Auf einer Motorradtour kommt es häufig zu Situationen, in denen sich Biker absprechen möchten. Allerdings gestaltet sich die Kommunikation während der Fahrt mitunter schwierig, aber Abhilfe schafft ein Kommunikationssystem für das Motorrad.
Grundlagen der Motorrad-Kommunikation
Ein solches Motorrad-Headset besteht in der Regel aus einer Sende- und Empfangseinheit, die seitlich am Helm montiert wird. Generell ist die Nutzung von Kopfhörern zum Kommunizieren und Musikhören auf dem Motorrad erlaubt. Wie im Auto gilt aber, dass Sie die Lautstärke so einrichten sollten, dass Sie Martinshorn und warnendes Hupen wahrnehmen können. Bei Nichtbeachtung kann Ihnen bei einem Unfall eine Teilschuld zugesprochen werden, auch die Versicherung kann Leistungen kürzen. Muschel- und In-Ear-Kopfhörer schotten besonders von der Außenwelt ab.
Funktionen von Motorrad-Headsets
Grundfunktion einer Motorrad-Gegensprechanlage ist die Sprachkommunikation mit anderen Motorradfahrern. Zudem dienen die kleinen Kommunikationshilfen der Unterhaltung: Viele Modelle verfügen über einen integrierten Radiotuner. Dabei handelt es sich in der Regel um einen UKW-Empfänger, zukünftig wird aber vermehrt auf DAB+-Empfänger gesetzt. Einige Modelle haben zusätzlich eine MP3-Funktion an Bord.
Darüber hinaus lassen sich die meisten Motorrad-Headsets per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Das ist gleich aus mehreren Gründen praktisch: Der offensichtlichste Nutzen besteht darin, während des Motorradfahrens telefonieren zu können. Eine Smartphone-Kopplung bringt aber noch mehr Vorteile mit sich: Wenn Sie beim Fahren Navigationsanwendungen wie Google Maps nutzen, lassen sich die Routen-Anweisungen praktischerweise in den Helm übertragen. Sofern Sie das Smartphone am Lenker befestigt haben, brauchen Sie sich nicht auf die visuelle Routenbeschreibung beschränken.
Die Sprachanweisungen helfen dabei, auf der gewünschten Route zu bleiben. Nicht zuletzt bieten viele klassische Navigationsgeräte die Kopplung per Bluetooth an. Wie beim Autofahren gilt: Während der Fahrt darf das Smartphone nicht mit den Händen bedient werden. Anders sieht es bei der Sprachsteuerung aus.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf eines Motorrad-Intercoms sind einige technische Unterschiede zu beachten. Beispielsweise können die maximale Sendereichweite des Funksystems, die Bluetooth-Version oder die Akkulaufzeit entscheidend sein. Sie lassen sich an allen Helmarten montieren. Von der Reichweite des Gerätes hängt ab, wie weit Biker voneinander entfernt sein dürfen, bevor die Funkverbindung abreißt.
Das ist sowohl bei Kolonnenfahren über die Landstraße von Bedeutung, bei denen die Gruppe schon an einer Kreuzung oder einer roten Ampel getrennt wird, als auch bei Fahrten über die Autobahn, bei denen die Gruppe zeitweise außer Sichtweite gelangt. In der Praxis zeigt sich, dass die Maximalwerte nur bei freier Sicht gelten.
Kompatibilität und Gruppenkommunikation
Die Kompatibilität eines Motorrad-Kommunikationssystems spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Sie des Öfteren mit wechselnden Personen oder in großen Gruppen Touren unternehmen. Konnten Sie vor einigen Jahren lediglich mit Personen kommunizieren, die ein Motorrad-Funkgerät desselben Herstellers besaßen, gibt es inzwischen viele Modelle, die herstellerübergreifend funktionieren. Auf diese Weise können Sie mit jedem Teilnehmer, der sich in Funkreichweite befindet und dieselbe Frequenz wie Sie gewählt hat, kommunizieren.
