BMW bietet ein breites Portfolio an Motorrädern, die alle für spezifische Einsatzzwecke kompromisslos optimiert sind. Von hochleistungsfähigen Sportmodellen mit perfektem Handling, rennsporterprobter Technik und dynamischem Design bis hin zu luxuriösen Tourern mit kraftvollen Sechszylinder- oder Boxermotoren, die maximalen Komfort und Sicherheit auf langen Strecken bieten.
Naked Bikes überzeugen durch ihre puristische, sportliche Ergonomie und ein markantes, reduziertes Design für präzise Kontrolle, während die Heritage-Modelle mit klassischem Boxer-Motor und ikonischer Retro-Optik ein individuelles Lebensgefühl vermitteln und ideale Voraussetzungen für Customizing schaffen. Für Abenteuerreisende stehen die vielseitigen GS-Enduros bereit - gebaut für extreme Bedingungen und weltweite Entdeckungstouren. Auch für urbane Mobilität hat der Hersteller innovative Lösungen entwickelt: Mit agilen Scootern, Konzeptbikes und dem CE 02 - einem neuartigen eParkourer, der weder Roller noch Pedelec ist, aber urbane Fortbewegung neu denkt.
BMW C1: Ein ungewöhnliches 125-ccm-Motorrad
In der Klasse der 125-ccm-Motorräder war der Fahrzeughersteller BMW aus Bayern mit seiner C1-Klasse erfolgreich vertreten. Bei dem BMW Motorrad mit 125 ccm handelte es sich im Prinzip um einen überdachten Motorroller, mit dem der Unfallschutz verbessert werden sollte. Eine Helmpflicht gab es für den zwischen 2000 und 2003 gebauten Motorroller nicht. Der heute nur noch gebraucht angebotene C1 war mit einem Einzylinder-Viertaktmotor mit 11 kW (15 PS) ausgestattet, der Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h erlaubte.
Der C1 wurde wegen seiner vielen Innovationen und Vorteile gelobt. Neben dem Wegfall der Helmpflicht bot er einen guten Schutz vor Wind und Wetter sowie durch die zwei Sicherheitsgurte einen guten Schutz bei Frontalzusammenstößen. Die Reichweite war mit etwa 200 Kilometern ähnlich groß wie bei einem herkömmlichen Motorrad. Als Nachteil des BMW Motorrads mit 125 ccm galt die unkomfortable Sitzposition des Sozius. Dieser musste außerhalb der Kanzel sitzen und im Gegensatz zum Fahrer einen Helm tragen.
Ausblick auf das neue Modelljahr 2025
Die Saison 2025 steht einmal mehr im Zeichen der Elektromobilität, denn das Angebot rein elektrisch angetriebener Motorräder wird weiter wachsen. Ebenfalls größer wird die Auswahl an Einstiegsmodellen, 125er-Leichtkrafträdern und Reiseenduros.
Royal Enfield Flying Flea
Zu diesem Zweck haben die Inder die Submarke Flying Flea ("Fliegender Floh") ins Leben gerufen. Das erste E-Motorrad lässt sich am besten mit futuristischem Retro-Style beschreiben und soll Anfang 2026 unter dem Namen FF C6 auf den Markt kommen.
Ultraviolette F77
Hinter dem Motorrad steht der noch junge Hersteller Ultraviolette, der ab Frühjahr 2025 auch auf dem deutschen Markt aktiv werden möchte. Die F77 wurde vor Kurzem für den europäischen Markt zugelassen und soll ab März 2025 zu Preisen ab 9990 Euro erhältlich sein. Batterie und Antrieb verstecken sich bei der Ultraviolette wie bei einem Supersportler hinter einer großflächigen Verkleidung.
An der Front sucht man eine Verkleidung, die den Fahrer vor Fahrtwind schützen könnte, jedoch vergeblich. So erhält das Elektromotorrad einen echten Streetfighter-Look. Der Elektromotor überträgt seine Kraft per Kette ans Hinterrad und bringt es auf 20 kW/27 PS Dauerleistung und 30 KW/40 PS Spitzenleistung. Damit soll das 211 Kilogramm schwere Motorrad in 3 Sekunden auf Tempo 60 sprinten und in der Spitze bis zu 155 km/h erreichen. Dank einer rund 10 kWh fassenden Batterie verspricht Ultraviolette eine Reichweite von 231 Kilometern im Stadtverkehr und 143 Kilometern auf der Autobahn.
