Rennradfahrer, die nicht regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, wo Gewicht und Aerodynamik die vorherrschenden Parameter sind, wollen bei ihren Laufrädern vor allem zwei Dinge: Komfort und Haltbarkeit, bei vergleichsweise geringem Preis. Genau diese Kategorie haben wir im Dauertest ausführlich geprüft.
Moderne Allround-Laufräder im Fokus
Gemeinsames Merkmal aller 14 Laufräder im Test ist, außer dem Material Aluminium, dass die Innenbreite - oder Maulweite - der Felgen 19 Millimeter oder mehr beträgt. Darin unterscheiden sich die modernen Allrounder von den Laufrädern, die viele Radsportler noch in ihrem Fundus haben. Bis vor einigen Jahren waren 15 Millimeter Maulweite normal, dann etablierten sich 17 bis 18 Millimeter, nun sind 19 bis 22 Millimeter en vogue.
Testkriterien
So testet TOUR:
- Steifigkeit: 30 %
- Gewicht: 30 %
- Rundlauf: 10 %
- Massenträgheit/Beschleunigung: 10 %
Laufräder im Test
Hier eine Übersicht der getesteten Laufräder:
5 Laufräder für Rennräder mit Felgenbremse im Test:
- Aerycs A35
- Bontrager Paradigm Comp
- Mavic Ksyrium UST
- Ritchey WCS Zeta
- Vision Trimax 30
9 Laufräder für Rennräder mit Scheibenbremse im Test:
- Bontrager Paradigm Comp Disc
- Campagnolo Scirocco Disc
- DT Swiss ER 1600 SPline db 23
- Fulcrum Racing 3
- Mavic Ksyrium UST Disc
- Ritchey WCS Zeta Disc
- Rose R-30 Disc
- Shimano WH-RX 570
- Vision Trimax 30 Disc
Carbon- und Aerolaufräder: Der Upgrade-Traum
Tiefe Carbonlaufräder am neuen Rennrad - und dank perfekter Felgen- und Reifenkombination auch noch schneller? Kaum ein anderes Update verspricht so viel wie ein Satz begehrter Laufräder. Doch auch keine anderen Komponenten kosten so viel. Die Entscheidung zum Kauf der knapp 7.000 € teuren Lightweight Obermayer EVO treffen wohl die wenigsten von uns mal nebenbei. Welcher Laufradsatz ist also der richtige und wie groß sind die Unterschiede? Ist teuer auch immer besser?
Wir hatten die elf spannendsten und einzigartigsten Modelle im Laufrad-Test, waren auf der lokalen Feierabendrunde und fernen Anstiegen unterwegs und haben die Räder auf Herz und Nieren getestet. Doch gerade bei dem Performance-Upgrade schlechthin sind Zahlen und Fakten ebenso wichtig. Im Laufrad-Test sind alle großen und wichtigen Hersteller vertreten. Von Carbon-Pionieren wie Lightweight, absoluten Klassikern wie Mavic und DT Swiss über etablierte Hausmarken der großen Bike-Hersteller zu den neuesten Playern in der Laufradwelt.
Treu dem GRAN FONDO Motto haben wir die begehrtesten und vielversprechendsten sowie Mythen-umrankte Laufräder am Start. Bei uns messen sich Weightweenie-Träume mit Performance-Monstern, 60-mm-Aero-Felgen mit Allround-Endurance-Laufrädern und Allrounder mit Spezialisten. Das heißt, wir vereinen die begehrtesten und bekanntesten Laufräder mit Performance-Anspruch.
Allround-Laufräder im Detail
Wir testen Laufräder im „Allround”-Segment, heißt: Räder mit Aero-Anspruch, aber ohne das Gewicht zu vernachlässigen. In diesen Bereich fallen Laufräder, die sowohl auf schnellen, flachen Strecken als auch in den Bergen die richtige Wahl sind. Also keine 80-mm-Carbon-Bomber oder extreme Kletter-Spezialisten. Weil alle getesteten Wheels für moderne Reifen, ob tubeless oder nicht, geeignet sein sollen, achten wir auf modern gewählte Felgenbreiten und Maulweiten.
