Der Name Schnitzer hat die BMW-Motorsport-Geschichte geprägt wie kein anderer.
Über ein halbes Jahrhundert lang waren Schnitzer Motorsport und BMW gemeinsam auf den Rennstrecken der Welt unterwegs und feierten grandiose Erfolge in den verschiedensten Kategorien. Diese Zusammenarbeit hat auch die Marke BMW im Sinne von Sportlichkeit und Dynamik entscheidend mitgeprägt.
Nun endet dieser lange und erfolgreiche gemeinsame Weg. Da die Münchner den Werksvertrag nach 57 Jahren der Zusammenarbeit nicht mehr verlängerten, geht eine Ära zu Ende, was bei vielen Fans und einigen Piloten für Unverständnis sorgte.
Die Anfänge: Schnitzer und Lamm bauen das Team auf
Die Erfolgsgeschichte des von Josef und Herbert Schnitzer gegründeten und über viele Jahrzehnte von ihrem Halbbruder Karl "Charly" Lamm geleiteten Traditionsrennstalls beginnt Mitte der 1960er-Jahre. Im Jahr 1963 kaufen die Brüder Josef und Herbert Schnitzer einen unfallbeschädigten Fiat, den die beiden Kfz-Mechaniker in Eigenregie restaurieren und bei Rennen einsetzen.
Es ist die Geburtsstunde der Motorsport-Aktivitäten im Hause Schnitzer. Während Josef seine Rennkarriere vorantreibt, konzentriert sich Bruder Herbert auf den Verkauf: 1964 wird Schnitzer Vertrieb für Neu- und Gebrauchtwagen der Marke BMW. Zwei Jahre später wird Josef Schnitzer in einem von ihm getunten BMW 2000ti Deutscher Tourenwagenmeister und holt den ersten Titel nach Freilassing.
Das soll der Beginn einer einmaligen Titelsammlung sein. Zunächst feiert man neben der deutschen Tourenwagenmeisterschaft auch in der Europa-Bergmeisterschaft erste Titelgewinne. 1971 stößt Charly Lamm - Halbbruder der Schnitzers - zum Team: Im Alter von 16 Jahren agiert er zunächst als helfende Hand, dann mit immer umfangreicheren Aufgaben, schließlich als Teammanager und oberster Entscheidungsträger.
Eine wichtige Rolle kommt auch Lamms Zwillingsbruder Dieter Lamm zu, der bis zu seinem Tod 2014 für die technischen Abläufe und die Logistik verantwortlich ist.
Die Erfolge im internationalen Rennsport
1975 wird Jacques Laffite Formel-2-Europameister in einem Formel-Rennwagen mit Schnitzer-Antrieb. Und so geht es weiter: Sportwagen, Tourenwagen, Prototypen, GT-Racing - die Liste der Triumphe, die Schnitzer und BMW im internationalen Rennsport feiern, ist lang und beeindruckend. Da macht auch das Jahr 1978 keine Ausnahme: Harald Ertl sichert Schnitzer in einem BMW 320 turbo souverän den Titel in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft.
Doch ein Drama überschattet die Saison: Josef Schnitzer verunglückt bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall bei der Anreise nach Zolder tödlich.
In den 1980er-Jahren wird Schnitzer drei Mal Tourenwagen-Europameister. Zu dieser Zeit beginnt auch die Serie von insgesamt neun Siegen im Tourenwagenrennen auf dem "Guia Circuit" in Macau.
Die goldene Schnitzer-Ära
Zwischen 1989 und 2010 triumphiert Schnitzer fünf Mal beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und hat damit wesentlichen Anteil daran, dass BMW bis heute Rekordsieger bei diesem Langstreckenklassiker ist. Gleiches gilt für das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps, das Schnitzer ab 1985 ebenfalls fünf Mal gewinnt.
Dazu kommen die Titel mit dem Italiener Roberto Ravaglia 1987 in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft und 1989 in der DTM sowie mit dem Deutschen Joachim Winkelhock 1995 und dem Venzolaner Johnny Cecotto 1998 in der Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft.
Zu den großen Höhepunkten der Partnerschaft zählt zweifellos auch der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1999 mit dem legendären BMW V12 LMR. Mit diesem von Williams designten Prototypen gewinnt Schnitzer im selben Jahr auch das 12-Stunden-Rennen von Sebring. 2001 sicherte sich das Team den Titel in der GT-Wertung der American-Le-Mans-Series (ALMS).