Husqvarna Vitpilen 801
Das sehr eigenständig gestaltete Nakedbike zählt mit seinem von KTM entwickelten Zweizylinder-Reihenmotor (799 Kubikzentimeter Hubraum, 77 kW/105 PS, 87 Nm Drehmoment) zur Mittelklasse. Von vorn ist die Vitpilen 801 am neu entwickelten Bi-LED-Scheinwerfer mit Projektionslinse und separatem Lichtring für das Tagfahrlicht zu erkennen. Wichtige Ausstattungsdetails: voll einstellbare Federelemente vorne und hinten, vier wählbare Fahrmodi, eine in zehn Stufen einstellbare, kurvenabhängige Traktionskontrolle, ein zuschaltbarer Supermoto-Modus für das Kurven-ABS und Connectivity. Den Listenpreis für die auf der KTM 790 Duke basierende Vitpilen 801 gibt Husqvarna mit 10.499 Euro (zzgl. MwSt.) an.
BMW "Kleine" Enduro
Die kleine Enduro ist das erste Modell einer kommenden neuen Baureihe in der unteren Mittelklasse. Die auf der EICMA angekündigte Baureihe findet ihren Platz zwischen der G-310-Reihe und der F 800/900. Der neue, wassergekühlte Zweizylindermotor bekommt rund 450 Kubikzentimeter Hubraum und entwickelt 35 kW/48 PS. Das Design orientiert sich stark an der GS-Familie. An der Front fällt der von der R 1300 GS abgeleitete LED-Scheinwerfer auf.
Moto Guzzi V7 Familie
Die gesamte V7 Familie wurde technologisch weiterentwickelt, die traditionelle DNA von Moto Guzzi blieb aber erhalten. Der Zweizylinder-V-Motor mit der Euro 5+ Norm ist laut Hersteller das effizienteste und leistungsstärkste Aggregat, das die V7 je gesehen hat. Um das zu erreichen, wurde das maximale Drehmoment erhöht und die Mehrleistung wird mit einem umfassenden Elektronikpaket im Zaum gehalten. Neben verschiedenen Fahrmodi sind Assistenzsysteme wie Cruise Control, ABS und Traktionskontrolle an Bord.
Keeway RKR 350
Auf der Motorradmesse EICMA stellten die Chinesen die RKR 350 vor. Herzstück des aggressiv gestylten Sportmotorrads ist ein Zweizylinder-Reihenmotor, der aus 321 Kubikzentimetern Hubraum 29 kW/39 PS und 28 Newtonmeter Drehmoment schöpft. Über ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit Anti-Hopping-Kupplung und Kettenantrieb gelangt die Kraft ans Hinterrad. Der flüssigkeitsgekühlte Achtventiler, der deutlich über 10.000 Umdrehungen verträgt, soll sich für den Einsatz auf Landstraße wie Rennstrecke eignen. Bis zu 160 km/h soll die 165 Kilogramm leichte Rennsemmel erreichen.
Tragende Basis der 350er ist ein Hybridrahmen, der Rohrelemente mit Gussteilen kombiniert. Beim Fahrwerk setzen die Chinesen auf eine Alu-Doppelarmschwinge mit einstellbarem Zentralfederbein sowie eine USD-Gabel mit 10 Zentimetern Federweg. Außerdem gibt es eine Traktionskontrolle. Ein 5-Zoll-TFT-Display dient der Information. Wann die RKR 350 nach Deutschland kommt, verrät Keeway noch nicht.
Bike des italienischen Kleinherstellers aus Rimini
Das Bike des italienischen Kleinherstellers aus Rimini kommt mit dem bärenstarken Kawasaki-Kompressormotor der Z H2. Das Vierzylinder-Aggregat entwickelt satte 147 kW/200 PS und ist in einem speziellen Fahrwerk mit Radnabenlenkung montiert. Die tatsächlich erreichbare Höchstgeschwindigkeit wird wohl gedrosselt werden müssen, um eine gewisse Mindesthaltbarkeit und Haftung der recht grobstolligen Reifen zu gewährleisten.
