Bergmann & Söhne: Eine Familiengeschichte der Mobilität und Motorradbegeisterung

Bergmann & Söhne steht seit drei Generationen für gelebte Mobilität und echte Begeisterung für Fahrzeuge - auf zwei wie auf vier Rädern.

Die Anfänge und das Wachstum

Was 1974 als kleiner Betrieb begann, ist heute eine feste Größe in der Mobilitätslandschaft: Mit 11 Standorten ist Bergmann & Söhne regional stark verankert und bietet Kundinnen und Kunden ein breites Angebot rund um Auto und Motorrad. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Motorradbereich - genauer gesagt bei Suzuki. Mit dieser Marke ist Bergmann & Söhne gewachsen, hat sich etabliert und sich den Ruf als einer der bedeutendsten Motorradhändler Deutschlands erarbeitet.

Erweiterung des Portfolios

Heute reicht das Portfolio weit über den Ursprung hinaus. Seit dem Jahreswechsel 2024/2025 erweitert ein neuer Standort in Hamburg-Rahlstedt das Netzwerk - ein moderner Betrieb mit Fokus auf die Traditionsmarke BMW Motorrad. Damit beweist das Unternehmen erneut Mut zur Innovation und den Willen, neue Wege zu gehen, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Auch wenn das Motorrad das Herzstück vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist - Bergmann & Söhne brennt genauso für Autos.

Ausblick auf die Zukunft

Ein besonderes Highlight erwartet Autofans ab Oktober 2025: Dann ergänzt der neue Suzuki eVitara das Modellangebot.

Was Bergmann & Söhne von vielen anderen unterscheidet, ist das, was man nicht direkt sehen, aber sofort spüren kann: die familiäre Atmosphäre, das ehrliche Miteinander, die echte Begeisterung für Mobilität. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Jahren Teil des Teams, viele Kundinnen und Kunden kommen seit Jahrzehnten. Ob auf dem Sattel einer BMW GS, dem Sitz eines Suzuki Swift oder im Cockpit des neuen eVitara - Bergmann & Söhne macht Mobilität zu einem Erlebnis. Dabei bleibt das Unternehmen seinem Erfolgsrezept treu: Innovation mit Augenmaß, Wachstum mit Verantwortung, Nähe mit Herz.

Engagement und Veranstaltungen

Internationale GS Trophy 2026

Die Internationale GS Trophy 2026 steht in den Startlöchern. Nach dem grandiosen Sieg der Männer letztes Jahr in Namibia wollen wir auch 2026 wieder um den Sieg mitfahren - bei den Männern und auch bei den Frauen. In diesem Sommer werden wir im Rahmen des Int. GS Trophy 2026 - Qualifier Germany unsere Teilnehmer ermitteln. Zwischen dem 27. und 30.

BMW Festival in Oschersleben

Der BMW Club Deutschland e.V. lädt ein: Erlebe vom 22. Bis 24. August 2025 das BMW Festival in Oschersleben - mit allem, was das Motorradherz höherschlagen lässt: Offroad-Action, Racetrack, GS-Club-Trophy, Supermoto-Special, Demofahrten mit Werksfahrern, Slalom und mehr! Lagerfeuer, Musik und Familienprogramm runden das Wochenende ab.

Partnerschaften und Innovationen

Manche Geschichten beginnen im Atelier, andere am Biertisch - und manchmal sind es genau diese Zufälle, die etwas Einzigartiges entstehen lassen. Die Zusammenarbeit von Mike Marotzky und Helmut Hornig gehört zweifellos zu der zweiten Kategorie. Zwei Männer, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Mike, der kreative Polstermeister mit Sammelleidenschaft, dessen Werkstatt ein Mix aus Museum und Zukunftslabor ist, und Helmut, der strukturierte Maschinenbauer, der seit über 20 Jahren mit seiner Firma Motorradzubehör Hornig für hochwertige, maßgefertigte Teile rund um BMW Motorräder steht.

Historischer Kontext: BMW Motorrad

Nach Ende des 1. Weltkriegs (1914-1918 ) setzte in der dt. Während es zu Kriegsende nur knapp drei Dutzend Motorradhersteller im Dt. Reich gab, so waren es Mitte der Zwanziger Jahre knapp 400 geworden; der überwiegende Teil dieser Firmen waren auf Zulieferungen von Rahmen und Motoren angewiesen. Die gerade in Demobilisierung begriffene BMW suchte neue Betätigungsfelder. Wie Martin Stolle von der BMW nun exakt nach Stationärs- und Hilfsmotore auf einen Motorradmotor kam, ist heute nicht mehr ergründlich aber mit diesem Hintergrund nachvollziehbar. Zugleich hatte die BMW auch einen neuen großen Tätigkeitsbereich gefunden: man baute ab 1920 Knorr-Luftdruckbremsen für Waggons.

1922 verkaufte der Spekulant und Mehrheitseigner Camillo Castiglioni den überwiegenden Teil seiner BMW an die Knorr-Bremse AG. Nur um kurze Zeit später diverse Teile, die für die Knorr uninteressant waren, wieder zurückzukaufen. Vor der Namensänderung hatte man unter der BFW aber schon Motorräder (weiter)produziert. Die Modelle Helios und Flink, beide waren leichte Motorräder die man ohne Zahlung von Steuern und auch ohne Führerschein fahren konnte, dementsprechend simple Konstruktionen.