Steigen im Frühling die Temperaturen und mehren sich die Sonnenstunden, zieht es viele Biker auf die Piste. Das gilt nicht nur für die heißen Öfen auf der Straße, sondern auch für die Teilnehmer auf den Funkfrequenzen: Viele Biker bedingen eine hohe Belegung der einzelnen Kanäle, sodass eventuell Dritte die Unterhaltung mithören oder durch eigenes Sprechen den Kanal blockieren. Die Motorrad-Intercoms unterscheiden sich außerdem darin, wie viele Personen an einem Gespräch teilnehmen können. Teilweise senden und empfangen sie nicht einfach wie ein Walkie-Talkie frei in einem Kanal, sondern müssen miteinander gekoppelt werden.
Rauschunterdrückung und Akkulaufzeit
Die Rauschunterdrückung kommt beim Motorradfahren eine besondere Bedeutung zu. Allein das Motorgeräusch und der Fahrtwind würden das Mikrofon eines gewöhnlichen Funkgerätes dauerhaft veranlassen, diese Geräusche zu übertragen. Ein unverständliches Dauergewusel im Ohr wäre die Folge. Moderne Motorrad-Headsets übertragen nur dann, wenn gesprochen wird. Außerdem werden lästige Nebengeräusche zuverlässig herausgefiltert.
Die durchschnittliche Akkulaufzeit der Motorrad-Headsets liegt bei 8 bis 13 Stunden. So lange können Sie miteinander kommunizieren, mit dem Smartphone telefonieren oder sich beim Cruisen unterhalten lassen. Der Ladevorgang selbst findet häufig per Micro-USB-Kabel statt - es handelt sich um die Ladekabel von älteren Smartphones.
Bedienung und Wetterfestigkeit
Da bei der Fahrt das Konzentrieren auf die Straße und die herrschende Verkehrslage oberste Priorität hat, sollten die Systeme kontaktlos bedienbar sein. Der Hersteller Sena ermöglicht es beispielsweise, die komplette Steuerung unterwegs über Sprachbefehle abzuwickeln. Ähnlich wie bei der von Apple eingeführten Sprachassistentin Siri hören viele Systeme dieses Herstellers auf den Zuruf „Hey Sena“. Optional bietet der Hersteller bei einigen Modellen Fernbedienungs-Möglichkeiten an. Viele Einstellungen lassen sich auch per Knopfdruck vornehmen, was mit Handschuhen mitunter aber nicht so einfach ist.
Da die Motorrad-Gegensprechanlage während der Fahrt ständig dem Wetter ausgesetzt ist, sollten Staub und Sand im Fahrtwind, aber auch Feuchtigkeit durch Regen den Geräten nichts ausmachen dürfen. Achten Sie beim Kauf auf eine sogenannte IP-Zertifizierung, die den Schutzgrad vor Staub- und Wassereinwirkung angibt. Einige Hersteller verzichten auch auf eine konkrete IP-Zertifizierung. Stattdessen geben sie beispielsweise an, dass Fahrtwind und Regenschauer dem Funkgerät nichts anhaben können.
Zusätzliche Funktionen und Apps
Apps für iPhones und Android-Smartphones bieten die Möglichkeit, Einstellungen einfach vorzunehmen. Einige Hersteller-Apps haben aber noch deutlich mehr Funktion: So bietet Sena mit seiner App RideConnected die Möglichkeit, mit einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Fahrern ohne Reichweitenbegrenzung zu sprechen, solange Sie mit einem Mobilfunknetz verbunden sind.
In ihren Abmessungen unterscheiden sich die einzelnen Motorrad-Gegensprechanlagen nicht groß: In der Regel handelt es sich um etwa 10 x 5 x 3 Zentimeter große Boxen, die seitlich am Helm befestigt wird. Die Ohrhörer und das Mikrofon werden von dort aus mittels Kabel in oder an den Helm geführt. Wichtig für den Tragekomfort ist auch das Gewicht: Die Sende- und Empfangseinheit ist nicht nur der größte, sondern mit ihrem integrierten Akku auch der schwerste Teil des Motorrad-Headsets. Mit einem Gewicht von gerade einmal 60 bis 200 Gramm an einer Seite des Helms stört sie allerdings noch nicht das Gleichgewicht beziehungsweise die Nackenmuskulatur.
