Die Bayerischen Motoren Werke (BMW), heute als BMW Group weltweit bekannt, begannen ihre Geschichte am 7. März 1916 mit der Produktion von Flugzeugteilen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einem der erfolgreichsten Autokonzerne der Welt.
BMW ist mit Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern vertreten. Drei Buchstaben, die inzwischen weltweit bekannt sind. Keine Frage, was am 7. März 1916 mit der Gründung eines Werkes für Flugzeugteile beginnt, ist eine Erfolgsgeschichte.
Die Anfänge und der Übergang zur Motorradproduktion
Das Unternehmen, das zunächst Flugzeugmotoren und Motorräder produzierte, baute seit 1928 auch Automobile. Das Herstellungsverbot von Flugmotoren nach dem Ersten Weltkrieg zwang die Bayerische Motoren Werke AG dazu, eine Ersatzproduktion aufzubauen. Die Gründung einer Aktiengesellschaft am 13. August 1918 verstärkte die finanzielle Basis für den Geschäftsbetrieb.
Im Jahr 1923 wurde mit der BMW R 32 das erste Motorrad präsentiert. Ebenfalls 1923 begann BMW erneut mit dem Bau von Flugmotoren.
BMW im Zweiten Weltkrieg
Im Zuge der Aufrüstung des Deutschen Reiches nach 1933 wuchs das Unternehmen stark in diesem Fertigungsbereich. Auf staatliche Anordnung wurde nach Beginn des Zweiten Weltkriegs die zivile Fertigung nahezu komplett zurückgefahren. 1941 stellte BMW die gesamte Automobilproduktion bis auf eine kleine Entwicklungsabteilung ein. Die Motorradfertigung wurde zunächst für Wehrmachtkrafträder weitergeführt.
Vom Unternehmen wurden ab Mitte 1941 auch ausländische Personen angestellt bzw. zwangsrekrutiert. Ende 1944 stellten Ausländer ca. 40-50% aller BMW-Beschäftigten. Der rechtliche Status der Arbeitskräfte reichte dabei vom Kriegsgefangenen bis zum Zwangsarbeiter. Für das BMW-Werk in Allach wurde das Außenlager Allach des Konzentrationslagers Dachau errichtet.
BMW verschweigt heute nicht mehr, dass im Unternehmen zur Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiter arbeiten mussten. Fremd- und Zwangsarbeit sei in dieser Zeit nicht das Phänomen eines Unternehmens gewesen, sondern "ein gesellschaftliches Phänomen, das tatsächlich im ganzen Land gegriffen hat". Facharbeiter mussten an die Front, Produktionsziele wurden vorgegeben, so lautet noch heute das Argument vieler Unternehmen, warum sie Zwangsarbeiter beschäftigten.
BMW ist - neben dem Flugzeugbauer Ernst Heinkel - eines der ersten beiden Unternehmen, das ab Februar 1943 von KZ-Außenlagern profitierte.
Die Rüstungsproduktion und ihre Auswirkungen
Serienmodelle wurden mit geringen Modifikationen als Lieferant von Flugmotoren für Kampfflugzeuge der deutschen Kriegswirtschaft angepasst. Dem musste sich die Produktion von Motorrädern unterordnen: Der Bau der sportlichen R 51 wurde bereits im Jahr 1940, die Fertigung aller übrigen Typen 1941 eingestellt. Motorräder von BMW waren allerdings bei Behörden beliebt, auch bei der Wehrmacht. Als leichte Kurier- und Ausbildungsmaschinen waren die Modelle R2, R4 und R 35 im Einsatz.
Die deutsche Expansions- und Kriegspolitik erforderte ein Motorrad-Gespann, das auf verschiedensten Untergründen vorankommen konnte, von Schotter über Schlamm, Eis und Schnee bis hin zu Wüstensand. Es musste also unter extremen Bedingungen sowie Temperaturen funktionieren und dazu möglichst wartungsfreundlich aufgebaut sein.
