E-Bikes sind mit einem Motor ausgestattet, der das Rad mit der nötigen Power versorgt. Der Akku wiederum versorgt den Motor mit der notwendigen Energie. Eine volle Batterie gewährleistet viele Stunden Fahrspaß. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem Sie den Akku laden müssen, denn ohne Akkuleistung gibt es keine motorisierte Fahrt. Einen Akku zu laden, ist gar nicht schwer. Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten, damit die Akkuleistung optimal bleibt. Viele Kunden fragen uns daher: „Was muss ich beachten, wenn ich mein E-Bike lade?“ Wir haben für Sie ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, damit Sie Ihren Akku richtig laden.
Grundlagen des Ladens von E-Bike Akkus
Moderne E-Bikes sind mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Er hat eine hohe Energiedichte und ist enorm langlebig. Das richtige Laden des Akkus ist ausschlaggebend dafür, dass er auch nach vielen Kilometern noch viel Power hat und eine hohe Reichweite ermöglicht. Je nach Modell und Vorlieben entnehmen Sie entweder den Akku zum Laden oder schließen das E-Bike direkt an die Stromversorgung an. Zuerst einmal lohnt es sich, einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen. Falls es für Ihr E-Bike Besonderheiten gibt, auf die Sie achten sollten, finden Sie sie dort.
Verwenden Sie Originalteile
Doch unabhängig davon, welches Modell Sie besitzen, verwenden Sie bitte beim Laden des Akkus Ihres E-Bikes nur Originalteile! Ladegerät und Batterie sind bei Ihrem E-Bike eine aufeinander abgestimmte Einheit. Nutzen Sie ausschließlich die Originalteile. Damit erhalten Sie die Herstellergarantie und vermeiden Schäden an der Batterie.
Lademöglichkeiten unterwegs
Radwege, Museen oder Restaurants stellen für Tourenfahrer häufig Ladestationen zur Verfügung. Verwenden Sie auch hier nach Möglichkeit Ihr eigenes Ladegerät. Wenn Sie die Möglichkeit haben, informieren Sie sich vorher über die Lademöglichkeiten. Wir empfehlen Ihnen, die LED-Signale des Akkus vor der ersten Benutzung zu prüfen. Funktionieren die Anzeigen? Gut. Dann kann es losgehen.
Wichtige Tipps für das Laden von Lithium-Ionen-Akkus
Lithium-Ionen-Akkus haben neben Ihrer Leichtigkeit den großen Vorteil, dass Sie ihn nicht kalibrieren müssen. Er bringt ab Werk die volle Leistung. Der Akku bevorzugt trockene, staubfreie Umgebungen. Feuchtigkeit und Schmutz beeinträchtigen ihn. Laden Sie den Akku separat, liegt er idealerweise zum Laden auf einer feuerfesten, stabilen Unterlage.
Temperaturmanagement
Den Akku des E-Bikes bei optimaler Temperatur laden, ca. Batterien halten länger, wenn es gelingt, sie vor Überhitzung durch direkte Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Akkuzellen sowie die Steuerung sind temperaturempfindlich. Eine trockene Umgebung ist wichtig, aber zu viel direkte Sonne auf dem Akku beeinträchtigt seine Lebensdauer. Die ideale Betriebstemperatur liegt bei 20 °C. Zu starke Hitze und extreme Kälte schaden der Batterie.
Winter- und Sommerbetrieb
Im Winter gilt also die Faustregel: Laden Sie den Akku drinnen und setzen Sie ihn erst kurz vor der Fahrt ein. Laden Sie das E-Bike direkt, stellen Sie es dafür im Winter am besten in einen wärmeren Raum. Am Anfang der Wintertour braucht der Akku eine mittlere Unterstützung, damit er seine Betriebstemperatur erreichen kann. Im Sommer achten sie darauf, dass der Akku beim Laden nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist. Suchen Sie ihm einen Schattenplatz, auch wenn Sie nur Pause machen.
