Die Geschichte von BMW Motorrad ist reich an Innovationen und Traditionen. Seit den Anfängen im Jahr 1923 hat sich BMW Motorrad zu einer der führenden Motorradmarken der Welt entwickelt. Hier ist ein detaillierter Einblick in die Geschichte und Entwicklung von BMW Motorrad.
Die frühen Jahre: Von Flugmotoren zu Motorrädern
BMW, ursprünglich als Bayerische Motoren Werke bekannt, wurde 1916 als Bayrisch Flugwerke BFW gegründet. 1917 erfolgte die Umfirmierung in BMW. Erst 1923 begann die Produktion von Motorrädern, während die Automobilproduktion erst 1927 folgte.
Die ersten Motorräder von BMW wurden vom Konstrukteur Max Friz entworfen. Der Legende nach entstand der Entwurf auf einem Bierdeckel. Diese frühen Modelle, insbesondere die Boxermodelle mit 500 und 750 ccm sowie die wenigen Einzylindermodelle mit 250 ccm, sind heute sehr begehrt.
Die BMW R24: Ein Neuanfang nach dem Krieg
Ein besonders interessantes Modell aus dieser Zeit ist die BMW R24 von 1949. Ihr Vorgängermodell, die R23 von 1938, wurde kriegsbedingt 1940 eingestellt. Ab 1942 wurde die Motorradproduktion nach Ostdeutschland verlagert. Nach dem Krieg lagen alle Konstruktionszeichnungen hinter dem Eisernen Vorhang.
In München nahm man eine R23 auseinander und vermass sie neu, um die R24 zu entwickeln. 1948 wurde die neue R24 auf dem Genfer Salon vorgestellt, konnte aber wegen der Reparationsverpflichtungen gegenüber den Alliierten noch nicht geliefert werden!
Die Isetta: Ein Ausflug in die Welt der Kleinstwagen
Die Bayrischen Motorenwerke kauften die Lizenz für die Isetta und implantierten ihren 250ccm-Motor aus dem Motorrad BMW R25/3. Bis 1962 konnten rund 160.000 Exemplare produziert werden.
Viele Käufer verfügten damals nur über den Führerschein der alten Klasse 4, mit dem die Nazis die „Volksmotorisierung“ hatten vorantreiben wollen. Das bedeutete: Auto durfte damit gefahren werden, ebenso Motorrad, jedoch mit maximal 250 ccm Hubraum.
Die Isetta ist ein reiner Zweisitzer, und man muss schon sagen, dass die Münchner mit dem Raum ziemlich geaast haben. Lediglich eine Heckablage dient als Gepäckfach, dazu eine kleine Tasche in der Fronttüre. Hinterm Sitz steht das Ersatzrad, darunter thronen Batterie und Regler.
Die 1930er Jahre: Innovationen und Herausforderungen
Ende der zwanziger Jahre kamen Fahrgestelle mit Preßstahlrahmen in Mode. Neben einem neuen Design versprachen sich viele Hersteller auch geringere Produktionskosten, wenn hohe Stückzahlen von Rahmen abgesetzt werden konnten. Neben BMW haben auch Wanderer und später Zündapp auf dieses Rahmenprinzip gesetzt.
Mitte der dreißiger Jahre hatte BMW kein wettbewerbsfähiges Mittelklassemodell im Programm. Man hat zwar die 750cc Modelle konstant modellgepflegt und war auch im unteren Segment mit der R2 ganz gut vertreten, aber in der 500cc Mittelklasse hatte man ausser der R4 nichts anzubieten und war mit diesem Einzylindermodell schlichtweg nicht wettbewerbsfähig.
Die Nachkriegszeit: Neuanfang und Modellpflege
Nachdem nach dem Krieg eine neue Motorengeneration für die Modelle R 51/3 und R 67 entworfen wurde, waren es 1955 die Fahrgestelle, welche komplett neu überarbeitet wurden und mit modellgepflegten Motoren bis 1969 in München produziert wurden. Auch bei den Einzylindern kamen dann noch zwei 250cc Modelle im neuen Fahrgestell hinzu.
Die 1960er und 1970er Jahre: Umstrukturierung und Verlagerung
1969 sollte bei BMW alles anders werden. Zum zweiten Mal in der Firmengeschichte (nach der legendären BMW R5 anno 1936) wurden gleichzeitig Fahrgestell und Motoren komplett überarbeitet vorgestellt. Und die Produktion wurde ins preußische Berlin verlagert.
BMW Martin: Ein Beispiel für Unternehmertum und Leidenschaft
Wer offenen Auges eintaucht in die Welt von BMW Motorrad Martin in Schongau, erlebt eine Unternehmerpersönlichkeit, die offensichtlich vieles richtig gemacht hat, die mit sich im Reinen scheint. Und eine Familie, die im Verbund perfekt funktioniert, ein wahres Hochleistungsteam bildet, zugleich aber bescheiden und bodenständig auftritt.
Georg Martin zählt sicherlich zu den ganz Großen in seinem Metier. Wollte er das, könnte er sich sicherlich etwas einbilden auf seine Schlagkraft als Motorradunternehmer, auf das, was er dort im Bayerischen aufgebaut hat rund um die Premiummarke BMW Motorrad.
Für Georg Martin bedeuten Motorräder viel mehr als nur Handelsprodukte oder Dinge, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdient. Sie sind Teil seines Lebensgefühls. Wenn er auf eine Empore innerhalb seines weitverzweigten Showrooms in Schongau steigt, auf der eine ansehnliche Ahnenreihe von GS-Modellen der Aufmerksamkeit harrt, sieht er sich auf seiner persönlichen Ruhe- und Wellness-Insel - die er immer dann aufsuche, wenn der Alltag mal wieder hektisch und fordernd gerät.
Das Motorradgeschäft, das dieses Jahr 50. Geburtstag im Hause Martin feiert, war von Beginn an Teil der Familie, wie umgekehrt auch die Familie längst unabtrennbarer Teil des Motorradgeschäfts geworden ist und heute deren Kern bildet. Die gesamte Familienbande Martin ist inzwischen an Bord.
Die Modellvielfalt und ihre Geschichten
Spannende Geschichten liegen den Markennamen der Motorradhersteller zu Grunde. Manchmal aber auch reiner Pragmatismus und über die Jahre sind viele Geschichten hinzugekommen. Hier eine Tabelle, die einige der wichtigsten Markennamen und ihre Ursprünge zusammenfasst:
| Marke | Ursprung des Namens | Gründungsjahr |
|---|---|---|
| BMW Motorrad | Bayerische Motoren Werke | 1923 (Motorradproduktion) |
| Aprilia | Benannt nach dem Lancia Aprilia | 1945 |
| Benelli | Benannt nach den Benelli-Brüdern | 1911 |
| Ducati | Benannt nach Firmengründer Antonio Ducati | 1926 |
| Harley-Davidson | Benannt nach den Gründern William S. Harley und Arthur Davidson | 1903 |
| Honda | Benannt nach Soichiro Honda | 1946 |
| Kawasaki | Benannt nach dem Firmengründer Shōzō Kawasaki | 1878 |
| KTM | Kronreif Trunkenpolz Mattighofen | 1934 |
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