Die Entwicklung der R 75
Zündapp und BMW erhielten 1938, noch vor dem Krieg, einen entsprechenden Entwicklungsauftrag und arbeiteten eng zusammen. Als Antwort darauf entwickelte BMW einen komplett neuen Motor. Heraus kam die R 75, besser bekannt als "Wehrmachtsgespann". Es konnte bis zu drei Mann Besatzung samt Maschinengewehr tragen. Sein 745-Kubik-Boxer leistete moderate 26 PS bei 4.000 Umdrehungen, drückte aber ein bulliges Drehmoment.
Die Produktion lief 1941 in München an, wurde jedoch im Oktober 1942 komplett ins Werk nach Eisenach verlegt - in Bayern liefen nur noch Flugmotoren vom Band. Nach rund 18.000 Exemplaren wurde die R 75 im Jahr 1944 eingestellt; das Modell wurde vom billiger zu produzierenden VW Kübelwagen abgelöst.
Neubeginn nach dem Krieg
Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland. Die Münchner Werksanlagen wurden bei alliierten Luftangriffen fast vollständig zerstört. Was danach noch brauchbar war, wurde für Reparationsleistungen demontiert. Das Werk Eisenach, wo BMW seine Automobile und die R 75 gefertigt hatte, lag in der sowjetischen Besatzungszone. Somit waren neben dem Maschinenpark auch die dort befindlichen Konstruktionszeichnungen für BMW verloren.
In dieser schwierigen Zeit fertigten die BMW-Werke in München und im West-Berliner Stadtteil Spandau aus Altmetallbeständen Haushaltsgeräte wie Kochtöpfe oder Kartoffelreiben. Später kamen Ersatzteile für Vorkriegs-BMWs dazu. Als die Alliierten den Bau eines Motorrads bis 250 cm³ erlaubten, wurde eine Maschine von 1939 in ihre Einzelteile zerlegt und bis zur letzten Schraube vermessen. So entstanden durch das hohe persönliche Engagement der Belegschaft neue Blaupausen.
Damit kam es zur R 24, die im Frühjahr 1948 auf der Hannover Messe und dem Genfer Auto-Salon präsentiert wurde. 1949 fiel die von den Alliierten verlangte Hubraum-Beschränkung weg.
Die R 51/2 und der Wiederaufstieg
Noch Ende 1949 stellte BMW die R 51/2 als ersten (500er-)Nachkriegsboxer vor. Die R51/2 basierte auf dem Vorkriegsmodell R51. Der Rahmen wurde nahezu unverändert übernommen, und auch die Technik mit zwei kettengetriebenen Nockenwellen blieb erhalten. Ein auffälliger Unterschied zur R51 waren die zweigeteilten Ventildeckel, die mittels einer Spannbrücke auf den neuen Zylinderköpfen gehalten wurden. Mit der R51/2 traf BMW den Nerv der Zeit: In nur einem Jahr wurden 5.000 Exemplare gefertigt.
Die Demontage der Werksanlagen in München, Berlin und Eisenach schien für BMW nach dem Krieg das Ende zu bedeuten. Auf Basis einer Vorkriegsmaschine entsteht in München das erste BMW Nachkriegsmotorrad. Geliehene Werkzeugmaschinen anderer Firmen machen den unendlich schwierigen Neubeginn möglich.
Erforderlich ist auch eine Genehmigung der Alliierten, die zunächst nur den Bau eines auf 250 ccm beschränkten Einzylinder-Motorrades vorsieht. Im Sommer liegen die Konstruktionspläne vor, aber erst kurz vor Weihnachten 1948 wird die erste BMW R 24 ausgeliefert. Im Fahrgestell der früheren R 23 sitzt nun ein modernisierter Einzylinder-Motor, ausgestattet mit fliehkraftgeregelter Zündverstellung.