Umgang mit Feuchtigkeit
Leider haben wir noch kein passendes Mittel gegen Regen und Nässe gefunden. Bei Regen funktioniert das Aufladen an Ladestationen daher nicht. Die meisten Netzteile sind wasserempfindlich und gehen im Regen kaputt. Sollte das in Einzelfällen anders sein, finden Sie solche Hinweise in der Bedienungsanleitung.
Ladezustand und Lagerung
Lithium-Ionen-Akkus punkten mit ihrer Leichtigkeit und mit einem weiteren großen Vorteil: Moderne, hochwertige Akkus müssen nicht vollständig geladen sein, um ihre volle Leistung zu entfachen. BOSCH gibt an, dass die ideale Ladung eines BOSCH-Akkus zwischen 30 % und 60 % liegt. Für die Praxis bedeutet dies, dass Sie den E-Bike-Akku nicht nach jeder Fahrt aufladen müssen. Das Gleiche gilt für die Lagerung des Akkus und das Überwintern: Lassen Sie die Akkuladung zwischen 30 % und 60 % der Gesamtleistung. (Am schnellsten lädt ein Akku übrigens im Bereich zwischen 20 % und 80 %. Bevor es dann wieder losgeht, laden Sie ihn einmal vollständig auf. Dann steht dem langen Wochenendausflug bei voller Reichweite nichts im Weg.
Vermeidung von Tiefenentladung
Noch ein Tipp: Vermeiden Sie eine Tiefenentladung, vor allem über einen längeren Zeitraum. Einen Ladestand von unter 10 % und vor allem eine Tiefenentladung von unter 2 % verringern die Leistung Ihres E-Bike-Akkus nachhaltig. Besonders relevant ist dieses Wissen im Winter, wenn der Akku über einen längeren Zeitraum lagert. Kürzere Ladezyklen hingegen schaden Ihrem Akku nicht. Sie können ihn jederzeit laden, Unterbrechungen beschädigen ihn nicht. Zu dieser Thematik kursieren verschiedenen Gerüchte, aber moderne, hochwertige Marken-Akkus halten auch kurze Ladezyklen problemlos aus. Der sogenannte „Memory Effekt“ älterer Batterien gilt nicht mehr für Lithium-Ionen-Akkus. Unabhängig davon, ob Sie am Stück oder in Intervallen laden, Sie werden es immer richtig machen. Übrigens: Ein kurzes Laden entspricht keinem Ladezyklus!
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Laden
- Stecken Sie das Ladegerät an die Steckdose.
- Schließen Sie den E-Bike-Akku an das Ladegerät an.
- Beobachten Sie den Ladevorgang. So merken Sie, ob der Akku voll ist oder eine Fehlermeldung auftritt.
- Ziehen Sie das Netzteil aus der Steckdose, sobald der Akku geladen ist.
- Entfernen Sie das Kabel vom E-Bike oder vom Akku.
- Checken Sie hinterher nochmal, ob die Abdeckklappe auf dem Ladeport oder E-Bike-Rahmen sitzt. Sie verhindert das Eindringen von Wasser in die Elektronik.
Zusätzliche Tipps zur Akkupflege
Marken-Akkus haben von Natur aus eine hohe Lebensdauer. Mit unseren Tipps zum richtigen Laden Ihres E-Bikes schöpfen Sie die Kapazität Ihres wertvollen Antriebs voll aus. Es lohnt sich! Besonders leistungsfähige Akkus erreichen bei sachgemäßer Bedienung sogar bis zu 1500 Ladezyklen. Wenn Sie Ihren Akku also richtig laden und gut behandeln, dann fahren Sie auf jeden Fall länger und weiter.
Unseren Geheimtipp haben wir bis zum Schluss aufgehoben: Lassen Sie den E-Bike-Akku bei der jährlichen E-Bike-Inspektion überprüfen. Auch eine professionelle Wartung erhöht die Lebensdauer.
Die Bedeutung der korrekten Akkupflege
Es gibt gleich mehrere gute Gründe deinen e-Bike-Akku korrekt zu laden und zu pflegen. Schließlich ist der Akku das Herzstück, der Energiespeicher deines Elektrofahrrads, ohne den der Pedelec-Antrieb nicht arbeiten kann. Darüber hinaus ist ein e-Bike-Akku nicht günstig, da sollte er auch möglichst lange halten und so viele Ladezyklen wie möglich überstehen, oder?
