Die Geschichte von BMW in Südafrika ist eine Erfolgsgeschichte, die weit über die reine Automobilproduktion hinausgeht. Sie ist geprägt von Innovation, sozialem Engagement und einer tiefen Verbundenheit mit dem Land und seinen Menschen.
Die Anfänge der BMW-Produktion in Südafrika
Die Verbindung von BMW und Südafrika begann bereits 1968, als das lokale Unternehmen Praetor Monteerders in Rosslyn mit der Montage von Glas-Karosserien mit BMW-Motoren und Antriebssträngen begann. Damit eröffnete BMW in Rosslyn, nahe Pretoria, seine erste Automobilproduktion außerhalb Deutschlands.
Ab 1970 beteiligten sich die Münchner an Praetor Monteerders, bauten 1973 das Werk in Rosslyn bei Johannesburg, übernahmen den Laden 1975 und fertigten ab da unter dem Namen BMW South Africa (BMW SA) im CKD-Verfahren 5er, 7er und 3er als Rechtslenker und für den hiesigen Markt. Rosslyn ist das erste Werk außerhalb Deutschlands, das BMW-Fahrzeuge produziert - und ist damit der Beginn einer Globalisierungsstrategie, die es damals noch gar nicht gab.
Das Produktionsportfolio umfasste anfangs den 1800 SA und den 2000 SA, ab 1974 die 5er- und 7er-Reihe. Jahrzehntelang war das Werk ein Eckpfeiler der BMW-3er-Produktion, baute fünf Generationen der 3er-Reihe. Seit 2018 wird in Südafrika der X3 hergestellt, seit diesem Jahr als Plug-in-Hybrid für den weltweiten Export. Das Werk Rosslyn hat bis heute mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge produziert und in mehr als 40 Länder weltweit exportiert.
Der BMW 333i: Ein südafrikanisches Muscle-Car
Mitte der 1980er reichte es den Chefs nicht mehr, sie wollten den Verkauf ankurbeln. Das funktioniert in afrikanischen Ländern damals ähnlich wie in europäischen Märkten: über den Motorsport.
Der BMW 333i mit seinem großen Reihensechszylinder aus dem 732i E23 ist 1985 die südafrikanische Antwort auf den vierzylindrigen M3 aus Bayern - den es wiederum in Südafrika nicht geben sollte. Da das Reglement jedoch keinen hochdrehenden Vierzylinder in der Klasse sehen will, wie den 2,3-Liter-Vierzylinder mit 195 PS vom M3, bleibt nur eins: ein passendes Auto bauen.
Kurz ein paar Anfragen nach München und Buchloe bei BMW Motorsport und Alpina stellen und die Sache ist klar. Wie wäre es mit dem M30-Motor aus dem 732i E23? Der müsste passen, von den Maßen und von der Leistung her. Motorhalter, Wasserkühler, Ansaugbrücke und Luftfilterkasten kommen vom Alpina B6 und passen in den engen Motorraum des E30. Irgendwie. Für die Kraftübertragung an die Hinterachse reicht das manuelle und kurz übersetzte Fünfgang-Sportgetriebe von Getrag mit dem ersten Gang unten links. Für mehr Traktion auf Rennstrecken kommt ein Sperrdifferenzial mit 25 Prozent Sperrwirkung von ZF. Muss reichen.
Die Wahl des M30 B32 gefällt noch heute: ein 3,2 Liter großer Reihensechser mit 197 PS bei 5.000 U/min und 285 Newtonmeter Drehmoment bei 4.300 U/min. Fertig ist das südafrikanische Muscle-Car.
Lässt man den afrikanischen Dreier von der Kette, reißt die modifizierte Bosch J-Jetronic auf und dreht bis maximal 6.300 Touren, nach 7,4 Sekunden liegt aus dem Stand Tempo 100 an. Bis zu 228 km/h fährt der 333i schnell, bei zeitgenössischen Tests werden 231 km/h gemessen. Die Abgase entweichen über einen Fächerkrümmer und eine katlose Abgasanlage von Alpina - dem Sound tut`s noch heute gut.
Anfangs kostet der BMW 333i 41.300 ZAR, was damals ungefähr dem gleichen Wert in DM entsprach. Zum Vergleich: Die fahrende nackte Armut 316i kostet 1985 mit 90 PS 21.800 DM und damit fast die Hälfte. Wie schade, die Variante wäre auch in anderen Ländern ein Hit geworden.