Mit der R 24 ist BMW ein vielbeachtetes Comeback gelungen, zu den ersten Kunden zählt die Eskorte des Bundespräsidenten Theodor Heuss. Konzipiert als geländegängiges Gespann für den Militäreinsatz, präsentiert sich die R 75 mit neuentwickeltem OHV-Motor (oben hängende Ventile), Getriebe mit Gelände-Untersetzung und Rückwärtsgang.
Ebenfalls neu ist das Viergang-Getriebe mit Ratschen-Fußschaltung. Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt. In Berlin-Spandau, wo bis 1945 Flugmotoren entstanden und danach eine Werkzeugmaschinen-Fertigung aufgebaut wurde, bekommen die BMW Motorräder ihr neues Zuhause - und Berliner Luft in die Reifen.
Die 1950er Jahre und das Wirtschaftswunder
Die 1950er-Jahre. Das Gröbste ist überstanden. Der Zweite Weltkrieg ist Geschichte, das Wirtschaftswunder nimmt Fahrt auf. Deutschland darf wieder international mitspielen. Männer träumen von einer BMW. Frauen auch.
Im Sommer 1949 fielen die letzten Baubeschränkungen für die deutschen Motorradhersteller, endlich durften auch wieder "schwere" Motorräder über 250 cm³ produziert werden. Bei BMW lagen die Pläne für den ersten Nachkriegs-Boxer längst in der Schublade. Ausreichend Kauflust auf Kundenseite herrschte ebenfalls.
Die nun nicht mehr körperlich, dafür aber immer noch emotional ausgehungerte Bevölkerung gierte nach Unterhaltung und Freizeitvergnügen. Seit der Währungsreform im Juni 1948 war das Geld auch wieder etwas wert, und es gab vor allem auch etwas dafür zu kaufen. Bei BMW war das ab 1950 die 24 PS leistende R 51/2, die weitgehend dem Vorkriegsmodell R 51 entsprach, das von 1938 bis 1940 im BMW-Programm zu finden war.
Die BMW R 51/3
Den ersten echten, da in vielen Baugruppen neu konstruierten Nachkriegs-Boxer präsentierte BMW dann 1951 mit der R 51/3, deren Ventiltrieb nun wesentlich standfester war, die aber unverändert nur 24 PS leistete. Das parallel präsentierte und vorwiegend für den Gespannbetrieb gedachte 600er-Schwestermodell R 67 brachte es gerade mal auf zwei PS mehr.
Die BMW R 68
Das Traummotorrad und Superbike jener Tage hieß aber R 68: Mit satten 35 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 160 km/h entsprach sie dem Ideal des "Hundert-Meilen-Renners", womit sie besonders in den USA und auch in Großbritannien das BMW-Image positiv prägte und den 650er-Twins der Briten das Leben durchaus etwas schwerer machte. Für die Deutschen blieb die bis 1954 gebaute R 68 aber ein Traum; denn mit 3.950 Mark kostete sie mehr als die meisten Kleinwagen und kaum weniger als ein VW Käfer - womit wir bei einem Thema wären, das BMW spätestens ab der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre das Leben schwer machte und fast zum Ende als eigenständiges Unternehmen geführt hätte: dem Auto.
Die Krise und Rettung von BMW
Motorräder wurden immer mehr zum Freizeit- und Sportgerät. Steigender Wohlstand sorgte dafür, dass sich immer mehr Bundesbürger vom Zwei- oder Dreirad als Gebrauchsgegenstand verabschiedeten und sich einen Pkw gönnten.
BMW hatte durchaus (wieder) Automobile im Programm, doch zumindest anfangs die völlig falschen. So ab 1951 den sechszylindrigen "Barockengel" 501, der 1954 mit dem Achtzylinder-Modell 502 ein ebenso schwülstiges Schwestermodell bekam - Luxusautos, auf die niemand gewartet hatte und die nur Verluste einfuhren. Erst 1955 kam mit der Isetta etwas Passendes ins Programm. Das Rollermobil stammte ursprünglich vom italienischen Hersteller Iso Rivolta und wurde dann von BMW mit einem eigenen 250er- bzw. 300er-Einzylinder-Motorradmotor bestückt.