Ebenfalls zur Felge gesellt sich das aktuell heiß diskutierte Hookless-Thema. In unserem Testfeld sind hakenlose sowie klassisch behakte Modelle vertreten. Und - Achtung Spoiler - einige der Hookless-Modelle sind ganz vorn mit dabei. Und so ergibt sich ein spannendes und gleichzeitig polarisierendes Testfeld.
Wir haben die leichtesten und schnellsten Allrounder und die angesagtesten Modelle im Laufrad-Test. Und auch beim Preis zeigt sich die Diversität, zugegeben: Wirkliche Schnäppchen sind nicht vertreten.
Testbedingungen und -methoden
Um die Unterschiede im Handling und Fahrgefühl bestimmen zu können, haben wir unter einer Vielzahl an Bedingungen getestet, waren in Südschweden auf der Suche nach den windigsten Crosswind-Passagen, haben in der Provence den Mont Ventoux erklommen und um unser Office herum den heimischen Schwarzwald unsicher gemacht. Im Back-to-back-Testing haben wir innerhalb kurzer Zeit alle Laufräder mit gleicher Bereifung, auf gleicher Strecke und mit vergleichbaren Wetterbedingungen getestet. Dabei waren alle Laufräder mit Contis GP5000 S TR in 28C und tubeless ausgestattet.
- Compliance der Räder entscheidet viel über den tatsächlichen Einsatzbereich.
- Ein steifes Laufrad bedeutet vor allem ein reaktives und agiles Rad, das auf Lenkimpulse und Antritte flink reagiert und den Input direkt umsetzt.
- Allround soll auch klettern können, daher wurde jedes Laufrad ausgiebig am Berg getestet.
Windkanal-Tests
Wir waren mit den Laufrädern in Deutschlands neuestem radsport-spezifischen Windkanal. THE AEROW aus Bad Wörishofen und die Spezialisten von HYCYS haben sich ganz dem Sport verschrieben und standen uns für den Test zur Seite. Getestet wurden dabei alle Laufräder im Bike bei 45 km/h Windgeschwindigkeit und mit angetriebenen Rädern. Ein aktuelles Canyon Ultimate CFR dient uns als Benchmark für moderne Racebikes.
Alle Laufräder wurden mit Continental GP 5000 S TR Reifen in 28 mm Breite und Schläuchen für einen schnelleren Umbau getestet. Der Reifendruck im Test lag bei 5 bar.
Ergebnisse und Erkenntnisse
Zugegeben, vor dem Test hätten wir nicht gedacht, so große Unterschiede zwischen den Laufrädern zu finden. Doch schon während der ersten Meter stellte sich heraus, es gibt zwar Ähnlichkeiten, doch kein Laufrad gleicht dem anderen. Und so zeigen sich auch im Fahrtest unterschiedlichste Charaktere.
So kristallisieren sich beispielsweise die sehr leichten Lightweight Obermayer EVO als absolute Kletter-Freunde heraus. Dank der extrem steifen und leichten Bauweise machen die Räder besonders am Berg absolut Spaß. Kein anderes Laufrad kann da mithalten. Oder das DT Swiss ERC 1100, ein unglaublich ausgeglichenes Laufrad ohne Zicken oder unerwartetem Verhalten. In jeder Situation machen die Räder exakt was man will und braucht.
Auch Carbonspeichen, wie sie an den Rädern der 50-mm-Gang HUNT und CADEX verbaut sind, ergeben ein einzigartiges Fahrgefühl. Durch die hohe Zugfestigkeit der Speichen lässt sich ein steifes Laufrad bauen.
Aerodynamische Leistung im Detail
Hier zeigt sich, wie schnell die Räder wirklich sind und ob die hochlobenden Marketing-Versprechen der Realität entsprechen.
Erstens: Der Wert der aerodynamischen Belastung, hier angegeben mit Cx*A (aus dem Englischen als CdA-Wert bekannt), gibt an, wie viel Luftwiderstand ein Objekt hat. In unserem Fall bezieht sich dieser Wert auf das Gesamtsystem Fahrrad. Da das Canyon Ultimate CFR, in dem die Laufräder verbaut werden, jedes Mal dasselbe ist, vergleichen wir lediglich die Unterschiede zwischen den Laufrädern.