Das Ziel, die Einführung einer eigenen Motorradproduktion erfolgte Ende September 1923 wo auf der Berliner Automobilausstellung die neue BMW R 32 von Chefkonstrukteur Max Fritz vorgestellt wurde. Charakteristisch für dieses und viele folgenden BMW Modelle ist der Antrieb über eine Kardanwelle und der quer zur Fahrtrichtung eingebaute luftgekühlte BMW Boxermotor, hier mit 500 ccm (494 ccm). Damit war die BMW ein schweres Motorrad, die überwiegenden dt. Motorradhersteller bedienten den Markt der leichten Motorräder (Steuer- und Führerschein-frei) für einen Mindestmaß an Mobilität, ein weit kleinerer Teil bediente den Markt der mittleren Modelle. Kleinere Modelle wollte und konnte BMW vorab nicht herstellen.

Der Hintergrund lag in der Produktion der Motorräder. Seit 1923 war der versailler Vertrag gelockert worden, BMW stellte wieder Flugmotoren her. Die Motorradproduktion war synergetisch mit den Flugmotoren gekoppelt. Gab es auf einer Seite weniger Produktion wurde Fachpersonal abgezogen und dem anderen Bereich zugeteilt und umgekehrt. Dadurch waren die BMW Motorräder nicht nur von außergewöhnlicher Qualität, sondern auch enorm Fertigungsintensiv (Fertigungszeiten für ein Motorrad betrug in der Regel zwischen 100-130 Stunden) und entsprechend teuer. Mit der BMW R 37, eine sportliche Weiterentwicklung der R 32, stieg man 1925 intensiv in den Motorsport ein und lieferte sich regelmäßig, bis zum Beginn des 2. WKs, einen Schlagabtausch mit den DKW-Werken.

Hintergrund war die gute Werbung auf diesen Veranstaltungen für die teuren Sportmaschinen. Während sich der PKW-Motorsport bereits in diesen Jahren sehr zu Rennwägen hin spezialisiert hatte, unterschied sich eine Sportmaschine nicht sonderlich von ihrem Serien-Pendant. Mit entsprechend simplen mitteln konnte der begeisterte Motorradfahrer also unter der Woche sein Motorrad als Transportmittel nutzen und am Wochenende für den Motorsport. (Bis 1930) lief das Motorradgeschäft für BMW sehr gut: die Firma erzielte kleine Gewinne, viel wichtiger war es der Konzernleitung allerdings, dass man sich ein zweites Standbein aufbaute, neben dem Flugmotorengeschäft: Ein Endkundengeschäft mit Vertrieb, Händlernetz, Werbung - eine ideale Vorbereitung für die Automobilfertigung ... Aber bleiben wir noch bei den Motorrädern.

Woraufhin sich die Unternehmensleitung doch an der Konstruktion eines Kleinkraftrades, die BMW R 2, und eine Konstruktion eines Lastendreirads versuchte. Beides scheiterte wegen den viel zu hohen Produktionskosten und hohen Preisen. Zugleich verringerte man die offiziellen Rennsportteilnahmen und löste die eigene Rennsportabteilung schließlich komplett auf. Die verzweifelte Lage führte schließlich im Sommer 1930 zu einem Zusammenschluss aller verbliebenen deutschen Motorradproduzenten zu einer Vereinigung, dem VDM (Vereinigung deutscher Motorradfabriken); Hintergrund war die Befürchtung von Preiskämpfen und weiteren Fabrikensterben. Im übrigen nicht nur für die BMW.

Insgesamt ist die Motorrad-Produktion also nicht nur einmal die Überlebensgarantie BMW´s (neben den Jahren 31-33 auch die Zeit nach dem 2.

Bergmann & Söhne: Chronik

  • 1974: Peter Bergmann beginnt auf dem Hamburger Dachboden ADLER Motorräder zu reparieren.
  • 1977: Vertragshändler für Jawa/CZ und Sanglas in Tornesch.
  • 1995: Übergabe des Unternehmens an die Söhne Jörn und Nils nach dem Tod von Peter Bergmann. Umwandlung in Bergmann & Söhne GmbH.
  • 2001-2004: Teilnahme von Bergmann & Söhne Racing an der Endurance World Championship.
  • 2003-2004: Eröffnung der ersten Filialen für Automobilkunden in Pinneberg und Henstedt-Ulzburg.
  • 2004: Aufnahme der Marke BMW am Standort Pinneberg.
  • 2007: Gründung weiterer Filialen für SUZUKI PKW und Mitsubishi in Elmshorn.
  • 2009: Filiale in Neumünster für BMW.
  • 2012: Filiale für Ducati in Bremervörde.
  • 2014: Unerwarteter Tod von Nils Bergmann.
  • 2019: Ersetzung der Filiale in Hamburg Hammerbrook durch Filialen in Harburg, Eimsbüttel und Rahlstedt für KTM/Husqvarna.
  • 2020: Angebot exklusiver Motorräder der Marke MV Agusta in der Filiale Eimsbüttel.
Jahr Ereignis
1974 Peter Bergmann beginnt mit Reparaturen von ADLER Motorrädern
1977 Vertragshändler für Jawa/CZ und Sanglas
1995 Übergabe an Jörn und Nils Bergmann, Gründung der GmbH
2004 Aufnahme der Marke BMW in Pinneberg
2020 MV Agusta im Angebot in Eimsbüttel

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