Die großen Auto- und Motorradhersteller stehen alle extrem unter Druck, was den Absatz und die Profitabilität betrifft. Die großen Modelloffensiven der letzten Jahre, auch durch die hohe Corona-bedingte Nachfrage, sind jetzt ein Klotz am Bein. Eine Gewinnwarnung mit Mitarbeiterabbauplänen jagt momentan die andere, und es sind mehr strukturelle Themen als zyklische, die das Bild prägen.
Aktuelle Herausforderungen und Marktsituation
Wie ich heute aus gut unterrichteten BMW Kreisen erfahren habe wurden auf Grund der Marktsituation vom BMW Chef bis auf Weiteres alle neuen Projekte gestoppt. Das BMW R18 Facelift welches noch im 4.Quartal 2024 hätte kommen sollen wird ebenfalls auf Eis gelegt. Die Produktion der R18 wurde per sofort eingestellt, da der Bestand an Lagerware zu groß wurde. Neue R 18 können also aktuell nicht mehr bestellt werden. Die BMW R20 wurde ebenfalls auf Eis gelegt.
Also lt. den hohen Herren von BMW auf dem Glemseck 101 Treffen wird das R20 Thema abhängig von dem weiteren Erfolg der R18 gemacht. Soll heißen wenn die R 18 eingestellt wird dann gibts auch keine R 20. Ist ja auch logisch da die gleiche Zielgruppe. Soll heißen die alten Säcke wie wir die sich das Hobby leisten können werden weniger und den Jungen sind 30-45000.- einfach zu teuer als Hobby.
Kann daher gut sein, das auch bei BMW die R18/20 Baureihen auf dem Prüfstand stehen, da man von vorn herein den Markt komplett überschätzt hat. Der Wettbewerb aus China mit Kampfpreisen, der auf einen extrem verunsicherten Konsumenten trifft, tut sein übriges.
Der Kunde im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt aller Bestrebungen der BMW Group stehen die Wünsche des Kunden, da er es letztlich ist, der den Unternehmenserfolg sichert. Deshalb wurde 1998 ein Projekt mit dem Namen "Kundenorientierter Vertriebs- und Produktionsprozess" (KOVP) ins Leben gerufen. Das übergeordnetes Ziel von KOVP lautet, jedem Kunden sein individuelles Wunschauto zu seinem Wunschtermin zu liefern.
Denn der Anspruch der Kunden nimmt nicht nur bezüglich der Produktqualität immer mehr zu, sondern vor allem auch hinsichtlich der Betreuungs- und Zeitqualität - also der Termintreue bei der Neuwagenauslieferung. Gerade dies stellt für BMW eine große Herausforderung dar vor dem Hintergrund einer immer breiter werdenden Produktpalette mit zahlreichen individuellen Ausstattungs- möglichkeiten.
BMW ist mit seiner Angebotspalette in der Lage, fast jeden Kundenwunsch zu erfüllen. Allein beim BMW 7er sind etwa 1017 Varianten denkbar. Durch den KOVP Prozess werden nun die Voraussetzungen geschaffen, um dem Kunden ohne Restriktionen ein größtmögliches Spektrum an Ausstattungsmöglichkeiten bei noch kürzeren Lieferzeiten zu bieten.
Optimierung durch GVDS und Online-Ordering
Mit dem neuen konzernweiten Distributionssystem GVDS (Group Vehicle Distribution System) sorgt die BMW Group künftig dafür, dass die Neufahrzeuge im Mittel einen Tag früher beim Kunden sind. Dies wird durch die Straffung der Umschlag-Prozesse in der Auslieferung erreicht. Parallel dazu wird eine konzernweite Fahrzeugpool-Verwaltung eingeführt. Sie erlaubt jedem Händler der BMW Group Zugriff auf jedes nicht kundenbelegte Fahrzeug, um auf spontane Kundenwünsche zu reagieren.