Alternativen zu Motorrad-Headsets
Als einfache Alternative zu Motorrad-Headsets können die kabellosen Bluetooth-Kopfhörer angesehen werden, die von vielen Smartphone-Nutzern ohnehin bereits im Alltag Verwendung finden. Allerdings sind ihre Anwendungsmöglichkeiten hier sehr begrenzt. Außerdem ist keine Rauschunterdrückung vorhanden, sodass Fahr- und Windgeräusche zum Ärgernis für den Gesprächspartner werden können. Viele dieser Kopfhörer schotten den Anwender darüber hinaus zu sehr von seiner Umwelt ab, sodass der Gebrauch auf dem Motorrad gefährlich werden kann. Daher könnte die Verwendung von In-Ear-Kopfhörern sogar zu Problemen bei einer Polizeikontrolle führen.
Testberichte und Erfahrungen
Auf der Suche nach weiterführenden Testberichten schauen viele Kaufinteressenten zuerst auf der Homepage der renommierten Stiftung Warentest vorbei. Fündig werden Sie unter anderem im Kradblatt. Ein Einzeltest aus dem Jahr 2016 beschäftigt sich mit einem Motorrad-Headset, genauer dem Modell Sena 20S. Die Tester zeigen sich von der HD-Sprachqualität überzeugt. Nahezu alle Motor- und Nebengeräusche sowie das Rauschen des Fahrtwindes werden komplett herausgefiltert.
Im Praxistest fanden die Redakteure heraus, dass die angegebene maximale Reichweite von zwei Kilometern etwas optimistisch ist. Realistischer ist ihrer Erfahrung nach eine Reichweite von etwa 1,2 Kilometern zwischen den einzelnen Gesprächsteilnehmern. Ein schönes und erwähnenswertes Feature ist das Teilen von Audioinhalten. Auf diese Weise lässt sich Musik simultan an alle Motorrad-Freunde in Reichweite streamen - ideal für eine stimmungsvolle Playlist. Beginnt ein Teilnehmer während der Wiedergabe ein Gespräch, wird die Musik während der Spracheingabe leiser gestellt.
Motorrad-Headsets bringen Musik, Navi-Ansagen und Telefonate aufs Ohr. Wir haben fünf beliebte Modelle getestet. Ob alleine unterwegs oder in der Gruppe - mit einem Motorrad-Headset wird die Tour noch besser. Musik hören, telefonieren, Navi-Ansagen mitkriegen oder sich kurz mit dem Sozius abstimmen? Geht alles, ohne vom Gas zu gehen. Die Hersteller versprechen außerdem Reichweiten von bis zu zwei Kilometern - doch wie gut schlagen sich Motorrad-Headsets in der Praxis wirklich?
Wichtiger Hinweis zur Zulassung
Bitte beachten Sie, dass Motorradhelme nur dann rechtssicher mit einem Kommunikationssystem nachgerüstet werden dürfen, wenn sie gemäß ECE-R 22.06 dafür zugelassen sind. Erkennbar ist dies an der „UA“-Kennzeichnung (Universal Accessories) auf dem Helm. Wird ein Intercom-System - etwa per Klebe- oder Klemmbefestigung - an einem nicht freigegebenen Helm montiert, kann dies als bauliche Veränderung gewertet werden und die Zulassung des Helms erlöschen lassen. Dies kann zu Bußgeldern im Ausland, etwa in Luxemburg, sowie versicherungsrechtlichen Problemen im Falle eines Unfalls führen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Multimedia beim Fahren - mit einem Bluetooth Headsets werden Motorradtouren noch komfortabler. Wie gut das klappt, hat Redakteur Dirk Mangartz ausprobiert.
- Reichweite: Statt der oft angegebenen 1,2 bis 2 Kilometer liegt die stabile Verbindung im Test meist bei 200 bis 600 Metern.
- Bedienung: Alle getesteten Modelle lassen sich leicht installieren und koppeln, auch ohne Technikkenntnisse.
- Ausstattung und Laufzeit: Je nach Modell halten die Akkus 10 bis 20 Stunden.
