BMW Motorrad Lederjacken für Herren im Test

Lederjacken erfreuen sich bei Fahrern von Cruisern, Naked Bikes oder Café Racern nach wie vor großer Beliebtheit. Gefragt sind derzeit vor allem Pellen im angesagten Retro-Look. Doch handelt es sich dabei lediglich um modischen Schnickschnack für den Kurztrip in die City, oder sind die schicken Lederhäute gar eine Alternative zu den textilen Alleskönnern, wenn es auf Tour geht? Hier finden Sie einen umfassenden Testbericht über verschiedene BMW Motorrad Lederjacken für Herren.

Vergleichstest Lederjacken

MOTORRAD hat 13 Exemplare der preislichen Oberklasse getestet. Entscheidend ist – im Alltag wie im MOTORRAD-Test – eine gelungene Passform, welche wiederum den Tragekomfort maßgeblich beeinflusst. Im Vergleich von 13 Lederjacken der Preisklasse zwischen 290 und 530 Euro erfüllten diesbezüglich nur die Exemplare von Bering, Dainese, Ixs, M-Tech und Spool die Erwartungen.

Die Jacken von Axo, Spidi sowie Triumph verloren beim Tragekomfort wichtige Punkte, weil ihr Schnitt nicht für die typische Fahrer-Sitzhaltung auf dem Motorrad taugt. Ebenfalls untauglich für eine Motorradjacke sind die wenig abrieb- und reißfesten Kunststoff-Reißverschlüsse einiger Teilnehmer, Belüftungsöffnungen mit Zwangskühlung (Spool) oder ein weit geschnittener Bund ohne Verstellmöglichkeiten wie bei BMW (Einzelheiten auf den folgenden Seiten). Den besten Eindruck hinterließen letztlich die Lederjacken von Bering, Ixs und Halvarssons – sie sind nicht nur schick, sondern auch funktionell.

Einzeltests verschiedener Marken

Hier sind einige detaillierte Testberichte zu verschiedenen Lederjackenmarken:

Arlen Ness

  • Anbieter: Krawehl
  • Preis: 289,95 Euro
  • Plus: Gute Verarbeitung, ordentliche Passform, guter Tragekomfort, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund
  • Minus: Steife Bündchen, großflächige Perforation, Front-Reißverschluss aus Kunststoff
  • Fazit: Auffällige Jacke mit guter Verarbeitung und Ausstattung, deren Ärmel etwas zu lang ausfallen

Axo

  • Anbieter: Axo Deutschland
  • Preis: 369 Euro
  • Plus: Sehr gute Verarbeitung, herausnehmbares Thermofutter, gut platzierte Innentaschen, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund
  • Minus: Mäßige Passform, eingeschränkter Tragekomfort, Wulstbildung im Brustbereich, Front-Reißverschluss aus Kunststoff
  • Fazit: Prima verarbeitete Jacke mit guter Ausstattung, aber mäßiger Passform und eingeschränktem Tragekomfort auf dem Motorrad

Bering

  • Anbieter: Bering
  • Preis: 379 Euro
  • Plus: Sehr gute Verarbeitung, robustes Leder, Passform und Tragekomfort ohne Tadel, ideal angebrachte Protektoren, herausnehmbares Thermofutter, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund, verlängerte Rückenpartie
  • Minus: Front-Reißverschluss aus Kunststoff, leichte Zugluft an Front-Reißverschluss
  • Fazit: Sehr gut verarbeitete Jacke mit rundum überzeugenden Eigenschaften, an der lediglich der Front-Reißverschluss aus Kunststoff missfällt

BMW

  • Anbieter: BMW
  • Preis: 529 Euro (Größen 58, 60: 582 Euro)
  • Plus: Hervorragende Verarbeitung, sehr geschmeidiges Leder, hoher Tragekomfort durch weiten Schnitt, gute Ausstattung, CE-Rückenprotektor, spezielles Gerbverfahren (TFL Cool System), Belüftungsöffnungen an Oberarmen
  • Minus: Schwacher Front-Reißverschluss aus Kunststoff, sehr weiter Schnitt der Ärmel führt zum Flattern, sehr weit ausfallender Bund ohne Verstellmöglichkeit
  • Fazit: Hervorragend verarbeitete Jacke mit hohem Tragekomfort und guter Ausstattung, deren Passform wegen des sehr weiten Schnitts allerdings nicht ganz überzeugt

