Mit dem zunehmenden Einsatz von E-Bikes wird auch die Wartung und Reparatur ihrer Komponenten wichtiger. Einer der teuersten und wichtigsten Teile eines E-Bikes ist der Akku. Doch was tun, wenn der Akku nachlässt oder defekt ist? Die Leistung deines E-Bikes lässt nach und du stellst dir die Frage, ob eine E-Bike Akku Reparatur oder der Kauf eines Ersatzakkus sinnvoller ist? Wir verraten dir, warum sich eine Reparatur lohnt.
Warum eine E-Bike Akku Reparatur in Betracht ziehen?
Ein E-Bike Akku ist das Herzstück eines E-Bikes. Er liefert die Energie, die den Motor antreibt und so das Fahren erleichtert. E-Bike Akkus bestehen meist aus Lithium-Ionen-Zellen, die für ihre hohe Energiedichte und lange Lebensdauer bekannt sind. Wenn du deinen E-Bike Akku immer häufiger laden musst oder der Motor nicht mehr richtig mitzuziehen scheint, können das die ersten Anzeichen für Schäden am Akku sein. Kostenersparnis: Ein neuer E-Bike Akku kann mehrere hundert Euro kosten.
Häufige Ursachen für Defekte
Beim Akku kommt es aus verschiedenen Gründen zum Defekt - er ist die teuerste und zugleich auch die anfälligste Komponente eines E-Bikes. Wie bei einem Smartphone verlieren die Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) im Laufe der Zeit an Kapazität. Die Akkus jedes Anbieters verlieren an Ladekapazität. Die Hersteller geben an, dass es in der Regel bei den ersten 500 - 1.000 Ladezyklen zu keinen großen Veränderungen kommt. Nach vier bis fünf Jahren ist der Verschleiß in der Regel dennoch spürbar. Dies hängt jedoch allein von der Art und Weise der Nutzung ab. Auch bei bester Handhabung ist langfristig ein Nachlassen der Akkuleistung nicht vermeidbar.
Komponenten eines E-Bike Akkus
Dein E-Bike Akku ist voll, aber funktioniert nicht? Im Akkumulator gibt es drei Komponenten, bei denen häufig Fehler auftreten.
- Batterie-Management-System (BMS): Eine davon ist das Batterie-Management-System, kurz BMS, welches das Aufladen und gleichmäßige Entladen steuert. Hierbei handelt es sich um eine Platine, die mit allen Zellen der Batterie verschaltet ist.
- Zellen: Eine zweite wichtige Komponente sind die Zellen. Bei den meisten E-Bikes werden Rundzellen verwendet, die übergroßen Batterien sehr ähnlichsehen und sich einfach ins Gehäuse schichten lassen. Sie sind in Reihe geschaltet. Sobald eine dieser Akku-Zellen ausfällt, funktioniert oft der gesamte Akku nicht mehr.
- Verdrahtung: Alle Komponenten des Fahrradakkus sind miteinander verdrahtet. Dadurch kann das Batterie-Management-System sie steuern und gleichmäßig Strom abgeben.
E-Bike Akku Reparatur: Was du wissen musst
Bevor du mit der Reparatur beginnst, musst du feststellen, was genau das Problem ist. Wenn dein E-Bike Akku nicht mehr die gewünschte Leistung bringt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Die Reparatur erfordert jedoch Erfahrung und ein Know-How von feinen Lötarbeiten und komplexen Schaltkreisen. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen und Video-Tutorials zur eigenen Reparatur des kaputten E-Bike Akkus. Wer sich damit nicht auskennt, dem ist von der eigenen Bastelei und Reparatur abzuraten. Auch übernehmen viele Werkstätten den Akkumulator nicht mehr, sobald dieser im Vorhinein von dir selbst geöffnet wurde.
Sicherheitsvorkehrungen
Die Reparatur eines E-Bike Akkus kann gefährlich sein, wenn du nicht die richtigen Sicherheitsvorkehrungen triffst. Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien: Lithium-Ionen-Batterien können bei unsachgemäßer Handhabung Feuer fangen oder explodieren. Zudem erlöscht durch den eigenmächtigen Eingriff die Herstellergarantie und ein Schadensfall ist bei der Versicherung nicht abgedeckt. Davon abgesehen sind für die Diagnose, den Austausch und das folgende Verschweißen spezielle Werkzeuge und Geräte notwendig. Diese gehören nicht zur haushaltsüblichen Ausstattung. Deshalb empfiehlt sich die Reparatur eines defekten Akkus durch Fachpersonal.
Professionelle Reparatur
Es gibt spezielle Shops und Läden, welche eigens für die Reparatur oder den Ersatz von Fahrradakkus ausgelegt sind und zudem sämtliche Qualitätsstandards erfüllen. Vor Ort werden die Akku-Informationen ausgelesen. Der Halter kann herausfinden, wie viele Ladezyklen schon erfolgt sind und ob das BMS noch intakt ist. Bei der Akkureparatur wird dessen Gesamtzustand kontrolliert. Der Techniker öffnet das Gehäuse des E-Bike Akkus und führt einen Funktionstest aller Bauteile durch, alle Komponenten und Verdrahtungen werden geprüft. Sollte das Zellenmaterial defekt sein, können die defekten Zellen gab im Rahmen der Reparatur vollständig gegen neues Zellenmaterial namhafter Hersteller getauscht werden.