Einzelne Modelle im Test
Sena 50R: Schon auf den ersten Blick wird klar: Das Sena 50R spielt in der Oberklasse mit. Das durchdachte Design sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt mit drei großen, gut fühlbaren Tasten auch für eine einfache Bedienung - selbst mit Handschuhen. Klanglich überzeugt das 50R dank Harman-Kardon-Lautsprechern mit klaren Höhen und satten Tiefen - selbst bei hohem Tempo. Die integrierte Advanced Noise Control filtert Hintergrundgeräusche im Intercom-Modus zuverlässig heraus. Einziger Kritikpunkt: Die mitgelieferte Schnellstart-Anleitung ist kaum zu gebrauchen - das vollständige Handbuch muss online abgerufen werden.
Albrecht BPA 600: Das BPA 600 von Albrecht macht optisch einen guten Eindruck, bietet alle Basisfunktionen - und ist dabei erfreulich günstig. Beim Handling zeigt sich allerdings, dass hier gespart wurde: Die kleinen Tasten brauchen Eingewöhnung, wirken etwas klapprig, und auch die Lautsprecher und Kabel sind einfacher verarbeitet als bei der teureren Konkurrenz. Positiv fallen die effektive Geräuschunterdrückung am Mikrofon und die sehr gut gemachte Bedienungsanleitung auf.
Zum Start unseres Tests wurden alle Headsets in denselben Helm eingebaut - größere Unterschiede beim Einbau gab es nicht. Die meisten Systeme lassen sich per Klett-, Magnet- oder Steckhalterung problemlos am Helm befestigen. Nach spätestens 30 Minuten war jedes Gerät montiert, in wenigen weiteren Minuten eingerichtet und per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden.
Zusätzlich zu den fünf Universalmodellen haben wir zwei speziell auf bestimmte Helme abgestimmte Systeme getestet - außerhalb der offiziellen Wertung. Ziel: herausfinden, ob maßgeschneiderte Sets Vorteile bringen. Getestet wurden das Schuberth SC2 (für Modelle C5, E2 und S3) und das Nolan N-Com B902L R Series. Beide Systeme stammen aus dem Hause Sena - genau wie einige der Top-Universalmodelle - und funktionieren entsprechend zuverlässig. Entscheidend ist auch der feste Sitz des Headsets.
Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger
Der Sena 50R überzeugt auf ganzer Linie: Top-Klang dank Harman-Kardon-Lautsprechern, effektive Geräuschunterdrückung und eine einfache, durchdachte Bedienung machen ihn zum verdienten Testsieger. Das Cardo Packtalk Edge punktet mit cleverer Magnet-Montage, solider Sprachbedienung und guter Geräuschunterdrückung. Das Albrecht BPA 600 holt sich den Titel als Preis-Leistungs-Sieger. Es bietet alle wichtigen Funktionen, unterstützt Sprachsteuerung und kann mehrere Geräte gleichzeitig koppeln. Auch das Cardo Freecom 4x lässt sich gut bedienen, selbst mit Handschuhen, und reagiert zuverlässig auf Sprachbefehle. Das Fodsports FX8 Pro liefert ordentlich Klang und bietet praktische Extras wie ein FM-Radio.
Ob Musik, Telefon oder Plausch mit dem Sozius - alle getesteten Headsets machen ihren Job zuverlässig. Wer aber mehr will als nur Basisfunktionen und bei Klang, Bedienung oder Verarbeitung keine Kompromisse eingehen möchte, greift besser zu einem der hochwertigeren Modelle wie das Sena 50R.
Gruppenkommunikation im Fokus
Bluetooth-Systeme im Test :Der Trend weist in Richtung Gruppenkommunikation. In den letzten Jahren bieten die Geräte hier immer bessere Lösungen, wodurch selbst 8 und mehr Motorradfahrer während der Fahrt miteinander sprechen können. Wir testen 4 Bluetooth-Kommunikationssysteme.
Miteinander Sprechen kostet Gehirnkapazität und kann folglich die Konzentration trüben. Daher verzichten viele Motorradfahrer von vornherein darauf, während des Fahrens Musik zu hören oder mit anderen Fahrern über den Bikergruß hinaus zu kommunizieren. Doch Hersteller wie Händler bemerken ein zunehmendes Interesse an Kommunikationssystemen.