Das traditionell starke Behördengeschäft brachte BMW zwar im In- und auch im Ausland noch einige nennenswerte Aufträge, was aber nicht viel an der unzureichenden Rentabilität änderte. Um es kurz zu machen: Ende 1959 drohte für die Bayern der Bankrott!
Die Rolle von Daimler-Benz
Des einen Leid ist des anderen Freud, und dieser andere hieß Daimler-Benz. Die Schwaben beschäftigten seinerzeit 63.000 Mitarbeiter und hatten ein starkes Interesse daran, BMW mit seinen 6.000 Mitarbeitern zu übernehmen, um weitere Produktionskapazitäten für das florierende Mercedes-Pkw-Geschäft zu schaffen. Der Deal schien eine reine Formsache zu sein, die auf der BMW-Jahreshauptversammlung nur noch abgesegnet werden musste.
Die Aufarbeitung der Vergangenheit
Heute können Forscher und Journalisten bei BMW Einsicht ins Firmenarchiv nehmen. Zwei Dissertationen (2005 und 2008) haben die Zeit zwischen 1933 bis 1945 inzwischen aufgearbeitet. Eine erste Studie Anfang der 80er Jahre hatte BMW allerdings noch statt bei Historikern bei dem Schriftsteller Horst Mönnich beauftragt.
Viele Unternehmen haben begriffen, dass das Verstehen der eigenen Vergangenheit positive Effekte hat. Es zeigt eine Ehrlichkeit des Unternehmens und das darf man als Marketingeffekt nicht unterschätzen. BMW tut dies in seinen Publikationen zum 100-jährigen Firmenjubiläum nicht. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die BMW AG 1999 zu den Gründungsmitgliedern der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" gehört.
Die Stiftung kümmert sich um die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter.
Die Modellentwicklung nach dem Krieg
Nach den Kriegswirren gelingt BMW 1948 ein Neubeginn mit der Motorrad-Herstellung. Die 1950er Jahre sind von sportlichen Erfolgen geprägt. Eine neue Ära wird eingeleitet: Cockpit- und Vollverkleidungen machen das Fahren auf dem Motorrad komfortabler. Es entstehen sportliche Reisemotorräder. Der Motorradbauer überrascht mit wegweisenden Innovationen und dem neuen Segment der Reise-Enduros.
Etliche neue Modelle und technische Innovationen sorgen bei BMW Motorrad für Wachstum: die neue K-Baureihe geht jetzt mit einem quer eingebauten Motor an den Start; und die neu entwickelte F-Modellreihe befeuert das Segment der Mittelklasse-Maschinen. Die 2010er sind eine Dekade voller Innovationen und Erfolge.
Eine komplette Neukonstruktion von Rudolf Schleicher ist die BMW R 5 von 1936-37. Mit 24 PS bei 500 ccm ist sie auch dank des günstigen Gewichts eines der sportlichsten Motorräder der damaligen Zeit.
Bei der R 12 und der R 17 hat BMW als weltweit erster Motorrad-Hersteller in der Serienfertigung die bisherige Blattfedergabel durch eine hydraulisch-gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel ersetzt.
Der Weltrekord vom 28. Er sorgt mit der 65 PS starken BMW Kompressormaschine auf den Rennstrecken Europas für Furore. Die Bilanz spricht für sich: 1938, in seiner ersten Saison, gewinnt der BMW Werksfahrer Georg Meier die Europameisterschaft.
Mit der R 12 erscheint die erste hydraulisch gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel im Motorrad. Diese bringt gegenüber der bisherigen Blattfeder-Schwinge eine erhebliche Verbesserung im Komfort und in den Fahreigenschaften.