Royal Enfield Classic 650
Nun vergrößert Royal Enfield die Modellpalette mit einer weiteren 650er. Die schlicht Classic 650 getaufte Maschine vereint moderne Motorradtechnik mit dem Design der 1950er-Jahre. Ab März 2025 soll die Classic auch in Deutschland erhältlich sein und dann zu Preisen ab rund 7100 Euro angeboten werden. Angetrieben wird die Classic von einer überarbeiteten Version des Paralleltwins, der 2017 in der Royal Enfield Interceptor Einzug hielt. Der Einspritzer mit 648 Kubikzentimetern Hubraum leistet 35 kW/48 PS. Die Kraft wird mittels Sechsgang-Getriebe und Kette auf das Hinterrad übertragen.
Tragendes Element ist ein Stahlrohrrahmen, wie ihn Royal Enfield auch bei den Modellen Shotgun und Super Meteor verwendet. Für den klassischen Look sorgen Speichenräder, viele Chromteile und eine Zweifarblackierung. Optional kann die Classic 650 statt mit einer Doppelsitzbank auch mit einem Einzelsitz bestellt werden.
Honda GB350S
Nun will auch Honda in diesem Segment punkten und bringt mit der GB350S ein entsprechendes Einstiegsmodell auf den Markt. Der Einzylinder mit Retro-Optik setzt auf einfache Technik. Ein 16 kW/21 PS leistender Einspritzer soll in Kombination mit Fünfgang-Schaltung und Kettenantrieb das rund 180 Kilogramm leichte Naked Bike auf bis zu 114 km/h beschleunigen. Im Gegenzug glänzt die kleine GB mit einem bescheidenen Verbrauch von rund 2,5 Litern auf 100 Kilometer.
Tragende Basis ist ein Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen. Das Aluguss-Vorderrad mit 19 Zoll Durchmesser wird von einer Teleskopgabel geführt. Hinten gibt es eine Zweiarm-Kastenschwinge mit zwei Dämpfern und einem 17-Zoll-Rad mit 150er-Reifen. Zur Ausstattung gehören Scheibenbremsen vorne und hinten, LED-Licht und ein Analog-Tacho mit LCD-Display.
BMW R 12 S
Der neue Motor hat mit 85 kW/115 PS zudem etwas mehr Leistung. Der Preis für das Basismodell beträgt 15.990 Euro, die vermutlich stärker gefragte S-Version mit deutlich höherwertiger Ausstattung kostet ab 18.490 Euro. Die Edel-Variante der erst im Frühjahr 2024 erschienenen R 12 nineT hört auf den Namen R 12 S. Wie das historische Vorbild von 1973 glänzt die BMW R 12 S mit einer zweifarbigen Lackierung im Farbton Lavaorange metallic und einer markanten Cockpit-Verkleidung mit getöntem Windschild. Am Tank und am Höcker der Sitzbank finden sich gebürstete und mit Klarlack versiegelte Aluminiumflächen.
Die Ausstattung der R 12 S ist so üppig wie hochwertig: Vom Headlight Pro bis zum Quickshifter ist so gut wie alles serienmäßig an Bord, was die BMW-Aufpreisliste zu bieten hat. Der luftgekühlte, 1170 Kubikzentimeter große Boxermotor bleibt gegenüber der Basisversion R 12 unverändert und leistet 80 kW/109 PS. Der Preis der R 12 S liegt bei 22.000 Euro.
Triumph Sporttourer
Triumph spendiert dem Bike zum Modelljahr 2025 ein Technik-Upgrade. Der weiterhin 59 kW/81 PS starke Dreizylinder ist nun fit für die Abgasnorm Euro5+. Zudem bietet der hochbeinige Sporttourer künftig drei wählbare Fahrmodi namens Sport, Road und Rain. ABS und Traktionskontrolle beherrschen schräglagensensible Regeleingriffe.
Ein Schaltassistent erlaubt Gangwechsel ohne Kupplungsgriff, während ein serienmäßiger Tempomat bei längeren Touren die Gashand entlastet. Das Cockpit bekommt ein großes TFT-Display, auf dem sich auch Navi-Informationen von Mobiltelefonen anzeigen lassen, die über das Konnektivitätssystem My Triumph verbunden sind.
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