BMW R 1300 GS: Das teuerste Motorradmodell?

MOTORRAD hat sich im Konfigurator auf die Suche nach der funktional teuersten BMW R 1300 GS gemacht. Knapp 33.000 Euro stehen am Ende auf der Rechnung. Was in den 13.870 Euro Aufpreis alles enthalten ist, zeigen wir euch hier.

Trotz mehr Leistung und weniger Gewicht bietet BMW die neue R 1300 GS kaum teurer an. Dem gegenüber steht eine einfachere Hardware-Ausstattung der neuen 1300er. Und wer im Konfigurator die "Volle-Hütte-GS" durchklickt, treibt den Einstandspreis um knapp 14.000 auf 32.970 Euro hoch.

Die Konfiguration der "Volle-Hütte-GS"

Natürlich wählen wir für die BMW R 1300 GS in der "Volle-Hütte-Version" die Premium-Farbe "Aurelius Green Metallic". Sie kostet 2.740 Euro Aufpreis, bringt allerdings das Sozius-Paket mit Haltegriff, den elektrisch einstellbaren Windschild, den Komfortsitz für den Fahrer, den Hauptständer und einige schicke Frästeile gleich mit. Für weitere 500 Euro wählen wir die Enduro-Schmiederäder aus.

Dynamic-Paket

Nicht fehlen an einer BMW R 1300 GS sollte das semi-aktive Dynamic Suspension Adjustment (DSA). Es kostet in der neuen Version im Paket 1.610 Euro Aufpreis, beinhaltet allerdings zusätzlich den neu abgestimmten Quickshifter mit Blipper, den Riding Mode Pro mit 3 zusätzlichen Fahrmodi und die Sportbremse. Letztere sind im Grunde die radial angeschraubten neuen Brembo-Sättel mit rotem BMW-Schriftzug und neuen Kolben, die laut BMW bessere Verzögerungswerte erlauben sollen.

Radar- und Licht-Paket

Neue Technologie führt BMW bei der R 1300 GS im Innovations-Paket ein. Neu ist der Abstandstempomat mit Totwinkel-Warner, basierend auf einem Radar-System. Bei BMW heißt das Ganze Riding Assistant. Ins Paket schnürt BMW das neue Headlight Pro. Per LED-Matrix wird die Kurve ausgeleuchtet. Es ersetzt das bekannte Schwenksystem der R 1250 GS.

Touren-Paket

Im gewählten Touren-Paket der neuen BMW R 1300 GS sind einige interessante Features verpackt. Da wäre zum einen die Zentralverriegelung, die alle Schlösser steuert. Darunter die Schlösser der optionalen Koffer und des Topcase. Für die Vario-Koffer sind im Paket die Halter dabei, mitsamt der Stromversorgung für USB-Buchse und Licht im Koffer. Ebenfalls in diesem Paket enthalten sind die Verbreiterungen der Handschützer, die Navi-Vorbereitung und die verchromten Krümmer.

Höhenvariables Fahrwerk

Wer das DSA-Fahrwerk für die BMW R 1300 GS bestellt, bekommt 2 neue Optionen gestellt. Für 350 Euro die sogenannte Sportfederung mit längeren Federwegen und neuer Abstimmung der Dämpfer. Für 500 Euro ergänzt BMW das DSA mit der adaptiven Höhenregelung. Mit ihr senkt das Fahrwerk sich im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten ab. Wir wählten für diesen Artikel die adaptive Höhenregelung aus.

Original-Zubehör und Vario-Koffer

Bisher sind von den 13.870 Euro Aufpreis für die BMW R 1300 GS 7.700 Euro in die Pakete, die Räder und die Höhenregelung gegangen. Der Rest verteilt sich auf die Alarmanlage für 250 Euro, den Doppelendtopf von Akrapovic in Schwarz für 1.299 Euro, allerlei Carbon und Plastik für 328 Euro, die Hinterachsabdeckung aus Alu für 149 Euro und den getönten Windschild für 234 Euro.

Für Stauraum sorgen die Vario-Koffer mit bis zu 64 Liter Volumen, Licht und Ladebuchse für 990 Euro sowie das Topcase mit maximal 36 Liter Volumen für 615 Euro. Dazu noch das Navi namens Connected Ride Navigator für 695 Euro, der Scheinwerferschutz für 101 Euro und die Schutzhauben für die Zylinderköpfe für 238 Euro.