Zweitens: Die im Radsport beliebte Kennzahl Watt. Beide Werte stellen über die gemessenen Gierwinkel gemittelt eine Vergleichbarkeit zwischen den Laufrädern dar. Außerdem ist der Gierwinkel, aus dem Englischen als Yaw Angle bekannter Anströmwinkel, relevant. Dieser bezeichnet den Winkel, aus dem der Luftstrom auf das zu messende Objekt trifft, in unserem Fall das Bike mit den Testlaufrädern.
Für unseren Test messen wir zwischen +/- 20°, mit Messpunkten alle 2,5°.
Vergleich der Laufräder im Windkanal
Schon mal vorweg: Alle Laufräder im Test funktionieren hinsichtlich der Aerodynamik. Zum Vergleich hatten wir ein Einsteiger-Alu-Laufrad im Windkanal, und im Schnitt lagen die Performance-Laufräder über 12 Watt weiter vorn. Doch auch unter den Laufrädern gibt es klare Unterschiede. Räder mit geringer Felgentiefe wie Mavic und Lightweight schneiden tendenziell am schlechtesten ab.
Roval und Reserve setzen an Front und Heck auf verschieden profilierte Felgen mit unterschiedlicher Tiefe. Dabei ist der Gedanke, die Anfälligkeit für Seitenwind an der sensiblen Front zu minimieren und mit einem tiefen Hinterrad für gesteigerte Effizienz und einen höheren Segeleffekt zu sorgen. Und der Gedanke scheint aufzugehen, denn trotz flacherem Vorderrad performen sowohl Roval als auch Reserve besser als die 60 mm tiefen Vision Metron SL.
Bontrager Aeolus RSL 51 TLR im Fokus
Eine weitere Überraschung ist die sehr gute Performance der Bontrager Aeolus RSL 51 TLR. Denn trotz etwas veraltet wirkender Felgengeometrie funktioniert die Aerodynamik weit besser als bei der Konkurrenz mit gleicher Felgenhöhe. Beachtet man den Verzicht auf tiefe Messerspeichen, wird das Ergebnis umso beachtlicher. Vermutlich erkauft sich das Bontrager-Entwicklungsteam durch eine vergleichsweise schmale Felge und eine daraus resultierende kleinere Stirnfläche, also durch schmalere Felgen und Reifen, viel Performance bei niedrigen Gierwinkeln.
Testsieger: Syncros Capital SL Aero
Der Laufrad-Testsieger Syncros Capital SL Aero kann auf ganzer Linie überzeugen. Als modernstes Laufrad mit One-Piece-Konstruktion, innovativen Aero-Reifen und 60 mm Felgen erfüllt es sämtliche Punkte auf unserer Wunschliste mit Bravour. Dazu kommen das geringe Gewicht und ein perfekt ausbalanciertes Fahrgefühl. Ja, die Laufräder sind für Racing gebaut und wollen schnell bewegt werden, und das macht eine herausragende Performance auch umso leichter.
Reserve 52|63: Sieger der Herzen
Die Reserve 52|63-Laufräder sind die unangefochtenen Sieger der Herzen. Mit klassischer behakter Felgenkonstruktion, überraschend starker Aero-Performance und einem vielseitigen Fahrgefühl bestechen die Räder durch verlässliche und ausgewogene Leistung in fast jeder Situation. Auch das Gewicht von 1.455 g, zwar etwas schwerer als der Schnitt im Laufrad-Vergleichstest, ist für Räder mit solch hohen Felgentiefen auf einem sehr guten Niveau.
Weitere Erkenntnisse aus dem Test
Nach all dem Sichten von Daten und dem Besprechen von Testeindrücken haben sich einige Erkenntnisse besonders herauskristallisiert. Ein paar Punkte und Features haben uns dabei nachträglich überrascht oder die Augen geöffnet. Dazu gesellen sich auch einige Dinge, die wir an unseren nächsten Laufrädern nicht missen wollen.
- Carbonspeichen machen ein steifes Laufrad, was wiederum ein reaktives und agiles Rad bedeutet, meist geht das aber auf Kosten der Compliance. Für Racing und das letzte bisschen Performance zwar die richtige Wahl, doch für die entspannte Wochenendtour etwas zu hart.
- Ein ungebohrtes Felgenbett, wie es Syncros, Lightweight und Mavic bieten, macht selbst den größten Tubeless-Skeptikern richtig Spaß. Ventil rein und schon ist die Felge ready, kein Tape und keine schleichenden Platten.