Das Einfahren des Akkus
Bevor du deine ersten Ausfahrten unternimmst, solltest du den e-Bike-Akku „einfahren“. Das bedeutet, dass du ihn 3-5 Mal abwechselnd vollständig lädst und wieder entlädst. Nachdem du deinen Akku eingefahren hast, sind die Lithium-Ionen-Akkus sehr dankbare und pflegeleichte Energiegeber und müssen nicht mehr mühsam komplett entleert werden, bis sie neu geladen werden können. Im Gegenteil, denn der Lithium-Ionen-Akku verträgt das Zwischenladen viel besser als eine ständige Entleerung. Platziere also ruhig ein zweites Ladegerät auf deiner Arbeitsstelle um den e-Bike-Akku zwischen den Fahrten laden zu können!
Flexibilität beim Laden
Du musst auch nicht darauf warten, dass der Ladestand deines Pedelec-Akkus 100 % erreicht hat - du kannst den Ladevorgang jederzeit unterbrechen, ohne den Akku zu schädigen. Du kannst sogar die Lebensdauer deines Akkus erhöhen, indem du ihn stets nur auf 80 % lädst: So wird der hohe Spannungsbereich vermieden, der bei einer Ladung von 100 % erreicht wird und die Zellchemie schädigen kann. Alle 2-3 Monate solltest du deinen Akku dann aber einmal komplett entladen und wieder aufladen. Dieser Vorgang ist nötig, damit das Battery-Management-System den Zustand des e-Bike-Akkus erkennt und so auch der Ladestandsanzeige korrekte Werte übermittelt.
Kein Memory-Effekt bei modernen Akkus
Der Memory-Effekt bezeichnet einen Vorgang, bei dem der Akku sich den Energiebedarf der letzten Entladevorgänge merkt und zukünftig auch nur noch diese Menge an Energie zur Verfügung stellt. Dadurch nimmt die Kapazität bei diesen Akkusystemen stetig ab, wenn sie nicht vor jedem Ladevorgang komplett leer sind. Aber keine Sorge, in neuen e-Bikes von renommierten Herstellern findest du ausschließlich leistungsfähige und pflegeleichte Lithium-Ionen-Akkus. Diese haben keinen Memory-Effekt und deshalb darfst du den e-Bike-Akku auch jederzeit an das Ladegerät anschließen.
Die richtige Lagerung
Die richtige Lagerung des e-Bike-Akkus kann die Lebensdauer des Akkus erheblich beeinflussen. Lagere den Akku an einem trockenen kühlen Ort bei etwa 10 bis 15 Grad. Achte auch unbedingt auf den Ladestand, bevor du den Akku einlagerst: Optimal ist ein Ladestand von etwa 50 %, der etwa alle drei Monate kontrolliert werden sollte. Der Grund liegt in der Selbstentladung des Akkus.
Temperaturempfindlichkeit
Lithium-Ionen-Akkus sind wie die meisten Akkusysteme temperaturempfindlich, sie fühlen sich bei durchschnittlich 20 Grad am wohlsten. Vielleicht kennst du diesen Effekt von Smartphones, die sich bei zu hohen Temperaturen einfach ausschalten oder du hast schon einmal beobachtet, dass sich der Akku deines Smartphones bei Kälte schneller entleert. Genauso verhält es sich mit dem e-Bike-Akku: Ist es zu kalt, entlädt sich der Akku schneller, da die chemischen Prozesse im Inneren nicht mehr so effizient ablaufen können - Kapazitätseinbußen sind die Folge. Du solltest dein e-Bike also wenn möglich im Schatten parken und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
Schutz vor Flüssigkeiten
Wie jedes elektronische Gerät reagiert auch der Akku deines Elektrofahrrads nicht gut auf Flüssigkeiten. Säubere dein e-Bike deshalb niemals mit einem harten Wasserstrahl, wie dem eines Hochdruckreinigers oder etwa mit einem Dampfreiniger. Selbst wenn der Akku zu diesem Zeitpunkt nicht am Bike befestigt ist, kann Wasser durch die Kontaktstellen in die Elektronik eindringen und sie beschädigen.
