Motorradfahren durch die Jahreszeiten: Ein umfassender Leitfaden

Wusstest du, dass zum 1. Januar 2024 rund 20,8 Mio. Deutsche einen Motorradführerschein hatten? Das waren sogar 4,7 % mehr als im Jahr davor.

Viele Motorradfahrerinnen und -fahrer nutzen Herbsttage für die letzten Ausfahrten des Jahres. Schlechte Sichtverhältnisse, feuchte und verschmutzte Fahrbahnen sowie morgendlicher Raureif erhöhen jedoch das Unfallrisiko. Hier erfährst du, was du beim Fahren in den verschiedenen Jahreszeiten beachten solltest, um sicher ans Ziel zu kommen.

Sicherheit geht vor: Gesundheit und Motorrad-Check

Das Allerwichtigste vor Antritt deiner Tour ist, dass du dich fit und gesund fühlst. Du solltest nur aufsteigen, wenn du dir sicher sein kannst, dass du konzentriert bei der Sache bist. Das ist beim Motorradfahren das A und O. Nur eine kleine Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr kann schnell böse enden.

Vor jeder Fahrt solltest du dein Motorrad gründlich überprüfen:

  • Funktionieren Lichter, Blinker und Bremsen?
  • Sind die Reifen und der Reifendruck in Ordnung?
  • Stimmt die Kettenspannung?

Diese Fragen solltest du dir vor Fahrtantritt gewissenhaft beantworten.

Die richtige Ausrüstung: Schutz und Komfort

Das wohl Wichtigste und Essenziellste, was du bei deiner Tour immer dabeihaben und auch anhaben solltest: die Schutzkleidung. Dazu gehört natürlich auch ein ordentlicher Helm. Bei Jacke und Hose kommt es darauf an, dass die Arme, Beine und dein Rücken mit Protektoren geschützt sind. Je nachdem, wo deine Reise hingeht und zu welcher Jahreszeit du unterwegs bist, solltest du zusätzlich entsprechende Kleidung dabeihaben. Bei mir darf das Regencape auf keinen Fall fehlen. Wer schon einmal stundenlang durchgefroren und nass Motorrad fahren war, weiß wovon ich spreche.

Zur Standardausrüstung gehört neben einem wind- und wasserdichten Motorradanzug mit Thermofutter deshalb wärmende Funktionswäsche. Dabei hat sich die Kombination diverser Kleidungsschichten von unterschiedlicher Dicke aus mehreren Materialien bewährt, das sogenannte Zwiebelprinzip. Ein nach ECE-Norm geprüfter Helm ist Pflicht. Das Helmvisier muss sauber sein und darf keine Kratzer aufweisen, da es bei tief stehender Sonne sonst zu Streulicht und so zu einem gefährlichen "Blindflug" kommen kann. Besonders im Winter kann ein beschlagenes Visier zum Sicherheitsproblem werden. Ein Pinlock-Innenvisier, das beschichtete Visiere in puncto Beschlagfreiheit übertrifft, ist die richtige Wahl.

Mit kalten Fingern lassen sich Hebel, Schalter und Lenker nicht mehr einwandfrei bedienen, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Zur Ausstattung für Winterfahrer gehören gute, wasserdichte und gefütterte Stiefel mit hohem Schaft und genügend Platz im Innern, damit auch bei dickeren Socken die Zehen bewegungsfähig bleiben.

Die Schutzkleidung und der Helm sind ein bedeutender Kostenfaktor. Mit dem neuen Baustein in der ERGO Motorradversicherung kannst du deine Schutzkleidung bzw. deinen Helm im Fall eines Sturzes absichern.

Besonderheiten der Jahreszeiten

Herbst

Beim Motorradfahren im Herbst lauern einige Gefahren, die du bei einer Tour ab September im Hinterkopf haben solltest.

  • Laub: Laubbedeckte Fahrbahnen sind ganz besonders gefährlich für Motorradfahrer. Schnell kannst du ins Rutschen geraten und mit deinem Zweirad stürzen.
  • Nässe & Glatteis: Tagsüber Sonnenschein bei 20 Grad und nachts Frost bei Minusgraden: Dieses Wetterchaos ist im Herbst nicht selten. Achte bei einer Tour, die früh losgeht, darauf, dass es an der ein- oder anderen Stelle glatt sein könnte.
  • Wildwechsel: Herbst - die Tage werden kürzer und es wird früher dunkel. Rehe und Wildschweine sind auf der Suche nach Futter, bevor es kalt wird. Pass deshalb gut auf, wenn du in der Abenddämmerung bzw.
  • Nebel: Meistens geht es ziemlich früh und direkt nach dem Frühstück los. So kann man den Motorrad-Tag voll und ganz ausnutzen. Doch so früh unterwegs zu sein, kann an manchen Tagen auch eine mit Nebel bedeckte Fahrbahn bedeuten.