Dainese

  • Anbieter: Dainese
  • Preis: 439,90 Euro
  • Plus: Sehr gute Verarbeitung, geschmeidiges Leder, prima Passform und Tragekomfort in Fahrer-Sitzhaltung, gut platzierte Protektoren, eng schließender Kragen
  • Minus: Schwacher Front-Reißverschluss aus Kunststoff, untaugliche Bundweitenverstellung über Druckknöpfe, fällt für Größenangabe etwas knapp aus
  • Fazit: Vergleichsweise einfach ausgestattete Jacke mit sehr guter Verarbeitung, prima Passform und ordentlichem Tragekomfort, aber kleinen Detailschwächen

Ducati

  • Anbieter: Ducati Deutschland
  • Preis: ab 476 Euro
  • Plus: Sehr auffälliges, authentisches Aussehen, prima Verarbeitung, weiches Leder, gute Passform und ordentlicher Tragekomfort in Fahrer-Sitzhaltung, gut platzierte Protektoren, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund, eng schließender Kragen
  • Minus: Dünnes Leder, schwacher Front-Reißverschluss aus Kunststoff, Ellbogen-Protektoren können verrutschen, ungünstig angebrachte Innentasche
  • Fazit: Sehr gut verarbeitete Jacke mit überzeugendem Design und angenehmen Trageeigenschaften, aber vergleichsweise dünnem Leder

Halvarssons

  • Anbieter: Jofama
  • Preis: 369 Euro
  • Plus: Hervorragende Verarbeitung, sehr geschmeidiges Leder, überaus bequemer Schnitt mit sehr guter Passform in Fahrer-Sitzhaltung durch Dehnfalten an Schultern, richtig positionierte, kaum spürbare Protektoren, sehr angenehmer Tragekomfort, temperaturausgleichendes Outlast-Innenfutter, Funktionsmembran, leicht zugängliche Innentaschen, sehr weicher und eng schließbarer Kragen, robuste Metallreißverschlüsse
  • Minus: Etwas kurzer Schnitt, weit ausfallender Bund mit zu geringen Verstellmöglichkeiten, Jacke fällt sehr groß aus
  • Fazit: Prima sitzende und sehr angenehm zu tragende Jacke mit hervorragender Verarbeitung und überdurchschnittlicher Ausstattung

IXS

  • Anbieter: Hostettler
  • Preis: 329 Euro
  • Plus: Hervorragende Verarbeitung, geschmeidiges Leder, bequemer Schnitt mit sehr guter Passform in Fahrer-Sitzhaltung durch vorgeformte Ärmel, richtig positionierte, kaum spürbare Protektoren, sehr angenehmer Tragekomfort, verlängerte Rückenpartie, leicht zugängliche Innentaschen, hoch reichender Stehkragen, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund, sehr robuste Metallreißverschlüsse, realistische Größenangabe
  • Minus: Durchschnittliche Ausstattung
  • Fazit: Sehr gut verarbeitete, absolut tourentaugliche Jacke mit sehr guter Passform und angenehmem Tragekomfort

M-Tech

  • Anbieter: Moto-Bike-Mode
  • Preis: 329 Euro
  • Plus: Sehr gute Verarbeitung, körperbetonter Schnitt mit prima Passform und gutem Tragekomfort in Fahrer-Sitzhaltung, perfekt positionierte und satt sitzende Protektoren, herausnehmbares Thermofutter mit Strickbündchen, eng schließbarer Kragen, realistische Größenangabe
  • Minus: Schwacher Front-Reißverschluss aus Kunststoff, Zugluft an Front-Reißverschluss, Innentasche ungünstig in Achselnähe angebracht
  • Fazit: Sehr gut verarbeitete, tourentaugliche Jacke mit praxisgerechtem Schnitt und angenehmem Tragekomfort, aber kleinen Mängeln im Detail (Front-Reißverschluss)

Richa

  • Anbieter: Grand Canyon
  • Preis: 349 Euro
  • Plus: Sehr gute Verarbeitung, angenehm weiches Leder, bequemer Schnitt mit ordentlicher Passform in Fahrer-Sitzhaltung durch Dehnfalten an Schultern, richtig positionierte Protektoren, CE-Rückenprotektor, guter Tragekomfort, herausnehmbare Thermoweste, leicht zugängliche Innentaschen, eng schließbarer Kragen, realistische Größenangabe
  • Minus: Front-Reißverschluss aus Kunststoff, Zugluft an Front-Reißverschluss, untaugliche Weitenverstellung am Bund
  • Fazit: Schön gemachte und prima verarbeitete Jacke mit guter Ausstattung und ordentlicher Passform, aber leichten Detailmängeln (Front-Reißverschluss)

