Bluetooth Motorrad-Headsets im Test: Finden Sie das passende Modell für Ihre Bedürfnisse

Ob Sie allein, als Beifahrer oder in der Gruppe fahren - Headsets machen das Motorradfahren angenehmer und deutlich sicherer. Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, suchen Sie nach einem günstigen Motorrad-Headset. Es kann verschiedene Gründe geben, warum Sie ein preiswertes Headset kaufen möchten. Vielleicht suchen Sie ein günstiges Headset, weil Sie diese Erfahrung erst einmal zu einem kleinen Preis testen möchten, um sicherzugehen, dass es Ihnen zusagt. Während der Fahrt zu sprechen ist nicht unbedingt selbstverständlich. Auch das Musikhören oder GPS-Ansagen könnten anfangs störend sein.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die besten günstigen Headsets vor, die wir getestet haben, sowie unsere Empfehlungen, um das für Sie passende Modell zu finden. Die Suche nach einem besonders günstigen Motorrad-Headset scheint zunächst im Widerspruch zu einem exzellenten Kommunikationserlebnis zu stehen. Tatsächlich werden niedrige Preise oft mit minderwertigen Produkten in Verbindung gebracht.

Günstige Motorrad-Headsets im Überblick

Wir haben 10 günstige Motorrad-Headset-Modelle getestet. Im Folgenden stellen wir sie Ihnen kurz vor, um Ihnen bei Ihrer Wahl zu helfen. Sie werden kaum ein günstigeres Modell finden.

  • Ejeas Q7 - 70 €: Wir bleiben in der gleichen Preisklasse. Bemerkenswert ist, dass 7 Personen dieses Bluetooth-Headset gleichzeitig nutzen können!
  • Sena SMH5 - 89 €: Dieses Headset ist zu einem günstigen Preis erhältlich, da es die ältere Version des neueren Sena 5S ist. Die Fähigkeiten dieses Headsets sind heute etwas veraltet, das Modell ist nur mit Bluetooth 3.0 ausgestattet und hat eine Akkulaufzeit von 7 Stunden.
  • Cardo Freecom 1+ - 89 €: Dies ist unser Favorit unter den günstigen Motorrad-Headsets. Normalerweise kostet dieses Headset 150 €. Allerdings gibt es oft Angebote, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist das Modell für nur 89 € erhältlich. Es ist nur für 2 Personen (Fahrer und Beifahrer) gedacht und bietet 13 Stunden Sprechzeit sowie viele Funktionen (Geräuschunterdrückung, automatische Lautstärkeregelung, Laden während der Fahrt).
  • Sena 3S Plus - 96 €: Dieses Modell ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Sena-Headset. Wie das vorherige Modell ist es nur für 2 Personen gedacht. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Sie können auch von Fahrer zu Fahrer kommunizieren (nicht nur zwischen Fahrer und Beifahrer). Für weniger als 100 € genießen Sie Bluetooth 4.1, HD-Lautsprecher, eine Reichweite von 400 Metern und 8 Stunden Sprechzeit.
  • Cardo Freecom 2+ - 101 €: Den Freecom 2 gibt es heute in den Versionen 2+ und 2X. Hier interessiert uns die Version 2+, da der 2X mit 175 € teurer ist. Dieses Headset ist eine sehr gute günstige Option. Es ist für nur 2 Benutzer gedacht und ermöglicht die Kommunikation mit dem Beifahrer oder einem anderen Fahrer. Es handelt sich um ein benutzerfreundliches Bluetooth-Kommunikationssystem mit 13 Stunden Sprechzeit und 500 Metern Reichweite.
  • Midland BT Mini - 102 €: Auch dieses Headset bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 8 Stunden Sprechzeit, 400 Metern Reichweite, ausgezeichnetem Sound und universeller Kopplung etabliert sich dieses günstige Motorrad-Headset als eines der besten in der Einsteigerklasse. Midland ist ebenfalls eine sehr gute, relativ unbekannte Marke.
  • Lexin B4FM - 106 €: Was soll man zu diesem Headset sagen… Die Leistung zu diesem Preis ist einfach außergewöhnlich! Sie erhalten HD-Lautsprecher, 13 Stunden Sprechzeit, 2 km Reichweite, universelle Kopplung, Sprachsteuerung und Bluetooth 5.0. Es ist das beste günstige Motorrad-Headset, das wir getestet haben.
  • Sena SF1 - 115 €: Dieses Modell hat ähnliche Eigenschaften wie das Freecom 1+. Es ist für 2 Personen auf demselben Motorrad (Fahrer/Beifahrer) gedacht und bietet 13 Stunden Sprechzeit, Schnellladung, Geräuschunterdrückung, Audio Overlay-Funktion und Bluetooth 4.1.
  • Lexin FT4 Pro - 130 €: Wir beenden diese Vorstellung der günstigen Motorrad-Headsets mit dem teuersten Modell dieser Seite. Es ist ein ausgezeichnetes Modell mit außergewöhnlicher Leistung für den Preis: 15 Stunden Sprechzeit, 2-Stunden-Akkuladezeit, 2 km Reichweite, Geräuschunterdrückung und universelle Kopplung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Headsets ist hervorragend. Es bietet 8 Stunden Sprechzeit, 1 km Reichweite und ist mit Bluetooth 5.0 ausgestattet.