- Ja, den Segeleffekt, den gibt’s auch im Radsport, und dieser macht richtig was aus. Kurz gesagt gilt: je tiefer die Felge und je mehr Fläche durch breite Speichen, desto mehr Angriffsfläche für den Wind.
- Breitere Reifen bieten dank geringerem Druck mehr Grip und Compliance, das schont auf der großen Fahrt und macht einfach mehr Spaß.
- Im Laufrad-Test hatten wir allerdings keine Probleme, ganz im Gegenteil: Die hakenlosen Räder funktionieren problemlos und teils besser als die behakte Konkurrenz.
Auch kleine Unterschiede in der Effizienz lassen sich im Back-to-back-Test herausfahren.
Bontrager Aeolus RSL: Neue Aero-Laufräder im Detail
Die von Trek gesponserten Profi-Teams setzen schon seit einer ganzen Weile auf Bontrager Laufräder. Drei neue Aero-Laufräder stellt der US-Hersteller Bontrager vor. Die Aeolus RSL wurden komplett neu entwickelt und sind die Nachfolger der XXX-Laufräder des Komponenten-Herstellers von Trek. Die neuen Modelle besitzen Felgenhöhen von 51, 62 oder 75 Millimetern. Sie erweitern damit das Aeolus-RSL-Portfolio, die leichten 37-Millimeter-Modelle waren bereits zuvor erhältlich.
Technologien und Design
Bontragers neue Aeolus RSL-Laufräder sind das Ergebnis eines komplett überarbeiteten Designprozesses. Am Aeolus RSL sorgt die Felgeninnenweite von 23 Millimetern - am Aeolus RSL 37 sind es 21 Millimeter - für einen aerodynamisch optimierten Übergang zum Reifen. Dieses Design soll es ermöglichen, einen geringeren Reifendruck zu fahren, welcher mehr Komfort bieten kann. Dies sorgt für eine Einheit aus Reifen und Felge, die nicht nur schneller sein soll, sondern auch mehr Fahrstabilität bietet.
Alle Aeolus RSL-Laufräder sind aus dem von Trek bewährten OCLV-Carbon gefertigt. Dieses soll für eine hohe Steifigkeit und ein sehr geringes Gewicht sorgen. Der komplette Laufradsatz des RSL 37 wiegt nach Herstellerangaben 1325 Gramm. Die neuen RSL 51 wiegen 1410 Gramm, das Modell mit 62 Millimetern Felgenhöhe 1520 Gramm.
Die Profis des WorldTour-Teams Trek-Segafredo waren an der Entwicklung des Laufräder beteiligt. Aerodynamisch schnellere Felgenformen und eine Laufrad/Reifen-Einheit mit nachweislich verringertem Rollwiderstand sorgen für erhebliche Watt-Einsparungen. Die Laufräder wurden ausschließlich für den Gebrauch mit Scheibenbremsen hergestellt und sind ab Werk Tubeless Ready montiert.
Modelle und Preise
Als weiteres Modell wird der Aeolus-Pro-Laufradsatz angeboten.
| Modell | Preis Vorderrad | Preis Hinterrad |
|---|---|---|
| Aeolus RSL 51/62/75 | 1099 Euro | 1299 Euro |
| Aeolus Pro 51 | 599 Euro | 699 Euro |
Bontrager Aeolus Comp 5 TLR: Alu-Carbon-Verbund im Test
„Strong, light, cheap - pick two“ lautet der berühmte Ausspruch, der dem Laufradexperten Keith Bontrager zugeschrieben wird. Vor dieser Entscheidung steht heute so ziemlich jeder Laufrad-Käufer: Will er einen aerodynamisch optimierten, leichten Radsatz sein eigen nennen, muss er definitiv eine vierstellige Summe investieren, darunter sind Vollcarbon-Felgen nun mal nicht zu haben.
Eine Besonderheit von Verbundfelgen dieser Art ist, dass der Carbon-Anteil lediglich eine Verkleidung darstellt, welche die aerodynamischen Eigenschaften optimieren soll. Zum Gewicht des tragenden Bauteils, also der Alu-Felge, kommt also das der Carbon-Verkleidung, sodass die Verbundfelge immer einen Gewichtsnachteil hat.