Von 2005 bis 2009 tritt Schnitzer als BMW-Werksteam in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC an und feiert sensationelle 25 Siege sowie insgesamt 57 Podiumsplatzierungen.
Das Comeback in der DTM und die Fortsetzung im GT-Sport
Im Jahr 2012 kehrt Schnitzer als Werksteam mit BMW in die DTM zurück - und gemeinsam feiert man ein triumphales Comeback-Jahr, mit dem Fahrertitel für Bruno Spengler, dem Teamtitel für Schnitzer und dem Herstellertitel für BMW. Bis 2016 ist Schnitzer in der DTM aktiv, mit der erfolgreichen Bilanz von 25 Siegen und 88 Podiumsplätzen, ehe man von BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt abgezogen wird.
Nach diesem Dämpfer setzt Schnitzer seine Aktivitäten im GT-Sport fort und tritt unter anderem in der International GT-Challenge (IGTC) an. Unvergessen ist der Sieg mit Augusto Farfus im November 2018 beim GT-Weltcup in Macau. Es ist Charly Lamms letztes Rennen als Teamchef, bevor er die Leitung des Teams an Herbert Schnitzer Junior übergibt. Wenige Wochen später stirbt Lamm überraschend.
In der abgelaufenen Saison 2020 kehrt Schnitzer unter neuer Führung auf das Podium des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring zurück und holte mit dem BMW M6 GT3 den dritten Rang.
Wenige Monate später dann die Hiobsbotschaft: Da sich BMW im Motorsport neu ausrichtet, wird die Partnerschaft mit Schnitzer nicht fortgeführt. Das Team steht vor dem Aus.
Ein halbes Jahrhundert gemeinsame Motorsportgeschichte
Über ein halbes Jahrhundert lang waren Schnitzer Motorsport und BMW gemeinsam auf den Rennstrecken der Welt unterwegs und feierten grandiose Erfolge in den verschiedensten Kategorien. Zu Beginn feierte Schnitzer Motorsport mit BMW Rennfahrzeugen Titel in der Deutschen Rundstrecken-Meisterschaft und der Europa-Bergmeisterschaft.
Und so ging es weiter: Sportwagen, Tourenwagen, Prototypen, GT-Racing - die Liste der Triumphe, die Schnitzer Motorsport und BMW gemeinsam im internationalen Rennsport gefeiert haben, ist lang und beeindruckend.
In den 1980er-Jahren wurde Schnitzer drei Mal Tourenwagen-Europameister. Zu dieser Zeit begann auch die Serie von neun Siegen im Tourenwagenrennen auf dem Guia Circuit in Macau (MAC). Zwischen 1989 und 2010 triumphierte Schnitzer fünf Mal beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und hatte damit wesentlichen Anteil daran, dass BMW bis heute Rekordsieger bei diesem Langstreckenklassiker ist.
Gleiches gilt für das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (BEL), das Schnitzer ab 1985 ebenfalls fünf Mal gewann. Zu den großen Höhepunkten der Partnerschaft zählt zweifellos auch der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans (FRA) 1999 mit dem legendären BMW V12 LMR. Mit diesem Prototyp gewann Schnitzer im selben Jahr auch das 12-Stunden-Rennen von Sebring (USA). 2001 sicherte sich das Team den Titel in der GT-Wertung der American Le Mans Series (ALMS).
Im Jahr 2012 kehrte Schnitzer als Werksteam mit BMW in die DTM zurück - und gemeinsam feierten sie ein triumphales Comeback-Jahr, mit dem Fahrertitel für Bruno Spengler (CAN), dem Teamtitel für das BMW Team Schnitzer und dem Herstellertitel für BMW.
In den vergangenen Jahren setzte Schnitzer seine Aktivitäten im GT-Sport fort und trat unter anderem in der International GT Challenge (IGTC) an. Unvergessen ist der Sieg mit Augusto Farfus (BRA) im November 2018 beim GT World Cup in Macau. Es war Charly Lamms letztes Rennen als Teamchef, bevor er die Leitung des Teams an Herbert Schnitzer Junior übergab. In der abgelaufenen Saison 2020 kehrte das BMW Team Schnitzer unter neuer Führung auf das Podium des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring zurück und holte mit dem BMW M6 GT3 den dritten Rang.