Schwierige Sichtverhältnisse, feuchte und verschmutzte Fahrbahnen sowie morgendlicher Raureif erhöhen jedoch das Unfallrisiko.

Wegen der tief stehenden Sonne ändern sich im Herbst die Licht- und Sichtverhältnisse. Die Blendgefahr wird größer. Andere Verkehrsteilnehmer übersehen Motorräder schon aufgrund ihrer schmalen Silhouette jetzt noch leichter. Liegt dann im Winter Schnee neben der Straße oder ist der Asphalt feucht, ist an sonnigen Tagen die Blendgefahr durch Reflexionen nicht zu unterschätzen. Daher empfehlen die ADAC Experten grundsätzlich eine vorausschauende Fahrweise, damit Sie im Notfall rechtzeitig reagieren können.

Die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche birgt hohe Risiken für Biker. Besonders in den Morgenstunden müssen sie mit glatter Fahrbahn durch Nässe und Raureif rechnen. Auf nassem Laub kann es extrem rutschig werden. In ländlichen Gebieten kommt der vermehrte Ernteverkehr dazu, der zu starken Verschmutzungen führen kann ("Bauernglatteis"). Die Folge ist eine erhöhte Sturzgefahr für Motorradfahrer. Vorsichtiges Fahren und gefühlvolles Bremsen sind geboten, extreme Schräglagen absolut tabu. Und auch die niedrigere Fahrbahntemperatur wirkt sich negativ auf den Grip der Reifen aus.

So angenehm die wärmende Herbstsonne ist, so tückisch kann sie auch sein. Denn die tief stehende Sonne sorgt häufig für Blendung. Ist dazu das Visier noch dazu zerkratzt oder verschmutzt, befindet sich der Motorradfahrer fast im »Blindflug«. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, auf ein kratzfreies und sauberes Visier zu achten. Ebenso können plötzlich auftretende Nebelbänke die Sicht erschweren. Auch frühzeitige Dunkelheit trägt dazu bei, übersehen zu werden.

Neben eingeschränkten Licht- und Sichtverhältnissen ist es ebenso wichtig, die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche im Auge zu behalten. In ländlichen Gegenden muss zudem wegen des Ernteverkehrs mit verschmutzen Straßen gerechnet werden.

Winter

Winter. Die Jahreszeit, in der die meisten Motorräder in der Garage verschwinden, eingehüllt in Plane und Träumen von sonnigeren Tagen. Aber warum eigentlich? Warum sollte der Spaß auf zwei Rädern auf Eis gelegt werden, nur weil die Temperaturen sinken?

Es gibt Winterreifen in breiter Auswahl für Roller und auch für einige Motorräder, doch für gelegentliche Ausfahrten im Winter werden sie von der breiten Masse der Motorradfahrer eher nicht genutzt. Aber in jedem Fall benötigt man für Fahrten auf kalter Fahrbahn Reifen welche mit diesen Temperaturen gut umgehen können. Das sind Touring-Reifen mit einer Silica-Mischung.

Kälte ist der natürliche Feind jeder Batterie, und Motorradbatterien sind da keine Ausnahme. Ein Batterieladegerät ist eine gute Investition, um sicherzustellen, dass deine Batterie immer voll geladen und bereit für die Fahrt ist.

Winterbedingungen können hart für dein Motorrad sein, also stelle sicher, dass du es gut pflegst. Reinige es regelmäßig, um Salz und Schmutz zu entfernen, die Korrosion verursachen können, und überprüfe alle Flüssigkeiten, Bremsen und Lichter, um sicherzustellen, dass alles in Top-Zustand ist.

Achte besonders im Winter auch auf reflektierende Elemente. Denn im Winter steht die Sonne tiefer, die Sicht ist oftmals schlechter und die Kollegen in den Autos rechnen nicht mit Motorradfahrern auf den Straßen.

Ohne Pinlock Visier ist das Fahren im Winter sehr mühsam. Achte bei der Unterwäsche darauf, dass diese eng anliegt und Schweiß auch wirklich vom Körper wegtransportiert. Baumwoll-Wäsche wäre eine falsche Wahl, Funktionswäsche muss es sein!