Zellentausch
Sollte das Zellenmaterial defekt sein, können die defekten Zellen gab im Rahmen der Reparatur vollständig gegen neues Zellenmaterial namhafter Hersteller getauscht werden. Das Austauschen defekter Zellen ist ein zentraler Schritt bei der Reparatur. Das Öffnen eines E-Bike Akkus erfordert Geduld und die richtigen Werkzeuge. Löten und Verbinden: Entferne die defekten Zellen und löte die neuen an ihre Stelle. Bei einem Zellentausch werden die alten, abgenutzten Zellen in deinem Akkupack durch frische, leistungsfähige Zellen ersetzt. Dies kann die Lebensdauer deines E-Bikes erheblich verlängern und stellt eine umweltfreundlichere Lösung dar, da weniger Abfall produziert wird.
Kosten: Zellentausch vs. Akku-Reparatur vs. Neukauf
Eine Reparatur ist bis zu 8 mal günstiger als der Kauf eines E-Bike Ersatzakkus. Ein fachkundiges Auffrischen kommt preislich auf etwa 100 Euro. Ein Neukauf ist deshalb oft nur dann sinnvoll, wenn eine Reparatur nicht mehr infrage kommt. Der Zellentausch bei E-Bike Akkus ist eine kosteneffiziente Alternative zum Kauf eines komplett neuen Akkus. Die Kosten variieren je nach E-Bike-Modell und Akkugröße, liegen aber im Allgemeinen zwischen 300 und 600 Euro. Der Preis hängt von der Anzahl und Art der Zellen ab, die ausgetauscht werden müssen.
Alternativen beim Neukauf
Bei dem Neukauf gibt es zahlreiche Optionen. Neben teuren Originalakkus von namhaften Herstellern wie Bosch bieten auch zahlreiche No-Name Hersteller ihre Produkte an. Meist empfehlen die Hersteller den Kauf ihrer Originalteile und berufen sich dabei auf die feine Abstimmung von Motor und Akku. Hersteller von No-Name Produkten behaupten jedoch, dass ihre Produkte genauso gut oder gar besser sind als die der Hersteller. Eine verlässliche Überprüfung dieser Debatte ist aber nicht möglich, da es zu wenig Untersuchungen über die einzelnen Akkutypen gibt.
Umgang mit häufigen Problemen
Der Bordcomputer zeigt mitunter Fehlercodes an, die E-Bikern Rätsel aufgeben, aber relativ häufig sind. Ein E-Bike ist mehr als ein einfaches Rad mit ein bisschen Antrieb. Dieser Fehler verweist darauf, dass das Bike und sein Akku nicht mehr richtig miteinander reden können. Der Klassiker Akku rausnehmen und wieder einsetzen kann hier oft schon helfen.
Fehlerbehebung
- Systemneustart: Schaltet das E-Bike-System durch Aus- und Wiedereinschalten neu. Das Display sollte Euch nun den gewohnten Bildschirm anzeigen. Startet das System neu. Das gesamte System muss neu gestartet werden. Das System muss neu gestartet werden. Schaltet das e-Bike aus, entnehmt den Akku und setzt ihn wieder ein. Schaltet das eBike System aus und entfernt den Akku. Anschließend setzt Ihr den Akku wieder ein und startet das System neu. Entfernt dann den Akku für ca. 20 Sekunden und setzen ihn dann wieder ein. Startet das gesamte System neu.
- Temperatur prüfen: Das E-Bike befindet sich nicht im zulässigen Temperaturbereich. Schaltet das System aus, um die Antriebseinheit auf die zulässige Temperatur abzukühlen oder aufzuwärmen.
- Ladegerät prüfen: Trennt das Ladegerät vom Akku / Fahrrad und lasst es abkühlen. Startet das System neu. Steckt das Ladegerät erneut an. Das Ladegerät ist nicht mehr in der Lage den Akku zu laden oder ist defekt.
- Verkabelung und Licht prüfen: Überprüft das Licht und die Verkabelung. Danach startet Ihr das System neu. Die Verkabelung muss überprüft werden.
- Sensoren prüfen: 821 - 826 - unplausible Signale am vorderen Radgeschwindigkeits-Sensor. Sensorscheibe möglicherweise nicht vorhanden, defekt oder falsch montiert - deutlich unterschiedliche Reifendurchmesser Vorderrad und Hinterrad - extreme Fahrsituation, z.B. Startet das System neu und führt mindestens 2 Minuten lang eine Probefahrt durch. Die ABS-Kontrollleuchte muss erlöschen. Überprüft die Position des Speichermagneten und stellt ihn ggf. ein.
- Manipulation prüfen: Auf Manipulation (Tuning) prüfen.