Wir sind sehr stolz darauf, über ein halbes Jahrhundert lang gemeinsam mit BMW den internationalen Motorsport entscheidend mitgeprägt zu haben und auf das Ansehen, das Schnitzer Motorsport weltweit entgegengebracht wird, sagt Herbert Schnitzer Junior. Wir sind auch sehr stolz auf die Erfolge und Titel, die wir in all den Jahrzehnten zusammen feiern konnten, im Tourenwagensport, im GT-Sport, in Le Mans, in Macau und auf der Nürburgring-Nordschleife. Wir danken BMW für die jahrzehntelange Partnerschaft und das Vertrauen, das uns immer entgegengebracht wurde. Wir blicken sehr gern zurück auf all das, was wir gemeinsam mit BMW erreicht haben. Ich denke, eine so lange und erfolgreiche Zusammenarbeit, wie wir sie mit BMW hatten, ist im Motorsport etwas Einmaliges.
Generationswechsel im Team Schnitzer
Zu Beginn der Woche hat das BMW Team Schnitzer bekanntgegeben, dass es beim Traditionsrennstall aus Freilassing (GER) ab 2019 personelle Veränderungen geben wird: Der langjährige Teamchef Charly Lamm (GER) übergibt die Geschäftsleitung der Schnitzer Motorsport GmbH ab 1. Januar an Herbert Schnitzer junior.
Der Sohn von Teamgründer Herbert Schnitzer senior. Schnitzer junior bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Wir sind sehr stolz darauf, über ein halbes Jahrhundert lang gemeinsam mit BMW den internationalen Motorsport entscheidend mitgeprägt zu haben und auf das Ansehen, das Schnitzer Motorsport weltweit entgegengebracht wird, sagt Herbert Schnitzer Junior. Wir sind auch sehr stolz auf die Erfolge und Titel, die wir in all den Jahrzehnten zusammen feiern konnten, im Tourenwagensport, im GT-Sport, in Le Mans, in Macau und auf der Nürburgring-Nordschleife.
Die Rückkehr des BMW Team Schnitzer auf den Nürburgring
Das BMW Team Schnitzer blickt auf eine beeindruckende Historie bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring (GER) zurück. Fünf Mal konnte die Mannschaft um Teamchef Charly Lamm (GER) den Langstreckenklassiker in der Eifel bereits gewinnen.
Anlässlich der Rückkehr des Teams in die „Grüne Hölle“ in dieser Saison erhält der BMW M6 GT3 mit der Startnummer 43 ein besonderes historisches Design. Die Geschichte des BMW Team Schnitzer auf dem Nürburgring schrieb das BMW Team Schnitzer im Jahr 1989. beim Langstreckenklassiker auf der Nordschleife. Sieger die Ziellinie.
Seit 50 Jahren betreibt das BMW Team Schnitzer Spitzen-Motorsport. Unzählige Meisterschaften hat die Mannschaft aus dem oberbayerischen Freilassing in den zurückliegenden Jahrzehnten errungen.
Jüngstes Highlight in der bewegten Geschichte des Familienunternehmens der Gebrüder Josef und Herbert Schnitzer sowie Charly und Dieter Lamm: 2012 siegte der BMW Schnitzer-Pilot Bruno Spengler in einem Herzschlagfinale im letzten, alles entscheidenden Rennen um die DTM. Gleich drei Titel waren damit eingefahren: für den Fahrer, die Marke BMW und das Team.
Ein totaler Erfolg im ersten Jahr des Wiedereinstiegs von BMW. Der Name Schnitzer steht für rund 400 Siege und für Titelgewinne auf Rennstrecken in aller Welt. Zugleich erlaubt dieses Buch einen detailreichen Streifzug durch fünf Jahrzehnte faszinierenden Rennsports.
BMW Team Schnitzer: Spezialist für Premieren in der DTM
Das BMW Team Schnitzer ist ein echter Spezialist für Premieren in der DTM. 2012 wiederholte sich die Geschichte: Gemeinsam mit BMW Motorsport kehrten Teamchef Charly Lamm (DE) und seine Crew in die DTM zurück und machten genau dort weiter, wo sie mit den beiden Laufsiegen von Ravaglia beim Saisonfinale 1992 in Hockenheim (DE) aufgehört hatten. Dass am Ende der Comeback-Saison sowohl der Fahrer- als auch der Teamtitel für das BMW Team Schnitzer zu Buche stehen würden, hätten jedoch wohl selbst die treuesten Fans der Oberbayern nicht für möglich gehalten.