Wenn der Motor nicht gleich startet dreh keinesfalls hektisch am Gasgriff. Moderne Motoren mit Einspritzung benötigen keine Hilfe vom Anwender. Die ECU weiß selbst was dem Motor gut tut.

Während im Sommer die kleinen netten Nebenstraßen oft eine sehr gute Wahl sind, solltest Du im Winter unbedingt auf den Hauptverkehrsverbindungen bleiben. Denn diese bieten einfach viel bessere Fahrbahnverhältnisse.

Wer im Sommer Touren von über 500 km am Tag fährt sollte im Winter maximal 350 km einplanen.

Wenn Du besonders viel Zeit in die Planung stecken möchtest, kannst Du auch darauf achten immer mit der Sonne im Rücken zu fahren. Im Winter steht die Sonne vormittags und nachmittags sehr tief. Mit der Sonne im Rücken siehst Du viel besser. Aber Vorsicht! Mit der Sonne im Rücken wirst Du selbst nicht so gut gesehen - Darauf musst Du bei Links-Abbieger-Kreuzungen achten.

Fahre vorsichtig und halte immer genügend Abstand zum Fahrzeug vor dir. Bei kurvigen Straßen musst Du immer damit rechnen, dass sich die Fahrbahnverhältnisse hinter der nächsten Kurve ändern können.

Sei Dir bewusst: Eine Region wo der Handyempfang schlecht ist, stellt im Winter ein anderes Risiko dar als im Sommer.

Eine davon ist die Gefahr der Unterkühlung, die auftreten kann, wenn dein Körper mehr Wärme verliert, als er produzieren kann.

Beginne mit einer feuchtigkeitsableitenden Basisschicht, die den Schweiß von deiner Haut wegtransportiert, gefolgt von einer oder mehreren Isolierschichten, um die Wärme einzuschließen.

Deine Hände und Füße sind besonders anfällig für Kälte, also investiere in gute Winterhandschuhe und Stiefel. Ein Schlauchschal oder eine Halsmanschette kann helfen, deinen Hals warm zu halten.

Wenn es während der gesamten Fahrt zwischen Handschuh und Jacke in den Ärmel zieht ist das im Frühling kein Problem, im Winter kann man sich solche Schwachstellen nicht erlauben. Deine Kleidung muss perfekt sitzen und komplett sein.

Dein Körper braucht mehr Energie, um sich bei kaltem Wetter warm zu halten, also stelle sicher, dass du genug isst und trinkst. Heiße Getränke können helfen, dich von innen heraus zu wärmen. Im Winter vergisst man tendenziell eher darauf ausreichend zu trinken. Achte bewusst auf ausreichende Flüssigkeitsversorgung für Deinen Körper.

Wenn du anfängst, dich kalt, müde oder unwohl zu fühlen, mache eine Pause und wärme dich auf.

Wenn Du noch Platz für eine zusätzliche Schicht Koffer hast, dann pack diese doch einfach ein. Sehr nützlich sind zum Beispiel zu groß geratene Regenjacken oder Softshell-Jacken. Diese sind wenig elegant, können aber im Notfall noch über die Motorradjacke gestülpt werden.

Wenn Du im Winter noch nie Motorrad gefahren bist, dann ist eine Verbindung mit Freunden oder der Familie bestimmt ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit für Dich - aber auch Für deine Freunde.

Teile ihnen mit, wohin du fährst, welche Route du nimmst und wann du planst, zurück zu sein.

Nicht jeder Tag im Winter ist ein guter Tag zum Motorradfahren. Bei extremem Wetter oder wenn die Straßenbedingungen zu gefährlich sind, ist es besser, das Bike in der Garage zu lassen.

Frühling

Im Frühling wird das Motorrad meist aus der Garage geholt und auf Vordermann gebracht. Sobald die Motorradsaison beginnt, ist ein deutlicher Anstieg der Zulassungszahlen zu erkennen.

Innerhalb des festgelegten Zeitraumes des Saisonkennzeichens ist das Motorrad versichert. Das passiert jedes Jahr automatisch und Sie müssen sich nicht darum kümmern, das Motorrad neu zuzulassen. Der Vorteil von Saisonkennzeichen ist, dass die Kfz-Steuer nur für den Zeitraum der Zulassung fällig wird.

Achten Sie darauf, dass Sie die vorgeschriebenen Fristen einhalten, wenn Sie mit einem saisonalen Nummernschild fahren. Sollten Sie Ihr Motorrad ganzjährig nutzen wollen, so brauchen Sie ein neues Kennzeichen. Die Kombination bleibt dabei behalten und es ändert sich nur die Zeitbegrenzung. Das können Sie bei jeder Zulassungsstelle beantragen.

