BMW Motorrad Clothing steht für hochwertige Motorradbekleidung, die perfekten Schutz, innovatives Design und außergewöhnlichen Komfort verbindet. Ob sportlich auf der Rennstrecke, gemütlich auf Tour oder mitten rein ins Gelände - wir bieten Dir alles, was Du für Deine nächste Ausfahrt benötigst. Von schützenden Helmen über funktionelle Jacken bis hin zu robusten Stiefeln ist hier für jede Ausfahrt etwas Passendes dabei.
BMW Motorrad hat das Sortiment der Fahrerausstattung für die Saison 2024 vorgestellt. In unterschiedliche Erlebniswelten gegliedert präsentiert sich das Programm der BMW Motorrad Fahrerausstattung.
Die verschiedenen Kollektionen von BMW Motorrad
- RideAndShare Kollektion: Die eignet sich optimal für lange Touren. Die Jacke Bavella bietet Dir Schutz bei jedem Wetter und hat eine herausnehmbare Thermo-Weste für kalte Tage. Große Netzeinsätze und 3D-Futter garantieren eine gute Belüftung. An wärmeren Tagen ist die leichte Sommerjacke Swartberg AIR im Blousonschnitt Dein perfekter Begleiter. Die sportlichen Handschuhe Tenda 2in1 GORE-TEX bieten Dir besten Grip und Atmungsaktivität, während die Touring-Stiefel Gavia AIR für optimalen Komfort, Halt und Schutz sorgen.
Motorrad-Jeansjacken im Test: Ein Überblick
Jeans auf dem Motorrad - das ist lässig, das ist locker. Was passiert aber bei einem unfreiwilligen Asphaltkontakt? Kommt man dann mit ein paar blauen Flecken davon? 13 Hosen und fünf Jacken machten für MOTORRAD einen Abflug.
Im Endeffekt interessiert aber in erster Linie dies: Wie viel Sicherheit bietet die Klamotte beim Sturz? Deshalb dieser Test, der neben dem Sicherheitsaspekt aber auch andere Fragen klären soll: Wie lässt es sich mit dem blauen Stoff auf Tour gehen, wie einfach sind die Kleidungsstücke in der Handhabung? Stören beim Einkaufen oder dem Altstadtbummel die Protektoren, oder kommt man aufgrund von Materialdoppelungen im Sommer gar ins Schwitzen?
Der Coolness-Faktor wurde übrigens ganz bewusst aus der Bewertung ausgeblendet, denn ob ein Schnitt als "baggy" oder "slim-fit", die Waschung als "vintage" oder "raw" gefällt, sollte Geschmackssache bleiben.Die Verarbeitung wiederum gilt als hartes Testkriterium und beeinflusst die Gesamtnote.
Der Crashtest: Was passiert beim Sturz?
Thorsten DentgesArmer Svenni. Bei Tempo 80 haut es ihn vom Motorrad, die Knie schlagen hart auf, rumms, er versucht sich vergeblich abzustützen, knallt dann mit dem Helmvisier auf den Asphalt, schleift auf dem Bauch ein paar Meter, wird auf die Seite geworfen, Fetzen fliegen, und erst nach einer Rutschpartie von mehr als 25 Metern bleibt er in einer Wolke aus Flusen und Staub regungslos liegen.
Und Fahrten unter südfranzösischer Sonne, um Passform und Tragekomfort zu überprüfen, sind im Vergleich zu Svennis Einsatz ein Zuckerschlecken. Genau wie die Alltagswertung der Textilien.
Noch mal zum Abwurftest (siehe einzelne Ergebnisse bei den Produkten): Er lieferte wichtige Hinweise auf den Schutz beim Sturz, kann jedoch keine schlussendliche Wahrheit liefern. Die Abwürfe erfolgten zwar immer aus 80 km/h an gleicher Stelle, der Dummy fiel und rutschte aber jedes Mal etwas unterschiedlich. Bei der Bewertung vom Abriebmuster und dem Grad der Zerstörung wurde dies dementsprechend berücksichtigt. Genau wie der Sitz der Protektoren, der schon zuvor bei den Fahrtests auf den Prüfstein gestellt wurde.