Bereits 1998 führte die BMW Group in Deutschland "Online-Ordering" ein - dieses Ordering-Verfahren stellt einen wesentlichen Baustein in der Neustrukturierung des Vertriebs- und Produktionsprozesses der BMW Group dar. Mit diesem sogenannten "kundenorientierten Vertriebs- und Produktionsprozess" (KOVP) wird BMW noch flexibler auf individuelle Kundenwünsche eingehen und dem Kunden sein Wunschfahrzeug termingenau liefern. Inzwischen wird Online-Ordering europaweit eingeführt und die Werke auf das neue BMW Produktionssystem umgestellt.
Durch die transparente Steuerung der Kundenfahrzeuge im gesamten Produktionsprozess kann die BMW Group flexibel und zuverlässig die richtigen Transportkapazitäten auf Lkw oder Bahn disponieren. um dies zu realisieren, arbeiten IV-Spezialisten konzernweit an einer Online-Anbindung der Logistik-Partner. Standzeiten vor dem Verladen und das aufwändige Umsetzen der Fahrzeuge entfallen dadurch weitgehend. Mit dem Distributionssystem GVDS wird die Zeit vom Verlassen der Montagebänder bis zum Kunden innerhalb Europas um durchschnittlich einen Tag verkürzt.
Fahrzeugpool für besonders Eilige
In Deutschland werden heute bereits rund 80 Prozent aller BMW Automobile kundenbezogen produziert. Das heißt, das Fahrzeug wird erst nach der Bestellung durch den Kunden in den Fertigungsprozess eingesteuert und produziert Die restlichen 20 Prozent werden künftig in einem konzernweiten GVDS-Fahrzeugpool verwaltet, auf den jeder Händler der BMW Group Zugriff hat. Dort kann der Händler bei Bedarf jedes Fahrzeug innerhalb seines Marktes aus dem Pool abrufen und im Rahmen des Fahrzeugbestandes kurzfristig auf Kundenwünsche reagieren.
GVDS wird voraussichtlich zuerst im BMW Werk Südafrika anlaufen und dann sukzessive für alle Konzernmarken und Werke übernommen.
BMW als Benchmark
Anerkannte Wirtschafts-Analysten bewerten die kundenbezogene Produktion (built-to-order) und damit KOVP als revolutionäres Konzept, das die gesamte Automobilbranche verändern könnte. Eine renommierte Investmentbank nennt in einer Studie die BMW Group bei der Umsetzung von KOVP als Benchmark in der Automobilindustrie.
Weitere Optimierungen und Digitalisierung
Als das Containerschiff „Ever Given“ am 23. März 2021 im Suezkanal auf Grund lief und die gesamte Schifffahrtsrinne blockierte, löste dies weltweite Logistikprobleme aus. Erst über eine Woche nach dem Vorfall konnten die letzten der mehr als 420 im Stau stehenden Schiffe ihre Fahrt fortsetzen.
„Solche unvorhergesehenen Ereignisse lassen sich wesentlich besser bewältigen, wenn Unternehmen über eine flexible, integrierte Logistik verfügen, die in Echtzeit Daten aus Produktion, Vertrieb, Transport und der Finanzabteilung zusammenführt. Ermöglichen soll dies ein sogenannter Digitaler Zwilling der Logistik“, sagt Frank Straube, Leiter des Fachgebiets Logistik an der TU Berlin.
Digitale Zwillinge für die Industrie sind momentan Gegenstand intensiver Forschungsbemühungen. Sie werden eingesetzt, um reale Objekte oder Abläufe möglichst detailgetreu nachzubilden. Wichtig ist dabei, dass laufend eingehende Echtzeitdaten sofort dazu genutzt werden, ein neues, realistischeres Abbild der Wirklichkeit zu berechnen.
„Digitale Zwillinge können aber auch die Logistikströme ganzer Unternehmen abbilden. Mit ihrer Hilfe kann man bei plötzlichen Ereignissen wie dem blockierten Suezkanal schnell reagieren. Durch die Vernetzung vieler Datenquellen eröffnet sich zudem eine ganze Palette von Reaktionsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen, etwa bei der Produktion oder beim Vertrieb“, so Straube.