Die Motorradsaison kann erst mit einer guten Ausrüstung starten. Zu einer kompletten Ausrüstung gehören eine Jacke mit Schulter-, Ellenbogen- und Rückenprotektoren sowie eine Hose mit Knieprotektoren. Außerdem brauchen Sie Handschuhe mit Handknochenprotektoren und Motorradstiefel mit Verstärkung und Knöchelprotektoren.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Fahrer und Mitfahrer einen geeigneten Schutzhelm zur Sicherheit tragen müssen. Wer keine komplette Motorradbekleidung trägt, darf nicht auf dem Motorrad fahren.

Ein Motorrad-Frühjahrscheck ist vor der ersten Fahrt mit dem motorisierten Zweirad unumgänglich, vor allem bei Maschinen, die nicht das gesamte Jahr über genutzt wurden. Ob Bremsen, Motoröl oder Reifen, jedes Motorradteil sollte vor der ersten Fahrt eine gründliche technische Inspektion durchlaufen. Sollten Sie sich nicht trauen, den Motorradcheck selbst durchzuführen, bieten Werkstätten günstige Frühjahrschecks an.

Sie sollten nicht nur das Motorrad auf die erste Fahrt vorbereiten und gründlich prüfen, auch die eigene Fahrtüchtigkeit ist eine Grundvoraussetzung, um Ihre Sicherheit im Straßenverkehr zu gewähren. Denn wenn Sie seit einem halben Jahr nicht mehr gefahren sind, wird es Ihnen schnell an Übung mangeln. Besuchen Sie doch einen Auffrischungskurs oder Sicherheitstraining bei einem Fahrsicherheitszentrum in Ihrer Nähe.

Die meisten Motorradfahrer steigen nach einer monatelangen Fahrpause rund um Ostern zum ersten Mal wieder auf das Bike. Der ADAC Nordrhein empfiehlt, sich unbedingt zunächst mit der Maschine vertraut zu machen.

„Die Temperaturen schwanken im April häufig. Mancherorts friert es nachts sogar noch. Die meisten Motorradreifen brauchen aber eine gewisse Betriebstemperatur, um gut zu funktionieren“, sagt Peter Bredol, Motorrad-Experte des ADAC Nordrhein. „Bei Kälte tut sich ein Motorradreifen besonders schwer, in ein optimales Betriebsfenster zu kommen. Damit steigt die Gefahr, dass der Reifen nicht richtig haftet - besonders bei langer Wartezeit an einer Ampel, an einer Bahnüberführung oder auch generell, wenn der Reifen im Vorfeld vielleicht noch nicht richtig warm geworden ist.“

Kältere Temperaturen, gerade in den Morgenstunden, bergen ein weiteres Risiko. Ein beschlagendes Visier trübt die Sicht. An dieser Stelle helfen Antifog-Systeme. „Perfekt sind Helme mit klarem Visier und einem innenliegendem Sonnenvisier, das sich bei Bedarf ausklappen lässt“, rät Bredol. Dunkle Visiere sollten in der Anfangszeit hingegen gemieden werden, da schnell umschlagendes Wetter auch hier die Sicht beeinträchtigen kann.

Dazu gehört, die ersten Touren auf weniger befahrenen Straßen zurückzulegen, um das Gespür für Gas und Bremse aufzufrischen. Auf sicherem Terrain kann auch das Fahren von Kurven und Ausweichen trainiert werden. „Für die ersten Ausfahrten sollten Biker zunächst kurze Strecken fahren und anspruchsvolle Tagestouren meiden“, sagt ADAC Fachmann Bredol.

Besonders im April sollten Motorradfahrer außerdem auf jahreszeittypische Gefahren wie nicht behobene Frostschäden im Asphalt oder Rollsplit achten.

Auch für Autofahrer bedeutet die Rückkehr der Motorräder - und auch Fahrräder - auf den Straßen eine Umstellung. Beide Seiten müssen sich zunächst wieder aneinander gewöhnen: Autofahrer unterschätzen häufig das Tempo von Motorrädern und sehen sie gerade beim Abbiegen wegen ihrer schmaleren Silhouette zu spät.

„Vom Autofahren sind wir es gewöhnt, dass der Blinker sich nach dem Abbiegen ausschaltet. Beim Motorrad muss das überwiegend manuell gemacht werden und das wird zu Beginn der Saison gerne vergessen. So können an Kreuzungen oder Einmündungen gefährliche Missverständnisse entstehen.“ Auch die im Frühjahr noch tief stehende Sonne beeinträchtigt die Sichtbarkeit und stellt ein Risiko im Verkehr dar.