Die R 80 G/S und die Reiseenduros
1980 folgt ein weiterer Meilenstein: die R 80 G/S, Mutter aller Reiseenduros und damit Wegbereiterin einer neuen, bis heute erfolgreichen Fahrzeug-klasse. BMW spricht von einem „universell nutzbaren Freizeitinstrument für neue Erlebnisformen“. Auf der einen Seite ist die G/S - das Kürzel steht für Gelände/Straße - ein komfortables Reisemotorrad für längere Strecken, auf der anderen Seite eine Maschine, die sich auch abseits befestigter Straßen handlich und sicher bewegen lässt. Wie perfekt die Offroad-Eigenschaften sind, belegt eindrucksvoll der Sieg von Hubert Auriol bei der Rallye Paris-Dakar 1981; drei weitere G/S-Triumphe sollen folgen.
Die Einarmschwinge zum Hinterrad hebt die Boxer-Ikone technisch und optisch von der Konkurrenz ab. Schnell avanciert die robuste BMW zum Liebling der Globetrotter. Reise-berichte aus aller Welt sind die denk-bar beste Werbung. Bis heute dominiert „die große GS“ das Segment der hubraumstarken Reiseenduros und ist das wichtigste Modell von BMW Motorrad.
Nachfolgerinnen der R 80 G/S werden die BMW R 100 GS und die zehn PS schwächere R 80 GS. Bereits 1988 avanciert sie zum meistverkauften Motorrad in Deutschland. 60 PS stehen jetzt an bei 6.500 U/min. Dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 187 km/h hält die erste „große GS“ locker mit klassischen Straßenmaschinen mit. Die Lampenmaske hält den gröbsten Fahrtwind ab.
Mit der R 100 GS führt BMW die Paralever-Hinterradaufhängung ein. Lastwechsel steckt diese deutlich besser weg als die Monolever-Aufhängung.
Die R 1100 GS und die Moderne
Von 1994 bis 1999 baut BMW die R 1100 GS. Erstmals bei der GS-Reihe kann die Sitzhöhe variabel eingestellt werden (840/860 mm). Dank einer Leistungssteigerung von 30 Prozent beißen jetzt 80 PS bei 6.750 U/min in den frei wählbaren Untergrund.
Beim Fahrwerk setzt BMW auf eine mittragende Motor-Getriebe-Einheit mit angeschraubtem Hilfsrahmen - ein Novum bei Enduros. Die neu konstruierte Telelever-Vorderradführung und die Paralever-Hinterradführung sorgen für ein komfortables, fast sänftenartiges Fahrerlebnis.
Die R 1150 GS und die Jahrtausendwende
Von Herbst 1999 bis 2003 baut BMW die R 1150 GS. Mit der Weiterentwicklung der R 1100 GS treffen die bayerischen Ingenieure genau ins Schwarze: Schon im ersten Jahr steht die 1150er ganz oben in der Verkaufsstatistik und bleibt es bis zum Produktionsende. Das Gesamtpaket aus Boxer, Kardanantrieb, mittragendem Motor und „Schnabel“-Design funktioniert einfach. Dank der erneuten Leistungssteigerung um fünf auf nun 85 PS kann man auf der bislang hubraumstärksten GS nun fast die 200er-Marke knacken: 199 km/h (solo) lautet die eingetragene Höchstgeschwindigkeit.
Alternativ wird die 1150er auch als GS Adventure angeboten. Diverse Anbauteile verbessern die Offroad-Eigenschaften, ein größerer Tank (30 Liter) sorgt für mehr Reichweite.
Die R 1200 GS und die Gegenwart
Der ab 2004 eingesetzte 1200er-Boxer garantiert souveränen Durchzug, satten Sound und gute Performance. Seit der R 80 G/S von 1980 setzt BMW die Maßstäbe im selbst geschaffenen Segment der großen Reiseenduros. Die 1200er avanciert zum meistverkauften Motorradmodell der Welt.
