Bosch Fahrrad Akku 625 Test: Leistung, Reichweite und Zuverlässigkeit

Mit großem Tam-Tam verkündete Bosch Ende 2021 die Einführung eines ganz neuen Antriebssystems. Für viele eine Überraschung: Der Motor selbst blieb scheinbar unverändert. Dasselbe Äußere, dieselben Leistungsdaten, selbst der Name ist der gleiche wie vorher: Bosch Performance CX. Neu am sogenannten „Smart System“ waren aber die größeren Akkus mit 750 Wattstunden und die Bedienteile. Erstmals gab es mit dem Smart System nun auch eine eigene App und ein großes Versprechen: Jede Menge zukünftiger Features, möglich gemacht durch die Rechenleistung des „Smart Systems“.

Nach über zwei Jahren Erfahrung mit über 50 verschiedenen Testbikes und an die 10.000 Testkilometern zeigen wir, wie sich der Bosch im harten Bike-Alltag wirklich schlägt. Ende 2021 stellte Bosch den Performance CX unter dem Stichwort Smart System neu vor.

Bosch Performance CX: Die Fakten

  • Gewicht: 2,96 / 2,7* Kilogramm (EMTB Messung)
  • Max. Drehmoment: 85 Nm Drehmoment (Herstellerangabe)
  • Max. Leistung: 600 Watt (Herstellerangabe)
  • Max. Unterstützung: 340 / 400* Prozent
  • Unterstützungsstufen: Eco, Tour+, E-MTB, Turbo, Race*
  • Akkugrößen: 500, 625, 750 Wh
  • Range Extender: 250 Wh
  • Modi anpassbar via App

*Angaben beziehen sich auf den CX Race

Der gängige Akku Powertube 750 für das Bosch System (oben) ist mit 4,3 Kilogramm ziemlich schwer und auch lang. Das stellt Konstrukteure vor eine Herausforderung. In der Mitte der 625er Powertube (3,5 Kilogramm), unten der CompactTube 400 (2,1 Kilogramm), der mit dem kleineren Bosch SX vorgestellt wurde.

Leistung und Drehmoment: So schlägt sich der CX in Labor und Praxis

Mit seinem Drehmoment von 85 Newtonmetern und seiner Leistung von 600 Watt nach Herstellerangabe ist der Bosch CX die Definition eines E-MTB-Motors. Nicht zuletzt dank des Performance CX spricht man auch von einer 85-Newtonmeter-Klasse, wenn klassische Aggregate á la Bosch, Brose, Shimano und Yamaha gemeint sind. Doch die Herstellerangaben zur Leistung sind nur eine Seite der Medaille. Wir unterziehen die Motoren daher immer eigenen Tests in einem unabhängigen Prüflabor, um hinterher die Leistungsdaten verschiedener Motoren objektiv miteinander vergleichen zu können.

Der Bosch Performance CX kann dabei immer wieder glänzen und spuckt auch auf dem Prüfstand echte 79 Newtonmeter und satte 566 Watt Spitzenleistung aus. Der schwäbische Antrieb liegt damit sehr nah an den Herstellerangaben und zeigt sich obendrein sehr Drehzahlfest. Selbst bei Trittfrequenzen von deutlich über 100 geht ihm nie die Puste aus. Praktisch, etwa um vor schwierigen Schlüsselpassagen kurz etwas Schwung zu holen.

Spritzig und sportlich: Das Fahrgefühl des Performance CX

Ob man die volle Leistung des Bosch CX in der Praxis abrufen kann, ist jedoch eine andere Frage. Denn mit maximal 340 Prozent Unterstützung setzt der Bosch seine Spitzenleistung etwas später frei als andere Antriebe mit teils über 400 Prozent Unterstützung. Konkret heißt das: Wer 100 Watt selbst tritt, bekommt vom Bosch maximal 340 Watt obendrauf. Nur wer 180 Watt und mehr aus eigener Kraft tritt, kann die ganze Leistung des Motors abrufen. Wer eher gemächlich Tritt, ist mit anderen Motoren also gegebenenfalls schneller unterwegs - unabhängig von der Maximalleistung.