Vor der ersten Fahrt sollten Motorradfahrer unbedingt die Technik ihrer Maschinen checken. Der Mobilitätsclub rät: Wer sein Motorrad den Winter stehen gelassen hat, sollte das Fahrzeug vor der ersten Fahrt gründlich reinigen und auf Fehler oder Undichtigkeiten überprüfen.

Die ADAC Technik-Checkliste zum Saisonstart:

  • Batterieladung prüfen: Bei einer nicht ausreichend geladenen Batterien, könnten Assistenzsysteme wie das ABS nicht funktionieren
  • Flüssigkeiten wie Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel checken
  • Elektronische Anlagen (z.B. Kupplungs- und Seitenständerschalter) testen
  • Bremsbeläge, Bremswirkung, Reifenprofil und Luftdruck überprüfen
  • Korrekte Spannung und Schmierung der Antriebskette beachten

Sommer

Sommertage sind eigentlich ein Grund zur Freude für alle Motorrad-Fans, denn was gibt es Besseres als trockene Straßen und eine gute Sicht? Normalerweise genau das Wetter, was sich jeder Biker wünscht. Leider gibt es jedoch einen großen Unterschied zwischen angenehmem Sommerwetter und den Hitzewellen dieses Sommers. Wer bei der Hitze trotzdem auf die Straße möchte, sollte dabei jedoch vorsichtig sein.

Hinweis: Bei den Empfehlungen zur Wasseraufnahme handelt es sich um die Wasseraufnahme während der Tour selbst. Im Normalfall ist die Empfehlung von ca. 3 Litern Flüssigkeitsaufnahme pro Tag bei Hitze durchaus sinnvoll. Wer als begeisterter Motorradfahrer das schöne Sommerwetter ausnutzen möchte und noch die eine oder andere Tour plant, sollte an besonders heißen Tagen aufpassen: Temperaturen von über 30 Grad Celsius können sich auf Dauer zu einem echten Problem entwickeln.

An solchen Tagen ist es sinnvoller, eher kleinere Touren zu planen und dabei die eigene Bekleidung sowie die Flüssigkeitsaufnahme und das Pausenmanagement an die klimatischen Bedingungen anzupassen.

Motorradlärm

Der ADAC Nordrhein appelliert, gerade in Ortschaften, Dörfern und auf lärmsensiblen Streckenabschnitten verantwortungsbewusst zu fahren und Rücksicht auf Anwohner zu nehmen. Die Mehrheit der Motorradfahrer sei laut ADAC schon jetzt ordnungsgemäß und akustisch vernünftig unterwegs.

„Wir sind klar gegen die in den vergangenen Jahren oft diskutierten Kollektivstrafen für Motorradfahrer, wie pauschale Fahrverbote auf bestimmten Strecken. Aber die Biker haben ihr Glück auch ein stückweit selbst in der Hand, denn sie können das Geräuschniveau über ihre individuelle Fahrweise steuern“, sagt Bredol.

Die Motorradhersteller fordert der Club dazu auf, Nachrüstmöglichkeiten oder Updates anzubieten, die das Geräuschniveau senken, sowie auf legales Soundtuning und hohes Geräuschniveau abseits des Prüfzyklus zu verzichten. Fahrzeuge sollten so leise wie möglich konfiguriert werden.

Touren in Nordrhein-Westfalen

Der ADAC in NRW hat die schönsten Motorrad-Routen in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt. Unter www.adac.de/nrw finden Biker Motorradstrecken in den Regionen Bergisches Land, Eifel, Münsterland und Sauerland sowie in Ostwestfalen-Lippe. Alle Routen sind auf einer Tourenkarte dargestellt und enthalten Ausflugstipps entlang der Strecke. Unter dem Service „NavBikeTour“ können sich Motorradfahrende etliche Touren in NRW auch kostenlos auf Navigationsgeräte und Navi-Apps herunterladen.

Zusammenfassung

Das Motorradfahren durch die Jahreszeiten bietet einzigartige Erlebnisse, erfordert aber auch eine angepasste Vorbereitung und Fahrweise. Mit der richtigen Ausrüstung, regelmäßiger Wartung und einem Bewusstsein für die jeweiligen Wetterbedingungen können Motorradfahrer das ganze Jahr über sicher und mit Freude unterwegs sein.

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