Spidi

  • Anbieter: Derzeit nur Direktvertrieb
  • Preis: 424 Euro
  • Plus: Gute Verarbeitung, sehr geschmeidiges Leder, richtig positionierte Protektoren, leicht zugängliche Innentaschen, eng schließbarer Kragen
  • Minus: Unglückliche Passform, eingeschränkter Tragekomfort, praxisuntaugliche Weitenverstellung am Bund, unrealistische Größenangaben, Jacke fällt klein aus
  • Fazit: Gut verarbeitete, einfach ausgestattete Jacke, deren Passform und Tragekomfort auf dem Motorrad nicht überzeugen

Spool

  • Anbieter: Chatterbox Europe
  • Preis: 299,90 Euro
  • Plus: Tadellose Verarbeitung, körperbetonter Schnitt mit guter Passform in Fahrer-Sitzhaltung, richtig positionierte, kaum spürbare Protektoren, guter Tragekomfort, herausnehmbare Thermoweste, leicht zugängliche Innentaschen, weicher und eng schließbarer Kragen, praxisgerechte Bundweitenverstellung, zahlreiche Be- und Entlüftungsöffnungen
  • Minus: Unangenehme Zugluft bei kühlen Temperaturen, insbesondere an den Oberarmen, weil die Reißverschlüsse der Belüftungsöffnungen nicht abgedeckt oder hinterlegt sind, Jacke fällt klein aus
  • Fazit: Gut sitzende, angenehm zu tragende und ordentlich ausgestattete Jacke, die aber wegen der permanenten Zugluft vorrangig für wärmere Temperaturen taugt

Triumph

  • Anbieter: Triumph
  • Preis: 359 Euro
  • Plus: Gute Verarbeitung, auffälliges Design, richtig positionierte Protektoren, leicht zugängliche Innentasche, praxisgerechte Weitenverstellung am Bund, realistische Größenangabe
  • Minus: Mäßige Passform, deutlich eingeschränkter Tragekomfort, sehr enger Kragen, steifes Leder
  • Fazit: Gut verarbeitete, auffällig gestaltete Jacke, deren Passform und Tragekomfort in Fahrer-Sitzposition auf dem Motorrad jedoch enttäuscht

Testkriterien

Im Test wurden die Lederjacken auf einer Kawasaki Z 1000 gefahren. Unter den Jacken trug der Fahrer jeweils einen zusätzlichen und generell sehr empfehlenswerten Rückenprotektor, der den gesamten Rücken abdeckte.

Punkteverteilung

Insgesamt konnte jede Jacke in den fünf Testkriterien 100 Punkte erreichen. Dabei flossen die Resultate der einzelnen Prüfpunkte unterschiedlich stark ins Endergebnis ein:

  1. Ausstattung (maximal 20 Punkte): Größere Unterschiede ergab die Bewertung der Ausstattung, die Skala erstreckte sich von zehn bis 19 Punkte.
  2. Passform (maximal 30 Punkte): Entscheidendes Testkriterium mit deutlichen Differenzen zwischen den Teilnehmern (13 bis 28 Punkte).
  3. Tourentauglichkeit (maximal 20 Punkte): Hier konnten die Kandidaten beispielsweise mit einem zugfrei hinterlegten Frontreißverschluss, verlängertem Rücken, stabilen Metallreißverschlüssen, eng schließbarem Kragen, gut erreichbaren Innentaschen oder zugfreien Ärmelbündchen punkten (zehn bis 19 Punkte).
  4. Tragekomfort (maximal 20 Punkte): Beurteilung hängt eng mit der Passform zusammen, die Probanden erreichten zwischen 13 und 18 Zähler.
  5. Verarbeitung (maximal 10 Punkte): Beurteilt wurden die Nähte, die Fixierung der Protektoren und die Geschmeidigkeit des Leders. Die Kandidaten lagen zwischen acht und zehn Punkten.

Sicherheitsleistung der Lederjacken

Wenngleich Leder von Natur aus guten Abriebschutz bietet, stiegen die Anforderungen beim Aspekt Sicherheit über die Jahre immer höher. Drum verfügen alle Testteilnehmer über integrierte Gelenkprotektoren für zusätzlichen Aufprallschutz und sind gemäß der in Europa geltenden Norm EN 17092 als Motorrad-Schutzkleidung zertifiziert.