In Puncto Fahrgefühl ist der Bosch Performance CX dafür ganz vorne mit dabei. Der Motor tritt sich rund, lässt sich exzellent dosieren und wirkt doch nie übermäßig sensibel oder nervös am Pedal. Der relativ geringe Leerweg hilft beim Anfahren, die sportliche Auslegung und die hohe Drehzahlfestigkeit hilft beim Beschleunigen vor Schlüsselstellen. Besondere Stärke des Bosch CX ist der bewusste Nachlauf im E-MTB-Modus. Hört der Fahrer abrupt auf zu treten, schiebt der Antrieb bewusst noch ein Stück weiter. So lassen sich Stufen und Hindernisse bergauf leichter bezwingen. In Summe versucht der Performance CX das E-Bike-Gefühl nicht zu verstecken. Er schiebt sportlich und spritzig, das geflügelte Wort “natürliches Fahrgefühl” will einem eher weniger in den Sinn kommen.

Bleibt man bergauf doch mal hängen, kommt die Schiebehilfe ins Spiel. Die ist bei Bosch besonders durchdacht und effektiv. Sie kann einfach durch langes Halten der Nach-Unten-Taste und leichtes Bewegen des Rades aktiviert werden. Rutscht man mal von der Taste, oder muss man umgreifen, hält der Motor für ein paar Sekunden die Position, ohne dass das Rad zurückrollt. Hill-Hold nennt Bosch dieses Feature, das sich besonders in steilem Gelände bezahlt macht.

Auch wenn die Geräuschkulisse immer etwas von Rahmen und Bike abhängt: Der leiseste Antrieb am Markt ist der Bosch CX nicht. Das Fahrgeräusch ist eher hochfrequent und auch bei niedriger Unterstützung deutlich zu hören. Bergab klappert der Antrieb hörbar.

Die Reichweite des Performance CX: Schwere Akkus aber hohe Ausdauer

Eine der offensichtlichsten Neuerungen, die mit dem Wechsel aufs Smart System einherging, waren die großen Akkus. Statt 625 gab es zunächst nur dicke Akkus mit 750 Wattstunden, die für den Bosch Performance CX bis heute die Norm sind. Nachteil der großen Batterien: Zum einen das hohe Gewicht von fast 4,3 Kilogramm, zum anderen die enorme Länge. Das machte es den Bike-Herstellern schwer, kompakte und leichte Bikes für das Smart System zu bauen und beschränkte zudem die Kompatibilität mit kleinen Rahmen.

Dafür staunten wir nicht schlecht, als die ersten Testbikes an die 2000 Höhenmeter in unserem Standard-Testprozedere erkletterten. Zum Vergleich: Sehr gute Bikes, wie die mit dem 726er-Akku von Darfon, lagen Ende 2021 bei rund 1700 Höhenmeter, Bikes mit Shimanos 630er-Akku nur bei 1200 bis 1300 Höhenmetern. In unzähligen standardisierten Messfahrten sind an die 2000 Höhenmeter mit dem 750er Akku keine Seltenheit. Ein Wert der nur noch von echten Reichweiten-Spezialisten mit 900er-Akku, zum Beispiel Canyons Spectral:On CF, regelmäßig getoppt wird.

Von LED-Remote bis System-Controller: Bedienteile und Displays des Bosch CX

Vorgestellt wurde die aktuelle Generation des Bosch Performance CX im Smart System mit dem All-in-One Bedienteil LED-Remote. Sie ist gleichzeitig minimalistisches Display und Bedieneinheit und zeigt den Akkustand in 10-Prozent-Schritten sowie die gewählte Unterstützungsstufe an. Außerdem ist die LED-Remote Bluetooth-kompatibel und bildet so die Schnittstelle zwischen der App (s. u.) und dem Antriebs-System. Eine ähnliche All-in-One-Lösung ist das 2023 neu vorgestellte Purion-200 Display, das ebenfalls außen am Lenker montiert wird. Der Vorteil: Das Purion verfügt über ein echtes kleines Display. Hier kann man sich dann den Akkustand in Prozent und die wichtigsten Fahrdaten anzeigen lassen.

Statt der LED-Remote gibt es mittlerweile auch noch das Oberrohr-Display System Controller, das dieselben Funktionen bietet und über die kabellose Mini-Remote gesteuert wird. Gerade am Lenker sorgt das für eine cleane und sportliche Optik ohne Kabel. Optional kann man jede der Basis-Lösungen - LED-Remote, System-Controller und Purion-Display - noch mit einem der beiden größeren Kiox-Displays oder dem Smartphone-Grip aufrüsten. Hier lassen sich noch mehr Daten zur aktuellen Fahrt darstellen, zum Teil ist auch eine Navigation möglich.