Die Bedeutung von Protektoren
Florian Schueler, Unfallanalytiker von der Universität Heidelberg, unterstreicht gerade diesen Aspekt: "Sind Protektoren vorhanden und bleiben sie beim Sturz auch an der Stelle, wo sie hingehören? Ist das nicht der Fall, fehlt die wichtigste Schutzfunktion."
So genannte Abrasions-Verletzungen, auf Deutsch: Abschürfungen, seien zwar sehr unangenehm, aber selten lebensgefährlich wie die vielen Verletzungen, die durch Anprallen an Kanten, Pfosten oder Felsen entstünden.
Unfallforscher Schueler warnt deshalb: "Mit normaler Jeans zu fahren, ist wie nackt sein. Der Stoff ist doch sofort durch." Die nach dem MOTORRAD-Abwurftest übel zerfetzte Modejeans für 19,90 Euro gibt Schueler Recht.
Im Test zeigte sich nämlich, dass eine einlagige Motorrad-Textilhose aus eigentlich abriebfestem Cordura (Polyamid) ein katastrophales Ergebnis einfuhr (siehe S.107), und auch eine etwas ergraute Lederkombi sah nach dem Abwurf nicht unbedingt besser aus als die meisten getesteten Jeansjacken und -hosen.
Material und Verarbeitung
Hans-Peter Fleischmann von den Hohenstein Instituten in Bönnigheim (Textil-Forschungseinrichtung) wundert das kaum: "Jeans wurden ursprünglich als Arbeitsbekleidung getragen, müssen also von Haus aus viel wegstecken können."
Jeans, genauer gesagt: Denimstoffe (von "Serge de Nîmes", Gewebe aus der französischen Stadt Nîmes) bestehen aus einem so genannten Köpergewebe, das besonders fest ist. Ihre gute Strapazierfähigkeit erhalten sie durch die Verwendung schwerer Garne.
Der Test zeigte außerdem, dass Materialdoppelungen beim Abrieb eine entscheidende Rolle spielen. Resümee: Feste, dicke Denim-Stoffe, überstehen bei guter Verarbeitung selbst derbe Stürze vergleichsweise gut.
Temperaturbeständigkeit
Während einer Rutschphase aus rund 100 km/h kann an der Kleidung durch Reibhitze punktuell eine Temperatur von über 200 Grad Celsius entstehen, bei der Kunstfasern aus Polyamid und Polyester zu sich in die Haut brennenden Rückständen verschmelzen. Baumwollfasern hingegen verflocken dabei wie abfackelndes Papier - lösen sich gleichsam in Luft auf -, und die im Idealfall unterlegten Gewebe aus Aramidfasern verkohlen erst ab rund 400 Grad.
Motorradjeans im Vergleich zu Leder- und Textilkombis
Motorrad-Jeansbekleidung kann jedoch nicht eine eng sitzende, hochwertige Lederkombi ersetzen. Und auch körpernah geschnittene Highend-Textilkombis mit vielen Einstellmöglichkeiten, Materialdoppelungen und an Sturzzonen sehr abriebfesten Geweben wie Cordura 1000 oder Schoeller dynatec beziehungsweise Lederbesatz werden von den "Blaumännern" wohl ebenfalls nicht übertrumpft.
Motorrad-Jeanshosen und -jacken sind und bleiben ein Kompromiss. Gerade im Sommer jedoch ein ziemlich guter, weil man nicht verschwitzt und überhitzt unterwegs ist - der aktiven Sicherheit des Fahrers tut das sicherlich gut.