Reißverschlüsse sind bei ausnahmslos allen Jacken im Test mit Leder hinterlegt, sodass sich diese nicht in die Haut brennen können, sollte Reibung sie bei einem Sturz aufheizen. Sinnvoll sind darüber hinaus Sicherheitsnähte, die aus reißfestem Garn bestehen und doppelt oder dreifach ausgeführt sind - schließlich nutzt abriebfestes Obermaterial nur wenig, wenn dazwischen aufgrund schwacher Nähte plötzlich Lücken klaffen.

An besonders sturzgefährdeten Stellen setzen viele Jacken außerdem auf Materialdoppelungen, um nochmals mehr Schutz bei ungewolltem Asphaltkontakt zu bieten. Das reicht aus Kosten- und vor allem Stylegründen zwar nicht an die Sicherheitsleistung sportlicher Lederkombis heran, muss und soll es aber auch gar nicht. Denn obwohl die klassische Lederjacke zu allerhand Motorrädern passt, mit einem vollverkleideten Supersportler harmoniert sie dann doch nicht.

Hintergrundinfos zum Retro-Lederjacken-Test

Worauf kommt es bei einer Retro-Motorradlederjacke an? Klar, auf die Optik. Doch bei allem schönen Schein: Sicherheit muss sein. Darum testet MOTORRAD auch modisch gestylte Biker-Ware wie jede andere Schutzkleidung fürs Motorrad.

Auf dem Motorrad testeten Kollege Tobias Beyl und Klaus Herder die Retro-Motorradlederjacken. Zudem ging es mit allen 15 Testteilnehmer ins schwäbische Markgröningen (bei Stuttgart), wo die verbauten Protektoren genau angeschaut und mit den Normanforderungen verglichen wurden. Anschließend ging es auf den Fallprüfstand des Herstellers Sas-Tec, um die Schlagdämpfungseigenschaften zu überprüfen.

Bewertungskriterien im Detail

  • Sicherheit (30 P.): Zusammen mit einer Bewertung des verwendeten Obermaterials (Zusammensetzung, Dicke und Güte) und einer Prüfung von im besten Fall vorhandenen Sicherheitsnähten zählt diese Benotung der Protektoren ins Kapitel „Sicherheit“, das im Test mit insgesamt 30 Punkten bewertet wurde.
  • Passform und Tragekomfort (30 P.): Ebenfalls 30 Punkte konnten die Teilnehmer in der Kategorie „Passform und Tragekomfort“ erhalten. Wesentlich war hier die Bewertung von Schnitt, Anpassungsmöglichkeiten an den eigenen Körperbau, Bewegungsfreiheit und etwaige Druck- und Scheuerstellen, aber auch Gewicht und Bedienbarkeit flossen hier mit ein.
  • Verarbeitung und Ausstattung (25 P.): Bis zu 25 Punkte konnten die Jacken im Kapitel „Verarbeitung und Ausstattung“ sammeln, wo neben Haptik und Geruch auch die Qualität der Fertigung sowie die Ausstattung mit Extras wie Taschen oder Thermofutter bewertet wurde.
  • Wetterschutz (15 P.): Nässeschutz war zwar keine Voraussetzung für eine Testteilnahme, da die empfindlicheren Lederjacken in der Regel nicht bei Regen gefahren werden, dennoch brachte eine im Notfall vor Nässeeinbruch schützende Membran zusätzliche Punkte - und zwar in der mit bis zu 15 Zählern bepunkteten Kategorie „Wetterschutz“. Bei den Testfahrten wurde genau darauf geachtet, wie gut Belüftung, Isolation und Nässeschutz harmonieren. Meist behindert sich das wechselseitig, weshalb - wie es auch in diesem Test der Fall war - volle Punktzahl hier kaum möglich ist.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Obwohl Leder eine sehr gute Abriebfestigkeit bietet, sollte - wer damit aufs Motorrad steigt - von Modejacken absehen und auf spezielle Motorradbekleidung setzen. Diese sollten der europäischen Norm EN 17092 entsprechend zertifiziert sein und zumindest Schutzlevel A, besser AA oder gar AAA bieten.

Hier kommt im Vergleich zur Modejacke dickeres Leder zum Einsatz. Außerdem wird der Abriebschutz dank Protektoren um zusätzlichen Aufprallschutz ergänzt. Im besten Fall finden sich Protektoren an Schultern, Ellbogen und dem Rücken; an den Gelenken sollten sie zudem verstellbar sein und dadurch perfekt und kaum spürbar sitzen.

