Bosch e-Bike Displays liefern Fahrerinnen und Fahrern viele hilfreiche Informationen während der Fahrt. Insbesondere vor dem Kauf eines neuen E-Bikes mit Bosch-Antrieb sollte man überprüfen, ob das verbaute E-Bike-Display zur geplanten Nutzung passt. Mit dem Purion, dem Intuvia, dem Kiox und dem Nyon stehen vier verschiedene Varianten für unterschiedliche Ansprüche zur Auswahl. Allerdings gibt es auch im Nachhinein die Möglichkeit einer Umrüstung oder eines Upgrades.
Die verschiedenen Bosch eBike Displays im Überblick
Jeder Bordcomputer eignet sich dabei für verschiedene Einsatzzwecke und besitzt daher auch einen unterschiedlichen Funktionsumfang. Hier ist eine Übersicht über die aktuellen Displays der renommierten Hersteller von e-Bike Antriebssystemen wie Bosch, Yamaha, Shimano und Fazua mit ihren jeweiligen Funktionen und Vorzügen.
Bosch Purion
Du magst es lieber puristisch? Oder bevorzugst du doch deinen All-in-one-Bordcomputer, der dir jederzeit alle möglichen Informationen zu deiner Fahrt liefert? Beim Purion kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren und bekommst per Daumenklick alle wichtigen Informationen geliefert. Klein und übersichtlich aber im puristischen, modernen Design präsentiert sich der Bordcomputer PURION von Bosch. Das übersichtliche Display zeigt dir den aktuellen Ladezustand, die Geschwindigkeit, die Reichweite, die Trip-Distanz und die Gesamtdistanz an. Darüber hinaus natürlich auch den ausgewählten Fahrmodus.
Hier kannst du zwischen vier bis fünf verschiedenen auswählen: Eco, Tour, Tour+ (bei e-Bikes mit Performance Line CX Drive Unit), Sport/eMTB und Turbo. Diese fünf Modi der Motorunterstützung lassen dich jederzeit genau die Hilfe einstellen, die du in dem Moment benötigst. Natürlich kannst du wahlweise die Unterstützung auch ganz ausschalten und komplett aus eigener Kraft vorwärtskommen. Der minimalistische Bord-Computer sorgt für eine aufgeräumte Optik am Lenker. Ganz leicht zu bedienen, musst du während der Fahrt nicht extra anhalten, egal, wo du gerade unterwegs bist. Deine Hände bleiben dabei immer am Lenker. Optional kannst du dir beim Bosch Purion auch anzeigen lassen, wann der nächste Service-Termin für dein e-Bike ansteht.
Auch das Licht deines e-Bikes wird über das Display gesteuert. Praktisch ist auch die Schiebehilfe, die du über das Purion aktivieren kannst. Sitzt du also mal nicht im Sattel, sondern läufst nebenher, kannst du dir ein wenig Unterstützung bis sechs Kilometer pro Stunde einstellen.
Bosch Intuvia
Auch das Intuvia ist ein besonders übersichtliches Display von Bosch und - wie der Name erahnen lässt - sehr intuitiv gestaltet. Sowohl das Modell Intuvia als auch das Intuvia 100 sind so einfach bedienbar, dass du dafür gar keine Anleitung benötigst. Einfach aufs e-Bike schwingen und losfahren. Platzieren kannst du das Intuvia genau dort am Lenker, wo es für dich am besten funktioniert. Um alles schnell erfassen zu können, ist die Schrift besonders groß gehalten und der Bildschirm an sich sehr übersichtlich gestaltet.
Das Intuvia 100 zeigt dir zukünftig sogar an, wann du einen Gang hoch- und wann du wieder herunterschalten solltest, sodass du immer entspannt, effizient und materialschonend unterwegs bist. Das gibt dir zusätzlich jede Menge Sicherheit und Komfort auf deinen kleinen und großen Touren. Zudem bekommst du natürlich Fahrdaten zur Strecke, zur Fahrtdauer, zur Reichweite, Geschwindigkeit sowie Uhrzeit und Fahrmodus. Gesteuert wird das Ganze mit einer passenden Bedieneinheit, sodass du deine Hände immer am Lenker behalten kannst. Auch hier kannst du über die Bosch Intuvia Displays die Schiebehilfe aktivieren, sodass du auch bergauf einfach neben deinem e-Bike spazieren kannst.