Die R 18 und die Heritage-Modelle
Herzstück der neuen BMW R 18 ist ein komplett neu entwickelter Zweizylinder-Boxermotor, der „Big Boxer“, wie er bisher nicht nur in den beiden Concepts von BMW Motorrad - dem Concept R 18 und dem Concept R 18 /2 -, sondern auch in den von BMW Motorrad unterstützten Custom Bikes „The Departed“ von ZON und „Birdcage“ von Revival Cycles die zentrale Rolle spielte.
Der hubraumstärkste, jemals in der Motorradserienfertigung eingesetzte Zweizylinder-Boxermotor verfügt über 1 802 cm3 Hubraum. Die Motorleistung beträgt 67 kW (91 PS) bei 4 750 min-1. Das maximale Drehmoment von 158 Nm liegt bereits bei 3 000 min-1 an. Dabei sind von 2 000 bis 4 000 min-1 mehr als 150 Nm abrufbar. Das bedeutet enormes Durchzugsvermögen und - in Verbindung mit üppig bemessener Schwungmasse - auch vorbildliche Laufkultur.
In traditioneller BMW Motorrad Boxerbauweise betätigen die beiden Stößelstangen pro Zylinderseite für die Ein- und Auslassseite je eine, auf der Oberseite der Zylinder in einem abgedichteten Stößelrohr geführte Stößelstange. Entgegen der heute verbreiteten Motorentechnik geschieht der Ventilspielausgleich jedoch nicht über Hydroelemente, sondern - wie bei den meisten klassischen luftgekühlten BMW Zweiventil-Boxern über Jahrzehnte hinweg üblich - über je eine Einstellschraube mit Kontermutter pro Ventil.
Wie bei allen BMW Motorrädern mit Boxermotor erfolgt die Drehmomentübertragung vom Getriebe zum Hinterrad auch bei der R 18 über einen Gelenkwellen- beziehungsweise Kardanantrieb mit Kreuzgelenk, Welle sowie Hinterachsantrieb mit Kegel- und Tellerrad. Wie bis einschließlich des Modelljahres 1955 bei BMW Motorrad üblich, sind Gelenkwelle und Kreuzgelenk im Sinne faszinierender klassischer Motorradtechnik glanzvernickelt und laufen offen.
Im späten Frühjahr kommt mit der R 18 die neueste Heritage-Maschine mit dem Big Boxer Motor auch in unsere Häuser in Leipzig und Wittenberg. Wenn Du zu den ersten gehören möchtest, die auf ihr eine Probefahrt absolvieren, kannst Du Dich bereits jetzt bei uns vormerken lassen.
Modellübersicht von BMW Motorrad (1923-2003)
| Modell | Bauzeit | Verkaufte Einheiten | Leistung | Hubraum |
|---|---|---|---|---|
| R 32 | 1923-1926 | 3.090 | 6,25 kW/8,5 PS | 494 ccm |
| R 37 | 1925-1926 | 152 | 12 kW/16 PS | 494 ccm |
| R 17/ R 12 | 1935-1942 | 36.000 | 22 kW/33 PS | 736 ccm |
| R 5 | 1936-1937 | 2.652 | 18 kW/24 PS | 494 ccm |
| R 68 | 1952-1954 | 1.452 | 26 kW/35 PS | 594 ccm |
| R 75/5 | 1969-1973 | 38.370 | 37 kW/50 PS | 745 ccm |
| R 80 G/S | 1980-1987 | 21.864 | 37 kW/50 PS | 798 ccm |
| R 100 GS | 1987-1996 | 34.007 | 44 kW/60 PS | 980 ccm |
| R 1100 GS | 1993-1999 | 43.628 | 59 kW/80 PS | 1.085 ccm |
| R 1150 GS | 1999-2003 | 58.023 | 62,5 kW/85 PS | 1.130 ccm |
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