Mesh-Technologie und Reichweite
Dabei geht es den meisten Kunden nicht um das Quatschen mit dem Sozius. Der Trend weist hingegen deutlich in Richtung Gruppenkommunikation. In den letzten Jahren bieten die Geräte hier immer bessere Lösungen, wodurch selbst acht und mehr Motorradfahrer auf einfache Weise während der Fahrt miteinander sprechen können - unter einer Voraussetzung: Sie nutzen das gleiche System. Zwar ist auch eine Verbindung zwischen Geräten verschiedener Hersteller möglich, dies ist aber oftmals einigermaßen kompliziert. Außerdem fehlt es dann an dem Komfort, den die speziellen Mesh-Lösungen bieten.
Dazu gehört, dass die Reihenfolge weder beim Verbinden noch während der Fahrt eine Rolle spielt. Außerdem können einzelne Teilnehmer die Konversation - freiwillig oder aufgrund mangelnder Reichweite - verlassen und problemlos zurückkehren. Jedes einzelne Gerät fungiert in diesem Netz als Relais-Station, sodass auch größere Entfernungen zwischen erstem und letztem Gesprächspartner überbrückt werden können. In der Praxis liegt die Reichweite zwar weit unter den Idealwerten der Hersteller, 300 Meter zwischen zwei Motorrädern sind meist aber kein Problem.
Test der Gruppenkommunikationssysteme
Leider war das BT Mesh von Midland für unseren Test nicht erhältlich, weshalb hier stellvertretend das BTX2 Pro S einsprang. Sena nahm mit dem 50S teil, das eine merkliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Flaggschiff 30K darstellt, welches wir parallel in den Tests mitlaufen ließen. Cardo trat mit dem bewährten Packtalk Bold und Lautsprechern von JBL an, und UClear schickte das mit Features vollgepumpte Motion Infinity ins Rennen.
Unsere Empfehlung für die richtigen Gruppenkommunikation ist das Sena 50S und damit unser Testsieger, trotz des etwas umständlichen Einbaus sind Klangqualität und Bedienung überzeugend und hierfür verleihen wir den ersten Platz.
Überblick über die getesteten Produkte
Hier eine Übersicht der getesteten Produkte:
| Produkt | Gewicht (solo/komplett) | Akkulaufzeit (Sprechzeit) | Reichweite (Herstellerangabe) | Bluetooth-Version | Maximale Teilnehmerzahl | Besondere Funktionen | Preis (single/Doppelset) | MOTORRAD-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cardo Packtalk Bold | 59 g/147 g | bis zu 13 Stunden | bis zu 8 Kilometer | 4.1 | 15 | Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen | 331,38/584,83 Euro | gut |
| Midland BTX2 Pro S | 54 g/115 g | bis zu 20 Stunden | bis zu 1,2 Kilometer | 4.2 | 8 | Radio, Musik teilen | 229,00/419,00 Euro | befriedigend |
| Sena 50S | 73 g/162 g | bis zu 14 Stunden | bis zu 8 Kilometer | 5.0 | 24 (privat), unbeschränkt (Open-Mesh) | Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen, AUX-Anschluss, Ambient-Mikrofon | 358,99/628,99 Euro | sehr gut |
| UClear Motion Infinity | 33 g/74 g | bis zu 18 Stunden | bis zu 1,2 km pro Person | 5.0 | unbeschränkt | Gestensteuerung, Sprachsteuerung, Musik teilen, Unfallsensor, SOS-Funktion, App | 292,39/526,34 Euro | gut |
Alternativen zu Bluetooth-Kommunikationssystemen
Die von uns getesteten Bluetooth-Kommunikationssysteme bieten allen erdenklichen Komfort. Doch nicht jeder braucht das volle Programm, schließlich kosten die Geräte auch entsprechend. Manch einem reicht es hingegen, nur die Ansagen des Navigationsgeräts oder ein bisschen Musik hören zu können, anderen reicht eine kabelgebundene Lösung, wenn sie dafür auf das Laden von Akkus verzichten können. Auf dieser Seite stellen wir einige Alternativen vor, die genau für diese Zwecke gemacht sind.
- Albrecht SHS 300 B: Wer kabelgebunden gerne Musik oder die Ansagen des Navis hören möchte, ohne selbst gehört werden zu müssen, der findet in diesen Stereo-Ohrhörern eine sehr gute Lösung.
- Avantree Apico: Mit gerade einmal 2,3 mal 2,3 mal zwei Zentimetern wirkt der kleine Bluetooth-Ohrhörer namens Apico sehr unauffällig.