Bluetooth-Systeme im Test: Gruppenkommunikation

Der Trend weist in Richtung Gruppenkommunikation. In den letzten Jahren bieten die Geräte hier immer bessere Lösungen, wodurch selbst 8 und mehr Motorradfahrer während der Fahrt miteinander sprechen können. Wir testen 4 Bluetooth-Kommunikationssysteme.

Miteinander Sprechen kostet Gehirnkapazität und kann folglich die Konzentration trüben. Daher verzichten viele Motorradfahrer von vornherein darauf, während des Fahrens Musik zu hören oder mit anderen Fahrern über den Bikergruß hinaus zu kommunizieren. Doch Hersteller wie Händler bemerken ein zunehmendes Interesse an Kommunikationssystemen.

Dabei geht es den meisten Kunden nicht um das Quatschen mit dem Sozius. Der Trend weist hingegen deutlich in Richtung Gruppenkommunikation. In den letzten Jahren bieten die Geräte hier immer bessere Lösungen, wodurch selbst acht und mehr Motorradfahrer auf einfache Weise während der Fahrt miteinander sprechen können - unter einer Voraussetzung: Sie nutzen das gleiche System. Zwar ist auch eine Verbindung zwischen Geräten verschiedener Hersteller möglich, dies ist aber oftmals einigermaßen kompliziert. Außerdem fehlt es dann an dem Komfort, den die speziellen Mesh-Lösungen bieten. Dazu gehört, dass die Reihenfolge weder beim Verbinden noch während der Fahrt eine Rolle spielt.

Außerdem können einzelne Teilnehmer die Konversation - freiwillig oder aufgrund mangelnder Reichweite - verlassen und problemlos zurückkehren. Jedes einzelne Gerät fungiert in diesem Netz als Relais-Station, sodass auch größere Entfernungen zwischen erstem und letztem Gesprächspartner überbrückt werden können. In der Praxis liegt die Reichweite zwar weit unter den Idealwerten der Hersteller, 300 Meter zwischen zwei Motorrädern sind meist aber kein Problem.

Leider war das BT Mesh von Midland für unseren Test nicht erhältlich, weshalb hier stellvertretend das BTX2 Pro S einsprang. Sena nahm mit dem 50S teil, das eine merkliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Flaggschiff 30K darstellt, welches wir parallel in den Tests mitlaufen ließen. Cardo trat mit dem bewährten Packtalk Bold und Lautsprechern von JBL an, und UClear schickte das mit Features vollgepumpte Motion Infinity ins Rennen.

Testergebnisse im Überblick

🏆 Unsere Empfehlung für die richtigen Gruppenkommunikation ist das Sena 50S* und damit unser Testsieger, trotz des etwas umständlichen Einbaus sind Klangqualität und Bedienung überzeugend und hierfür verleihen wir den ersten Platz.

Alle Produkte hier im Überblick:

Produkt Gewicht Akku Aufladezeit Sprechzeit Reichweite Bluetooth-Version Maximale Teilnehmerzahl Besondere Funktionen Preis (Single/Doppelset) MOTORRAD-Urteil
Cardo Packtalk Bold 59 g/147 g keine Angabe 85 Minuten bis zu 13 Stunden bis zu 8 Kilometer (Herstellerangabe) 4.1 15 Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen 331,38/584,83 Euro gut
Midland BTX2 Pro S 54 g/115 g Lithium-Akku 120 Minuten bis zu 20 Stunden bis zu 1,2 Kilometer (Herstellerangabe) 4.2 8 Radio, Musik teilen 229,00/419,00 Euro befriedigend
Sena 50S - Testsieger 73 g/162 g keine Angabe 80 Minuten bis zu 14 Stunden bis zu 8 Kilometer (Herstellerangabe) 5.0 24 in privater Gruppe, unbeschränkt im Open-Mesh-Modus Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen, AUX-Anschluss, Ambient-Mikrofon 358,99/628,99 Euro sehr gut
UClear Motion Infinity 33 g/74 g 3,7 V, 650 mAh, Lithium-Ionen-Polymer 210 Minuten bis zu 18 Stunden bis zu 1,2 km pro Person (Herstellerangabe) 5.0 unbeschränkt Gestensteuerung, Sprachsteuerung, Musik teilen, Unfallsensor, SOS-Funktion, App für iOS und Android 292,39/526,34 Euro gut