Die E-Bike Flow App - Navigation, Individualisierung, Diebstahlschutz

Mit der Einführung des aktuellen Bosch-Systems setzt auch der schwäbische Hersteller erstmals auf eine eigene App. Mit ihr lässt sich zum Beispiel die Stärke der Unterstützung feineinstellen. Man kann hier kabellos das komplette Antriebssystem updaten, Aufzeichnungen der gemachten Touren einsehen und sich viele spannende Infos rund um die Nutzung des Bikes anzeigen lassen. Welche U-Stufe wurde wie viel benutzt, Kalorienverbrauch und Eigenleistung des Fahrers und vieles mehr.

Die App verfügt außerdem über Navigationsfunktionen, die besonders in Kombination mit dem Smartphone-Grip oder einem Kiox-Display zur Geltung kommen. Neuerdings kann die App auch mit Komoot oder Strava verknüpft werden. Das macht sie für Mountainbiker deutlich attraktiver. Wer möchte, kann die App auch als Schlüssel benutzen. So wird die Unterstützung nur freigegeben, wenn die App verbunden ist. Noch mehr Diebstahlschutz inklusive Tracking in Echtzeit gibt es mit dem optionalen Connect-Modul. Zusatzfeatures wie das E-Bike-ABS werden ebenfalls über die App bedient.

Die Bosch App hat sich damit zu einer der besten Digital-Lösungen am Markt gemausert. Doch Baustellen gibt es nach wie vor. Dass immer nur ein Bike in der App registriert und damit auch verbunden werden kann, dürfte jeden nerven, der mehrere Bikes mit einem Smartphone konfigurieren und verwalten möchte. Aus Sicherheitsgründen setzt Bosch außerdem nach wie vor auf die Strategie des geschlossenen Systems. Das heißt: Mit Ausnahme der Apple-Watch und vereinzelter Pulsmesser können Drittgeräte so gut wie gar nicht mit der App und damit mit dem Antriebssystem gekoppelt werden. Das betrifft zum Beispiel auch die Bike-Computer von Garmin, Wahoo, Sigma und Co.

Bosch CX oder CX Race: Das sind die Unterschiede

Neben dem bekannten Bosch Performance CX gibt es mittlerweile auch noch die Special-Edition Performance CX Race, die speziell für das E-Bike-Racing optimiert wurde. Sie unterscheidet sich vor allem durch das um 150 Gramm reduzierte Gewicht vom Standard CX und verfügt außerdem über den speziellen Antriebsmodus „Race“. Der unterstützt mit bis zu 400 Prozent, wodurch die Spitzenleistung des Motors schon bei 150 statt 180 Watt Fahrerleistung anliegt. Und a propos Spitzenleistung: Hier bleibt es bei den 85 Newtonmetern und 600 Watt des normalen CX.

Dafür gibt’s im Race-Modus einen stark verlängerten Nachlauf, der das Bike noch fast zwei Meter nach vorne schiebt, wenn der Fahrer schon nicht mehr tritt. Das hilft insbesondere über raues Gelände und Absätze. Wer das Feature richtig beherrscht, kann so auch anspruchsvolle Passagen mit unvermeidlichen Tretpausen bewältigen, ohne dass die Unterstützung je abreißt. Für Uphill-Trickser und alle, die gerne mit schwierigen Bergauf-Passagen spielen, bringt das ein ganz neues Fahrgefühl und neue Möglichkeiten. Nachteil des Race-Motors: Er bleibt bei den meisten Herstellern auf die Topmodelle beschränkt und kostet je nach Hersteller 500 bis 1000 Euro Aufpreis.

CX, Shimano, Brose? Der Bosch im Vergleich mit der Konkurrenz

Doch ein Bosch oder lieber ein anderer Antrieb? Vor der Frage dürfte fast jeder bei einem neuen E-Bike stehen. Allerdings: Entscheiden sollte man sich nie für einen Motor allein, sondern immer für das gesamte Bike. Die Frage nach dem richtigen Antrieb bleibt natürlich trotzdem relevant. Wir konnten fast alle gängigen E-Bike-Antriebe schon ausführlich in der Praxis und im Labor testen und geben einen kurzen Überblick über die Unterschiede in Messwerten und Fahrgefühl.