In unserem Test reichte die Ausstattung von kleinen Level-1-Gelenkprotektoren über wesentlich größere und teils sogar gemäß Level 2 schützenden Dämpfern bis hin zum integrierten Airbag-System, das den ganzen Oberkörper umschließt. Nähte sollten bei Schutzkleidung aus besonders festem Garn bestehen und am besten mehrfach ausgeführt sein. Weniger objektiv messbar sind die Kriterien Beweglichkeit und Belüftung - beides hilft letztlich dabei, dass Unfälle erst gar nicht passieren. Unter diesem Aspekt ist auch das Gewicht wichtig.

Retro-Motorradlederjacken und Wetterschutz

Weder Regenschutz noch großflächige Belüftungen gehören zu den Kernkompetenzen der Retro-Motorradlederjacken - wenngleich einzelne Testteilnehmer hier Erstaunliches bieten! So kommt die Segura Barrington beispielsweise sowohl mit einer herausnehmbaren und einzeln tragbaren Thermojacke als auch einer fest integrierten Klimamembran und schützt den Körper so vor Nässe und Kälte.

Auf der anderen Seite beeindruckt vor allem das Modell aus dem Hause Modeka mit großflächiger Perforation, sodass die „August 75“ selbst bei heißem Sommerwetter angenehm zu fahren ist. Ausgeklügelt ist hier auch die Möglichkeit, den Frontreißverschluss versetzt zu schließen, sodass dort kühlende Frischluft einströmen kann.

Dieselbe Funktion bieten auch Held und Rebelhorn, wobei Letztere - wie Segura, Rev’it und Merlin - über ein entnehmbares Thermofutter verfügt.

Innenfutter und Belüftung

Neben der Klimamembran zeigt sich das beispielsweise im netzartigen Mesh-Futter aus Polyester, was eine bessere Belüftung bietet und beim Abtransport von Schweiß hilft. Im Testfeld bietet ungefähr ein Drittel der Retro-Motorradlederjacken diese Machart.

BMW Motorrad Heritage Kollektion

Die BMW Jacke Heritage sieht unheimlich gut aus. Im Internet, habe sie weder angehabt noch die Haptik gespürt, aber optisch erste Sahne. BMW Motorrad Heritage Kollektion 2020. Lederjacke PureBoxer, Herren. Etwas teuer.

Alternativen

Habe mich nach langer Suche für Helstons entschieden, haben schöne Stücke, toll verarbeitet und richtig dickes Leder; meine Jacke ist ein schweres Trum.

Ich habe mir die Jacke "two Stripes" von BMW gegönnt, genauer als ungetragene Retoure, auch in der für mich passenden max. GrößeFür 400,- konnte man nicht viel verkehrt machen.

Pflegehinweise für BMW Lederjacken

An einer neuen Jacke muss man erst mal gar nichts machen. 1x im Jahr ein bisschen Pflege und gut ist. Lederfett ist allerdings kontraproduktiv. Öle und Fett können lebendige Haut verarbeiten, aber keine Lederjacke.

Stimmt so nicht ganz: jede neue Lederjacke sollte vor dem ersten Tragen imprägniert werden (gilt für jegliches Leder, also auch für Schuhe usw.) verhindert, dass sich Schmutz festsetzen kann, erleichtern Sie die Entfernung von hartnäckigen Flecken und schützt die Jacke vor Nässe. Hässliche Wasserränder entstehen gar nicht erst.

Mit der Zeit verliert Leder an Fett und Feuchtigkeit und wird dann trocken und kann dadurch brüchig werden. Für glattes Leder wird empfohlen, regelmäßig sparsam Lederfett aufzutragen. Damit ist die Jacke auch gegen Nässe geschützt, ohne wasserfest zu sein. Raues Leder hingegen sollte imprägniert werden.

Ich habe heute eine Info über meinen Händler vom BMW Produktmanager bekommen. Offiziell gibt es keine Pflegehinweise (nur den Beipackzettel), sein Hinweis passt hier zur Forenmeinung: Nichts tun.

BMW Motorrad Bekleidungsprogramm

Wer sich mit dem Motorrad auf die Reise begibt, sollte nach Möglichkeit Schutzkleidung tragen. Die gibt es von Dutzenden Anbietern. Auch die Bike-Hersteller selbst bieten welche an. Die XRide-Kombi ist nicht nur ausgesprochen bequem, sie sieht auch am Fahrer richtig fesch aus.

