BMW Motorrad präsentiert immer wieder innovative Konzepte, die die Grenzen der urbanen Mobilität neu definieren. Dabei spielen auch Fahrzeuge mit drei Rädern eine Rolle, die sowohl Stabilität als auch Flexibilität bieten. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser Konzepte und ihre Besonderheiten.
BMW Motorrad Vision AMBY: Adaptive Mobilität für die Zukunft
Mit dem BMW Motorrad Vision AMBY betritt BMW Neuland und stellt das Nutzungsverhalten in den Vordergrund. Wie wird sich der Kunde zukünftig fortbewegen? Wie wird er sein Fahrzeug nutzen? Diese Fragen standen am Anfang des Designprozesses. Das Ziel ist es, Möglichkeiten für eine innovative, urbane Mobilität von morgen anzuregen, auch mal aus der Stadt „ausbrechen“ zu können. Die schlanken Proportionen versprechen Robustheit und Abenteuer, inspiriert von BMW Enduro Motorrädern.
Das Design zeichnet sich durch eine reduzierte Formensprache und eine markante Flyline aus. Auffällige Merkmale sind das Doppel-LED-Element als Rücklicht und die verkleideten, nahezu maschinenhaft markant inszenierten Komponenten. Das elektrische Herz des BMW Motorrad Vision AMBY steht sinnbildlich für die Bedeutung des Elektroantriebs, insbesondere im Bereich der urbanen Mobilität. Moderne, emotionale Produkte sollen richtig Spaß machen und aufregend sein.
Der Name AMBY steht für „Adaptive Mobility“. Es geht um zwei Räder in unterschiedlichen Facetten und die verbundene automatische Anpassung der Höchstgeschwindigkeit. Das Fahrzeug soll sich an verschiedene Straßenarten anpassen. Das Konzept beinhaltet auch innovative Identifizierungsmöglichkeiten wie Face ID und die Möglichkeit, Versicherungsschutz On-Demand zu nutzen. Statusabfragen sind ebenfalls möglich. Eine Halterung im unteren Blickfeld ermöglicht die Nutzung des Smartphones als Displayfläche.
Das BMW Motorrad Vision AMBY verfügt über Bremslichtassistent und ein Tagfahrlicht. Die Reichweite beträgt ca. 110 km, das Leergewicht ca. 65 kg.
Elektro-Dreirad Bicar: Eine Überdachte Alternative für die Stadt
Das Bicar-Dreirad ist ein weiteres interessantes Konzept, das an den BMW C1 erinnert und sich vor allem für den Einsatz in der Stadt eignen soll. Das ungewöhnliche Fahrzeug ist vorrangig für den Einsatz in der Stadt konzipiert. Dabei soll die Überdachung vor Wind und Wetter schützen. Das dritte Rad soll auch bei etwas ungeübteren Piloten für Sicherheit sorgen. Den Antrieb übernimmt ein Radnaben-Elektromotor mit dem maximal 45 km/h möglich sind.
Somit wird das Bicar-Dreirad als Leichtkraftfahrzeug (L2e) kategorisiert und kann auch von Besitzern des Autoführerscheins bewegt werden. Eine 48-Volt-Batterie mit einer Kapazität von einem kWh soll eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern sicherstellen. Der 6,1-Kilogramm-Akku ist zudem austauschbar und kann an der heimischen Steckdose aufgeladen werden. Das Fahrzeug kann nur als Einsitzer verwendet werden - für einen Sozius ist bauartbedingt keinen Platz. Ein Sitz inklusive Rückenlehne soll für möglichst viel Komfort sorgen. Während der Fahrt muss sich der Fahrer per Dreipunktgurt anschnallen. Das Bicar-Dreirad darf damit ohne Helm gefahren werden.
Ein integriertes Display ist nicht an Bord. Hier setzt das Start-Up mit Sitz in der Schweiz auf eine andere Lösung: In Kombination mit einer passenden App kann das Smartphone eingeklinkt und als Display verwendet werden. Ein Head-Up-Display soll beim Serienfahrzeug allerdings vorhanden sein. Dass das Dreirad auch für Fahrten im Regen geeignet ist, zeigt der Windschutzscheibe mit intergriertem Scheibenwischer. Viel Platz für Gepäck ist leider nicht vorhanden. Laut Hersteller sollen aber immerhin zwei Einkaufstaschen transportiert werden können.