Im Labor: Bosch kräftig und Drehzahlfest

Im Labor gehört der Bosch Performance CX definitiv zu den kräftigeren E-Bike-Antrieben. Er bietet ein gelungenes Drehmoment im unteren Bereich und toppt mit seiner Spitzenleistung fast alle gängigen Antriebe, mit Ausnahme echter Power-Boliden wie Rocky Mountains Dyname 4.0, dem Sachs und dem alten TQ HPR 120. Der Drive S Mag von Brose bietet aber fast dieselbe Spitzenleistung wie der Bosch und noch etwas mehr Drehmoment, auch Shimanos neuer EP801 hat in Sachen Leistung fast zum Performance CX aufgeschlossen. Nur der PW-X3 von Yamaha, der auch die Basis von Giants Syncdrive Pro II Antrieben ist, hinkt noch spürbar hinterher.

In der Praxis: Bosch sportlich und sensibel, Brose glänzt mit Sound und Drehmoment

In Puncto Fahrgefühl gibt sich der Bosch sportlich und dynamisch und setzt seine hohe Leistung erst bei kräftigem Treten frei. Im Umkehrschluss heißt das: Wer nicht ganz so kräftig in die Pedale tritt, kann mit Brose und insbesondere Shimano etwas mehr Leistung abrufen. Das liegt daran, dass zum Beispiel der Shimano schon bei 100 Watt Fahrerinput Vollgas gibt, während der Bosch erst bei 180 Watt seine volle Leistung freischaltet. In der Praxis fällt das zum Beispiel auf entspannten Touren auf, wo man mit Shimano und Brose bei leichtem Tritt oft schneller unterwegs ist, als mit dem Bosch.

Dafür ist die Dosierbarkeit der Leistung mit dem Bosch exzellent und unserer Erfahrung nach noch etwas besser als bei Yamaha und Shimano. Der Brose liegt noch am nächsten an der Feinfühligkeit des Bosch-Antriebs, begeistert oft mit geringer Lautstärke und klappert bergab nicht. Die durchdachte Schiebehilfe, die hohe System-Reichweite und der verlängert...

Bosch PowerTube Akkus: Revolution im E-Bike-Design

Mit der kompakten Integration im Unterrohr hat Boschs PowerTube Akku das Design von E-Bikes revolutioniert. Und nicht nur das. Dank bis zu 750 Wattstunden Kapazität braucht man sich auch in Puncto Reichweite keine Sorgen mehr zu machen. Wir stellen das aktuelle PowerTube LineUp vor.

Das Design von E-Bikes hat sich über die letzten Jahre stark verändert und modernisiert. Die Antriebssysteme sind mit jeder Generation kompakter geworden, so dass sich Motoren und Akkus immer fließender ins Rahmendesign integrieren lassen. Viele E-Bikes kann man heute sogar nur noch schwer von Bikes ohne E-Antrieb unterscheiden. Der Bosch PowerTube Akku hat großen Anteil an dieser Entwicklung.

Das Unterrohr des Rahmens ist prädestiniert für die Aufnahme des Akkus. Das Versteck schafft Platz im Rahmendreieck für Zubehör wie Flaschenhalter oder Taschen. Manche E-Bikes bieten auch die Option, hier einen Zweit-Akku zu montieren (Range Extender). Die erweiterte Reichweite und -höhe kann beispielsweise bei einer Alpenüberquerung entscheidend sein. Weitere Vorteile: Der PowerTube verlagert den Schwerpunkt so weit wie möglich nach unten, was die Fahreigenschaften des E-Bikes verbessert.

Die hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus sind mit einem speziellen Batterie-Management ausgestattet. Dadurch werden potentielle Fehlerquellen umgehend erkannt und die Zellen vor Überlastung, zu hohen Temperaturen und Tiefentladung geschützt. Darüber hinaus kennen die Akkus keinen Memory-Effekt. Das heißt, sie können unabhängig von ihrem Ladezustand jederzeit geladen werden. Egal ob kurz oder lang. Sollte der Ladevorgang unterbrochen werden, schadet dies dem Akku nicht. Es ist auch nicht zwingend nötig, den Akku hin und wieder vollständig zu entladen.