Bosch Kiox
Wenn du eher sportlich unterwegs bist, ist das Kiox oder das Kiox 300 eine gute Wahl. Es ermöglicht dir vernetztes Training, da es deine Fitnessdaten ermittelt und sich mit passenden Apps synchronisieren lässt. Auch hier kannst du natürlich zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen: Mit Eco, Tour, Tour+, Sport, eMTB, Auto, Turbo und Cargo steht dir eine große Auswahl zur Verfügung. Damit findest du garantiert immer die für den Moment passende Unterstützung. Hilfreich sind auch hier die angezeigten Fahrdaten, die Schiebehilfe mit Hill Hold und der Diebstahlschutz via eBike Lock. Zudem sieht sowohl das Kiox 300 und Kiox auch noch schick aus. In Kombination mit dem Bosch eBike-System 2 lässt sich das Kiox via Bluetooth mit der eBike Connect App auf deinem Smartphone verbinden. So kannst du Einstellungen ändern, Routen übertragen und andere Premium-Funktionen nutzen.
Bosch Nyon
Mit dem Nyon bekommst du einen Bord-Computer, der besonders intuitiv und vernetzt ist und dein e-Bike Erlebnis auf ein neues Level hebt. Connected Biking ist hier das Stichwort. Das Bosch Display ist über die eBike Connect App mit deinem Smartphone verbunden und tauscht jederzeit wichtige Daten aus. Das hochauflösende Farbdisplay steht dir wie ein persönlicher Trainer bei deinen Fitnessaktivitäten zur Seite. Bedienen kannst du es intuitiv via Touch-Funktion. Während der Fahrt lässt es sich ganz leicht über eine separate Bedieneinheit ansteuern. Es ist sehr robust und bei jedem Wetter optimal lesbar. Das Nyon von Bosch hilft dir dabei, deine persönlichen Ziele zu verfolgen. Es zeigt dir deinen Kalorienverbrauch, die Distanz und die Höhenmeter an. Und das pro Woche, Monat oder Jahr.
COBI.Bike und SmartphoneHub
Diejenigen, die ein aktuelles Smartphone besitzen, können dies seit 2018 mithilfe des COBI.Bike-Hub anstelle des Bosch Intuvia oder Nyon auf die Displayhalterung stecken. Das innovative System wurde 2019 von Bosch eBike Systems aufgekauft und in Form des SmartphoneHub auch als Erstausrüster-Display umgesetzt. Das Smart System bietet ebenfalls die Möglichkeit, das eigene Smartphone als Display zu nutzen. Hierfür benötigt man den separat erhältlichen „SmartphoneGrip“.
Das Bosch Smart System
Beim neuen Smart System sagt der Name schon (fast) alles. Konkret steht „Smart“ hierbei für Funktionen, die im Zusammenspiel mit dem eigenen Smartphone ermöglicht werden. Über dieBluetooth-Verbindung kannst du dir in der Flow-App Informationen wie gefahrene Kilometer oder den Akkustand anzeigen lassen, die Unterstützungsmodi anpassen oder Software-Updates aufspielen. Absehbar ist, dass in den nächsten Jahren weitere neue Features und Verbesserungen hinzukommen werden.
Auch bei der Sicherheit hat das Smart System technologisch die Nase vorn. Die Funktion „eBike Lock“, mit der das eigene Smartphone zum Schlüssel für die Motorunterstützung wird, ist nun Standard. Zudem kann ab Werk das neue Bosch eBike ABS angeschlossen und über das optionale ConnectModule ein Alarm sowie GPS-Tracking nachgerüstet werden. Für die Fülle an Features hat Bosch allerdings alle Anschlüsse überarbeiten müssen. Somit ist kein Bauteil mit dem Vorgänger-System kompatibel - leider auch das Ladegerät nicht. Darüber hinaus folgt das System einer neuen Logik. Alleinstellungsmerkmal des Smart Systems sind zudem die neuen, größeren Akkus mit 725 oder 750 Wattstunden. Die dazugehörigen Motoren wurden - abgesehen von etwas mehr Drehmoment beim Performance Line - nur im Hinblick auf die Anschlüsse verändert.
Die Smart System-Displays Intuvia 100 und das Purion 200 haben zwar die jeweiligen Namen und die grobe Form der beiden Vorgänger, sind allerdings grundlegend überarbeitet worden und mit allen smarten Features - wie der Verbindung mit dem Smartphone über die eBike Flow-App - kompatibel. Basierend auf dem „Ur-Kiox“ hat Bosch für das Smart System das Kiox 300 und Kiox 500 entwickelt.
Kompatibilität und Nachrüstung
Grundsätzlich ist der Umbau jedes Displays innerhalb der zwei Systeme möglich. Den Nachfolger des ersten Bosch eBike Systems, das System 2, gibt es seit 2013 und es wurde seitdem stetig weiterentwickelt. So kamen nach und nach stärkere und kompaktere Motoren mit mehr Drehmoment (Bosch Performance Line CX), integriertem Akku (Powertube) und smarte Displays wie das Nyon oder Kiox hinzu.