Transport des Akkus
Wenn du dein e-Bike im Auto transportierst, solltest du den Akku vom Pedelec trennen und ihn vor Hitze, Stößen und Schlägen schützen. Die Anschlüsse am Pedelec kannst du ganz einfach mit einer Plastiktüte schützen, wenn du das Bike zum Beispiel auf der Fahrradhalterung am Auto befestigst.
Entsorgung
Defekte e-Bike-Akkus dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden.
Kalibrierung des E-Bike-Akkus
Gerade richtig in Fahrt gekommen und schon ist der E-Bike-Akku leer? Das kann an einer falschen Ladestandanzeige liegen. Selbst die modernsten Batterie-Management-Systeme brauchen manchmal Nachhilfe. Ein kalibrierter Akku hat zwar weder mehr Reichweite noch lässt er sich regenerieren. Jeder Akku hat eine bestimmte Maximalkapazität, die er pro Ladezyklus aufnehmen kann. Über komplexe Messvorrichtungen überprüft ein Batterie-Management-System, wieviel Ladung der Akku gerade im Verhältnis zu seiner maximalen Aufnahmefähigkeit hat. Diese Messungen sind zwar ziemlich genau, können allerdings von der Realität abweichen. Beim Akku kalibrieren werden Messsystem, Anzeige und Akku wieder auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Oft wird dieser Vorgang auch Akku refreshen genannt. Ein Refresh suggeriert, dass die Powerzelle danach wieder wie neu ist und somit öfter wieder aufgeladen werden kann. Die Kalibrierung hat jedoch den großen Vorteil, dass sich der Anwender ab sofort wieder auf die Anzeige zum Akkustand verlassen kann.
Yamaha oder Bosch E-Bike-Akkus gelten als langlebigste Vertreter ihrer Kategorie. Auch günstigere Nachbauten, die sich nach dem Marken-Bauplan richten, erreichen eine hohe Gesamtlebensdauer. Die Gesamtlebensdauer (jedes Akkus) ist nur ein Näherungswert. Je nach Akkupflege, Lager- und Ladeverhalten liegt die tatsächliche Lebensdauer meist darunter.
Die Kalibrierung eines E-Bike-Akkus ist wesentlich einfacher als der Akku-Refresh von Notebooks oder Handys. Insbesondere nach der Überwinterung des E-Bike-Akkus ist es eine gute Idee, ihn vor dem Start in die Fahrsaison zu kalibrieren.
Warum die Kalibrierung wichtig ist
Ließe sich die Kapazität eines Akkus nicht ausreizen, ergäbe das mobile Energie-Konzept nur wenig Sinn. Gibt ein Batteriemanagementsystem oder eine Ladestandanzeige an, dass der Akku leer ist, ist dieser nicht vollständig leer. Vielmehr hält das Gerät immer eine Restladung „in Reserve“. Die kritische Grenze lässt sich in Energie- und Batterieeinstellungen verschieben, liegt aber bei Lithium-Ionen-Akkus generell um 30 Prozent.
Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory Effekt. Allerdings gilt auch, dass jeder Ladevorgang einem Ladezyklus entspricht. Jeder Lithium-Ionen-Akku fühlt sich bei einem Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent am wohlsten.
Häufige Fehlercodes und deren Behebung
Ein E-Bike ist mehr als ein einfaches Rad mit ein bisschen Antrieb. Der Bordcomputer zeigt mitunter Fehlercodes an, die E-Bikern Rätsel aufgeben, aber relativ häufig sind. Dieser Fehler verweist darauf, dass das Bike und sein Akku nicht mehr richtig miteinander reden können. Der Klassiker Akku rausnehmen und wieder einsetzen kann hier oft schon helfen.