Nun gibt es neben den einschlägigen Motorradbekleidungsherstellern auch die Angebote, die die Bike-Bauer selber machen. BMW zum Beispiel hält für seine Fahrer ein sehr üppiges Bekleidungsprogramm bereit.

XRide Textil-Leder-Kombi

Werfen wir zuerst auf die Sachen einen Blick, die man wohl eher bei einem längeren Ausritt anziehen würde: Zusammen mit den beiden Neuerscheinungen der S 1000 XR und der S 900 XR haben die Bayern zum Beispiel eine Textil-Leder-Kombi unter dem Namen XRide an den Start gebracht.

Während die Bilder im Katalog ein eher biederes Kleid versprechen, stellt sich die Kombi angezogen ganz anders dar. Zum einen erfreut sie beim ersten Überstreifen mit einer perfekten Passform (Jacke 50/ Hose 48) und tatsächlich auch mit einem extrem feschen Schnitt.

Tabelle: Eigenschaften der BMW XRide-Kombi
Eigenschaft Details
Passform Perfekte Passform im Stand und auf dem Bike
Material Textil-Leder-Kombi mit "Ziehharmonikastretch und Ergonomiefalten"
Protektoren NP3-Protektoren an Schultern; NP2-Protektoren an Ellbogen, Hüfte und Knie; NP-Pro-lang-Protektor am Rücken
Taschen Sieben intelligent angeordnete und gut zugängliche Taschen, vier davon an der Front (eine wasserdicht)
Wetterschutz Inklusive Outset-Jacke und -Hose (Regenüberzieher)
Temperaturbereich Geeignet ab 20 Grad Außentemperatur, bis über 30 Grad; unter 10 Grad zusätzliche warme Kleidung erforderlich
Preis 1400 Euro

"Two In One Tech" - der clevere Handschuh

Der "Two In One Tech"-Handschuh ist mit seiner Zweikammertechnik ein wirklich cleveres Teil. Während die erste Kammer nicht gefüttert ist und dank Känguruleder für ein gutes Griffgefühl am Lenker sorgt, ist die zweite Kammer dank Goretex wasserdicht und atmungsaktiv. Der Fahrer kann beim Anziehen wählen, in welche Kammer er schlüpfen möchte.

"Rallye" - der smarte für die Hand

Der "Rallye" ist zwar mit dem Hoheitszeichen der BMW-GS-Modelle versehen, macht sich aber auch außerhalb des Offroadbereichs ganz hervorragend. Er überzeugte im Test durch eine exzellente Passform und ein 1A Griffgefühl und dank Spezialleder und einem atmungsaktiven Materialmix beste Beweglichkeit. Vor allem bei sommerlichen Temperaturen kommt dem Fahrer die Belüftung, die unterhalb des Knöchelschutzes in den Handschuh strömt, zugute.

"7 Carbon" - Reine Kopfsache

Der 7 Carbon glänzt mit einem großen Visier, das den Blick in alle Richtungen freimacht. Wer will, kann den als bayrische Universalwaffe angelegten Helm auch mit drei Handgriffen zu einem vollwertigen Jet-Helm machen. Das größte Manko des Helmes ist aber seine Anfälligkeit bei Luftverwirbelungen, die es gerade bei der Fahrt mit einem Naked Bike wie zum Beispiel der BMW F 900 R zuhauf gibt.

BMW Jacke aus gewachster Baumwolle

Die Zielgruppe für Alltags-Motorradkleidung ist sehr klein. Sie versorgt sich traditionell gern aus dem Outdoor- und Rollerzubehör. Anders als vor diesen Hintergründen ist es schwer zu verstehen, wieso BMW eine Jacke aus gewachster Baumwolle mit Lederverstärkungen für 490 Euro anbietet, die im Motorradschrank eher Zweit- bis Drittjacke sein dürfte. Das „SanDiego“ getaufte Modell gibt es für Männer und Frauen.

Für den Motorradeinsatz gibt es leichte Unterarm- und Schulterprotektoren plus eine Tasche für einen Rückenprotektor. Die Jacke ist hauptsächlich textil, der gewachste Stoff kann es jedoch in Sachen Funktion nicht einmal entfernt mit den Kunststoffen von Motorrad-Wetterschutzkleidung aufnehmen, wie wir sie in Textiljacken und -kombis finden. Das betrifft hauptsächlich die Regentauglichkeit.

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