BMW und Schnitzer ist seit jeher eine erfolgreiche Kombination. 1963 gründete Herbert Schnitzer (DE) das Team gemeinsam mit seinem Bruder Josef. Ein Jahr später feierte die Mannschaft mit einem BMW 1800Ti ihr Debüt beim Bergrennen in Bad Neuenahr (DE). Nach zahlreichen Erfolgen in der Anfangsphase der Teamgeschichte erschütterte der tödliche Unfall von Josef Schnitzer, der sich gerade auf dem Weg zu einem Rennen in Zolder (BE) befand, die Familie.
Seither führt Herbert Schnitzer die Geschicke von Schnitzer Motorsport mit seinen Halbbrüdern Karl - genannt "Charly" - und Dieter Lamm weiter. Insgesamt hat das BMW Team Schnitzer in den vergangenen fast 50 Jahren mit BMW 17 Meisterschaften gewonnen - darunter die Tourenwagen-Weltmeisterschaft 1987, die DTM 1989 und 2012, drei Tourenwagen-Europameisterschaften und weitere Championate in Deutschland, England, Italien, Japan, Nordamerika und Südostasien.
1999 gelang mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans (FR). Je fünf Mal konnte das Team bereits die 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (DE) und in Spa-Francorchamps (BE) für sich entscheiden - natürlich immer mit BMW Rennwagen.
AC Schnitzer: Tuning vom Feinsten
Wenn man BMW-Enthusiasten nach dem fähigsten Tuner für ihre Lieblingsmarke fragt, ist der Name AC Schnitzer mit Sicherheit ganz vorne dabei. Immer wieder verblüffen die Aachener mit ungewöhnlichen Konzeptfahrzeugen und präsentieren Highlights wie die ACL2-Sonderserie oder das AC1-Rad. Und nicht nur die Produkte der aktuellen AC-Schnitzer-Palette erfreuen sich großer Beliebtheit, historisches Material aus Aachen genießt oftmals gar Kultstatus und ist äußerst gesucht.
Mit 600 Mitarbeitern an fünf Standorten und 240 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016 ist die Kohl-Gruppe ein echtes Schwergewicht. Neben dem Verkauf von BMW-Automobilen gehören auch die Marken Mini, Jaguar Land Rover und Opel zum Portfolio der PKW-Sparte, die heute eine von drei Säulen des Unternehmens bildet. Die zweite Säule besteht im Motorradgeschäft mit BMW und Harley-Bikes und die dritte schließlich im Tuningsektor, wo sich die Marke AC Schnitzer den vierrädrigen Fahrzeugen und die Marke Phoenix den Bikes widmet.
Mit solchen Dimensionen konnte keiner der Beteiligten rechnen, als AC Schnitzer auf der IAA 1987 mit dem 245 PS starken S7 auf Basis des 735i sein erstes Tuningfahrzeug vorstellte. Nach dem Prinzip „Vom Motorsport auf die Straße” entwickelte AC Schnitzer ein vollständiges Angebot für die damals aus 3er, 5er, 6er und 7er bestehende BMW-Modellpalette. Sowohl für den kleinen als auch den großen Sechszylinder wurden Zylinderkopfbausätze und Hubraumerweiterungen angeboten.
Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die Umsetzung von Motorsport-Technologie für den Straßeneinsatz war das Konzeptfahrzeug „CLS-Coupé Leichtbau Silhouette” auf Basis des 3-Liter-M3 E36 mit 320 PS sowie dessen 3,2-Liter Nachfolger CLS II, der es auf 350 PS brachte. Insbesondere in letzterem Konzeptwagen kamen etliche Teile zum Einsatz, die zuvor im Schnitzer Gruppe A M3, etwa beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, getestet worden waren.
2005 ging AC Schnitzer dann auf Rekordjagd: Im süditalienischen Nardò erreichte der AC Schnitzer „Tension”, ein auf Basis des M6 e63 kreiertes Hochleistungscoupé mit 550 PS, eine Höchstgeschwindigkeit von 331,78 km/h und war damit der schnellste straßenzugelassene BMW seiner Zeit.
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