Die Akkukalibrierung ist zwar keine Garantie gegen Fehlermeldungen. Sie sorgt allerdings für eine realistischere Kommunikation zwischen den Komponenten. Die häufigsten Fehlercodes am E-Bike (und was zu tun ist) haben wir im Ratgeber Was tun, wenn mein Bosch E-Bike unverhofft streikt?
Der Akku-Reset
Der Akku-Reset ist kein Reparatur-Tool. „Spinnt“ die Anzeige auch nach der Neuausrichtung, ist davon auszugehen, dass etwas mit Akku oder Ladegerät nicht stimmt. Manchmal bringen extreme Temperaturen die Anzeigen durcheinander, manchmal ist das Akkusystem einfach erschöpft.
Fällt der Ladestand bei der Akku-Nutzung ungewöhnlich schnell ab, ist vermutlich der Akku defekt oder erschöpft. Springt die Ladestandanzeige beim Be- oder Entladen hin und her, gilt es zunächst, die Fahrradelektronik bzw.
Allgemeine Pflegehinweise
Grundsätzlich muss jeder Akku gut gepflegt und sollte keinen außergewöhnlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Dazu empfehlen wir auch die Ratgeber Darum entladen sich Akkus bei Kälte schneller sowie Extreme Temperaturen im Sommer.
E-Bike-Akku laden - die wichtigsten Tipps
Befolge immer die Anweisungen der mitgelieferten Betriebsanleitung, um mit der Batterie möglichst schonend umzugehen. Das Nichtbeachten dieser Anweisungen kann zu Schäden an der Batterie führen und einen Austausch der Batterie erfordern.
Grundsätzlich empfehlen wir dir, den Akku in einem trockenen, geschlossenen Raum oder in einer Garage aufzuladen. Das Ladegerät sollte während des Betriebs auf einem stabilen, nicht wärmeempfindlichen Untergrund (z. B. einem Tisch) liegen. Vermeide feuchte Räume und staubige Untergründe.
Verwende zum Laden nur das mitgelieferte (oder ein baugleiches) Ladegerät und lasse den Akku nie unbeaufsichtigt. Außerdem gilt: Lade den Akku nicht bei offensichtlichen Schäden am Rad und benutze das E-Bike auch nicht.
Bei Beschädigung oder unsachgemäßem Gebrauch des Akkus können Dämpfe austreten, die womöglich die Atemwege reizen. In dem Fall Frischluft zuführen und bei Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
E-Bike-Akku vor der ersten Benutzung prüfen
Hinweis: Bei diesen Tipps beziehen wir uns auf die Modelle PowerPack 300, PowerPack 400 und PowerPack 500 von Bosch. Prüfe den Akku, bevor du ihn das erste Mal auflädst oder benutzt. Hintergrund: Viele E-Bike-Akkus werden teilgeladen ausgeliefert. Drücke dazu die Ein-Aus-Taste zum Einschalten. Leuchtet keine LED der Ladezustandsanzeige auf, ist der Akku möglicherweise beschädigt. Leuchtet mindestens eine, aber nicht alle LEDs der Ladezustandsanzeige, lade den Akku vor der ersten Benutzung voll auf.
Ladezeiten von Bosch PowerPacks
Die Ladezeit eines E-Bike-Akkus ist abhängig von der Kapazität des Modells.
Mit dem Standard-Ladegerät benötigen laut Bosch:
- der PowerPack 300 für die halbe Ladung circa eine Stunde,
- der PowerPack 400 etwa 1.5 Stunden
- der PowerPack 500 rund zwei Stunden.
Ein komplett leerer PowerPack:
- 300 ist nur in 2,5 Stunden vollständig geladen.
- 400 benötigt dafür 3.5 Stunden,
- 500 etwa 4,5 Stunden.