Die Internationale GS Trophy: Abenteuer und Herausforderung in Südafrika
Südafrika ist ohne Frage eine der besten Regionen der Welt für eine Fahrt mit einem BMW GS Motorrad. Die zweite internationale BMW Motorrad GS Trophy fand in Südafrika statt. Ein einzigartiges Event, um das 30-jährige Jubiläum der BMW GS gebührend zu feiern.
10 Teams aus 13 Ländern kämpften auf einer rund 2000 Kilometer langen Route durch Südafrika, Swasiland und Mosambik um den Sieg. Dabei mussten die Teilnehmer zahlreiche Sonderprüfungen bestehen. Darunter kraftraubende Flussdurchquerungen, anspruchsvolle Fahrten durch den Dschungel sowie lange und tiefe Schlammpassagen. Das Team UK ging am Ende als Gesamtsieger hervor.
Abenteuer, fremde Kulturen, neue Freundschaften, Schotter, Sand und Staub machen die Internationale GS Trophy von BMW Motorrad zu einer Enduro-Challenge, die ihresgleichen sucht. Internationale Teams treten in intensiven Tagesetappen sowie zahlreichen Sonderprüfungen gegeneinander an.
Die GS Trophy 2016: Weibliche Power in Südafrika
Vom 13. bis 15. der International GS Trophy 2016 in Südostasien vom 28. zum 5. März 2016 teilnehmen wird. aus Südafrika auf dem dritten Rang. 119 Frauen aus 29 Ländern bewarben sich. eigneten. 13. Academy in der Nähe von Johannesburg.
Original BMW Motorrad Zubehör ausgestattet waren. Herausforderung zu stellen. sie ihre Zelte für die Nacht aufschlagen. Baum“. aber noch längst nicht Schluss mit Motorradfahren. den „Irrgarten“. die Namen der drei besten Teilnehmerinnen bekanntgegeben. Wald“, „Die Felsen“, „Der Schlamm“ und „Der Ring des Leidens“. diese Challenges wurden im Kampf gegen die Uhr ausgetragen. und Tiefen“ unter Beweis.
dramatische Verschiebungen im Ranking ergeben würden. fünften auf den ersten Platz vorrückte. Für den 15. zwei Herausforderungen vorgesehen. wollte. einen Kegel umfahren und danach zum Startpunkt zurückkehren. als einfach. aufmunternde Worte auf. Diese ließen nicht lange auf sich warten. harten, aber ungeheuer unterhaltsamen Qualifiers gezeigt hatten. seinem Statement zu diesem GS Trophy Erlebnis sprach Dr. anzutreten. haben, stellten wahren Kameradschaftsgeist unter Beweis. den einzigartigen GS Spirit gezeigt haben.
Erster Platz: Stephanie Bouisson (Frankreich). Teilnahme an diesem neuen Qualifying für Frauen zu bewerben. dachte: warum eigentlich nicht? Denn ich wollte Südafrika erleben. Motorradfahren dort. habe, finde ich einfach unglaublich. Zweiter Platz: Amy Harburg (Australien). großer Begeisterung zu diesem Qualifying gekommen. an mich selbst waren sehr hoch. die anderen Frauen aber nur schwer einschätzen. diesen Südafrikaaufenthalt wurden aber definitiv noch übertroffen. finde es großartig, tatsächlich mit im Team zu sein. gemeinsam zu leisten imstande sind.
Dritter Platz: Morag Campbell (Südafrika). lernen würde. zu erleben, das einfach fantastisch war. geschafft habe. Stephanie und Amy in Kontakt bleiben will.
BMW in Südafrika: Mehr als nur ein Automobilhersteller
Nach dem Ende von Apartheid und Staatsrassismus quält sich Südafrika mit der Suche nach Idealen. Einer Identität für alle, die weiße Elite, die mittellosen Schwarzen. Sie einigten sich in zwei Fällen: Auf den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela als einem Idol und auf die Verehrung für eine Firma, die in Südafrika als ein Vorbild gilt inmitten von Korruption, politischem Dilettantismus, Aids und rassistischen Exzessen - auf BMW Southafrica.
Vor wenigen Monaten, bei der Eröffnung einer Grundschule irgendwo im weglosen Landesinneren hingen an einer Wand die südafrikanische Flagge und daneben das Emblem von BMW. Die Firma hatte die Kosten für Bau und Ausstattung der Schule übernommen. Einige der vorbeischlendernden Schüler zeigten auf das weißblaue Propeller-Emblem.