In einem abgeschlossenen Projekt mit dem Automobilzulieferer Schaeffler hat sein Team einen digitalen Zwilling der Zulieferlogistik erstellt.
Elektromobilität
Elektromobilität übernimmt immer mehr unseren Alltag. WIr möchten Sie dabei unterstützen, sich in der Welt der Elektromobilität möglichst sicher zurecht finden zu können. Egal ob als Interessent oder bereits als Käufer, der noch auf die Auslieferung seines neuen Elektro-BMW oder Elektro-MINI wartet - für Sie haben wir hier eine kleine Video-Rubrik zusammengestellt. Diese soll Ihnen helfen, den sicheren Umgang mit dem Fahrzeug zu erlernen und die verschiedenen "neuen" Prozesse im Zusammenhang mit der Elektromobilität zu verstehen.
Erfahrungen von Kunden mit Lieferzeiten
Einige Kunden haben über Verzögerungen bei der Auslieferung ihrer Motorräder berichtet. Hier sind einige Beispiele:
- Bestellung Ende Juni, zunächst Liefertermin August, dann unverbindlicher Termin 01.09.
- Bestellung Ende September, zunächst Liefertermin November, dann Verschiebung auf Januar.
- Laut System KW 49 (Anfang Dezember), aber ständige Änderungen möglich.
Einige Kunden hatten jedoch Glück und erhielten ihre Motorräder schneller als erwartet. Ein Kunde bestellte eine Maschine, die noch in Berlin stand, und erhielt sie innerhalb von zwei Wochen vor die Haustür geliefert.
Kundenbetreuung und Kommunikation
Einige Kunden haben negative Erfahrungen mit der Kommunikation und Betreuung durch Händler gemacht. Dazu gehören:
- Vereinbarte Rückrufe, die nicht stattfanden.
- Keine Benachrichtigung über die Ankunft des Motorrads beim Händler.
- Mangelnde proaktive Kommunikation über den Status der Bestellung.
Andere Kunden haben jedoch positive Erfahrungen mit BMW Händlern gemacht, die sich engagiert um ihre Anliegen kümmerten und einen ausgezeichneten Service boten.
Das neue BMW Produktionssystem
Den zweiten wichtigen Baustein des KOVP Projektes bildet die Umstrukturierung des Produktionsprozesses. Basis des neuen BMW Produktionssystems ist die späteZuordnung des Kundenauftrags erst mit Beginn der Montage - also nach dem Rohbauund der Lackierung.
Bisher war schon zu Beginn des Rohbaus und der Lackierung derKarosserie ein Auto fest einem Kundenauftrag zugeordnet. Änderungswünsche konnten daher nur bedingt realisiert werden, störten den Montageablauf und führten zu längeren Lieferzeiten. Dagegen können durch das neue System in der Zeitspanne vom Abschluss eines Kaufvertrages bis zum Montagebeginn problemlos zahlreiche Änderungswünsche realisiert werden - ohne Auswirkung auf einen ungestörten Produktionsablauf und den zugesagten Liefertermin.
Reduzierung der Prozessdurchlaufzeit
Eine wichtige Voraussetzung, um auf die Terminwünsche und nachträglichenÄnderungen in Bestellungen eingehen zu können, ist die Komprimierung derProzessdurchlaufzeit. Das Ziel der BMW Group ist es, mit Hilfe von KOVP im Order- und Produktionsprozess eine interne Prozessdurchlaufzeit von 10 Tagen zu erreichen.
Vereinfachung der Planungsebenen
Desweiteren trägt die Vereinfachung der Planungsebenen in Produktion und Vertriebdazu bei, die Durchlaufzeit eines Automobils entscheidend zu verkürzen. DiePlanungsebene der Produktionsseite einerseits basiert künftig bei der Marke BMW nicht mehr auf über 150 Modellen und 250 Typschlüsseln, sondern lediglich auf denverschiedenen Karosserievarianten, was die Komplexität der Planung stark verringert.
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