Berechnung der Ladezeit
Du kannst selbst berechnen, wie lange dein Akku lädt, bis er seine Vollladung erreicht. Dabei hilft dir eine einfache Formel. Teile den Wert der elektrischen Ladung deines Akkus durch den Ladestrom-Wert des Netzteils. Beispiel: 16 Ah /4 A=4 h
Je mehr Ladestrom das Ladegerät abgibt (angegeben in Ampere), desto schneller lädt der Akku. Nutze aber nur Ladegeräte, die dein Hersteller für deinen Akku freigegeben hat. Bei Bosch sind das der Compact Charger, Standard Charger, Fast Charger und der 4A Charger. Überdimensionierte Ladegeräte sind gefährlich und können die Akku-Elektronik beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Schadet es, wenn ich einen E-Bike-Akku über Nacht lade?
Wir empfehlen nicht, einen Fahrrad-Akku über Nacht zu laden. Prinzipiell schadet das zwar nicht. Aus Sicherheitsgründen solltest du einen Akku aber nie unbeaufsichtigt laden. Wenn er 100 % Ladestand erreicht hat, sollte er auch wieder vom Netz genommen werden. Deshalb raten wir vom Laden über Nacht ab.
Schadet es, wenn ich den Ladevorgang eines Fahrrad-Akkus unterbreche?
Den Akku kannst du jederzeit aufladen, egal in welchem Ladezustand er sich befindet. Unterbrechungen des Ladevorgangs beschädigen ihn nicht. Auch die Lebensdauer wird nicht negativ beeinflusst. Mehr zu diesem Thema findest du übrigens in unserem Beitrag zur Lebensdauer von E-Bike-Akkus.
E-Bike-Akku einlagern - soll ich ihn vorher aufladen?
Wenn du weißt, dass du deinen Fahrrad-Akku längere Zeit nicht benutzen wirst, solltest du den Akku weder vollständig geladen noch vollständig entladen lagern. Lade deinen Akku auf 60%. Prüfe den Ladezustand nach 6 Monaten erneut. Leuchtet nur noch eine LED der Ladestandsanzeige (ist er also unter ca. 30 % gefallen), lade ihn erneut auf. Der Hintergrund: Bei längerer Lagerung in leerem Zustand kann der Akku beschädigt und die Speicherkapazität stark verringert werden.
Übrigens empfehlen wir nicht, den Akku dauerhaft am Ladegerät angeschlossen zu lassen. Nach dem Laden solltest du ihn vom Ladegerät trennen und das Ladegerät ausstecken.
Kann ich einen Fahrrad-Akku auch bei hohen Temperaturen laden?
Der Akku ist mit einer Temperaturüberwachung ausgestattet. Sie lässt das Aufladen nur im Temperaturbereich zwischen 0 °C und 40 °C zu. Befindet sich der Akku außerhalb des Ladetemperaturbereiches, blinken drei LEDs der Ladezustandsanzeige. In dem Fall Akku vom Ladegerät trennen und austemperieren lassen. Schließ ihn erst wieder an, wenn er die zulässige Ladetemperatur erreicht hat.
E-Bike-Akku zum Laden ausbauen oder nicht?
Es spielt keine Rolle, ob du den Akku direkt am E-Bike lädst oder ihn ausbaust. Viele bevorzugen es, den Akku zu entnehmen und beispielsweise in der Wohnung oder in der Garage aufzuladen. Suche dir einen geeigneten Platz und beachte die Hinweise für einen optimalen Ladevorgang.
Alle unsere Akkus lassen sich mit wenigen Handgriffen ganz leicht aus der Halterung entnehmen (siehe dazu unsere E-Bikes mit herausnehmbarem Akku). Einzige Ausnahme ist das Diamant 365. Bei diesem E-Bike kann der Akku für den Ladevorgang nicht entnommen werden.
Kann ich einen E-Bike-Akku in der Wohnung laden?
Ja, du kannst einen E-Bike-Akku in der Wohnung laden. Achte allerdings darauf, dass der Akku nicht zu warm wird und nicht mit brennbaren Materialien in Berührung kommt. Am besten ist es, ihn an einem kühlen Ort zu lagern. Ideal ist etwa eine Garage oder der Keller.
Darf ich einen E-Bike-Akku auf der Arbeit aufladen?