- Bordcomputer prüfen: Der Bordcomputer muss aufgeladen werden (in der Halterung oder über USB-Anschluss). Entfernt das Kabel vom USB-Anschluss des Bordcomputers.
- Tasten prüfen: Prüft, ob die Tasten verklemmt sind, z.B.
Wichtig: Falls das Problem weiterhin besteht, kontaktiert Euren eBike Händler.
Tipps zur Akkupflege
Damit dein E-Bike Akku dennoch gepflegt ist und möglichst lange konstante Leistung liefert, solltest du auf einige Dinge achten. Deshalb solltest du eine Tiefenentladung unbedingt vermeiden. Ist der Akkumulator jedoch erst einmal tiefenentladen, dann sind die Impulse des Ladegeräts oft unzureichend, um die Zellen wieder aufzuladen. Deshalb ist es wichtig, den Akku entsprechend den Herstellerangaben zu lagern. Tiefenentladung auf jeden Fall vermeiden.
- Jeder Lithium-Ionen-Akku fühlt sich bei einem Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent am wohlsten.
- Im Übrigen muss der Akku auch nicht vor jeder Fahrradtour voll geladen sein.
- Wer also beispielsweise sein E-Bike konsequent im Schatten abstellt oder zumindest den Akku abdeckt, tut bereits viel für ein längeres Batterieleben.
Wir haben dir auch ein paar Tipps und Tricks vorgestellt, wie du die Lebensdauer deines Akkus erhöhst. Am besten ist es, mit dem Akku so pfleglich wie möglich umzugehen, um die Reparatur bzw. den Neukauf so lange wie möglich hinauszuzögern.
Akkukalibrierung
Gerade richtig in Fahrt gekommen und schon ist der E-Bike-Akku leer? Das kann an einer falschen Ladestandanzeige liegen. Selbst die modernsten Batterie-Management-Systeme brauchen manchmal Nachhilfe. Ein kalibrierter Akku hat zwar weder mehr Reichweite noch lässt er sich regenerieren. Jeder Akku hat eine bestimmte Maximalkapazität, die er pro Ladezyklus aufnehmen kann.
Über komplexe Messvorrichtungen überprüft ein Batterie-Management-System, wieviel Ladung der Akku gerade im Verhältnis zu seiner maximalen Aufnahmefähigkeit hat. Diese Messungen sind zwar ziemlich genau, können allerdings von der Realität abweichen. Beim Akku kalibrieren werden Messsystem, Anzeige und Akku wieder auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Oft wird dieser Vorgang auch Akku refreshen genannt. Ein Refresh suggeriert, dass die Powerzelle danach wieder wie neu ist und somit öfter wieder aufgeladen werden kann. Die Kalibrierung hat jedoch den großen Vorteil, dass sich der Anwender ab sofort wieder auf die Anzeige zum Akkustand verlassen kann.
Insbesondere nach der Überwinterung des E-Bike-Akkus ist es eine gute Idee, ihn vor dem Start in die Fahrsaison zu kalibrieren. Springt die Ladestandanzeige beim Be- oder Entladen hin und her, gilt es zunächst, die Fahrradelektronik bzw. zu überprüfen. Die Akkukalibrierung ist zwar keine Garantie gegen Fehlermeldungen. Sie sorgt allerdings für eine realistischere Kommunikation zwischen den Komponenten.
Wichtige Hinweise zur Entsorgung
Ist die fachgerechte Entsorgung des Akkumulators nicht mehr zu vermeiden, führt auch hier der Weg zur Werkstatt. Für die optimale Lösung beim eigenen Rad empfiehlt es sich immer, im Fachhandel oder bei speziellen Werkstätten, um Rat zu fragen. Das Fachpersonal kümmert sich um die Entsorgung solcher elektronischen Geräte.
Ein reparierter E-Bike Akku kann je nach Qualität der Reparatur und Nutzung genauso lange halten wie ein neuer Akku. Nicht jeder Akku ist reparierbar. Es hängt vom Zustand des Akkus und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen ab.
Bosch BMS (Battery Management System)
Bosch Powerpacks sind die Klassiker unter den E-Bike-Akkus. Die Reparatur des BMS ist ein komplizierter Prozess, der potenziell den gesamten Akku beschädigen kann. Unsere Techniker sind sehr erfahren und können weiterhelfen.
Hinweis: Von der eigenständigen Reparatur ihres Akkus raten wir ausdrücklich ab! Ein Akku ist ein sehr diffiziles und potenziell gefährliches Objekt, es besteht Brand- und Explosionsgefahr. Schließlich noch ein wichtiger Sicherheitshinweis: Wenn der Akku tiefentladen ist, darf auf keinen Fall mehr geladen werden und schon gar nicht genutzt werden. Hier droht ein unkontrollierter Zellenbrand, eine potenzielle Kettenreaktion („thermal runaway“) und somit Brand- bzw. Explosionsgefahr!
Der sogenannte BMS Reset: Ca. 10 Sekunden den Knopf auf dem BMS drücken, so wird das BMS neu gestartet.
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