Erkunden Sie Bochum auf verschiedenen, erlebnisreichen Radwanderwegen. Grundsätzlich sind alle ausgebauten ehemaligen Bahntrassen als gemeinsame Geh- und Radwege ausgewiesen. Das bedeutet, dass alle Menschen, die hier unterwegs sind, aufeinander Rücksicht nehmen müssen, keine Nutzergruppe ist hier bevorrechtigt.
Wichtige Verbindungsrouten durch Bochum
Neben den überregionalen Radwanderwegen existieren in Bochum weitere gut erschlossene Radwege abseits von Straßen, insbesondere auf alten Bahntrassen. Die Trassen sind für den Rad- und Fußverkehr freigegeben. Es handelt sich nicht ausschließlich um Radwege.
Die wichtigsten ehemaligen Bahntrassen sind:
- Die Erzbahntrasse ist wahrscheinlich die prominenteste ehemalige Bahntrasse Bochums.
- Die Springorumtrasse verbindet das Ortsteilzentrum Dahlhausen mit der Bochumer Innenstadt.
- Zwischen Harpen und Gerthe erstreckt sich die Lothringentrasse.
- Die Kray-Wanner-Bahn berührt Bochum an seinem äußersten westlichen Ende.
- Im äußersten Bochumer Osten verläuft der Rheinische Esel auf der Grenze zwischen Bochum und Witten.
Die Springorumtrasse im Detail
Die Springorum-Trasse führt vom Hauptbahnhof Bochum bis zum Bahnhof Bochum-Dahlhausen. Der im Juni 2019 fertiggestellte Radweg wurde nach Otto Springorum, langjähriger Generaldirektor der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, benannt. Er führt vorbei an dem ehemaligen Gelände des Kraftwerks Springorum, welches 1988 abgerissen worden ist. Heutzutage ist auf diesem Gelände der Innovationspark Springorum angesiedelt.
Streckeninformationen:
- Länge: ca. 11,2 km (davon ca. 8,1 km auf der ehem.
- Topografie: Einmal über den Haarstrang bis auf einen Hubbel auf der Anfahrt vom Hauptbahnhof anfangs eben, dann kontinuierliches leichtes Gefälle von Weitmar (125 m ü.
Sehenswürdigkeiten entlang des Weges
Die wichtigste Sehenswürdigkeit am Wegesrand ist das Schloss Weitmar mit dem Kunstmuseum „Situation Kunst“ und dem „Museum unter Tage“. Für Radfahrende sind aber auch die vielen Info-Tafeln im unteren Bereich der Springorum-Trasse interessant, die zu einem bergbauhistorischen Lehrpfad gehören und die für die Region wichtige Geschichte der frühen Zechen im Ruhrtal erklären.
Weitere Highlights:
- Eisenbahnmuseum Bochum in Dahlhausen
- Halde Hasenwinkel
- Schlosspark Weitmar
- Situation Kunst und Museum unter Tage
- Zeche Prinz Regent (heute Innovationspark Springorum)
- Malakowturm der Zeche Julius Philipp (Abstecher)
Bauabschnitte und Geschichte
Der ältere Bahntrassenweg von Dahlhausen bis Haus Weitmar wurde seit Dezember 2011 als Teil eines Bochumer Bahntrassenwegekonzeptes unter dem Namen "Springorum-Radweg" beginnend von Norden in drei Abschnitten bis an die Bochumer Innenstadt verlängert. Der erste Neubauabschnitt von der Goerdtstraße zur Wiemelhauser Straße/Waldring wurde im Herbst 2012 fertig gestellt. Der zweite Bauabschnitt vom Waldring bis zur Franziskusstraße war seit Anfang Februar 2013 in Arbeit und wurde am 7. August 2014 fertig gestellt. Die Arbeiten zur Untertunnelung der Hattinger Straße begannen im März 2016 und wurden nach dem eigentlichen Tunnelbau mit dem Wegebau im Herbst 2017 abgeschlossen.Der ältere Weg von Dahlhausen bis Weitmar wird seit Oktober 2018 ebenfalls asphaltiert.
Anbindung an weitere Radwege
Am Ausbau-Ende in Dahlhausen knüpft die Springorumtrasse über den R 27 an den Ruhrtalradweg von Duisburg nach Arnsberg an. Im Norden besteht außerdem über das Straßennetz ein Übergang zum Bahntrassenradweg auf der Lothringentrasse.
Direkt an den RuhrtalRadweg schließen weitere interessante Bochumer Radrouten an. Der Parkway Emscher-Ruhr führt vom Kemnader See aus bis zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Die „Route der Industriekultur per Rad“ besteht insbesondere aus dem Emscher Park Radweg und dem Rundkurs Ruhrgebiet. Mit dem Parkband West können drei große, jedoch unterschiedlich geprägte Parkanlagen in Bochum direkt erreicht werden: Im Norden beginnt die Route im Westpark praktisch am Ende der Erzbahntrasse vor der Jahrhunderthalle.
Aktuelle Informationen und Umleitungen
Seit Mittwoch (12.3.) installieren die Stadtwerke Bochum im Auftrag der Stadt Beleuchtungen auf der Springorumtrasse. Die Trasse ist deshalb seit Mittwoch (12.3.) im Bereich zwischen Springorumallee und Königsallee gesperrt. Ihr werdet mit dem Rad umgeleitet über die Wasserstraße und die Springorumallee. Radfahrende sollten die ausgeschilderte Umleitung über die Wiemelhauser Straße, der Wasserstraße und der Springorumallee nutzen.
Die geplante Opeltrasse
Nach intensiven Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG konnte die Stadt Bochum im Winter 2022 einen stillgelegten Gleisabschnitt, der vom Stadtteil Wiemelhausen bis nach Bochum-Laer führt, erwerben. Jetzt sind die Entwurfsplanungen für den kombinierten Fuß- und Radweg - die Opeltrasse - weitgehend abgeschlossen, die Ausführungsplanung wird aktuell erstellt.
Die circa vier Kilometer lange Strecke sollen zum Beispiel auch Rastplätze mit Aufenthaltsqualität säumen. Der Rad- und Fußweg, der von der Alten Wittener Straße vier Kilometer weit bis zum Gewerbegebiet Prinz Regent führt, biete Berufspendlerinnen und -pendlern eine echte Alternative zum Auto. Die Freigabe der Opeltrasse wird bereits von vielen fahrradbegeisterten Bochumerinnen und Bochumern herbeigesehnt. Der Abschluss des Projekts ist nun endlich in Sicht: Die ersten Räder werden Ende 2024 über die Opel-Trasse rollen.
ADFC: Ihr Partner für sicheres Radfahren
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
Tipps für sicheres Radfahren:
- Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen.
- Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen.
Verkehrssicherheit des Fahrrads
Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen.
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