Die Top 9 der teuersten Motorräder in Deutschland

Nicht alles wird immer teurer. Manches war schon immer teuer. So wie diese Serienmotorräder mit Zulassung, die die teuersten in Deutschland sind.

Platz Modell Preis (ab)
9 Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP 29.699 Euro
8 Kawasaki Ninja ZX-10 RR 29.995 Euro
6 BMW M 1000 RR 36.300 Euro
5 Honda GL 1800 Gold Wing Tour 39.900 Euro
4 Indian Roadmaster Elite 44.990 Euro
2 Harley-Davidson CVO Road Glide ST 50.150 Euro
1 Bimota Tesi H2 63.466 Euro

Platz 9: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP

Wer hätte das gedacht: Die Top-Honda, die CBR 1000 RR-R Fireblade hat nicht nur den längsten Modellnamen, sondern ist das günstigste der teuersten Kräder in Deutschland. Die Supersportlerin mit Öhlins-Fahrwerk und Rennbremse, wiegt 201 Kilo vollgetankt und leistet 218 PS.

Platz 8: Kawasaki Ninja ZX-10 RR

Mit fast 30.000 Euro mit das günstigste der teuersten Motorräder in Deutschland: Kawasaki Ninja ZX-10 RR. Die vormalige Homologationsbasis für die WSBK von Kawasaki und technische Basis für die aktuelle Bimota KB998 in der WSBK. Bis zu 214 PS bei fahrfertigen 207 Kilo sind Supersport in Reinform. Übrigens: Teurer ist aus diesem Hause nur die nicht straßenzugelassene Kawasaki Ninja H2R.

Platz 6: BMW M 1000 RR

Die teuerste Basis-BMW ist die leichteste und stärkste BMW überhaupt. Ab 36.300 Euro kostet die BMW M 1000 RR, wobei auch hier im Konfigurator mit Carbon und Extras die 45.000 Euro keine Ausnahme, sondern die Regel sein dürften. Die technische Basis für die Superbike-WM leistet 218 PS bei nur 194 fahrfertigen Kilogramm Gewicht.

Platz 5: Honda GL 1800 Gold Wing Tour

Vom leichtesten Krad auf Platz 6 zum schwersten auf Platz 5: Honda verlangt für die Gold Wing Tour mit DCT und dem weiter einzigartigen Airbag ab 39.900 Euro. Dafür boxen allerdings auch 6 Zylinder auf über 1.800 Kubik verteilt, geschaltet wird automatisch, und der Fahrkomfort ist unerreicht.

Platz 4: Indian Roadmaster Elite

Noch schwerer und noch teurer als die Gold Wing ist der Platz 4, die Indian Roadmaster Elite. Luftgekühlter V2 mit 92 PS, der 417 Kilo beschleunigen muss. Das dürfte mit 171 Nm allerdings souverän möglich sein. Übrigens: das einzige Modell mit einer kühlenden Sitzbank ab Werk.

Platz 2: Harley-Davidson CVO Road Glide ST

Endlich eine Harley in der Liste der teuersten Bikes des Jahres. Und was für eine. Sportlicher und stärker war bisher keine Big-Twin-Harley: 128 PS und 193 Nm, dazu ein voll einstellbares Fahrwerk, das kostet nicht nur Geld, sondern trifft auch auf 380 fahrfertige Kilogramm Gewicht.

Platz 1: Bimota Tesi H2

Zwar widerspricht die Bimota Tesi H2 auf Platz 1 etwas mit Anspruch: unlimitiertes Sondermodell. Doch die 250 Stück versucht Bimota seit einigen Jahren an Mann oder Frau zu bringen. Hier limitiert sich eher die Nachfrage als das Angebot. Mit einer Einarmschwinge am Hinterrad fällt man heute nicht mehr auf, mit einer Achsschenkellenkung vorne allerdings schon. Die bei Bimota schon traditionelle, und patentierte Radnabenlenkung ist ein extremer Eye-Catcher, der aber auch technisch Sinn macht: kein eintauchen beim Bremsen, und das fördert den perfekten Strich durch die Ecke. Durch die 49% Beteiligung von Kawasaki an Bimota haben die Italiener Zugang zur Kawasaki Motorpalette. Und für die Tesi kommt nat. nur das derzeit PS-stärkste straßenzugelassene Serientriebwerk der Welt, der 231PS Kompressor Motor der H2 in Frage. Es wird nur 250 Tesi H2 geben, von der Tesi H2 Carbon Edition sogar nur 10 Exemplare!

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