Seth Phalatse, einst Botenjunge, jetzt der einzige schwarze Direktor im weißen BMW-Führungsstab, sagt: "Wir erschaffen bei BMW einen neuen Menschen." Und was für einen? - "Es ist der BMW-Mann." Daheim im Dorf, in der Gemeinde, in den Schwarzen-Siedlungen steht jedem BMW-Arbeiter eine natürliche Position als Führungspersönlichkeit zu, behauptet Phalatse - "Es sind Vorbilder", es sei das Beste, das Größte, ein Lebenstraum im schwarzen Südafrika: Arbeiter bei BMW. In den schwarzen Siedlungen und Townships genießen sie das Prestige von Würdenträgern, sagt Phalatse. Sie bekleiden einen offiziösen Rang.
Während der Apartheid war das Unternehmen fair gewesen. Es gehörte danach zu den wenigen "weißen" Institutionen im Land, denen die schwarze Regierung dankbar die Hände reichte.
So ist es nicht leuchtender Altruismus gewesen, als die deutsche Firma nach und nach daran ging, notgedrungen sämtliche Lebensumstände seiner Angestellten zu bestellen, von Kind auf. Statt schlammiger Elendsquartiere gemauerte Eigenheime mit Wasser und Strom. Kindergärten. Sportplätze. Eine Abteilung, die sich die miserabel ausgebildeten staatlichen Lehrer zur Nachbesserung vorknöpfte, Nachsitzen für den Lehrkörper. Etwa 30 Prozent der südafrikanischen Bevölkerung ist HIV-infiziert - bei der BMW-Belegschaft liegt die Quote drastisch darunter. Wohnen, Gesundheit, Ausbildung, Arbeit, Infrastruktur.
Thabo Mbeki, der amtierende Staatschef, und Nelson Mandela, der erste Präsident des neuen Southafrica - beide begaben sich nach ihrer Wahl unverzüglich zu BMW wie zu einem Dom, zu einer Monstranz, zu einer Weihe. Der "BMW-Mann" ist keine Fiktion. Er baut die gleichen Autos mit derselben Perfektion wie die Deutschen. "Die ganze Nation ist stolz auf Euch", schrieb Nelson Mandela.
Der BMW 745i Südafrika: Eine seltene Rarität
Der Turbo-Lader ist genau das Bauteil, das der seltenen Süd-Afrika Variante des 745i fehlt, und ihn deshalb ganz besonders macht. In Süd-Afrika wird bekanntlich bis zum heutigen Tage auf der linken Straßenseite gefahren, und entsprechend das Lenkrad auf der rechten Seite verbaut. Und so passte der 6-Zylinder-Motor aus dem "normalen" 745i nicht in den Rechtslenker, da sich dort der an der rechten Seite des Motorblocks verbaute Turbolader und die Lenksäule in die Quere gekommen wären.
Und so wude ein Ersatz-Motor gesucht und mit dem M88/3-Hochdrehzahlmotor gefunden, der in leicht angepasster Form auch im BMW M635CSi (E24) zum Einsatz kam. Schließlich gebaut wurde das Auto im BMW Werk Rosslyn (bei Pretoria): im CKD-Verfahren (Complete Knock-Down) wurden Teile-Kits aus Deutschland vor Ort zusammen gesetzt.
Im Zeitraum 1984 bis 1986 wurden so insgesamt 192 Einheiten (17 davon mit Handschaltung) - größtenteils in Handarbeit - gefertigt, womit der 745i "Süd-Afrika" aufgrund der geringen Stückzahl eine echte Rarität ist. Nicht zuletzt der stolze Preis von damals 70.052 Rd - umgerechnet rd. 150.000 DM - im Vergleich zum "normalen 745i" ungefähr der doppelte Preis - machten die Zielgruppe klein. Verkauft wurde der 745i ausschließlich in Süd-Afrika und dort vor allem an Größen aus der Wirtschaft und an Behörden. Anderen Rechtslenker-Märkten blieb das Auto also vorenthalten.
Dank des M-Motors wollten die Süd-Afrikaner den bis dato schnellsten 7er "M745i" nennen - was aber am Veto aus der Vorstandsetage in München scheiterte.
Das "M" im Namen hätte sich der 745i aus Süd-Afrika jedenfalls redlich verdient: der 3.453 ccm große, längs im 745i eingebaute Motor mit vier Ventilen je Zylinder leistet 290 PS und beschleunigt den 745i auf 241 km/h - damals die schnellste Luxus-Limousine weltweit.
Äußerlich unterscheidet sich die Süd-Afrika Variante kaum von sienem Pendant aus Dingolfing. Lediglich die 16 Zoll BBS Mahle Räder (7x16" vorne und 8x16" hinten) mit Motorsport Symbol auf den Nabenkappen waren neu.
