BMW Motorrad Produktion in China: LEAN.GREEN.DIGITAL

BMW baut seine Aktivitäten in China kontinuierlich aus. Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG, betonte die herausragenden Leistungen, die in Shenyang erzielt wurden. Das Joint-Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) feiert sechs Millionen BMW aus China.

Expansion und Kapazitätserweiterung

BMW erweitert sein Werk in Shenyang, China, und setzt damit Maßstäbe im Wettbewerb. Dieses Werk stellt das größte Einzelprojekt in der Geschichte der BMW Group in China dar. Durch die Erweiterung wird die Produktionskapazität auf 830.000 Einheiten erhöht. Das Werk kann bis zu 100% vollelektrische Fahrzeuge produzieren.

Die Perspektiven Chinas für Elektromobilität sind überzeugend. BMW geht davon aus, dass ein erheblicher Teil des Absatzes in China vollständig elektrisch sein wird. Um den wachsenden Bedarf zu bedienen, baut BMW derzeit eine zusätzliche Hochvoltbatterie-Montage in Shenyang und investiert dafür 10 Milliarden Renminbi, was rund 1,3 Milliarden Euro entspricht.

Technologische Innovation und Nachhaltigkeit

Das neue Werk Lydia wurde termingerecht fertiggestellt und ist im LEAN-, GREEN- und digitalen Bereich wegweisend. Der gesamte Produktionsprozess wurde virtuell entworfen. Es kann als Metaverse-Werk betrachtet werden.

Die Produktionsebene beinhaltet vorausschauende Wartung und die kurzfristige Anpassung der Produktion an die Nachfrage. Datenverarbeitungsfunktionen sind dafür unerlässlich. Petabyte an Daten werden eingehend analysiert. Produktionsanlagen sind so ausgestattet, dass sie regenerativ erzeugten Strom nutzen und den Energieverbrauch senken, um Emissionen zu reduzieren.

Lokalisierung und Partnerschaften

Die BMW Group hat ihre Aktivitäten in China kontinuierlich ausgebaut und treibt die Lokalisierung von Produkten in Shenyang voran. BBA hat bereits rund 430 lokale Zulieferer in China. Die Lokalisierung umfasst auch Ladeleistungstests bei extremen Temperaturen und setzt damit konsequent ihren „local for local“-Ansatz um. Schon jetzt können in allen drei Werken neben Verbrennern auch reine Elektroautos gebaut werden, schließlich spielen diese gerade in China längst eine Schlüsselrolle für den Absatz.

Am 11. Mai 2007 eröffnete BMW Motorrad das "Boxer Café" in Chongqing, nach Peking das zweite Vertriebszentrum für BMW Motorräder in China. Als Partner hat der bayerische Hersteller den chinesischen Misch-Konzern LONCIN gewinnen können. LONCIN wird Vertriebspartner und ab 2008 auch Importeur für BMW Motorräder für China werden.

Qualitätssicherung und Überwachung

Die Qualität der Fertigung wird bei jedem einzelnen Fahrzeug mit Hilfe einer KI-unterstützten, automatischen Oberflächen-Inspektion (AOI) überwacht. Über 100.000 Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln werden von jedem Auto aufgenommen und maschinell analysiert. Eine Künstliche Intelligenz sucht nach eventuellen Mängeln, beispielsweise feinsten Kratzern im Lack, Unreinheiten oder auch fehlerhaften Spaltmaßen.

Ausblick und Herausforderungen

China ist der größte Volumenmarkt der Welt für Motorräder und wird weiter wachsen. Das Engagement in Chongqing ist von hoher strategischer Bedeutung für BMW Motorrad, um sich im chinesischen Markt als Marke zu etablieren. Die Erschließung der chinesischen Lieferantennetzwerke ist ein zweiter wesentlicher Baustein in der China Strategie von BMW Motorrad.

Die neuen Produktionsanlagen für die Hochvolt-Batterien der sechsten BMW eDrive-Generation, wie sie unter anderem in der Neuen Klasse zum Einsatz kommen werden, befinden sich bereits auf der Zielgeraden: Seit März werden die Anlagen in den neuen Hallen installiert. Shenyang produziert die sechste Generation zu Hochvoltbatterien und wird zum wichtigen Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge.

BMW setzt auf Einzelsortimente, wobei keiner der Motorrad-Händler auch BMW Automobil-Händler ist. Man kann sich aber mit einem dieser zu Geld gekommenen Chinesen arbeiten. Es ist eher so, dass die Kunden angehalten werden müssen, ihre Maschinen zur Inspektion zu geben.

BMW Motorrad in China: Key Facts
Faktor Beschreibung
Produktionskapazität Erhöhung auf 830.000 Einheiten
Elektromobilität Produktion von bis zu 100% vollelektrischen Fahrzeugen
Investition 10 Milliarden Renminbi in Hochvoltbatterie-Montage
Lokale Zulieferer Rund 430 in China
Qualitätssicherung KI-unterstützte, automatische Oberflächen-Inspektion (AOI)

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