Smartes System vs. System 2

„Das smarte System“ - Immer mehr Bosch E-Bike Komponenten tragen diese Auszeichnung. Die Technologie stellt eine drahtlose Verbindung zwischen den Antriebskomponenten und dem Smartphone her. Via eBike Flow App können Nutzer zahlreiche Funktionen steuern, zum Beispiel die individuelle Anpassung der Fahrmodi. Aber welche Vorteile bietet das System speziell für die smarten Akkus? Es verbessert das Energie-Management, so dass zum Beispiel Ladestand, Reichweite und aktueller Verbrauch exakter angezeigt werden.

Das klassische Antriebssystem ohne Vernetzung läuft unter dem Signet „Bosch eBike System 2“. Bei den Leistungen der Antriebe gibt es gegenüber Smart keine Einschränkungen, aber das Motor-Feintuning und die weiteren Möglichkeiten der eBike Flow App fallen natürlich weg. Außerdem müssen Firmware-Updates vom Fachhändler durchgeführt werden. Im Hinblick auf die allgemeine Entwicklung sind wir uns aber sicher, dass das smarte System in Zukunft das System 2 komplett ablösen wird.

Jeder Hersteller hat seine eigene Technik, wie der PowerTube im Unterrohr verbaut ist. Aber es ist in aller Regel möglich, den Akku zu entnehmen. Sei es zur Überwinterung im Keller, oder um ihn außerhalb des E-Bikes zu laden.

Die Vorteile und Daten im Überblick

  • Niedriges Gewicht
  • Lange Lebensdauer
  • Kein Memory-Effekt dank Lithium-Ionen-Technik
  • Optimaler Schutz des Akkus im Unterrohr
  • Schlankes E-Bike-Design möglich
Akku Typ Kapazität (Wh) Reichweite* Ladezeit** Einsatzbereich
PowerTube 750 750 Hochgebirge, lange Touren 6 Stunden Seriöse Alpentouren
PowerTube 625 625 Tagestouren, Alltag 4,9 Stunden Tagestouren, Alltag
PowerTube 500 500 Gemäßigte Touren, Stadt 4 Stunden Tägliche Fahrt ins Büro
PowerTube 400 400 Stadt, Nahverkehr 3,5 Stunden Weg in die Shops

*Reichweite: Den Beispielwert haben wir mit Hilfe des Bosch Online Reichweiten-Tools ermittelt. Folgende Präferenzen liegen zu Grunde: Touren-/Trekkingbike mit Performance Line CX Motor, 110 kg Systemgewicht (E-Bike + Fahrer/in), Fahrt im ECO Modus, Trittfrequenz ca. 75 rpm, hügelige Topografie. Bei Nutzung von schubstärkeren Modi verringert sich die Reichweite sukzessive.

**Ladezeit: Bei Verwendung des Bosch Standard-Ladegerätes mit 4A (Maximum beim smarten System). Schnell-Ladegerät mit 6A bislang nur für System 2 erhältlich. Weitere Option: Compact Charger für unterwegs mit 2A, erhältlich für beide Systeme.

Die Akku Typen und ihre Einsatzbereiche

PowerTube 750

Das PowerTube Flaggschiff gibt es ausschließlich innerhalb des smarten Systems. Der PowerTube 750 liefert nochmals 20 Prozent mehr Reichweite als der 625er Akku! Damit sind selbst seriöse Alpentouren mit langen Tagesetappen und Anstiegen machbar. Der Luxus geht allerdings auf Kosten von Gewicht und Volumen. Denn beide Werte erhöhen sich ebenfalls um 20 Prozent. Der PowerTube 750 baut rund sieben Zentimeter länger als der 625er. Deshalb ist es oft nötig, dass die Hersteller eine entsprechende Rahmenvariante dafür entwickeln müssen.

PowerTube 625

Der PowerTube 625 ist die wohl meist-verbreitete PowerTube-Variante. 625 Wattstunden sind ideal für Tagestouren und bieten auch im Alltag reichlich Reserven. Wer sucht in der City schon gerne ständig nach einer Lademöglichkeit? Auch Mountainbiker brauchen sich in Puncto Reichweite und Höhenmeter kaum Sorgen zu machen. Man sollte nur nicht allzu oft und lange den Turbo-Modus nutzen. Lieber etwas herunterschalten, dann hält der 625er genauso lange durch wie der 750er.

