkeit und die eingestellte Unterstützungsstufe. Die Bedienung erfolgt über eine kompakte Schaltereinheit am linken Lenkergriff, die ein Ein- und Ausschalten des E-Bikes, die Auswahl der Unterstützungsstufen und per „long press“ auch das Ein- bzw. Ausschalten der Beleuchtung und die Aktivierung der Schiebehilfe zulässt.
Das Modell für die Endkunden ergänzt die wachsende Mobilitätspalette der Kalifornier. Die Kalifornier kombinieren deren vermeintlich besten Eigenschaften zu einem E-Bike, welches alles für den urbanen Einsatz mitzubringen scheint. Die Zukunft der Transportmittel ist rein elektrisch und Europa ist führend bei der Evolution weg von Verbrennungsmotoren, hin zu emissionsfreien Fahrzeugen wie E-Bikes und E-Scootern. Mit unserem neuen, speziell auf die Anforderungen des europäischen Marktes zugeschnittenen, E-Bike wollen wir diese Entwicklung weiter vorantreiben.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Motor | Bafang Hinterrad-Nabenmotor, 250 Watt (EU) / bis zu 500 Watt |
| Akku | 364 Wh / 480 Wattstunden |
| Reichweite | 60-100 km (Eco-Modus) |
| Schaltung | Shimano Tourney, 7 Gänge |
| Bremsen | Mechanische Scheibenbremsen |
| Besonderheiten | Integriertes Display, entnehmbarer Akku |
Vor- und Nachteile
Das Bird Bike ist somit einfach ein E-Bike, das man einschaltet und damit fährt. Ohne GPS-Ortung, ohne Alarmanlage, ohne Navigation - und eben auch ohne Schnickschnack. Zum einen trägt der Einsatz solcher Komponenten aber auch zu einem günstigen Verkaufspreis bei.
Extra erwähnt wir die StVZO-konforme LED-Lichtanlage des Bird Bike: damit entsprechen sowohl der Scheinwerfer vorne, als auch das Rücklicht den Zulassungs-Verordnungen. Sehr gut, denn viele andere Design-Bikes schaffen es immer noch nicht, eine solche Lichtanlage mit Zulassung zu integrieren! Serienmäßig verbaute Schutzbleche vervollständigen die alltagstaugliche Ausstattung.
Rein auf dem Papier macht das Bird Bike einen guten Eindruck, zumindest wenn man es auf den Wegen in der Stadt und dem nicht allzu weit davon entferntem Umland nutzen möchte.
Preis und Verfügbarkeit
Preislich ordnet sich das Bird Bike ebenfalls in der Nähe der bekannten Gesichter wie Cowboy und VanMoof ein. Schon bald soll das E-Bike für 2.299 Dollar in den USA erhältlich sein.
Für die EU möchte der Hersteller aber noch an der Preisschraube drehen. Dann soll das E-Bike im Herbst 2021 für 1999 Euro im Handel verfügbar sein. Aktuell ist das Bike in den Farben Schwarz, Grau und Blau in einer Einheitsgröße erhältlich, die sich für FahrerInnen mit einer Körpergröße zwischen 173-190cm eignen soll.
Nach Deutschland gelangt das Bird Bike übrigens nicht direkt über den Hersteller. Die Rechte für den Vertrieb hat sich exklusiv das niederländische Unternehmen Popal Mobility Group (PMG) gesichert. Nach Aussage von PMG könnt ihr das Bird Bike im stationären Fachhandel erwerben. Das gilt für das Modell mit dem A-Rahmen ab sofort. Der Tiefeinsteiger soll im Laufe des Frühjahrs auf den Markt kommen. Farblich habt ihr zumindest ein paar Optionen. Den Diamantrahmen gibt es in Schwarz, Blau und Grau. Vom Trapezrahmen wird es voraussichtlich ein weißes und ein graues Modell geben. Eventuell kommt noch eine dritte Farbe hinzu.
Bird Bike aktuell reduziert bei Decathlon
Decathlon hat ein interessantes E-Bike-Angebot: Das Bird Bike A-Frame ist derzeit um 52 Prozent reduziert und kostet statt 2.299 Euro nur noch 1.099 Euro. Dank eines spektakulären Rabatts von 52 Prozent ist das sportliche Urban-E-Bike bei Decathlon für nur 1.099 Euro statt 2.299 Euro zu haben. Zum Vergleich: Das ähnlich aussehende VanMoof S5 ist im offiziellen Shop des Herstellers für 3.298 Euro zu bekommen.
Nutzererfahrungen
Einige Nutzer haben berichtet, dass der Motor hörbar ist und es einen leichten Widerstand beim Rollen gibt. Andere haben die Bremsbeläge als mangelhaft kritisiert und empfehlen, andere Griffe zu montieren. Es gibt auch Anfragen bezüglich der Erhöhung der Geschwindigkeit und des Einbaus von Zubehör wie Gepäckträgern.
Erstmal hallo in die Runde, ich kann mich den Bird Bike Fans nur anschließen. Habe jetzt insgesamt 900 km mit dem Vogel runter und bin immer noch begeistert. Abgesehen von den miserablen Bremsbelägen habe ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts weiter auszusetzen. Allerdings kann ich nur wärmsten empfehlen andere Griffe zu montieren.
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