Fazit des Jackentests
Bei den Jacken ergattert die vielseitige, extrem luftige Lindstrands die Krone - absolut hochsommertauglich! Die Vanucci punktet, wie schon als Hose, durch eine sehr nachahmenswert gute Preis-Leistung.
Methoden der Tests
So kann ein netter Tag im Leben eines Produkttesters aussehen - sofern er alle Dinge im Motorrad-Jeansdress erledigt und seine Eindrücke (zu Hautklima, Zugänglichkeit und Größe von Taschen etc.) akribisch für den Bewertungsbereich "Praxis: Gehen" protokolliert. Für den Bereich "Praxis: Fahren" ging es schon vor Frühlingsanfang an die Côte d'Azur. Dort wurden neben Passform und Tragekomfort auch der Sitz der Protektoren sowie die Tourentauglichkeit bei flottem Landstraßentempo auf den Prüfstein gestellt - zwar bei reichlich Sonne, aber maximal 18 Grad Celsius. Etwas verfroren beurteilten die Tester anschließend die Qualität und Verarbeitung von Stoffen und Nähten.
Richtig ans Eingemachte ging es beim Crashtest auf dem Flugfeld in Neuhausen ob Eck, einem abgesperrten Testgelände, um den Hosen und Jacken in Sachen Sicherheit auf den Zahn zu fühlen. Ruprecht Müller, Ingenieur am ADAC-Technikzentrum in Landsberg am Lech, hat für solche Zwecke eigens einen Anhänger mit Abwurfmechanismus entwickelt. Ein fest installiertes Schrottmotorrad kann per Seilzug so gekippt werden, dass am definierten Abwurfpunkt ein Sturz simuliert wird. Ein vom Dekra Crashtest Center in Neumünster zur Verfügung gestellter Hybrid-3-Dummy, pro Durchlauf jeweils bekleidet mit einem der Testmuster in passender Konfektionsgröße, saß auf dem Motorrad und wurde aus 80 km/h auf den Asphalt des Flugfeldes geschleudert.
Produktbeispiel: IXS Sheridan
Anbieter: IXS, Telefon 07631/18040 www.ixs.de
Preis: 219,90 Euro*
Farben: Blau
Größen: S bis 3XL (Damen: DS bis DXL)
Praxis Fahren:
Der Kragen ist sehr eng geschnitten. Trägt man darunter einen Halswärmer, selbst wenn dieser nur dünn aufträgt, lässt sich der Kragen nicht mehr gut verschließen. Unter dem Denim-Oberstoff liegt lediglich ein luftiges Netzfutter - für Temperaturen unter 20 Grad reicht die Isolation bei Landstraßentempo nicht aus. Die Protektoren sitzen in Fahrhaltung gut.
Praxis Gehen:
Die klassisch geschnittene Jeansjacke fällt in der Fußgängerzone nicht als Motorradjacke auf, und kleine Nettigkeiten wie ein Handyfach oder gut zugängliche und sicher verschließbare Taschen (Druckknöpfe und Reißverschlüsse) tragen zum guten Alltagsnutzen bei. Der Tragekomfort ist durchschnittlich.
Sicherheit:
Tipptop sitzende CE-Protektoren, ein Fach für einen Rückenprotektor sowie Aramidverstärkungen an Sturzzonen bringen neben der guten Crashtest-Bilanz (Gummihaut unversehrt) viele Pluspunkte.
Verarbeitung/Ausstattung:
Tadellose Verarbeitung und ordentliche Ausstattung sind gut, eine zusätzliche Innenjacke wäre bei dem Preis noch besser.
Fazit:
Summertime-Blue - die vergleichsweise eng sitzende Blaue aus der Schweiz ist bei praller Sonne genial zum lässigen Cruisen. Für die flotte Tour ist sie jedoch zu einfach gestrickt. Modisch gesehen alte Schule - sympathisch!
MOTORRAD-Urteil: Gut
*inklusivs CE-Protektoren wie beim Testmuster
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