PowerTube 500

Wir empfehlen eine Leistung von 500 Wattstunden als das Minimum bei E-Bikes. Es gibt kaum einen Grund, tiefer zu gehen. Höchstens im Leichtbau, oder wer ausschließlich in der Stadt unterwegs ist. Der PowerTube 500 bietet aber immer noch genügend Leistung für viele Einsatzbereiche. Zum Beispiel für die tägliche Fahrt ins Büro oder auf Tagestouren mit gemäßigten Höhenmetern. Entscheidend ist auch ein cleverer Einsatz der Unterstützungsstufen. Wer auf flachen Streckenabschnitten konsequent den Eco-Modus nutzt, kann aus dem PowerTube 500 viele Kilometer Reichweite kitzeln.

PowerTube 400

Der normale PowerTube 400 (eBike System 2) wird nur noch selten verbaut. Deshalb führen wir ihn lediglich der Vollständigkeit halber auf. In der Stadt und im Nahverkehr hat er aber noch seine Berechtigung. Auf dem Weg in die Shops ist allerdings sein Nachfolger, der brandneue CompactTube 400. Dieser Akku wurde speziell für den Einsatz an sportlichen Leicht-E-MTBs, Gravelbikes und minimalistischen Urban E-Bikes entwickelt. Wir werden den Newcomer in Kürze vorstellen.

Der Bosch PowerTube ist in der E-Bike Welt nicht mehr wegzudenken. Man findet PowerTubes heute in fast allen Preisklassen und es gibt für jeden Einsatzbereich die passende Größe. Der PowerTube 750 setzt dabei die absolute Benchmark in Sachen Reichweite. Einen weiteren Schritt in die Zukunft macht Marktführer Bosch mit dem smarten System, das den Antrieb mit Smartphone und Web vernetzt. E-Bike-Akkus müssen bei Bosch vor allem drei Kriterien erfüllen: Sie müssen clean, leicht und leistungsstark sein.

Doch anstatt nun einen Akku mit hoher Reichweite zu bauen, der dann für den Alltag viel zu schwer wäre, geht Bosch einen geschickten Mittelweg und stellt für das Modelljahr 2020 den neuen PowerTube mit 625 Wattstunden vor. Geschaffen für eMountainbiker und Fahrer, die lange Distanzen zurücklegen möchten, kann der leistungsstarke, integrierbare Lithium-Ionen-Akku der ideale Begleiter werden. Ausgelegt für maximale Reichweite und Höhenmeter sowie anspruchsvolle Touren liefert der PowerTube 625, wie der Name schlussfolgern lässt, einen Energiegehalt von 625 Wattstunden. Die kompakten Maße (416 mm x 84 mm x 65 mm) und das Gewicht von 3,5 Kg lassen trotzdem Spielraum für die Verlagerung ins Unterrohr.

Wer sich vor dem Laden fürchtet sei beruhigt: Bosch verspricht die halbe Aufladung des leeren Akkus mit dem 6A Fast Charger in weniger als 1,5 Stunden. Eine vollständige Ladung soll in knapp 4 Stunden über die Bühne gehen.

Ideal für den City-Bike-Einsatz, wurde der PowerTube 400 ganz frisch im Portfolio ergänzt. Der schicke Energielieferant PowerTube 400 punktet mit schlanken Abmessungen (349 mm x 84 mm x 65 mm) und einer minimalistischen Gestaltung. Trotzdem liefert er mit 400 Wattstunden ausreichend Energie für alle täglichen Wege in der Stadt oder kleinere Ausflüge. Mit rund 2,9 Kg Gewicht darf er als Ersatzakku auch so manche Tour im Rucksack begleiten.

Mit nun drei Varianten kann Bosch eBike Systems ab dem Modelljahr 2020 alle Einsatzbereiche mit integrierbaren Akkus abdecken. Mit den zwei neuen Modellen PowerTube400 und PowerTube625 gibt es für jeden Rad-Typ die passende integrierbare Akku-Lösung. Zumal sich die PowerTube horizontal als auch vertikal verbauen lassen. Damit auch das Handling beim Rein- und Rausnehmen stimmt, hat man auch hier mit einer Komfortfunktion noch mal nachgebessert. Damit sie sich besser greifen lassen, bewegen sich die PowerTube beim Aufschließen zwei Zentimeter heraus. Eine Sicherung verhindert dabei das Herausfallen.

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