- Bluebike XL: Die recht kleine Firma hat einen riesigen Erfahrungsschatz im Bereich von Bluetooth-Anwendungen und bietet mit dem außen am Helm kaum sichtbaren System Bluebike XL eine vornehmlich für Fahrer und Sozius konzipierte Lösung.
- Headwave TĀG 2: Bereits vor einiger Zeit konnte uns das TĀG im Test überzeugen, nun bringt das Berliner Team rund um Diplom-Designerin Sophie Willborn den Nachfolger mit dem passenden Namen TĀG 2.
- Sena +Mesh: Das Gerät namens +Mesh bietet auch älteren Sena-Headsets die Möglichkeit, mit Geräten zu kommunizieren, welche die Mesh-2.0-Technologie nutzen.
- Sena 10C Evo: Vor Jahren bot Sena mit dem 10C einen sehr interessanten Mix aus Action Cam und Kommunikationssystem.
Häufig gestellte Fragen zu Motorrad-Headsets
Was ist ein Motorrad-Headset?
Ein Motorrad-Headset ist dazu geeignet, während der Fahrt mit der hinten mitfahrenden Person oder anderen Motorradfahrenden zu kommunizieren. So kann man Missverständnisse vermeiden und gleichzeitig das Fahrerlebnis miteinander teilen. Je nach Preis gibt es große Unterschiede in der Funktionsbreite und Handhabe. Moderne Motorrad-Headsets funktionieren mit Bluetooth-Verbindung und werden am Motorradhelm befestigt. So kann man während der Fahrt über das Mikrofon digitale Konferenzen zwischen einer anderen oder auch mehreren Personen führen. Besonders praktisch: Viele Geräte ermöglichen über eine passende App die Steuerung von Smartphones.
Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?
Wer lange Touren auf dem Motorrad unternimmt und gerne in einer Gruppe reist, wird mit einem passenden Motorrad-Headset viel Spaß haben. Über das Mikrofon gemeinsame Erlebnisse zu teilen, macht den Ausflug noch schöner. Die nächste Tankpause darüber anzusagen, vermeidet zudem Missverständnisse. Motorrad Kommunikationssysteme unterscheiden sich stark in ihrer Beschaffenheit, besonders bei der Reichweite und in der Konnektivität mit anderen Motorradfahrenden. Wir empfehlen, sich vor dem Kauf eines Motorrad-Headsets über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden.
Folgende Fragen sollte man dabei für sich beantworten:
- Möchte man das Motorrad-Headset zur Unterhaltung mit der mitfahrenden Person oder zur Gruppenkommunikation nutzen?
- Wie viel technisches Knowhow bringt man für die Installation des Headsets im Motorradhelm mit? Das Einrichten kann je nach Hersteller komplex ausfallen. Wem einfaches Handling wichtig ist, sollte sich über diesen Part informieren.
- Welche Reichweite möchte man zu anderen Motorrädern haben? Bei dieser Frage helfen Praxistests, da die Herstellerangaben teils von der realen Reichweite der Bluetooth-Headsets abweichen.
- Wie viel Wert legt man auf Audio-Qualität und ein klares Motorrad-Kommunikationssystem? Im Motorrad-Headset-Vergleich zeigen manche Geräte eine deutlich verringerte Qualität bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. Je nachdem, welches Fahrverhalten man vorzieht, kann die Geschwindigkeitsempfindlichkeit bei der Kaufentscheidung wichtig sein.
- Akku und Ladezeit: Amazon-Rezensionen geben einen guten Eindruck darüber, wie realistisch die Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller sind. Vor dem Kauf eines Headsets fürs Motorrad sollte man sich hier unbedingt eine Meinung abholen.
Ist es erlaubt, mit Kopfhörern Motorrad zu fahren?
Ein wichtiger Hinweis für alle Technikbegeisterten: Grundsätzlich ist das Fahren eines Motorrads mit Kopfhörern erlaubt. Sollte sich aber ein Unfall ereignen, kann das Hören von Musik während der Fahrt zu einer Teilschuld führen. Sicherer fährt also, wer auf Kopfhörer mit geringerer Geräuschunterdrückung zurückgreift und das Headset nur zur Kommunikation nutzt.
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