Wenn du mit dem E-Bike zur Arbeit kommst, musst du deinen Vorgesetzten fragen, ob du den Akku dort auch laden darfst. Wer den Ladestrom ohne Erlaubnis des Arbeitgebers entnimmt, riskiert mindestens eine Abmahnung, im schlimmsten Fall sogar die Kündigung. Als Argument für das Aufladen des E-Bike-Akkus werden häufig die geringen Stromkosten im Cent-Bereich angeführt. Tatsächlich sieht die rechtliche Lage diesbezüglich anders aus.
Laut Paragraf § 248c des Strafgesetzbuches gibt es kein Anrecht darauf, den Strom des Arbeitgebers ohne dessen Zustimmung für das Aufladen des Akkus zu verwenden. Vielmehr sieht der Gesetzgeber hier einen möglichen Tatbestand der (unerlaubten) Entziehung elektrischer Energie. Ganz so drastisch muss es natürlich nicht kommen, aber hier bewegt man sich schnell in einer rechtlichen Grauzone.
Mögliche Konsequenzen zeigt ein Gerichtsverfahren am LAG Hamm aus dem Jahre 2010, bei dem es um einen Stromdiebstahl von 1,8 Cent ging. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) berichtet von einem Fall, bei dem ein seit fast 20 Jahren bei seinem Arbeitgeber beschäftigter Systemadministrator die Kündigung erhielt, weil er den Akku seines Elektrorollers ungefragt auf der Arbeit geladen hatte. Das Gericht entschied in diesem Fall allerdings, dass die Kündigung unverhältnismäßig war. Vielmehr hätte hier eine Abmahnung ausgereicht. Folgende Argumente wurden als Begründung des Urteils angeführt:
- Der sehr geringe finanzielle Schaden von weniger als zwei Cent.
- Das langjährige Arbeitsverhältnis des Mannes.
- Und schließlich der Umstand, dass innerhalb des Betriebs - mit Wissen des Arbeitgebers - auch Handys geladen und Kaffeemaschinen betrieben wurden (LAG Hamm 02.09.2010, 16 SA 260/10).
Darf ich also meinen E-Bike-Akku im Büro oder auf der Arbeit laden? Die Antwort: Das entscheidet immer dein Arbeitgeber. Die beste Lösung ist es, vorher um Erlaubnis zu fragen oder eine grundsätzliche Regelung zu finden. Das gilt übrigens natürlich nicht nur für E-Bikes, sondern auch für E-Scooter und sonstige Elektrofahrzeuge.
Einige Unternehmen haben kein Problem damit, andere treffen eine entsprechende Vereinbarung für die Nutzung von Steckdosen zum Aufladen des Akkus. Ob dies eine kleine Strompauschale umfasst oder die kostenlose Nutzung, ist Vereinbarungssache. Selbst wenn das Laden des Akkus nur wenige Cents an Stromkosten produziert.
Wie entlade ich einen E-Bike-Akku?
Es ist nicht empfehlenswert, den E-Bike-Akku vollständig zu entladen. Zwar verfügt er über ein Akkumanagementsystem, das ihn vor einer Tiefentladung schützt. Trotzdem sollte der Ladestand nicht unter 30 % fallen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
- Beim Laden des E-Bikes nur Originalteile verwenden
- E-Bike oder Akku nach dem Laden vom Strom nehmen
- Wenn möglich den Akku des E-Bikes bei optimaler Temperatur laden, ca. 20°C
- Akku vor direkter Sonneneinstrahlung, Hitze und extremer Kälte bewahren
- Ladezustand zwischen 30% bis 60% halten
- Vollständige Entleerung des Akkus vermeiden
- Kurze Ladezyklen schaden dem Akku nicht
- Moderne, hochwertige Lithium-Ionen-Akkus benötigen keine Kalibrierung
Möchtest du deinen E-Bike-Akku so lange wie möglich nutzen, beachte immer die Hinweise zum Laden. Passende Ladegeräte und der richtige Umgang sind wichtig, um die Lebensdauer deines Akkus zu maximieren. Wenn du diese Tipps beherzigst, hast du viel - und lange - Freude an deinem E-Bike.
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