Die Gründer hinter dem Konzept möchten das Fahrzeug zudem als Sharing-Fahrzeug etablieren. In der Schweiz soll das Bicar-Dreirad ab 7.000 Franken kosten, was umgerechnet rund 6.300 Euro entspricht. Käufer müssen zunächst eine Anzahlung von 1.900 Franken vorstrecken.
Concept Dynamic Cargo: Das E-Lastenrad mit Schwenkachse
Mit dem "Concept Dynamic Cargo" präsentiert BMW ein E-Lastenrad, das ganzjährigen Fahrspaß auf drei Rädern verspricht. Gleichzeitig wird Flexibilität großgeschrieben. Abbildungen zeigen das Bike zum Beispiel mit einer tief angeordneten Plattform, die sich zwischen den beiden hinteren Rädern befindet. In anderen Entwürfen ist die Plattform durch eine Box ersetzt. Nach den Vorstellungen von BMW lässt sich diese mit speziellen Halterungen erweitern und etwa gezielt auf das Mitnehmen eines Surfboards auslegen.
Beinahe zwangsläufig kommt ein E-Bike aus dem Hause BMW mit technischen Anleihen aus der Automobilwelt daher. In diesem Falle ist es eine Schwenkachse, die für das E-Cargobike adaptiert wurde. Eine solche Achse verbindet den Hauptrahmen mit der hinteren Sektion. Die Hinterräder sind dagegen starr an der Achse montiert und schwenken nicht mit. In der Folge soll sich das Concept Dynamic Cargo in der Kurvenfahrt neigen, während dabei der Teil des Fahrrads waagerecht bleibt, auf dem sich die Plattform zum Transport von Lasten beziehungsweise die Box befinden. Vorteil dieser Lösung ist die zentral platzierte Last, die jederzeit durch zwei Räder stabil gehalten wird.
Cube kündigt an, dass bis zu 60 Kilogramm an Last auf der Ladefläche erlaubt sein werden. Anhand der veröffentlichten Bilder lässt sich erkennen, dass eine Klappbox, die in zahlreichen Autokofferräumen nicht nur hierzulande stets griffbereit mitfährt, auf der Fläche Platz findet. Wem das noch nicht ausreicht, der kann sich auf einen Frontgepäckträger freuen. Auch diesen hat Cube in Aussicht gestellt. Die Ladefläche soll 30 Zentimeter in der Breite und 40 Zentimeter in der Länge messen. Das entspricht der Größe einer Eurobox. Als Obergrenze nennt der Fahrradhersteller ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 220 Kilogramm.
Feststeht dagegen, dass auf dem Hinterwagen neben Einkäufen und Ähnlichem auch der Nachwuchs mitfahren kann. Maximal zwei einzelne Kindersitze werden sich in der Box einsetzen lassen. Laut Cube sollen diese gefedert sein und über Fünf-Punkt-Gurte verfügen.
In Sachen elektrischer Antrieb hat sich Cube bereits definitiv auf Bosch festgelegt. Nach jetzigem Stand wird es wohl auf den Performance CX-Motor hinauslaufen. Als Akku kommt sicher ein PowerTube im Unterrohr zum Einsatz. Die Inspiration aus dem Automobilbereich wird vor allem beim Blick auf den Antrieb deutlich. Dort finden sich technische Lösungen, die zum Teil bereits Autos antrieben, die vor über 100 Jahren über die Straßen tuckerten. Das gilt beispielsweise für die Verbindung zwischen den beiden angetriebenen Hinterrädern mit dem Vorderrad. Ein Gleichlaufgelenk ermöglicht es, dass an der Stelle mit einer Fahrradkette gearbeitet werden kann. Erfunden wurde das Gleichlaufgelenk in den späten 1920er Jahren.
Cube selbst weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass das Concept Dynamic Cargo noch ein Konzeptrad sei, „dessen serienreife Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.“ Entsprechend wird das Cargobike auch noch nicht im Sortiment mit konkreten Modellen gelistet.
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