Alternativen

Die von uns getesteten Bluetooth-Kommunikationssysteme bieten allen erdenklichen Komfort. Doch nicht jeder braucht das volle Programm, schließlich kosten die Geräte auch entsprechend. Manch einem reicht es hingegen, nur die Ansagen des Navigationsgeräts oder ein bisschen Musik hören zu können, anderen reicht eine kabelgebundene Lösung, wenn sie dafür auf das Laden von Akkus verzichten können. Auf dieser Seite stellen wir einige Alternativen vor, die genau für diese Zwecke gemacht sind.

  • Albrecht SHS 300 B: Wer kabelgebunden gerne Musik oder die Ansagen des Navis hören möchte, ohne selbst gehört werden zu müssen, der findet in diesen Stereo-Ohrhörern eine sehr gute Lösung. Die beiden weich gepolsterten Lautsprecher werden einfach per Klett im Helm fixiert. Der längere, spiralförmige Teil des Kabels kann abgenommen werden. Insgesamt stehen hier etwa zwei Meter Kabellänge zur Verfügung. Der Anschluss am Wiedergabegerät erfolgt per 3,5-mm-­Klinkenstecker, ein Adapter auf 2,5 mm liegt bei. Erhältlich ist das Lautsprecher-Kit für derzeit 23,30 Euro, alternativ bietet Albrecht mit dem SHS 300i für 29,15 Euro auch eine Variante mit ­Mikrofon und Sendetaste.
  • Avantree Apico: Mit gerade einmal 2,3 mal 2,3 mal zwei Zentimetern wirkt der kleine Bluetooth-Ohrhörer namens Apico sehr unauffällig. Das macht ihn zwar einerseits schwer zu finden, sollte man ihn irgendwo verlegt haben, andererseits fällt er aber auch dann nicht negativ auf, wenn er seine Arbeit verrichtet: Dazu wird er im Ohr platziert, wo er dank seiner ergonomisch entworfenen Form sehr angenehm sitzt und selbst nach längerem Einsatz im Helm nicht ­unangenehm drückt. Mit einer Audio­quelle wird der 24,99 Euro teure Apico per Bluetooth 4.1 verbunden, der Klang konnte uns im Test überzeugen. Der 40 mAh kleine Akku hält für drei Stunden Dauerbetrieb.
  • Bluebike XL: Im Vergleich zu Big Playern wie Sena oder Cardo ist der Name Bluebike zwar nicht jedem, aber doch einem beachtlichen Teil von Motorradfahrern bekannt. Die recht kleine Firma hat einen riesigen Erfahrungsschatz im Bereich von Bluetooth-­Anwendungen und bietet mit dem außen am Helm kaum sichtbaren System Bluebike XL eine vornehmlich für Fahrer und Sozius konzipierte Lösung. Sie können telefonieren, miteinander sprechen und dabei Musik oder Navigations­ansagen hören. Außerdem können per ­sogenanntem Teamtalk auch kurze Ansagen an eine unbegrenzte Menge von Bikern mit demselben System verschickt werden. Im Preis von 550 Euro ist der Einbau in den Helm inklusive.
  • Headwave TĀG 2: Bereits vor einiger Zeit konnte uns das TĀG im Test überzeugen, nun bringt das Berliner Team rund um Diplom-Designerin Sophie Willborn den Nachfolger mit dem passenden Namen TĀG 2. Für 229 Euro arbeitet es lauter und länger als der Vorgänger, neu sind zudem Tasten zur Lautstärkeregelung direkt am Gerät. Das zentrale Funktionsprinzip hat sich dagegen nicht geändert: Nach wie vor wird das wasserdichte, etwa zwölf mal sechs mal zwei Zentimeter große Gerät per Spezialklebeband hinten am Helm ­befestigt und via Bluetooth mit dem Wiedergabegerät verbunden. Dessen Signale setzt es in Vibrationen um und nutzt dadurch den kompletten Helm als Klangschale. Der Akku hält je nach Anwendungsfall zwischen neun und 24 Stunden.
  • Sena +Mesh: Das Gerät namens +Mesh bietet auch älteren Sena-Headsets die Möglichkeit, mit Geräten zu kommunizieren, welche die Mesh-­2.0-Technologie nutzen. Dadurch können Besitzer älterer Geräte wie beispielsweise dem Sena 20S dann auch mit (unbegrenzt vielen) Käufern der aktuelleren Produkte über die Mesh-Funktion kommunizieren. Mit knapp 120 Euro ist das +Mesh nicht ganz günstig, allerdings noch immer günstiger als der Kauf eines aktuelleren Headsets. Der integrierte Akku soll eine Betriebsdauer von bis zu 13 Stunden ermöglichen.
  • Sena 10C Evo: Vor Jahren bot Sena mit dem 10C einen sehr interessanten Mix aus Action Cam und Kommunikationssystem. Als Überarbeitung folgte etwas später das 10C Pro, mittlerweile hat Sena das erneut verbesserte 10C Evo im Angebot. Die aktuelle ­Generation kann Videos nun in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, Fotos nimmt es im Standbild-, Serienbild- oder Zeitraffermodus auf. Natürlich speichert die Kamera auch die Umgebungsgeräusche, zusätzlich können die über das integrierte Kommunikationssystem gesprochenen Worte auf Wunsch festgehalten werden.

Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?

Die beste Methode, Ihr zukünftiges Headset zu wählen, ist das Auflisten der Funktionen, die Sie benötigen. Deshalb ist die Wahl eines Headsets sehr subjektiv. Beachten Sie, dass sich einige Bluetooth-Motorrad-Headsets nur mit anderen derselben Marke koppeln lassen. Ein Headset mit universeller Konnektivität kann sich jedoch mit anderen verbinden, unabhängig von der Marke.

Wer lange Touren auf dem Motorrad unternimmt und gerne in einer Gruppe reist, wird mit einem passenden Motorrad-Headset viel Spaß haben. Über das Mikrofon gemeinsame Erlebnisse zu teilen, macht den Ausflug noch schöner. Die nächste Tankpause darüber anzusagen, vermeidet zudem Missverständnisse. Motorrad Kommunikationssysteme unterscheiden sich stark in ihrer Beschaffenheit, besonders bei der Reichweite und in der Konnektivität mit anderen Motorradfahrenden.

Wir empfehlen, sich vor dem Kauf eines Motorrad-Headsets über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden. Folgende Fragen sollte man dabei für sich beantworten:

  • Möchte man das Motorrad-Headset zur Unterhaltung mit der mitfahrenden Person oder zur Gruppenkommunikation nutzen?
  • Wie viel technisches Knowhow bringt man für die Installation des Headsets im Motorradhelm mit? Das Einrichten kann je nach Hersteller komplex ausfallen. Wem einfaches Handling wichtig ist, sollte sich über diesen Part informieren.
  • Welche Reichweite möchte man zu anderen Motorrädern haben? Bei dieser Frage helfen Praxistests, da die Herstellerangaben teils von der realen Reichweite der Bluetooth-Headsets abweichen.
  • Wie viel Wert legt man auf Audio-Qualität und ein klares Motorrad-Kommunikationssystem? Im Motorrad-Headset-Vergleich zeigen manche Geräte eine deutlich verringerte Qualität bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. Je nachdem, welches Fahrverhalten man vorzieht, kann die Geschwindigkeitsempfindlichkeit bei der Kaufentscheidung wichtig sein.
  • Akku und Ladezeit: Amazon-Rezensionen geben einen guten Eindruck darüber, wie realistisch die Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller sind. Vor dem Kauf eines Headsets fürs Motorrad sollte man sich hier unbedingt eine Meinung abholen.

Ist es erlaubt, mit Kopfhörern Motorrad zu fahren?

Ein wichtiger Hinweis für alle Technikbegeisterten: Grundsätzlich ist das Fahren eines Motorrads mit Kopfhörern erlaubt. Sollte sich aber ein Unfall ereignen, kann das Hören von Musik während der Fahrt zu einer Teilschuld führen. Sicherer fährt also, wer auf Kopfhörer mit geringerer Geräuschunterdrückung zurückgreift und das Headset nur zur Kommunikation nutzt.

Wir hoffen, dass dieser Vergleich der besten günstigen Motorrad-Headsets Ihnen bei Ihrer Suche hilft.

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