Beim vorliegenden Radsatz hält sich dieser freilich in Grenzen, denn der Aeolus Comp 5 TLR dürfte auf einen Radsatz wie dem bewährten Bontrager Race TLR basieren, worauf das Innenmaß der Felgen von 17,5 mm hinweist. Wobei die Verkleidung nicht alles ist: Zusätzlich ist der Radsatz natürlich mit Flachspeichen aufgebaut, wogegen der Race TLR (wie sein Nachfolger Paradigm TLR) mit konventionellen Rundspeichen versehen ist.
Details und Besonderheiten
An dieser Stelle kann der Radsatz einen Vorzug gegenüber Carbon-Laufrädern ausspielen, denn konstruktionsbedingt sitzen die Speichennippel unsichtbar tief drinnen in der Alu-Felge. Das sieht schön aus; was es aerodynamisch bringt, lässt sich jedoch schwer beurteilen, nicht zuletzt wegen der Bohrungen am inneren Felgenrand. Außerdem muss zum Zentrieren der Reifen demontiert und ein langer Steckschlüssel bemüht werden.
Extrem sauber ausgeführt ist die Verbindung zwischen Alu-Felge und Carbon-Verkleidung. Der Übergang ist kaum spürbar, der Spalt zwischen den zwei Materialien extrem schmal, überhaupt machen die Felgen einen sehr hochwertigen Eindruck.
Bontrager gehört zu den Vorreitern der Tubeless-Technologie und stattet natürlich auch diesen Radsatz mit einem entsprechenden Felgenbett aus. Der Conti 5000 TL dichtet sofort und dauerhaft ab und lässt sich später leicht von der Felge ziehen.
Fahreigenschaften
Hier zeigt sich der Aeolus Comp 5 TLR mit gefühlt hoher Steifigkeit von seiner guten Seite: Wie gewohnt geht das Rad nach vorne und bald ist eine angenehme Reisegeschwindigkeit erreicht.
Bei leichtem Wind erweisen sich die Bontrager-Räder als angenehm neutral und verhalten sich unauffällig, wenn sich durch eine Straßenbiegung die relative Windrichtung ändert. Auch bei hohem Tempo bergab zerrt der Fahrtwind nicht merklich stärker an den Felgen.
Bontrager Aeolus RSL 51 TLR im Praxistest
Bontrager stellt mit den Aeolus RSL 51 einen richtig guten Allrounder auf die Räder. Compliance und Fahrgefühl sind ein perfekter Kompromiss für alles zwischen langer Trainingsfahrt und Renneinsatz. Direktheit im Antritt und ein hohes Maß an Sicherheit machen die Räder zu einem Laufrad für jede Bedingung. Auch die Performance im Windkanal ist überraschend.
Fahrverhalten und Aerodynamik
Wie Bontrager proklamiert, sollen die Aeolus RSL 51 nicht nur in Sachen Aerodynamik überzeugen, auch das Fahrverhalten soll neue Level erreichen. Und das zeigt sich auch im Test, denn das äußerst ruhige und berechenbare Fahrverhalten wird durch ein perfektes Level an Compliance ergänzt. So machen die Laufräder nicht nur auf glattem, nagelneuem Asphalt Spaß, auch auf einem in die Jahre gekommenen und verschmutzten Untergrund lassen sie sich sicher steuern. Trotzdem ist der klare Race-Charakter zu erkennen.
Am Berg zeigt sich allerdings das etwas erhöhte Gewicht. So sind die Bontrager Aeolus RSL 51 zwar zügig und reaktiv, doch gerade beim Beschleunigen aus engen Serpentinen spürt man den Gewichtsnachteil. Das bestätigt sich auch bei Seitenwind.
Windkanal-Ergebnisse
Zumindest was die Felgenform angeht, sind wir skeptisch, und so ist auch die Performance im Praxistest der Laufräder etwas unterdurchschnittlich. Die Ergebnisse aus dem Windkanal bestätigen diesen Eindruck.
Überraschend ist allerdings die Performance bei geringen Gierwinkeln bis etwa 5°. Hier schlägt der Bontrager Aeolus RSL 51 teilweise sogar den Testsieger Syncros Capital SL Aero. Doch darüber hinaus bricht die Performance schnell ein und vor allem bei den so wichtigen mittleren Gierwinkeln um 10°.
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