Die besonders aufwendige Lederausstattung beim 745i war damals auch ein „Pilot“: Zum ersten Mal bezog man das Leder aus südafrikanischer Produktion und nichtmehr aus dem Ausland.
Auch unter dem Blech gab es Anpassungen: Die Federung ist straffer ausgelegt und Niveauregulierung hinten serienmäßig. Das Bremssystem wurde aus M635CSi und M5 übernommen mit 300 mm belüfteten Bremsscheiben vorne, sowie serienmäßigen ABS.
Weitere Besonderheiten: ein größerer Kraftstofftank (100 l), 5-Gang-Handschaltung (Getrag 285/5.45-HZ), optional 4-Gang Automaitk ZF 4HP22EH, Hinterachsgetriebe Sperre 25%, Klimaanlage maximale Kühlleistung: 7,56 kW.
Christian ist für seine BMW-Leidenschaft, und hier im Speziellen für Fahrzeuge, die in Kleinserie hergestellt wurden, unserem 7er-Forum bekannt. Seinen 745i hat er nach fünfjähriger Suche in Süd-Afrika gefunden, gekauft und nach Rotterdam verschiffen lassen.
Und so ist sein 745i heute wohl der einzige in Deutschland zugelassene 7er-BMW mit M1-Motor.
Die Erfolgsgeschichte geht weiter
35 Jahre nach Beginn der Produktion ist im BMW Werk Rosslyn in Südafrika der letzte BMW 3er vom Band gelaufen. Fünf Generationen der in München entwickelten Premium-Mittelklasse wurden für Südafrika und den Export im Werk Rosslyn bei Pretoria gebaut, bei der aktuellen Generation F30 kommt jede vierte weltweit gebaute Limousine aus dem Werk im äußersten Süden Afrikas.
Stattdessen hat das Werk den Zuschlag für die Produktion des BMW X3 G01 erhalten, der damit nicht länger exklusiv in Spartanburg gebaut wird. Mit der Produktion des X3 in Rosslyn wird bereits in wenigen Monaten begonnen.
Tim Abbott (Managing Director BMW Group South Africa): “Wir blicken mit großem Stolz auf die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des Werks Rosslyn zurück.
Stefan Hülsenberg (Leiter BMW Werk Rosslyn): “Der Umbau erhöht die maximale Produktionskapazität auf 76.000 Einheiten, sodass das Werk in Zukunft das höchste Produktionsvolumen in seiner insgesamt 45-jährigen Geschichte erreichen kann. Im Moment planen wir in unserem Werk ein Zentrum für Produktionsexzellenz.
Die Expansion ist die Zukunft. Es gibt viele kleinere Modellsegmente, die wir bedienen können, ohne eine komplett neue Produktlinie zu entwerfen.
BMW hat sich dazu entschieden, einen weiteren Motor dort zu produzieren. Es soll ein mittelgroßer Zweizylinder sein. Dieser befindet sich derzeit aber noch in der Entwicklung. Der Motor soll irgendwann die neuen Mittelklassemodelle von BMW antreiben. Zudem ist er eine gute Basis, um unsere Beziehungen zu Loncin weiter zu vertiefen.
BMW exportiert über Loncin viele in Deutschland gebaute Motorräder nach China, und wir glauben, dass sich der Zweiradmarkt in China genauso prächtig entwickeln wird wie der Automobilmarkt. Ich persönlich glaube, dass China in Zukunft ein sehr wichtiger Markt sein wird.
BMW Motorrad Verkaufszahlen
Wir haben 2014 insgesamt 123496 Motorräder verkauft, es war das erste Mal, dass BMW mehr als 120000 Motorräder abgesetzt hat. Produziert haben wir aber um die 130000 Motorräder, um dieses Jahr einen Vorrat für den Saisonstart zu haben. Im Januar haben wir 6263 Roller und Motorräder an unsere Kunden ausgeliefert, das ist eine Steigerung der Verkaufsrate im Vergleich zum letzten Jahr um 15,2 Prozent.
BMW hat 8000 Motorräder nach Brasilien verkauft. Dieses Jahr werden es mehr als 10000 sein. Natürlich war Deutschland wieder unserer Absatzmarkt Nummer eins mit 21714 verkauften Motorrädern. Aber Brasilien ist nach den USA, Frankreich und Italien der viertgrößte Exportmarkt für uns. Letztes Jahr haben wir damit begonnen, Motorräder in Thailand zu montieren. Aber das ist erst der Anfang. Wir wollen dort auch verschiedene andere Modelle für Südostasien produzieren.
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