Bei dem eBike System 2 ist hierfür häufig Spezialwerkzeug notwendig, da man die Verkabelung zwischen Display und Motor tauschen muss. Bei dem System 2 ist die Umrüstung zu anderen Bordcomputern jedoch etwas aufwendiger, da hierfür meist auch das Display-Kabel, das durchgängig bis zum Motor führt, ausgetauscht werden muss. Derartige Umbauten sollten nur von einem Fachhändler durchgeführt werden.
Vernetzte Displays und Bordcomputer können entweder über die Bosch-eBike-Connect-App oder die Bosch-eBike-Flow-App mit dem Smartphone verbunden werden. Seit der Einführung des ersten Bosch-HMI-Displays 2011 sind das Intuvia, Nyon 1 (2013), Purion, Kiox, Nyon 2 (2020) und das Smart System mit dem Intuvia 100, Purion 200, Kiox 300 und Kiox 500 dazugekommen.
Welches Display ist das richtige für mich?
Suchst du etwas Simples, solltest du dir das Purion und das Intuvia einmal genauer anschauen. Wenn du Wert darauf legst, deine Routen zu planen und deine Daten tracken und am Ende auch auswerten möchtest, dann solltest du dir das Kiox Display genauer ansehen. Diese vernetzte Display-Lösung von Bosch ist klein, sehr robust und lässt sich mit der Bosch e-Bike Connect Welt verbinden. Bist du sportlich ambitioniert, bekommst du mit dem Kiox also alles was du brauchst.
Weitere e-Bike Display Hersteller
Nicht ohne Grund erfreuen sich die e-Bike Antriebssysteme von Bosch sowohl bei Pedelec Herstellern, als auch bei Kunden großer Beliebtheit. Die zahlreichen MitarbeiterInnen arbeiten stetig daran, die Elektromotoren wartungsarm zu halten und ein natürliches Fahrgefühl auf dem e-Bike zu fördern. Die Displays oder auch Bordcomputer von Bosch müssen dem hohen Anspruch ebenfalls gerecht werden.
Yamaha e-Bike Displays
Die e-Bike Antriebssysteme von Yamaha sind bereits seit dem Jahr 1993 fester Bestandteil der Pedelec-Welt und gelten gewissermaßen als Vorreiter in Sachen Elektromotor. Zum klassischen Yamaha PW Antrieb gesellten sich in den letzten Jahren ausgefeilte e-Bike Antriebssysteme hinzu, wie zum Beispiel der neue Yamaha PW-Series TE für City- und Trekking e-Bikes. So verschieden die Elektromotoren des Herstellers sind, so vielseitig sind auch die e-Bike Display Konzepte. Ab dem Modelljahr 2019 ist es aber trotz aller Diversität möglich, jedes Display mit jedem Elektromotor zu kombinieren.
Shimano e-Bike Displays
Shimano SC-E8000 DisplayBeim SC-E8000 Display von einem Bordcomputer zu sprechen liegt nahe. Dieses Modell vom Shimano ist allerdings nicht nur komplex in seinen Funktionen, sondern auch robust und gut abzulesen. Das SC-E8000 e-Mountainbike Display wurde besonders robust und kompakt konzipiert und befindet sich direkt am Lenker. Bei eventuellen Stürzen ist das Display somit gut geschützt. Der zum Display dazugehörige E-MTB-Schalter ist ergonomisch designt und befindet sich direkt am Lenkergriff. Nicht nur der Fahrmodus lässt sich am SC-E8000 Display auswählen, sondern mit „Dynamic“, „Explorer“ und „Custom“ darüber hinaus auch ein Fahrprofil. Der Bordcomputer wird über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. In der Shimano E-Tube App ist es über ein simpel gehaltenes Menü möglich, das Fahrprofil zu definieren.
Fazua e-Bike Remote
Der noch recht neue Fazua Evation e-Bike Antrieb ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich. So klein, dass man ihn am Pedelec kaum sieht, sehr leicht und dabei dennoch durchaus leistungsfähig. Das Ziel dieses Antriebskonzepts ist es, dass e-Bike Fahren so nah an reguläres Fahrradfahren anzunähern wie möglich, weswegen sich der Antrieb bei Bedarf auch vollständig entnehmen lässt. Da verwundert es nicht, dass die Fazua-Remote ebenfalls eine eher minimalistische Route einschlägt.
Verwandte Beiträge:
- Damen E-Bike mit Bosch Motor: Test, Kaufberatung & Modelle
- Günstiges E-Bike mit Bosch Motor: Top Modelle im Vergleich
- Shimano EP8 vs. Bosch CX: E-Bike Motor Vergleich 2024 – Welcher ist besser?
- Shimano vs. Bosch E-Bike Motor: Welcher ist der richtige?
- Ducati Monster Zahnriemen wechseln: Anleitung & Tipps
- Schlauchlosen Reifen wechseln: Schritt-für-Schritt Anleitung
Kommentar schreiben